Rededuell Stoiber - Lafontaine
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scrub schrieb:
Daniel E. schrieb:
Arbeitsplätze schafft schließlich nicht der Konsum. Eigentlich könnte man jetzt hier knapp 200 Bücher über die Unsinnigkeit Keynesianischer Wirtschaftspolitik schreiben, aber die Bücher gibt es schon. Warum kommt dieses Argument dann immer wieder?
gut, machen wirs doch andersum: wir senken die löhne.
folge davon: keiner kann sich noch was kaufen.Man kann Löhne nicht beliebig nach unten absenken.
Aber selbst wenn, wie zB in Ostdeutschland, wo die Löhne tendentiell auch niedriger sind, werden auch Waren günstiger angeboten, so daß es natürlich trotzdem zu einem Absatz kommt. Vergleiche zB Mietpreise in Ost und West, oder Preise für den "Standard-Warenkorb". So gesehen ist das geflügelte Wort davon, daß "der Neoliberalismus" in Deutschland chinesische Löhne zu deutschen Produktpreisen einführen wolle daneben. Sowas passiert einfach nicht, die Preise können (und werden!) auch fallen, wenn man niedrige Löhne einführt.
folge davon: in deutschland wird mangels nachfrage keiner mehr etwas kaufen.
folge davon: die, die etwas verkaufen wollen, kommen in schwierigkeiten, müssen mitarbeiter entlassen. (ist ja jetzt schon normalität)
folge davon: die arbeitslosigkeit steigt.Das ist schon richtig, wenn man jetzt von heute auf morgen keine Löhne mehr zahlen würde, dann wäre das natürlich schlecht für die Binnenwirtschaft, keine Frage (besonders da man da eine künstliche Trennung zwischen Angestellten und Unternehmer einführt -- in Wirklichkeit sind Angestellte natürlich auch Unternehmer, die nur einen Kunden haben, nämlich ihren Arbeitgeber). Es ging mir mehr darum, daß man keine nachhaltigen Konjunktureffekte erzieht, wenn man den Leuten Geld in die Hand drückt (zB in dem der Staat mehr Schwimmbäder oder Straßen oder sowas baut, damit Beschäftigung erzeugt und Geld an die armen Bauarbeiter verteilt). Die gründen nämlich dann normalerweise nicht eigene Unternehmen, sondern kaufen neue Plasmafernseher oder Buchenholzimitatschränke oder sowas.
Das Geld landet also beim Fernsehhersteller, der im schlechtesten Fall einfach seine riesigen Lagervorräte (die Leute haben schließlich davor lange nichts gekauft, sonst wäre es überflüssig gewesen, Geld zu verschenken) abbaut und hat dafür niemanden neu eingestellt. Vielleicht hat er auch jemanden neu eingestellt, den muß er aber bald wieder entlassen, weil jetzt alle Leute ihr neues Geld in neue Plasmafernseher investiert haben und keiner mehr was kauft. Schlußendlich wurden also keine neuen Arbeitsplätze durch den Staatseingriff geschaffen. Wenn die Effekte durch das Geldausgeben verpufft sind, dann sind wir ziemlich genau da, wo wir vorher waren: bei der gleichen Arbeitslosigkeit mit der gleichen Kaufunlust (von den paar Leuten, die mit dem Geld neue Unternehmen gegründet haben und jetzt ihrerseits Leute beschäftigen abgesehen). Was kommt also jetzt: die nächste Staatsintervention, diesmal baut man halt noch ein Freibad und alles geht wieder von vorne los. Das Problem ist nur, daß irgendjemand das Geld, daß dann verschenkt wird, auch erarbeiten muß.
Deswegen ist es sinnvoll, sich mal einen Moment nicht über die unmittelbaren Auswirkungen auf den Binnenmarkt zu fixieren, sondern sich überlegen, wie man langfristig mehr Wohlstand erzeugt und das geht in erster Linie durch mehr Beschäftigung. Es soll für mehr Unternehmer sich eher lohnen jemanden einzustellen, auch wenn er nicht so hochproduktiv ist, darum ist die Lohnkostensenkung eine richtige Idee. Je höher die Lohnnebenkosten sind, desto höher muß die Produktivität des Arbeiters sein, damit er eingestellt wird. So werden gerade schlecht ausgebildete Leute, insb. Jugendliche, aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt.
Ob die Mehrwertsteuererhöhung dazu die richtige Gegenfinanzierung ist, weiß ich nicht. Das sollte man vielleicht mal näher untersuchen (bzw. wurde bestimmt schon gemacht), wer da wie stark zusätzlich belastet wird. Geringverdiener wohl kaum, die stecken alles Geld in den unmittelbaren Lebensunterhalt und dort entfällt auf fast alle Produkte nur der ermäßigte Satz. Es sind wohl eher die Durchschnittsverdiener und Familien, die von der Erhöhung negativ betroffen sind, soweit ich das jetzt überblicke. Ich maße mir kein Urteil darüber an, wie sozial gerecht das ist oder mal wird.
ERROR schrieb:
"Wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern", sagte Stoiber nach Angaben von "B5 aktuell". Die Stärkeren müssten manchmal die Schwächeren ein Stück mitziehen, habe Stoiber gesagt."
und hier ist auch eine beleidiung der ostdutschen zu sehen
Du bist wirklich paranoid, hat dir das schon mal jemand gesagt? Nicht? Jetzt schon. Ich kann es ja verstehen, wenn man hin und wieder über die, äh, etwas selbstsicheren Bayern schimpft, aber eine Beleidigung? Eine Beleidigung der Ostdeutschen? Die Ostdeutschen kommen in diesem Abschnitt gar nicht vor, mal abgesehen, daß Stoiber diese Beschimpfung sogar schwarz auf weiß in Form von Pisa-Studien regelmäßig bestätigt bekommt. Verdammtes Antisozialistenpack bei der OECD!
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Daniel E. schrieb:
Aber selbst wenn, wie zB in Ostdeutschland, wo die Löhne tendentiell auch niedriger sind, werden auch Waren günstiger angeboten, so daß es natürlich trotzdem zu einem Absatz kommt. Vergleiche zB Mietpreise in Ost und West, oder Preise für den "Standard-Warenkorb". So gesehen ist das geflügelte Wort davon, daß "der Neoliberalismus" in Deutschland chinesische Löhne zu deutschen Produktpreisen einführen wolle daneben. Sowas passiert einfach nicht, die Preise können (und werden!) auch fallen, wenn man niedrige Löhne einführt.
mir wird von verwandten und bekannten leider das gegenteil berichtet. ist natürlich nicht repräsentativ, aber mir sagt da keiner was von billigerem benzin oder günstigerem einkauf.
Daniel E. schrieb:
Es ging mir mehr darum, daß man keine nachhaltigen Konjunktureffekte erzieht, wenn man den Leuten Geld in die Hand drückt (zB in dem der Staat mehr Schwimmbäder oder Straßen oder sowas baut, damit Beschäftigung erzeugt und Geld an die armen Bauarbeiter verteilt). Die gründen nämlich dann normalerweise nicht eigene Unternehmen, sondern kaufen neue Plasmafernseher oder Buchenholzimitatschränke oder sowas.
nichtsdestotrotz türmen sich unbedingt notwendige kommunale investitionen (hier zuhause besonders infrastruktur und dergleichen) und auch weniger notwendige investitionen auf- die sind nicht künstlich geschaffen, sondern real vorhanden. wenigstens das liegt also auf jeden fall brach. (ich stimme dir ja vollkommen zu, es ist blödsinn, einfach 1mio für irgendeinen blödsinn auszugeben, mit dem argument, es schaffe arbeit)
Daniel E. schrieb:
Deswegen ist es sinnvoll, sich mal einen Moment nicht über die unmittelbaren Auswirkungen auf den Binnenmarkt zu fixieren, sondern sich überlegen, wie man langfristig mehr Wohlstand erzeugt und das geht in erster Linie durch mehr Beschäftigung. Es soll für mehr Unternehmer sich eher lohnen jemanden einzustellen, auch wenn er nicht so hochproduktiv ist, darum ist die Lohnkostensenkung eine richtige Idee. Je höher die Lohnnebenkosten sind, desto höher muß die Produktivität des Arbeiters sein, damit er eingestellt wird. So werden gerade schlecht ausgebildete Leute, insb. Jugendliche, aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt.
wir senken die lohnnebenkosten. gut, dann spart der unternehmer ein wenig geld. der mitarbeiter bekommt zunächst genausoviel.
weil sein chef aber weniger geld an den staat zahlt, wird von dort auch weniger leistung geboten. weil der arbeitnehmer aber nicht auf seine soziale absicherung verzichten kann und will, wird er zusätzlich geld ausgeben müssen.
das ist also zunächst nichts anderes als eine lohnsenkung. der mitarbeiter hat wieder weniger geld, das er ausgeben könnte.
jetzt kannst du natürlich von dem gering qualifizierten verlangen, daß er nicht so hohe ansprüche an seine absicherung stellt. wenn man sich jetzt mal überlegt, daß möglicherweise defizite, für die der mensch aber nix kann, für seine geringe qualifizierung ursächlich sind, bedeutet das nichts anderes als jemandem den anspruch auf soziale absicherung teilweise absprechen zu wollen, weil er von der natur benachteiligt wurde.Daniel E. schrieb:
Die Ostdeutschen kommen in diesem Abschnitt gar nicht vor, mal abgesehen, daß Stoiber diese Beschimpfung sogar schwarz auf weiß in Form von Pisa-Studien regelmäßig bestätigt bekommt.
erstens sind die "anderen" nicht selbst dran schuld, wenn sie schlechte schulen besuchen müssen (ich geh jede wette ein, daß irgendwelche bayerischen kinder auf dem weg zum abitur in NRW genauso "abbauen"), und zweitens hat die OECD ausdrücklich die soziale auslese gerügt, die im dreiteiligen schulsystem vorgenommen wird. es gibt also für unsere süddeutschen besserwisser-mps überhaupt keinen grund, in selbstgefälligkeit und arroganz über den den rest deutschlands herzuziehen (und zu diesem rest deutschlands gehört ostdeutschland, und deswegen war es selbstverständlich im zitat enthalten). ohne diesen rest deutschlands (man könnte fast sagen: ohne preußen
) wäre bayern immer noch ein land von vielen kuhbauern und biergärten und abhängig von finanziellen tropf. (gemäß seiner total gesamtdeutschen einstellung hat stoiber ja längst gefordert, ihn abzuschaffen, nachdem bayern nur noch einzahlen muß)
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scrub schrieb:
Daniel E. schrieb:
Aber selbst wenn, wie zB in Ostdeutschland, wo die Löhne tendentiell auch niedriger sind, werden auch Waren günstiger angeboten, so daß es natürlich trotzdem zu einem Absatz kommt. Vergleiche zB Mietpreise in Ost und West, oder Preise für den "Standard-Warenkorb".[...]
mir wird von verwandten und bekannten leider das gegenteil berichtet.
Dort sind die Preise und Mieten höher?
Wohl eher nicht. http://www.bbr.bund.de/index.html?/wohnungswesen/wohnungsmarkt/mieten_2003_2004.htm
Der Preisindex in Ostdeutschland ist geradezu ein ideales Beispiel für "meine These".
Daniel E. schrieb:
Es ging mir mehr darum, daß man keine nachhaltigen Konjunktureffekte erzieht, wenn man den Leuten Geld in die Hand drückt (zB in dem der Staat mehr Schwimmbäder oder Straßen oder sowas baut, damit Beschäftigung erzeugt und Geld an die armen Bauarbeiter verteilt). Die gründen nämlich dann normalerweise nicht eigene Unternehmen, sondern kaufen neue Plasmafernseher oder Buchenholzimitatschränke oder sowas.
nichtsdestotrotz türmen sich unbedingt notwendige kommunale investitionen (hier zuhause besonders infrastruktur und dergleichen) und auch weniger notwendige investitionen auf- die sind nicht künstlich geschaffen, sondern real vorhanden. wenigstens das liegt also auf jeden fall brach.
Das liegt vor allem daran, daß Bund und Ländern den Kommunen mehr oder weniger die Einnahmequellen entzogen haben aber ihnen trotzdem noch die Aufgaben zuschieben. Schubladenprogramme gibt es hier natürlich trotzdem und darum ging es mir.
[..]
wir senken die lohnnebenkosten. gut, dann spart der unternehmer ein wenig geld. der mitarbeiter bekommt zunächst genausoviel.Sicher? Ich habe mich jetzt nicht detailliert mit dem CDU-Modell auseinandergesetzt, aber mW soll der Arbeitslosenversicherungsbeitrag um 2 Prozentpunkte abgesenkt werden. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird in .de jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlt (komische Regelung!), also erhält der Arbeitnehmer sehr wohl mehr als jetzt.
[...]jetzt kannst du natürlich von dem gering qualifizierten verlangen, daß er nicht so hohe ansprüche an seine absicherung stellt. wenn man sich jetzt mal überlegt, daß möglicherweise defizite, für die der mensch aber nix kann, für seine geringe qualifizierung ursächlich sind, bedeutet das nichts anderes als jemandem den anspruch auf soziale absicherung teilweise absprechen zu wollen, weil er von der natur benachteiligt wurde.
??
(1) Muß sich niemand privat irgendwo versichern, das ist doch genau der Witz, daß man die Leute NICHT zwangsversichert, wenn sie nicht wollen, oder wenn sie einfach nur draufzahlen. Außerdem kann dann jeder selbst entscheiden, was er mit dem Geld macht.
Nebenbei bemerkt: wer eine Arbeitslosigkeitsvericherung einführt, führt auch automatisch eine systematische Arbeitslosigkeit ein (wie bei jeder Versicherung).
(2) Niemand will soziale Absicherung streichen, sondern den Umverteilungsstaat auf ein geringeres Niveau zurückfahren. Ich weiß nicht, was das Gerede von "soziale absicherung teilweise absprechen" da soll.
(3) Wieso ist die Absicherung eines Arbeitslosen besser, als die eines Arbeiters (das ist nämlich der Fall, den wir gerade diskutieren: Arbeitslos oder niedriges Arbeitseinkommen)? Nehmen wir mal einen Moment an, der Staat würde vernünftig wirtschaften, dann würde sich beim Wechsel von Arbeitslosigkeit -> Arbeit das Verhältnis von Einzahlern zu Beitragsbeziehern so verbessern (Einzahler++, Beitragsbezieher=const für einige Leistungen, Beitragsbezieher-- für Dinge wie Arbeitslosengeld). Dadurch würden Sozialstandards steigen (was dann allerdings wieder Arbeitslosigkeit erzeugen würde :)).
Daniel E. schrieb:
Die Ostdeutschen kommen in diesem Abschnitt gar nicht vor, mal abgesehen, daß Stoiber diese Beschimpfung sogar schwarz auf weiß in Form von Pisa-Studien regelmäßig bestätigt bekommt.
erstens sind die "anderen" nicht selbst dran schuld, wenn sie schlechte schulen besuchen müssen (ich geh jede wette ein, daß irgendwelche bayerischen kinder auf dem weg zum abitur in NRW genauso "abbauen")
Natürlich. Hat doch niemand etwas gegenteiliges behauptet.
und zweitens hat die OECD ausdrücklich die soziale auslese gerügt, die im dreiteiligen schulsystem vorgenommen wird.
Und die gibt's nur in Bayern? Wohl kaum. Die soziale Divergenz ist übrigens in Südkorea, wo sie ein ziemlich ähnliches Schulsystem haben, deutlich kleiner (und die Pisa-Resultate besser). Es muß also nicht am System liegen.
Abgesehen davon, was hältst Du davon, wenn wir einfach mal viele Schultypen auf deutschem Boden ausprobieren und das Schulsystem privatisieren?

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Daniel E. schrieb:
Und die gibt's nur in Bayern? Wohl kaum. Die soziale Divergenz ist übrigens in Südkorea, wo sie ein ziemlich ähnliches Schulsystem haben, deutlich kleiner (und die Pisa-Resultate besser). Es muß also nicht am System liegen.
die unterdrückung der frau liegt auch nicht an der ehe, aber sie begünstigt sie.
Abgesehen davon, was hältst Du davon, wenn wir einfach mal viele Schultypen auf deutschem Boden ausprobieren und das Schulsystem privatisieren?

schulautonomie ist was feines, aber leider keine schulautonome entscheidung. und wie das dann ausgeht sieht man in den usa oder england. nein danke (aber der
dahinter lässt die forderung sowieso nicht ganz ernst erscheinen)
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Daniel E. schrieb:
Dort sind die Preise und Mieten höher?
Ich würde für die Wohnung, die ich in Wuppertal habe, in Leipzig in etwa dasselbe bis minimal mehr bezahlen!
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Das Rededuell wird auf Vorschlag Stoibers in einer Zeitung ausgetragen. Naja, vielleicht kann man ja Lafo noch überreden nach Bayern in ein Bierzelt zu kommen...
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Aloha,
das würde Lafontaine definitiv wahrnehmen...
Mach nicht solche Vorschläge.
Grüße
BOA
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BOA schrieb:
Aloha,
das würde Lafontaine definitiv wahrnehmen...
Mach nicht solche Vorschläge.
Grüße
BOA
Wenns ganz schlimm kommt müssen wir SideWinder noch fragen ob er Stoiber bis nach der Wahl bei sich übernachten läßt

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StudentDer70ger schrieb:
Gääähn, ach ma Union-Fan, hast du das aus ner 30 Jahre alten Hetzschrift vom guten alten Franz Joseph abgeschrieben?
scrub schrieb:
nein, sein ghostwriter.
Interessant, welche Blüten die Neidkultur treibt. Jetzt wird sogar schon sprachliches Können geneidet.
Nochmal zum Thema :
Eine Demokratie geht unter, wenn die Wähler entdecken, dass sie sich Brot und Spiele herbeiwählen können. Aus diesem Grund sind die unhaltbaren Versprechungen von linken Parteien auch so besonders abscheulich. Hier kann man schon richtige Angst um die BRD kriegen. Aber solange es noch aufrechte Menschen wie Stoiber gibt, die sagen was Sache ist, solange hat man noch Hoffnung. Ein Blick über den Atlantik offenbart, dass es durchaus möglich ist, oben genanntem Phänomen in geradezu vorbildlicher Weise zu entgehen. Und das bereits seit über 200 Jahren! Also, nur Mut zur Leistung.
BTW. Alle Staaten bei denen Brot und Spiele das staatstragende Moment waren, waren von Sklavenhaltung geprägt.
Union-Fan
Der freundliche Konservative
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Ein Staat der einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg begonnen hat ist also "vorbildlich" soso. Das Stoiber ein Problem mit Ausländern, Homosexuellen, Ostdeutschen und beliebigen anderen Minderheiten hat läßt er bei jeder sich bietenden Gelegenheit raushängen. Das finde ich abscheulicher als alles andere.
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@Daniel E.: mag sein, dass ich paranoid bin, aber wenn man aussagen aus dem zusammenhang zieht, dann verfremden sie sich leider
du hast das leider gemacht, das orginal zitat lautete:"Am Mittwochabend hatte Stoiber in Schwandorf nach Angaben des Bayerischen Rundfunks erklärt, er wolle nicht, dass die Wahl noch einmal im Osten entschieden werde. Wenn es überall so wäre wie in Bayern, so der Ministerpräsident, dann gäbe es keine Probleme. "Wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern", sagte Stoiber nach Angaben von "B5 aktuell". Die Stärkeren müssten manchmal die Schwächeren ein Stück mitziehen, habe Stoiber gesagt." "
das impliziert imho eine starke ausrichtung der zweiten markierung auf den osten
es kann natürlich auch auf die dominikanische republik bezogen werden, ist aber eher unwahrscheinlich, da er davor eindeutig über den osten deutschlands spricht!!also nenn mich paranoid

zu der bestätigung durch pisa:
Abschneiden beim Pisatest
In Sachen Bildung kann es kein Bundesland mit dem Freistaat aufnehmen - das haben die Bayern sogar schriftlich. Beim Pisatest I schlossen sie als Beste ab. Die Ost-Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsenanhalt belegten die Plätze 11, 12 und 13. (Die Bundesländer Thüringen und Sachsen fanden sich auf den Plätzen 6 und 3 wieder.) Bei Pisa II waren die Bayern einmal mehr die Musterschüler, allerdings eroberte Sachsen in Mathematik, Naturwissenschaften und Problemlösen den zweiten Rang. Thüringen kam nun auf Platz vier.Ehrenrunden
Zwar spricht das Pisa-Endergebnis eindeutig für die Bayern, doch das liegt nicht unbedingt daran, dass die Schüler dort schlauer wären. Was die Schnelligkeit angeht, in der Kinder die Schule durchlaufen, zeichnet sich nämlich ein ganz anderes Bild: Die Sitzenbleiberquote liegt in Bayern bei 4 Prozent, in allen Ostländern aber deutlich geringer. (Brandenburg: 1,6 Prozent, Thüringen 2,4, Sachsen 2,6, Mecklenburg-Vorpommern 3,7, Sachsen-Anhalt: 3,9)Abiquote
Etwa jedes fünfte Kind in Bayern schließt die Schule mit dem Abitur ab (21,6 Prozent) - das ist deutlich weniger als in allen Ostländern. In Brandenburg machen 31,2 Prozent der Schüler Abitur, in Sachsen 27,5, in Thüringen 27,4, Sachsen Anhalt 26,8 und Mecklenburg-Vorpommern 24,1 Prozent.zitat von spiegel.de
hm jetzt kommt bestimmt eines der folgenden argumente: die bundesländer im osten die gut abschneiden sind cdu regiert (??!!)
das abi ist in ostdeutschland einfacher (??!!)eines ist unbestritten(von mir) das schulsystem ist oftmals nicht das beste (in ganz deutschland!!!)
aber deshalb sind ja nicht unbedingt die leute dumm oder weniger intelligent
intelligenz zeichnet sich doch imho dadurch aus, dass man selbstständig (sieht doof aus, ist aber nach der neuen so) sein wissen aufbauen kann/entwickelt bzw. schnellstmöglich das wissen andere, welches einem angeboten wird aufnehmen kann
dies wird aber nicht unbedingt durch pisa getestet (der IQ ist ja auch so ein pseudo inteligenz messmittel)
den wenn einem wissen nicht in geeigneter weise(durch das schulsystem) vorgelegt wird, dann kann man es auch nicht so gut aufnehmen ... um daraus neues zu erlangen (wissen) ...@asdrubael: amen (auch wenn ich nicht gläubig bin)
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asdrubael schrieb:
Ein Staat der einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg begonnen hat ist also "vorbildlich" soso.
Was ist an
mein Ausgangsposting schrieb:
oben genanntem Phänomen
eigentlich nicht verständlich? Semantisch geht ganz klar aus meinem Posting hervor, dass Amerika vorbildlich in der Hinsicht ist, dass das Volk sich nicht Brot und Spiele wählt. Aber Deutschland und Pisa...
Davon abgesehen zeigt deine Formulierung nur, dass bei Dir bereits die linke antiamerikanische Propaganda wirkt.
Union-Fan
Der freundliche Konservative
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Das amerikanische Volk wählt nicht Brot und Spiele? Die Leute dort wählen einen Mann der einen "big job" erledigt im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Die Leute dort wählen einen Mann der ihnen Sicherheit verspricht indem er in ein fremdes Land einfällt und es besetzt. For Bushs Anwesen laufen begeisterte Anhänger mit Schildern rum auf denen "sometimes war is the answer" steht. An den USA und deren Politik ist nichts, aber auch gar nichts vorbildlich.
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asdrubael schrieb:
Das amerikanische Volk wählt nicht Brot und Spiele? Die Leute dort wählen einen Mann der einen "big job" erledigt im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Die Leute dort wählen einen Mann der ihnen Sicherheit verspricht indem er in ein fremdes Land einfällt und es besetzt. For Bush Ranche laufen begeisterte Anhänger mit Schildern rum auf denen "sometimes war is the answer" steht. An den USA und deren Politik ist nichts, aber auch gar nichts vorbildlich.
Und was hat das mit dem Thema zu tun? Oder suchen Sie nur eine Gelegenheit, um ihren antiamerikanischen Vorurteilen Ausdruck zu verleihen?
Union-Fan
Der freundliche Konservative
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<°)))o><
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die ganze diskusion heir hat schon lange nix mehr mit dem thema (stoiber vs. lafontaine) zu tun

aber im ernst:
asdrubael will, denke ich, nur darauf aufmerksam machen, dass auch die amerikaner ihre stimmen für nicht haltbare versprechen abgeben (also nicht vorblidlich), für die der mensch aber einfach empfänglich ist (in dem fall die sicherheit, die nebenbei nicht wirklich bedroht ist(jendenfalls nicht von ländern wie dem irak))
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asdrubael schrieb:
<°)))o><
Was war das nochmal? Futter für die Trolle?
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Ich will die große Ego-Parade ja gar nicht groß unterbrechen, aber das da:
Union-Fan schrieb:
Union-Fan
Der freundliche Konservative
hätte ich gerne bei Gelegenheit erklärt.
Vielen Dank,
HEZ
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ERROR schrieb:
asdrubael will, denke ich, nur darauf aufmerksam machen, dass auch die amerikaner ihre stimmen für nicht haltbare versprechen abgeben (also nicht vorblidlich), für die der mensch aber einfach empfänglich ist (in dem fall die sicherheit, die nebenbei nicht wirklich bedroht ist(jendenfalls nicht von ländern wie dem irak))
Das ist aber nicht das Thema. Ich sehe in den USA keine nennenswerten Stimmanteile für Parteien, die dem Bürger ein leistungsunabhängiges Einkommen versprechen.
Union-Fan
Der freundliche Konservative
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*blaschwafel* in den USA gibt es längst einen Mindestlohn, da muss man nichts mehr versprechen.