Rededuell Stoiber - Lafontaine



  • asdrubael schrieb:

    Das amerikanische Volk wählt nicht Brot und Spiele? Die Leute dort wählen einen Mann der einen "big job" erledigt im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Die Leute dort wählen einen Mann der ihnen Sicherheit verspricht indem er in ein fremdes Land einfällt und es besetzt. For Bush Ranche laufen begeisterte Anhänger mit Schildern rum auf denen "sometimes war is the answer" steht. An den USA und deren Politik ist nichts, aber auch gar nichts vorbildlich.

    Und was hat das mit dem Thema zu tun? Oder suchen Sie nur eine Gelegenheit, um ihren antiamerikanischen Vorurteilen Ausdruck zu verleihen?

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative



  • <°)))o><



  • die ganze diskusion heir hat schon lange nix mehr mit dem thema (stoiber vs. lafontaine) zu tun 😉

    aber im ernst:

    asdrubael will, denke ich, nur darauf aufmerksam machen, dass auch die amerikaner ihre stimmen für nicht haltbare versprechen abgeben (also nicht vorblidlich), für die der mensch aber einfach empfänglich ist (in dem fall die sicherheit, die nebenbei nicht wirklich bedroht ist(jendenfalls nicht von ländern wie dem irak))



  • asdrubael schrieb:

    <°)))o><

    Was war das nochmal? Futter für die Trolle?



  • Ich will die große Ego-Parade ja gar nicht groß unterbrechen, aber das da:

    Union-Fan schrieb:

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative

    hätte ich gerne bei Gelegenheit erklärt.

    Vielen Dank,
    HEZ



  • ERROR schrieb:

    asdrubael will, denke ich, nur darauf aufmerksam machen, dass auch die amerikaner ihre stimmen für nicht haltbare versprechen abgeben (also nicht vorblidlich), für die der mensch aber einfach empfänglich ist (in dem fall die sicherheit, die nebenbei nicht wirklich bedroht ist(jendenfalls nicht von ländern wie dem irak))

    Das ist aber nicht das Thema. Ich sehe in den USA keine nennenswerten Stimmanteile für Parteien, die dem Bürger ein leistungsunabhängiges Einkommen versprechen.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative



  • *blaschwafel* in den USA gibt es längst einen Mindestlohn, da muss man nichts mehr versprechen.





  • asdrubael schrieb:

    *blaschwafel* in den USA gibt es längst einen Mindestlohn, da muss man nichts mehr versprechen.

    Aber einen Realistischeren als der von Der Linkspartei gefordert: http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohn.



  • einmal: "linke antiamerikanische Propaganda" hm ich weiß nciht recht, ob die wirken muss, um eine abneigung gegen so einige taten der us-regierung zu haben ...
    ich zb. habe eine pazifistische grundhaltung und bin der meinung das krieg keine obtion ist, stimme also unter anderem herrn schröder zu ... das hat aber nix mit linke antiamerikanische Propaganda zu tun ...

    zum anderen: in den usa existieren defakto nur zwei lager: die reps udn die demokraten ... es können zwar andere gewählt werden, doch die tauchen im grunde nirgends auf... ich weiß jetzt acuh nicht die zahlen für diese alternativpartaien, werden in den medien ja auch nicht übermittelt( auch durch das amerikanische wahlsystem bedingt, sie sind einfach nicht wichtig ... anders als bei usn, wo wir mehr als zwei mehr oder weniger große parteien haben udn dann noch unmengen von kleinen (biertrinker partei oderb ähnliches 😉
    )
    ich denek auch, dass durch die zwei sehr großen lager rep/dem viele ihre stimmen nur für die geben, da sie ihre stimme nicht verschwenden wollen(die partaien abseits der lager hab nie eine chance ... stichwort wählen des kleineren übels ... bzw. abwählen des größeren)

    asdrubael stellt jedenfalls die vorbildfunktion der usa in frage

    "leistungsunabhängiges Einkommen versprechen. "

    das macht "die linke" ja auch nur bedingt ... es geht um die grundsicherung in einem sozialstaat ... auch bei denen wird das geld nicht ohne bedingungen verteilt ... es soll ja auch nicht jemand geld bekommen, wenn er nicht arbeiten will, sondern wenn er nicht arbeiten kann (aus welchem grund auch immer)

    und es soll auch nicht der müllabholen genauso viel verdienen wie ein schefeiner großen firma, aber dieser chef muss eben nicht so viel verdienen wie er es tut, dafür das erim grunde nicht entsprechend mehr leistet ... er leistet ja mehr(eventuell durch bessere bildung begünstigt), kann also auch mehr verdienen
    er kann aber genauso mehr geben und damit anderen helfen ...

    angenommen ich verdiene 1000€ im monat, dann sind 100€ weniger oder mehr viel

    wenn ich aber 10000€ verdiene, dann sind die 1000€ nicht mehr so viel (prezentual ist es genau das selbe!!!) er kann sich halt im jahr ein auto weniger leisten ... aber was solls er ist noch immer viel besser gestellt ...



  • Union-Fan schrieb:

    Davon abgesehen zeigt deine Formulierung nur, dass bei Dir bereits die linke antiamerikanische Propaganda wirkt.

    Provokantes Geschwätz, gefällt mir... 👍

    Union-Fan schrieb:

    Das ist aber nicht das Thema. Ich sehe in den USA keine nennenswerten Stimmanteile für Parteien, die dem Bürger ein leistungsunabhängiges Einkommen versprechen.

    Wer wird denn Äpfel mit Birnen vergleichen wollen ? Du kommst mir vor wie Labertasche Schröder, der voller Neid nach England und den Niederlanden schielt und einfach nicht versteht, warum seine Konzepte hier nicht aufgehen.

    Auch für Dich noch einmal. Man bekommt die Arbeitslosigkeit nicht mehr mit herkömmlichen Mitteln in den Griff.
    Wie willst Du der Industrialisierung und Globalisierung Einhalt gebieten ?
    Gar nicht. Deswegen wird es weiterhin eine gewisse Quote an Beschäftigungslosen geben, die nie wieder in Lohn und Brot stehen werden.
    Diese müssen von der übrigen Gesellschaft würdig finanziert werden.
    Nicht zu ändern, weder von SPD, schon gar nicht von der CDU.

    Grüße

    BOA



  • acuh nochmal zum mindestlohn: der muss im verhälniss zu den lebenserhaltungskosten stehen wenn die bei uns höher sind als in den usa, dann muss der mindestlohn bei usn auch höher sein, klingt doch logisch oder

    ich weiß jetzt nicht, wieviel zb. ein brot in den usa kostet aber ich wage mal zu behaupten, dass es nicht mehr als bei uns ist ... müsste man mal nachprüfen

    achja: "Mit Ausnahme der USA passen die meisten westlichen Länder die Mindestlöhne regelmäßig an die gestiegenen Lebenshaltungskosten an." von dem wiki-link

    tja offensichtlich müssten die in den usa höher sein als aktuell wahrscheinlich ksotet das brot dort soviel wie bei uns oder so ...



  • ERROR schrieb:

    acuh nochmal zum mindestlohn: der muss im verhälniss zu den lebenserhaltungskosten stehen wenn die bei uns höher sind als in den usa, dann muss der mindestlohn bei usn auch höher sein, klingt doch logisch oder

    ich weiß jetzt nicht, wieviel zb. ein brot in den usa kostet aber ich wage mal zu behaupten, dass es nicht mehr als bei uns ist ... müsste man mal nachprüfen

    achja: "Mit Ausnahme der USA passen die meisten westlichen Länder die Mindestlöhne regelmäßig an die gestiegenen Lebenshaltungskosten an." von dem wiki-link

    tja offensichtlich müssten die in den usa höher sein als aktuell wahrscheinlich ksotet das brot dort soviel wie bei uns oder so ...

    Schau dir mal GB und Irland an. Warst du schonmal da? Da ist alles um laengen teurer und die haben rund 1000 EUR, also denke ich waeren 700-800 EUR nicht zuviel.
    Ich lebe derzeit von 700 EUR und zahl davon Miete, Versicherungen, Lebensmittel, ...
    Es ist kein Luxus, aber ich hab mehr als ich eigentlich brauche. 1400 EUR Mindestlohn (ist der netto oder brutto gemeint?) ist fuer deutsche verhaeltnisse zu viel, damit wuerdest du die Wirtschaft komplett ruinieren und die Arbeitslosenzahl locker wachsen lassen und zwar nicht zu wenig.



  • BOA schrieb:

    Wer wird denn Äpfel mit Birnen vergleichen wollen ? Du kommst mir vor wie Labertasche Schröder, der voller Neid nach England und den Niederlanden schielt und einfach nicht versteht, warum seine Konzepte hier nicht aufgehen.

    Auch für Dich noch einmal. Man bekommt die Arbeitslosigkeit nicht mehr mit herkömmlichen Mitteln in den Griff.
    Wie willst Du der Industrialisierung und Globalisierung Einhalt gebieten ?
    Gar nicht. Deswegen wird es weiterhin eine gewisse Quote an Beschäftigungslosen geben, die nie wieder in Lohn und Brot stehen werden.
    Diese müssen von der übrigen Gesellschaft würdig finanziert werden.
    Nicht zu ändern, weder von SPD, schon gar nicht von der CDU.

    Mal eine Frage am Rande. Wieso soll jemand der nichts tut die gleichen Versorgungsansprüche haben wie jemand, der sagen wir mal pro Arbeitstag 7h im Stahlwerk schuftet und dort Leben und Gesundheit aufs Spiel setzt? Oder wie jemand der jeden Tag 10h im Büro steht und neue Flugzeuge entwickelt und dank Überstunden und Leistungsstreß mit 40 einen Herzinfarkt kriegt? Wenn die Versorgungsdifferenz zwischen den beiden oben skizzierten Personengruppen zu klein wird, besteht kein Leistungsanreiz mehr. Das ist genau der Fall in Deutschland. Jedes Jahr wandern 200.000 (in Worten : Zweihunderttausend) Deutsche, vor allem aus den oberen Bildungsschichten, aus, weil sie in Deutschland keine Zukunft sehen. Da sie in anderen Ländern einen erheblich höhren Lebensstandard haben können und nicht unzähligen Anfeindungen der Sozialneider ausgesetzt sind. Und wenn dieser Trend nicht gestoppt wird, dann ist Deutschland in ein, zwei Jahrzehnten ein Entwicklungsland. Deshalb : christlich demokratisch oder christlich sozial wählen.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative



  • Union-Fan schrieb:

    BOA schrieb:

    Wer wird denn Äpfel mit Birnen vergleichen wollen ? Du kommst mir vor wie Labertasche Schröder, der voller Neid nach England und den Niederlanden schielt und einfach nicht versteht, warum seine Konzepte hier nicht aufgehen.

    Auch für Dich noch einmal. Man bekommt die Arbeitslosigkeit nicht mehr mit herkömmlichen Mitteln in den Griff.
    Wie willst Du der Industrialisierung und Globalisierung Einhalt gebieten ?
    Gar nicht. Deswegen wird es weiterhin eine gewisse Quote an Beschäftigungslosen geben, die nie wieder in Lohn und Brot stehen werden.
    Diese müssen von der übrigen Gesellschaft würdig finanziert werden.
    Nicht zu ändern, weder von SPD, schon gar nicht von der CDU.

    Mal eine Frage am Rande. Wieso soll jemand der nichts tut die gleichen Versorgungsansprüche haben wie jemand, der sagen wir mal pro Arbeitstag 7h im Stahlwerk schuftet und dort Leben und Gesundheit aufs Spiel setzt? Oder wie jemand der jeden Tag 10h im Büro steht und neue Flugzeuge entwickelt und dank Überstunden und Leistungsstreß mit 40 einen Herzinfarkt kriegt? Wenn die Versorgungsdifferenz zwischen den beiden oben skizzierten Personengruppen zu klein wird, besteht kein Leistungsanreiz mehr. Das ist genau der Fall in Deutschland. Jedes Jahr wandern 200.000 (in Worten : Zweihunderttausend) Deutsche, vor allem aus den oberen Bildungsschichten, aus, weil sie in Deutschland keine Zukunft sehen. Da sie in anderen Ländern einen erheblich höhren Lebensstandard haben können und nicht unzähligen Anfeindungen der Sozialneider ausgesetzt sind. Und wenn dieser Trend nicht gestoppt wird, dann ist Deutschland in ein, zwei Jahrzehnten ein Entwicklungsland. Deshalb : christlich demokratisch oder christlich sozial wählen.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative

    @pli
    Brutto. Respekt, 700 euro ist sehr wenig.

    @Union-Fan

    Du verdrehst da die Tatsachen.

    Natürlich soll der Oberarzt, der Menschleben im Minutentakt rettet mehr verdienen, als der Beschäftigungslose, der den ganzen Tag zu Hause seinem Dasein fröhnt.
    Das tut er auch.

    Aber, ich kann den 50jährigen arbeitslosen Werkzeugmacher aus Sachsen nicht mit 331 Euro im Monat abspeisen.
    Gerade die Menschen in diesem Altersjahrzehnt sind die Wendeverlierer. Die haben nie etwas anderes gemacht, plötzlich gibt es den Berufszweig nicht mehr.
    Soll der umschulen zum Friseur ? So ein Quatsch und zudem Geldverschwendung.

    Dieser Mann wird nie wieder Beschäftigung bekommen, also muß er gestützt werden und dann kommen nämlich die wirklichen Neider, die nämlich nicht über den Tellerrand hinausschauen, und denken, die faule Sau säße freiwillig nur zu Hause...

    Grüße

    BOA



  • Muß mal was zu diesen 331 Euro sagen: Da kommt noch die Miete, Krankenversicherung, Kleidungsgeld, Geld für Sonderausgaben wie WaMa oder Bewerbungsunterlagen oben drauf.

    Ich habe in diesen Semesterferien keinen richtigen Job gekriegt. Als InfoStudent im Grundstudium in Berlin ist es auch etwas schwer. Also habe ich für 7,67 Euro als Aushilfe bei einer Leiharbeitsfirma angefangen. Da habe ich auch mit einem anderen Typen zusammengearbeitet. Der hat mir folgendes vorgerechnet:
    7,67Eur/h * 8h * 21Tage = 1288,56 Euro
    Davon gehen dann Steuern, Sozialabgaben und Krankenkasse runter. Was bleibt ist irgendwas unter 1000 Euro. Dann kommen noch knapp 400 Euro Miete. Außerdem benötigt er für die Fahrt zur Arbeit pro Monat eine Fahrkarte für 70 Euro. Es bleiben also rund 530 Euro pro Monat wo er dann Kleidung, und Sonderausgaben auch noch bestreiten muß. Nun hat er auch Schulden. Lächerliche 2000 Euro. Um diese Abzubezahlen müsste ein Jahr auf Sozialhilfeniveau arbeiten...

    Wenn er die 331 Euro Sozialhilfe nimmt kann er die Schulden verschieben und nebenher schwarz arbeiten.

    Also was macht er? Gelinde gesagt strengt er sich nicht besonders in seinem Job an. Sitzt rum und verwickelt uns in Gespräche... ob er jetzt noch immer da ist weiß ich nicht, weil ich bereits bei einem anderen Arbeitgeber bin.

    Das keine Jobs da sind stimmt nur beschränkt. Der obige Job war bei einer Gebäudereinigungsfirma und die suchen wirklich Leute. Aber einen solchen Job zu diesem Lohn will keiner machen.



  • Daniel E. schrieb:

    [..]wir senken die lohnnebenkosten. gut, dann spart der unternehmer ein wenig geld. der mitarbeiter bekommt zunächst genausoviel.

    Sicher? Ich habe mich jetzt nicht detailliert mit dem CDU-Modell auseinandergesetzt, aber mW soll der Arbeitslosenversicherungsbeitrag um 2 Prozentpunkte abgesenkt werden. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird in .de jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlt (komische Regelung!), also erhält der Arbeitnehmer sehr wohl mehr als jetzt.

    mit dieser angeblichen ersparnis darf er die mehrwertsteuererhöhung finanzieren, außerdem ist er weniger abgesichert.

    Daniel E. schrieb:

    (1) Muß sich niemand privat irgendwo versichern, das ist doch genau der Witz, daß man die Leute NICHT zwangsversichert, wenn sie nicht wollen, oder wenn sie einfach nur draufzahlen. Außerdem kann dann jeder selbst entscheiden, was er mit dem Geld macht.

    du setzt also auf die unvernunft der arbeitnehmer (denn es ist nichts anderes als unvernunft, nicht abgesichert zu sein- spätestens bei arbeitsunfall oder krankheit stellt sich das heraus, wenn mangels versicherung alles aus eigener tasche zahlen muß, dort abe nix drin ist, weil man mit seinem geld einkaufen war) und nennst das auch noch indirekt einen fortschritt?

    Daniel E. schrieb:

    Nebenbei bemerkt: wer eine Arbeitslosigkeitsvericherung einführt, führt auch automatisch eine systematische Arbeitslosigkeit ein (wie bei jeder Versicherung).

    was für ein blödsinn. autounfälle gibts wohl auch erst seit den versicherungen dafür?!?

    Daniel E. schrieb:

    Niemand will soziale Absicherung streichen, sondern den Umverteilungsstaat auf ein geringeres Niveau zurückfahren. Ich weiß nicht, was das Gerede von "soziale absicherung teilweise absprechen" da soll.

    dann muß jeder im gleichen umfang wie vorher in die gesetzliche jetzt in die private versicherung einzahlen und dadurch exakt 0€ mehr als vorher- alles bleibt beim alten.

    Daniel E. schrieb:

    (3) Wieso ist die Absicherung eines Arbeitslosen besser, als die eines Arbeiters (das ist nämlich der Fall, den wir gerade diskutieren: Arbeitslos oder niedriges Arbeitseinkommen)? Nehmen wir mal einen Moment an, der Staat würde vernünftig wirtschaften, dann würde sich beim Wechsel von Arbeitslosigkeit -> Arbeit das Verhältnis von Einzahlern zu Beitragsbeziehern so verbessern (Einzahler++, Beitragsbezieher=const für einige Leistungen, Beitragsbezieher-- für Dinge wie Arbeitslosengeld). Dadurch würden Sozialstandards steigen (was dann allerdings wieder Arbeitslosigkeit erzeugen würde :)).

    ich kann dir nicht folgen. warum würde ein anstieg der sozialstandards auch höhere arbeitslosigkeit bedeuten?
    ständig wird arbeitslosen unterstellt, sie blieben mit ihrem hintern zuhause, weil ihnen das ganz toll gefällt. neben wenigen idioten, bei denen das wirklich so ist, merkt doch der normale arbeitslose "gleich fällt mir die decke auf den kopf, arbeiten wär schöner- aber nur, wenn ich davon leben kann". also müssen wir nicht sozialleistungen kürzen, sondern arbeit so bezahlen, daß man davon ganz normal leben kann. genau das hat die union und scheinbar leider auch ein großteil der SPD nicht gerafft, denn die fordern pemanent die stärkung des niedriglohnsektors. wie soll das aussehen? wie soll man von 400€ im monat leben können? (für familien eine noch drastischere rechnung)

    Daniel E. schrieb:

    und zweitens hat die OECD ausdrücklich die soziale auslese gerügt, die im dreiteiligen schulsystem vorgenommen wird.

    Und die gibt's nur in Bayern? Wohl kaum. Die soziale Divergenz ist übrigens in Südkorea, wo sie ein ziemlich ähnliches Schulsystem haben, deutlich kleiner (und die Pisa-Resultate besser). Es muß also nicht am System liegen.

    dann liegts wohl an defiziten in der bayerischen gesellschaft. :p 😃

    Daniel E. schrieb:

    Abgesehen davon, was hältst Du davon, wenn wir einfach mal viele Schultypen auf deutschem Boden ausprobieren und das Schulsystem privatisieren? 🙂

    nichts. ich will auch keine werbung in schulbüchern.



  • Bundeszentrale schrieb:

    Muß mal was zu diesen 331 Euro sagen: Da kommt noch die Miete, Krankenversicherung, Kleidungsgeld, Geld für Sonderausgaben wie WaMa oder Bewerbungsunterlagen oben drauf.

    Ich habe in diesen Semesterferien keinen richtigen Job gekriegt. Als InfoStudent im Grundstudium in Berlin ist es auch etwas schwer. Also habe ich für 7,67 Euro als Aushilfe bei einer Leiharbeitsfirma angefangen. Da habe ich auch mit einem anderen Typen zusammengearbeitet. Der hat mir folgendes vorgerechnet:
    7,67Eur/h * 8h * 21Tage = 1288,56 Euro
    Davon gehen dann Steuern, Sozialabgaben und Krankenkasse runter. Was bleibt ist irgendwas unter 1000 Euro. Dann kommen noch knapp 400 Euro Miete. Außerdem benötigt er für die Fahrt zur Arbeit pro Monat eine Fahrkarte für 70 Euro. Es bleiben also rund 530 Euro pro Monat wo er dann Kleidung, und Sonderausgaben auch noch bestreiten muß. Nun hat er auch Schulden. Lächerliche 2000 Euro. Um diese Abzubezahlen müsste ein Jahr auf Sozialhilfeniveau arbeiten...

    Wenn er die 331 Euro Sozialhilfe nimmt kann er die Schulden verschieben und nebenher schwarz arbeiten.

    Also was macht er? Gelinde gesagt strengt er sich nicht besonders in seinem Job an. Sitzt rum und verwickelt uns in Gespräche... ob er jetzt noch immer da ist weiß ich nicht, weil ich bereits bei einem anderen Arbeitgeber bin.

    Das keine Jobs da sind stimmt nur beschränkt. Der obige Job war bei einer Gebäudereinigungsfirma und die suchen wirklich Leute. Aber einen solchen Job zu diesem Lohn will keiner machen.

    Aloha,

    kurze Korrektur.
    Ich dreh es mal um.

    Von den 331 Euro mußt Du Strom, Kleidung, Essen, Technik, Freizeitaktivitäten und Auto bezahlen.
    Alles das bekommst Du nämlich nicht.
    Bewerbungsgeld ist ein Nullsummenspiel...

    Und jetzt erheben die Möchtegern-Regenten CDU/CSU noch die Mwst. Damit werden die Minderbemittelten noch ärmer, egal ob beschäftigt oder nicht.

    Ich finde, daß die 1300 Euro relativ gut bezahlt sind für eine Reinigungskraft.

    Grüße

    BOA



  • BOA schrieb:

    @Union-Fan

    Du verdrehst da die Tatsachen.

    Natürlich soll der Oberarzt, der Menschleben im Minutentakt rettet mehr verdienen, als der Beschäftigungslose, der den ganzen Tag zu Hause seinem Dasein fröhnt.
    Das tut er auch.

    Aber, ich kann den 50jährigen arbeitslosen Werkzeugmacher aus Sachsen nicht mit 331 Euro im Monat abspeisen.
    Gerade die Menschen in diesem Altersjahrzehnt sind die Wendeverlierer. Die haben nie etwas anderes gemacht, plötzlich gibt es den Berufszweig nicht mehr.
    Soll der umschulen zum Friseur ? So ein Quatsch und zudem Geldverschwendung.

    Dieser Mann wird nie wieder Beschäftigung bekommen, also muß er gestützt werden und dann kommen nämlich die wirklichen Neider, die nämlich nicht über den Tellerrand hinausschauen, und denken, die faule Sau säße freiwillig nur zu Hause...

    siehe hier

    In Deutschland ist es kaum noch bis nicht mehr möglich einer Arbeit nachzugehen, weil Steuern und Lohnnebenkosten das Nettoeinkommen unweigerlich auf Sozialhilfeniveau drücken. Deshalb lohnt sich Arbeit nicht mehr und die Menschen leben lieber auf Sozialhilfe... Davon abgesehen, dass die hohen Lohnnebenkosten die Unternehmen in den Ruin treiben und so erst Arbeitslosigkeit entstehen lassen. Oder wieso kann jemand in Norwegen ein größeres Einkommen erziehlen als in Deutschland?

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative



  • merkt ihr eigentlich, dass sich alle politischen diskussionen hier schon seit wochen in die selbe richtung entwickeln? eigentlich ist alles schon gesagt und niemand hat bis jetzt hierdurch seine meinung geändert also redet lieber wieder über computerzeugs, ihr da.


Anmelden zum Antworten