Ausdrücke, die ich hasse



  • Argh mag den Ausdruck "trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen" nicht, trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen schreibe ich ihn hier.



  • Schlimmer sind Wörter wie:
    "Schlabbern" oder "Gucken"

    Bah!



  • Hexa schrieb:

    "Gucken"

    Sagt das eigentlich irgentwer auch oder wird das Wort ausschließlich so geschrieben aber wie "kucken" ausgesprochen? 😕



  • ursel schrieb:

    Hexa schrieb:

    "Gucken"

    Sagt das eigentlich irgentwer auch

    Ja, ich.



  • ursel schrieb:

    Hexa schrieb:

    "Gucken"

    Sagt das eigentlich irgentwer auch oder wird das Wort ausschließlich so geschrieben aber wie "kucken" ausgesprochen? 😕

    Gugschd disch ma in Suedhessen bzw rund um Monnem um, do schbresche die all noch so.



  • ich spreche und schreibe "kucken". dieses slang beispiel ist wertlos, da auch der rest des satzes kaum deutsch ist.

    "trotzdem bzw gerade deswegen" kann man ohne kontext nicht als leeres geschwafel bezeichnen, man kann alles als leeres geschwafel verwenden, richtig angewendet ist das jedoch in einer diskussion ziemlich wertvoll, macht es doch (wenn richtig begruendet) ein argument des gegners zu einem eigenen, sodass man keine schwierigkeiten mit der glaubwuerdigkeit der dem argument zugrundeliegenden fakten haben wird, da sich der gegner sonst selbst der irrefuehrung bezichtigen muesste. so gewinnt man ein recht starkes argument, da es von vornherein weniger angreifbar ist.



  • PeterTheMaster schrieb:

    "trotzdem bzw gerade deswegen" kann man ohne kontext nicht als leeres geschwafel bezeichnen, man kann alles als leeres geschwafel verwenden, richtig angewendet ist das jedoch in einer diskussion ziemlich wertvoll, macht es doch (wenn richtig begruendet) ein argument des gegners zu einem eigenen, sodass man keine schwierigkeiten mit der glaubwuerdigkeit der dem argument zugrundeliegenden fakten haben wird, da sich der gegner sonst selbst der irrefuehrung bezichtigen muesste. so gewinnt man ein recht starkes argument, da es von vornherein weniger angreifbar ist.

    Also ein verlogener rhetorischer Trick.



  • <beliebiger politiker unserer tage>: "nein, wissen sie, ich glaube, die menschen in unserem land äh... "



  • ich hasse leute die "event" oder "location" oder derartiges benutzen, wenn es sich nicht gerade um einen programmiertechnischesn fachausdruck handelt 🙂



  • PeterTheMaster schrieb:

    "trotzdem bzw gerade deswegen" kann man ohne kontext nicht als leeres geschwafel bezeichnen

    doch.



  • foo schrieb:

    ich hasse leute die "event" oder "location" oder derartiges benutzen, wenn es sich nicht gerade um einen programmiertechnischesn fachausdruck handelt 🙂

    Dein Name ist Programm 😉



  • Was ich total ätzend finde sind solche Gespräche:

    "Wie gehts dir?"
    "Danke, und dir?"
    "Danke!"

    Häh? Da sieht man doch, dass es einen einen Scheißdreck interessiert wie es dem anderen geht, und man will ihmm anscheinend klar machen, dass es den anderen auch einen Scheißdreck angeht, wie es ihm geht. Aber man will offensichtlich oberflächlich höflich bleiben und fragt diese dämliche Frage mit noch dämlicherer Antwort.



  • wenn ich ehrlich bin hasse ich das:

    Ich stehe früh auf (und ich steh sicher nciht gern auf, habe demzufolge immer die entsprechende laune), und dann kommt meine mutter oder freundin und sagt: "Guten Morgen!"....sorry, aber würde ich so ein gesicht ziehen -> 😡 <- wenn es ein Guter Morgen wäre??

    Das nervt mich wirklich...



  • Ich mag's nicht, wenn Leute ein "im Gegenteil" an ihre Neins dranhängen wo's gar keinen Sinn macht, im Gegenteil! O_o



  • nein, störend finde ich es, wenn neute ihre sätze mit "nein" beginnen, obwohl gar keine frage im raum stand und auch keiner aussage von vorher widersprochen wird.

    ja, nein, bei damen recht geläufig ist diese völlig überzogene version.

    zur zeit nervig ist das plötzliche wechseln aus der ich-rolle in die man-rolle. das klingt dann so. "gestern gin ich über die staße. man muß ja auch mal einkaufen. (soweit noch alles ok, aber jetzt passiert das schreckliche, das weiterverfolgend der allgemeinen form, obwohl wirklich nur die eine person oder winzige personengruppe gemeint ist.) und da hat man dann gesehen, wie einer bei rot ober die ampel fuhr." zur zeit gibt's dieses sprachliche spektakulum auf allen sendern außer kika und n24.



  • volkard schrieb:

    nein, störend finde ich es, wenn neute ihre sätze mit "nein" beginnen, obwohl gar keine frage im raum stand und auch keiner aussage von vorher widersprochen wird.

    ja, nein, bei damen recht geläufig ist diese völlig überzogene version.

    zur zeit nervig ist das plötzliche wechseln aus der ich-rolle in die man-rolle. das klingt dann so. "gestern gin ich über die staße. man muß ja auch mal einkaufen. (soweit noch alles ok, aber jetzt passiert das schreckliche, das weiterverfolgend der allgemeinen form, obwohl wirklich nur die eine person oder winzige personengruppe gemeint ist.) und da hat man dann gesehen, wie einer bei rot ober die ampel fuhr." zur zeit gibt's dieses sprachliche spektakulum auf allen sendern außer kika und n24.

    Dann kann ich ja dankbar sein, dass der Baum im Garten die Satschuessel mitgerissen hat als er umgefallen ist. DAS ist ja mal echt nervig.



  • "Brötchen"



  • Ich hasse den Ausdruck „Sinn machen“. Als ob im Deutschen nicht schon genug „gemacht“ würde. Das „tut“ einfach keinen Sinn.



  • Felli schrieb:

    Ich hasse den Ausdruck „Sinn machen“. Als ob im Deutschen nicht schon genug „gemacht“ würde. Das „tut“ einfach keinen Sinn.

    "Sinn machen" ist ja auch kein Deutsch, sondern Englisch mit deutschen Woertern.



  • Hab gerade den Thread beim Aufräumen eines alten Backups meines Favoritenordners gefunden und poste "mal eben" noch ein paar Dinge. 🙂

    Verben nutzen, die den Ausdruck nach Protzdeutsch klingen lassen:

    Ne 2-Boot-Install fahren
    System aufsetzen
    Backup einspielen
    das Programm zieht Speicher
    Geld raushauen(Gameshow)
    ----
    Vornehmlich in süddeutschen Regionen die unnötige Benutzung von Wendungen mit "hingehen"
    -> "Und dann gehen wir hin und machen den nächsten Arbeitsschritt"
    ----
    etwas sauber aufwischen
    sich nackt ausziehen
    ----
    mal eben
    nicht wirklich
    doch, schon ("schonn" gesprochen)
    ----
    Aussprachen:

    Kaukau
    Poalitik
    einmandfrei
    norlich (neulich)
    er-rinnern
    vor-raus
    akzessuar (Accessoir)
    Akrüll
    chancE (obwohl es laut Duden eine zulässige Aussprache ist)
    ----
    Vater Staat
    (Anzieh)-sachen


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