Seid ihr bereit für die Opfer in New Orleans zu spenden?



  • das_brot schrieb:

    Lyrix schrieb:

    Ich find es gerecht dass diese "scheiss" (man verzeihe mir meine Wortwahl 😉 )Land mal einen auf den Deckel bekommen hat.

    v.a. da's die Leute getroffen hat, die für den Krieg verantwortlich sind.
    Ist so, der wurde durchgehend von Leuten aus den unteren Schichten geplant, da man die Slums nun ins Pentagon verlagert hat 🙄

    Sicher finde ich es schade, dass es die Falschen Völkergruppen trifft, doch denke ich mal dass auch da ein George W. Bush mal etwas nachdenkt, was seine Klimapolitik usw. ausmacht.



  • Lyrix schrieb:

    Sicher finde ich es schade, dass es die Falschen Völkergruppen trifft, doch denke ich mal dass auch da ein George W. Bush mal etwas nachdenkt, was seine Klimapolitik usw. ausmacht.

    Ganz ehrlich, ich glaube den lässt das ziemich kalt.
    Hauptsache das Öl fliesst bald wieder



  • das_brot schrieb:

    Lyrix schrieb:

    Ich find es gerecht dass diese "scheiss" (man verzeihe mir meine Wortwahl 😉 )Land mal einen auf den Deckel bekommen hat.

    v.a. da's die Leute getroffen hat, die für den Krieg verantwortlich sind.
    Ist so, der wurde durchgehend von Leuten aus den unteren Schichten geplant, da man die Slums nun ins Pentagon verlagert hat 🙄

    ok der krieg ist entscheidung der regierung aber wer hat die wohl gewählt? und vorallem: wiedergewählt?
    zwar nicht alle, aber klingelts?



  • Lyrix schrieb:

    Zumal die Amis an diesen Klimaumschwüngen am meisten Schuld sind.

    Jaja. Es ist ja noch nicht mal annähernd geklärt, ob es überhaupt einen menschengemachten Klimaumschwung gibt, aber daß die Amis schuld sind, soviel ist sicher.

    Für den Anfang: http://www.ethlife.ethz.ch/articles/tages/gruenealpen.html

    Spendet lieber in die Länder, die es wirklich nötig haben, bei denen ständig Kinder verhungern usw. Da ist es wirklich besser aufgehoben.

    Zerstört dort zB lokale Wirtschaftszweige. Sehr gut aufgehoben ist es dort vor allem, wenn man will, daß sich in der dritten Welt sobald nichts entwickelt. Hungersnöte und Notstände beseitigen ist sicher richtig, aber sinnlose Transferleistungen in die dritte Welt helfen niemandem außer dem eigenen Gewissen.



  • @toastbrot (btw: 5 min zwangslachen für alle...)
    und, der schorsch ist ja nich' damit hausieren gegangen, dass er diesen alten zwist zwischen saddam und seinem vater noch "beenden" will.
    sonst wäre er auch nicht gewählt worden, soviel selbsterhaltungstrieb haben sogar die amis.



  • (1) Was ist "Die würden doch auch nicht!" für ein Argument?
    (2) Im Prinzip ja - wenn man mich fragt.



  • Daniel E. schrieb:

    BF_31 schrieb:

    Was war denn als wir hier Hochwasser hatten?

    Es geht nicht darum, daß es Hochwasser gab und einem Bauern eine Jahresernte ausfällt. Es geht darum, daß eine Stadt unter Wasser steht. Wer den Unterschied sieht, dem ist vermutlich eh nicht mehr zu helfen.

    hehe.. "Wer den Unterschied sieht?" 😃

    Davon ab ist es auch ein Unterschied ob die USA oder ein Staat in der dritten Welt betroffen ist...

    Auch ganz interessant, allgemein zum Thema Spenden:
    http://service.spiegel.de/cache/international/spiegel/0,1518,363663,00.html
    http://service.spiegel.de/cache/international/spiegel/0,1518,363604,00.html



  • peterchen schrieb:

    (1) Was ist "Die würden doch auch nicht!" für ein Argument?

    Kommt bei Naturkatastrophen immer. Erinnerst Du dich noch an die Tsunami-Threads hier? Meterlang, keiner wollte spenden, weil die Thais uns ja auch nichts gespendet haben, als hier ein Orkan drei Bäume umgeworfen hat. Keiner spendete. Stattdessen hat man fundiert herausgearbeitet, daß die Asiaten ja eigentlich selber Schuld an den Tsunamis haben (wegen der Prostitution und weil dort Menschen in Fabriken ausgebeutet werden).

    Auf die Idee, daß das mit dem handelsüblichen Antiamerikanismus zu haben könnte, bin ich auch kurz gekommen, hab's aber wieder verworfen, weil unplausibel.



  • Also richtig getroffen hat es die ganzen armen von den USA -> die schwarzen! Die haben nämlich nichtmal Geld um aus der Stadt vor dem Sturm und Wasser zu fliehen. Oder habt ihr in den TV-Berichten einen Weißen gesehen???

    In den USA ist es leider immer noch so, das die schwarzen immer noch benachteiligt werden. Wenn ich spenden würde, dann nur für diesen Bevölkerungsteil!

    Aber letztendlich denke ich, sind die USA groß und mächtig genug, um das finanzielle selbst zu regeln. Und da muß Herr Bush zu spüren bekommen, das er das Geld nicht nur in Krieg investieren kann.

    Übrigens, die zurück gebliebenen in New Orleans schiessen schon auf die Retter (die von der Regierung sind), weil sie ganz einfach Hass auf die Regierung haben. Warum? Weil für sie vorher nichts getan wurde!



  • Auf die Idee, daß das mit dem handelsüblichen Antiamerikanismus zu haben könnte, bin ich auch kurz gekommen, hab's aber wieder verworfen, weil unplausibel

    😃
    Selbst ärgsten Feind in der Not die Hand zu reichen halte ich einfach für abendländische Kultur. Sonst können wir doch gleich "America Lite" drüberpappen.

    Sieht nicht so aus als hätte das Land Hilfe nötig - aufzwingen will man sich ja auch nicht 🕶

    Artchi schrieb:

    Übrigens, die zurück gebliebenen in New Orleans schiessen schon auf die Retter (die von der Regierung sind), weil sie ganz einfach Hass auf die Regierung haben. Warum? Weil für sie vorher nichts getan wurde!

    Sorry, aber das erinnert mich irgendwie an Sudel-Ede (den alten, nicht den neuen)



  • Keinen Cent. Ob unsachlich oder nicht - ich kann einfach zu viele Dinge an den Amis nicht ausstehen, als dass ich Mitleid empfinden könnte.



  • Artchi schrieb:

    Also richtig getroffen hat es die ganzen armen von den USA -> die schwarzen!

    ... die immerhin in New Orleans die Mehrheit darstellen; gut 60% der Bevölkerung ist schwarz und der Anteil in den niedrigen Gesellschaftsschichten ist nochmal deutlich höher, ich weiß nicht, warum man sich da wundert.



  • Dass manche hier jetzt fast schon Rachegelüste wegen dem Irakkrieg empfinden halte ich für eine Frechheit. Das hat doch damit nichts zu tun.

    Gestern Nacht kam im Fernsehen ein Interview mit einem Mann, der zuerst ganz aufgelöst erzählt dass sein ganzen Haus fortgespült wurde. Als nächstes erzählter er dass er seine Frau nicht mehr halten konnte und sie fortgespült wurde. Und zuguterletzt macht die Kamera einen schwenk und zeigt seine beiden kleinen Kinder die neben ihm stehen während die Reporterin anfängt zu flennen.

    Ich kann ja verstehen wenn man nicht spenden will, ich tus auch nicht, aber sich jetzt noch drüber zu amüsieren halte ich für eine Frechheit.

    BF_31 schrieb:

    Sie würden uns auch keinen Cent spenden wenn es uns betroffen hätte.

    Achja? Die haben bei uns schon mehr als ein paar Cent "investiert". Sie haben uns nicht nur befreit, sondern hinterher auch noch massig finanzhilfen zukommen lassen. So sind die halt, die bösen bösen Amis.



  • Tja das kommt wenn man die Gelder für Feurerwerkskörper in der Wüste verballert und nicht aufpasst, dass die Deiche intakt sind und die Pumpen arbeiten. Vor der Tatsache, dass die gesamte Region nur unzureichend gegen Stürme geschützt ist (war) haben Experten schon seit Jahrzehnten gewarnt.

    Spenden tue ich grundsätzlich nicht solange ich nicht darum gebeten werde.



  • Ben04 schrieb:

    Spenden tue ich grundsätzlich nicht solange ich nicht darum gebeten werde.

    Bitteee!!!!11 😃



  • naja jetzt mal ehrlich
    Wahrnungen von Umweltschutorganisationen oder Experten
    habt ihr schon mal gesehn das den Empfehlungen zu der zufriedenheit der experten nachgegenagen wird

    nicht wirklich oder??
    und warum?
    man macht was wenn die nächste wahl winkt, um die bürger auf seine seite zu ziehn

    aber in wahrheit kümmern sich die bosse nur soweit, das sie ihr geld schön kassieren und wir sie wieder wählen.
    ist in jedem land so, nur in manchen hat das volk noch mehr zu reden als in anderen

    und stellt euch einen einfache frage:
    würded ihr eine Umweltschutzoranisation ernst nehmen wenn die sagen "Es muss was gemacht werde!"



  • Den amis würde ich auch nichts spenden.

    Zuerst einmal unseren (österreichischen) Opfern und dann denen helfen die es brauchen.

    Neben einer prinzipiellen Abneigung gegenüber den amis gibt es auch noch andre Gründe. (1 % der Militärausgaben für die Sturmsicherheit ausgeben hätte wohl gereicht.)

    Andre Frage. Wer baut eine Stadt eigentlich in so einer beschissenen Region??? Unter dem Meeresspiegel und obdrein von Wasser umgeben. Die Franzosen können nicht die alleinige Schuld haben. (Das french Viertel wurde zuletzt überflutet)



  • 0x00000001 schrieb:

    Gestern Nacht kam im Fernsehen ein Interview mit einem Mann, der zuerst ganz aufgelöst erzählt dass sein ganzen Haus fortgespült wurde. Als nächstes erzählter er dass er seine Frau nicht mehr halten konnte und sie fortgespült wurde. Und zuguterletzt macht die Kamera einen schwenk und zeigt seine beiden kleinen Kinder die neben ihm stehen während die Reporterin anfängt zu flennen.

    Jaja, den Fernsehpreis für die Reporterin, die am besten Mitgefühl heucheln kann, kennt man ja... 🙄 Sicher fühlt sich der Mann, der gerade mit dem Laster nen Schüler plattgewalzt hat auch nicht gerade gut. Aber mit einer riesen Katastrophe im Hintergrund ist das ganze ja viel ... äh... besser?

    Ich würde vielleicht spenden, damit die da ein Feldlazarett oder so aufbauen können. Das können sich die Organisationen dort aber locker leisten. Also sollte man vielleicht lieber Geld an Länder schicken, wo mehr Leute schlimmere Qualen erleiden. Hmm... wie heißen diese Länder nochmal...? Die, die nie in den Nachrichten kommen, weils zu langweilig geworden ist? Ach, mir fällts einfach nicht ein. 🙄



  • Heter Puth schrieb:

    Ben04 schrieb:

    Spenden tue ich grundsätzlich nicht solange ich nicht darum gebeten werde.

    Bitteee!!!!11 😃

    und es einen Grund dafür gibt. 😉

    Peace_VsC schrieb:

    Wahrnungen von Umweltschutorganisationen oder Experten
    habt ihr schon mal gesehn das den Empfehlungen zu der zufriedenheit der experten nachgegenagen wird

    Ich würde es schon zuverlässig einstufen als Umweltschutzorganisationen. Ich hab ein paar Recherchen im Internet diesbezüglich gemacht und es ist sehr schwer überhaupt etwas über die Hurrikanvorbereitung dieser Region zu finden. Was ich allerdings gefunden habe ist folgendes:
    http://ftd.de/pw/in/19982.html
    Katerina hatte also eine Geschwindigkeit von 234 kmh. Von dieser Quelle:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Galveston,_Texas#Galveston.27s_Rise_and_the_Hurricane_of_1900
    weiß ich, dass es vor gut 100 Jahren einen Hurrikan gab der, für Hurrikanverhältnisse, recht nahe an New Orleans vorbeikam. Dieser hatte eine geschätzte Geschwindigkeit (Messapparate hielten nicht stand) von etwa 135 mph = 217 kmh. Kann auch gut mehr gewesen sein also in etwa gleichstark. Die Tatsache, dass es nicht der erste Sturm war sollte doch als überzeugendes Argument für die Verlässlichkeit reichen. Offensichtlich war New Orleans bei weitem nicht auf einen solchen Sturm vorbereitet. Von Überschätzt kann also nicht die Rede sein.

    Gut man kann vielleicht argumentieren, dass die Vorbereitung teurer gewesen wäre als der Wiederaufbau aber in dem Fall braucht man ja auch nicht zu spenden da diese Situation ja vorhergesehen wurde.

    Gen.d.Pz.Tr.Seb schrieb:

    Wer baut eine Stadt eigentlich in so einer beschissenen Region??? Unter dem Meeresspiegel und obdrein von Wasser umgeben. Die Franzosen können nicht die alleinige Schuld haben. (Das french Viertel wurde zuletzt überflutet)

    Das gleiche könnte man über San Francisco, Neapel, Venedig oder Hamburg sagen.

    HEZ schrieb:

    Aber mit einer riesen Katastrophe im Hintergrund ist das ganze ja viel ... äh... besser?

    Dramatischer ist das Wort was du suchst.



  • HEZ schrieb:

    Jaja, den Fernsehpreis für die Reporterin, die am besten Mitgefühl heucheln kann, kennt man ja... 🙄

    Ach komm, hauptsache mal was anzweifeln obwohl Du es nicht gesehen hast. Wäre ich dort gestanden hätte ich wohl geflennt wie ein kleines Kind, denn es war das härteste das ich seit langem gesehen habe. Will auch nicht sagen dass es jetzt der Weltuntergang oder sonstwas wäre, nur wie manche hier ablästern stößt mir schon auf. Aber die Amis zu bashen ist ja gesellschaftlich weit akzeptiert, also nur zu.


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