die dialektik der repräsentativen demokratie



  • unser regierungssystem ist irgendwie komisch. das volk wählt parteien, die sich dann um den ganzen gesetzesgebungskram kümmern.

    problem 1: eine partei bietet immer ein komplettpaket von lösungen für alle probleme des staates. wenn ich partei_1.lösung_2 und partei_2.lösung_1 für das richtige halte, dann bin ich aufgeschmissen.

    problem 2: die an der regierung beteiligten leute sind in der regel qualifiziert und besser geeignet, bestimmte probleme zu lösen, als 99% der restlichen bevölkerung. dieser steht es aber zu, zu entscheiden, wer genau die probleme lösen darf. nochmal im klartext: leute, die kaum ahnung von der materie haben, entscheiden was gemacht wird.

    problem 3: die regierung eines landes ist viel zu komplex, um von jedem einzelnen überblickt zu werden. eine objektive entscheidung, wer für die aufgabe kompetenter ist, ist kaum möglich. ergo: die bevorzugung einer partei ist ein mehr oder weniger subjektiver, höchstens durch einige aber bei weitem nicht alle fakten beeinflusster prozess.

    was machen wir da? 😕



  • Jeder der wählen will muss ein (anspruchsvolles) Wissensquiz machen. Seine Stimme wird mit dem Ergebnis des Quiz gewichtet.

    Noch besser: Das Quiz ist in verschiedene politische Sachgebiete unterteilt, und die Stimmen werden Punkte-gewichtet dem Kandidaten des entsprechenden Ressorts/Sachgebiets (Innenminsiter, Aussenminister, ...) zugeschrieben.

    Die besten x% der Quizteilnehmer je Sachgebiet dürfen die Quizfragen fürs nächstemal aufsetzen.

    Derjenige Quizteilnehmer mit dem ausgewogensten Ergebnis (meiste Punkte über alle Sachgebiete) wird zum Kanzler ernannt! 🙂



  • Zum Kanzler oder Diktator?
    Ein kluger Kanzler nützt wenig, wenn die Deppen weiterhin mitreden können. 😉



  • aber ist das dann immer noch demokratisch?


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