Effizientes Lesen?
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Hallo Forum,
Ihr schreibt hier des öffteren über effizientes (sprich: schnelleres) Fakten Lesen. Mir geht es mittlerweile auch so: Ich lese sehr schnell, überfliege manchmal nur noch den Text oder lese/überfliege nicht mehr alle Absätze zu Ende, weil ich schon weiß was dort steht.
Was ich in letzter Zeit jedoch vermisse ist die Qualität des Lesen. Ich habe mir vor kurzem eine 800 Seiten Kurzgeschichtensammlung zur Hand genommen (Miller, Hemingway, Sontag, Clark, Twain, Bradbury, ...) und muß sagen das ich keine genossen habe. Ich stelle mal die These das man bei purem Faktenlesen nicht in der Geschichte ist. Man stellt sich nicht mehr so die Charaktere vor, wie man es früher getan hat als man noch langsam gelesen hat. Personenbeschreibungen werden einfach überflogen, schwere Entscheidugnen, Schicksalsschläge werden nicht mehr miterlebt, sondern nur noch als Fakt abgespeichert. Deshalb fällt es mir auch schwer zu beurteilen welcher Roman gut geschrieben ist.Geht es nur mir so?
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Nein - jeder wird alt und nimmt die Dinge nicht mehr so ernst... :p
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Das geht doch nur bei Lehrbüchern!
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Wenn man ein Lehrbuch nur überfliegt war es ein Fehlkauf, weil man den Inhalt schon kennt. Wenn es neues Wissen ist, muß man langsam lesen.
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dieses speed-reading oder wie das heißt, ist unfug. von betriebswirten erfunden für betriebswirte. natürlich kann man kein buch, wo man zusammenhänge begreifen muß, so lesen. und deinem bereicht nach auch keine kurzgeschichten. arztromane gehen vielleicht.
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mal zum Überfliegen von nem Text is das ok, aber ansonsten ...

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Wenn man sich nicht für den Inhalt interessiert ist Speed Reading doch okay.
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Ich nehme für sowas dann lieber "not reading". Noch effektiver.
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hm wenn ich mich nicht für den INhalt interessiere, warum lese ich es dann ?

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Pellaeon schrieb:
hm wenn ich mich nicht für den INhalt interessiere, warum lese ich es dann ?

Zur Schau.
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Speed Reading ist schon sinnvoll. Nur von Photoreading halte ich nichts. Und die Unterbindung der inneren Subvokalisation ist auch
, da dem Gehrin eine wichtige Assoziationsbrücke genommen wird.
Für wissenschaftliche Texte oder Bücher, die man genießen will sollte man sich schon auch Zeit nehmen. Für BWL und Wirtschaftsartikel oder postings von Volkard ist es aber genau das richtige

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Und die Unterbindung der inneren Subvokalisation ist auch
Wie macht man das überhaupt??
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kann man üben, ist aber eh nicht empfehlenswert.