Das ist das Ende der Wikipedia!!111



  • Ich versteh das Problem nicht. Das Prinzip funktioniert doch, nur Leute, wie der Reporter und wikipediaclassaction.org-Betreiber/Nutzer, verstehen es offenbar nicht. Wenn sie so weit sind, dass sie einen Fehler entdecken, dann läuft man bei der Wikipedia eben nicht zu USA Today oder wikipediaclassaction.org sondern man ändert den Beitrag, schreibt einen (bösen) Kommentar auf der Diskussionsseite und die Sache hat sich gegessen.



  • Würde ich in Amerika wohnen würde ich die auch verklagen.

    Danach mach' ich mir'n hübsches Leben auf Hawaii, mit Ferrari, Zigarre, Porno-Sonnenbrille und Dobermann. :xmas1: 👍


  • Mod

    kingruedi schrieb:

    Ich versteh das Problem nicht. Das Prinzip funktioniert doch, nur Leute, wie der Reporter und wikipediaclassaction.org-Betreiber/Nutzer, verstehen es offenbar nicht. Wenn sie so weit sind, dass sie einen Fehler entdecken, dann läuft man bei der Wikipedia eben nicht zu USA Today oder wikipediaclassaction.org sondern man ändert den Beitrag, schreibt einen (bösen) Kommentar auf der Diskussionsseite und die Sache hat sich gegessen.

    Setzt voraus, daß man den Fehler entdecken kann und daß er entdeckt wird.

    Weiterhin funktioniert das Wikipedia-Prinzip nicht bei Themen, die umstritten sind oder politischer Natur, oder die umstrittene Personen behandeln.

    Liest man sich z.B. den Artikel und die Diskussion zum Thema "Ostpreußen" und "Königsberg" durch, so stellt man durchaus eine gewisse Nichtfunktionialität des Wikipedia-Prinzips fest. Noch dazu, wenn man solche Themen dann auch in den anders-sprachigen Wikis vergleicht und die Informationen vergleicht.

    Ähnlich verhält es sich bei anderen konfliktträchtigen Themen, z.B. Bombenangriff auf Dresden, die ganzen Nazi-Themen und -Personen, aber das ist kein spezifisch deutsches Problem, sondern man kann das auch auf den internationalen Wikis sehen, z.B. japanische Kriegsschuld und Nanking-Massaker, wo heute japanische und chinesische Schreiber auf Wikipedia den Krieg fortführen (der deutsche Artikel spiegelt das - wie Du weißt - ja nicht wieder). Als Konsequenz sind die jeweiligen Artikel immer wieder völlig unbrauchbar.

    Als Leser und Informationssuchender ist es nämlich nicht zumutbar und möglich, die falschen Infos jederzeit zu erkennen und dann Edit-Schritte einzuleiten.

    Daher halte ich das Prinzip besser geeignet für Fachartikel rund um Technik, Biologie, Natur, Geografie, Ortsbeschreibungen (z.B. sind die Beiträge zu bestimmten Städten und Ländern teilweise außerordentlich gut), aber zu Politik und Geschichte, sowie zu Personen und Firmen der Zeitgeschichte, ist das Prinzip relativ wackelig, weil es keine gefestigte Meinung gibt. Die Artikel oszillieren daher alle.



  • schöner Post marc+++us

    :xmas1: :xmas1: :xmas2: :xmas1: :xmas1:
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    :xmas1: :xmas2:



  • Marc++us schrieb:

    Daher halte ich das Prinzip besser geeignet für Fachartikel rund um Technik, Biologie, Natur, Geografie, Ortsbeschreibungen (z.B. sind die Beiträge zu bestimmten Städten und Ländern teilweise außerordentlich gut), aber zu Politik und Geschichte, sowie zu Personen und Firmen der Zeitgeschichte, ist das Prinzip relativ wackelig, weil es keine gefestigte Meinung gibt. Die Artikel oszillieren daher alle.

    Da muss ich dir recht geben. Themen die nicht eindeutig, sprich interpretierbar sind, sind immer sehr zweifelhaft. Nur tritt das Problem ja nicht nur in der Wikipedia auf. Natürlich werden dort Streitigkeiten schneller ausgetragen oder rumgetrollt, aber auch andere Quellen, die gemeinhin als seriös gelten, stehen in diesen Fällen vor dem gleichen Problem. Das ideale Beispiel ist eben das Nanking Massaker: die eine Seite versucht es zu leugnen, die andere aufzuputschen. Da steht auch in der "Fachliteratur" viel einseitiges und der Brockhaus und andere Lexika stehen vor dem gleichen Problem, wie man das Thema vernünftig darstellen kann. Die Thematiken sind also in keinem Fall eindeutig. Sicher zieht die Wikipedia mehr anonyme Trollerei an, aber gerade dann kann man ja die Brisanz und Uneinigkeit bei einem Thema entdecken, wenn man auf die Diskussionsseite blickt. Und bei einer wirklichen Recherche würde nur ein Trottel komplett auf die Wikipedia vertrauen.



  • Achso, die Wikipedia denkt über die Einführung von "Stabilen Versionen" nach, so dass Artikel und bestimmte Versionen als stabil markiert werden können und trollereien dem normalen Leser erst gar nicht sichtbar werden. Das würde ja eine entsprechende Review bringen, dessen Mangel ja an der Wikipedia kritisiert wird.



  • kingruedi schrieb:

    Achso, die Wikipedia denkt über die Einführung von "Stabilen Versionen" nach, so dass Artikel und bestimmte Versionen als stabil markiert werden können und trollereien dem normalen Leser erst gar nicht sichtbar werden. Das würde ja eine entsprechende Review bringen, dessen Mangel ja an der Wikipedia kritisiert wird.

    ich finds aber blöd, dass die das nicht fest ins system integrieren, sondern nur eine "notlösung" anstreben.

    gibt es nicht andere, gute, freie wiki-platformen, die sowas unterstützen? :xmas1:



  • Die sollten das im Media Wiki einbauen, dass ist ja immerhin die Wikipedia eigene Wiki Software. Aber das Media Wiki hinkt leider dem Bedarf immer enorm hinter her.


  • Mod

    kingruedi schrieb:

    Beispiel ist eben das Nanking Massaker: die eine Seite versucht es zu leugnen, die andere aufzuputschen. Da steht auch in der "Fachliteratur" viel einseitiges und der Brockhaus und andere Lexika stehen vor dem gleichen Problem, wie man das Thema vernünftig darstellen kann. Die Thematiken sind also in keinem Fall eindeutig.

    Aber die Beiträge sind "stabil". Ein Autor ändert nicht seine Meinung von jetzt auf nachher, wenn ich schreibe "in Massaker für Dummies schrieb Bernd Schlitz gurgel, deswegen denke ich bla", so ist das ziemlich verankert. Aber bei Wikipedia ist es mir schon passiert daß ich sagte, gehe mal auf wwwpediadotslashtopic, da ist das beschrieben und gut dargestellt, und jemand sagt "dort? ist ja total einseitig!". Man geht drauf, oh, stimmt, gab eine umfassende Neubearbeitung oder Verschlimmbesserung. Oder man findet eine bestimmte Passage interessant, und die ist dann einfach weg. Klar, kann man über Versionshistorie wieder finden, aber das nervt einfach.


  • Mod

    kingruedi schrieb:

    Sicher zieht die Wikipedia mehr anonyme Trollerei an

    Das halte ich für relativ unwichtig. In der Regel ist die Trollerei erkennbar und korrigierbar.

    Schlimmer sind die Edit-Wars, wo befeindete Wissenschafts-, Politik- oder Glaubensgruppen sich befehden. Denn da sind von beiden Seiten die Beiträge immer gut geschrieben, logisch aufgebaut, usw. Aber welche Tendenz der Artikel gerade hat hängt von der Tagesform der jeweiligen Fraktion ab, welche gerade mal schneller am Edit-Button war.

    Beispiel dazu auch Mondlandungslüge bei Wikipedia: es gab mal einen Superartikel, in dem für die ganzen "Beweise" die physikalische Erklärung geliefert wurde, warum die Beweise nicht stichhaltig sind. Super. Und dann hat eine andere Gruppe das einfach gekürzt, weil sie der Meinung war, daß die Mondlandungslüge so abstrus ist, daß man gar keine großartigen Gegenbeweise führen muß. Der Artikel war hinterher nur noch ein Viertel. Und dann hauen noch die Anhänger der Mondlandungslüge obendrauf, und setzen Fehler dazwischen und beschädigen den Artikel, um ihr Lager zu stärken.


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