Nix wie weg: Jobsuche im Ausland
-
Hi,
ich habe gestern einen Bericht gesehen, in dem es um das Auswandern ins Ausland ging:
http://www.janusfilm.de/janustv_d/produktionen/infotainment/pro7_reportage.phpLeider habe ich nur ein Viertel mitbekommen. Auf jeden Fall habe ich das soweit gesehen, um mir ein Urteil über das Ganze zu machen. Fakt war:
- Niemand von denen sprach SchwedischJetzt kann man natürlich, wenn man 20 ist und keinerlei Verantwortung hat, sowas auf sich nehmen, aber mit 2 Kindern sich gleich da ein Haus zu kaufen finde ich etwas verantwortungslos. Zumal der Mann auch einen festen Job hatte (welchen weiss ich leider nicht).
Ich denke viele hier haben schonmal davon geträumt, aber wie sinnvoll ist es denn, in ein Land zu ziehen, wenn man gerade mal "Guten Tag" in der Landessprache spricht? Abenteuerlust hin oder her, aber das finde ich echt schon heftig, zumal es die Jobsuche ja nicht gerade erleichtert.
-
CarstenJ schrieb:
Ich denke viele hier haben schonmal davon geträumt, aber wie sinnvoll ist es denn, in ein Land zu ziehen, wenn man gerade mal "Guten Tag" in der Landessprache spricht? Abenteuerlust hin oder her, aber das finde ich echt schon heftig, zumal es die Jobsuche ja nicht gerade erleichtert.
In dem Beitrag haste ja gesehen wie das ist. Die Zwei verstehen kein Wort und der Mann findet keinen Job. IMHO ist das Auswandern in ein Land, dessen Sprache man nicht spricht, ein Himmelfahrtskommando

-
Ohne finanzielles Polster ist vermutlich nicht so schlau, aber ansonsten sehe ich da kein Problem.
Die Sprache schnell zu lernen ist halt mit Abstand das wichtigste.
-
Die Sprache haste in einem Monat drauf.
-
.................. schrieb:
Die Sprache haste in einem Monat drauf.
Kann ich nicht beurteilen, da ich mich mit Schwedisch noch nicht auseinandergesetzt habe. Allerdings halte ich einen Monat für unrealistisch, selbst dann, wenn man täglich nix anderes macht als die Sprache zu büffeln.
-
interpreter schrieb:
In dem Beitrag haste ja gesehen wie das ist. Die Zwei verstehen kein Wort und der Mann findet keinen Job. IMHO ist das Auswandern in ein Land, dessen Sprache man nicht spricht, ein Himmelfahrtskommando

Das sehe ich genauso. Man darf nicht davon ausgehen, daß der Staat überall so fürsorglich ist wie in Deutschland. Wenn man sich mit den Behörden nicht einigermaßen verständigen kann (und da hilft oft Englisch auch nichts), hat man das erste ernsthafte Problem.
-
Die Reihenfolge Sprache lernen und dann auswandern halt ich für sinnvoller, grade wegen dem Thema Behörden. Und wenn man schon nen Arbeitsplatz hier hat sollte man eher nicht das risiko auf sich nehmen dort allzu viel stress zu haben weil man sich nicht verständigen kann und somit alltägliche Dinge nicht geregelt bekommt.
Ich hab auch nur nen kleinen teil davon mitbekommen aber die guten leute konnten sich dort z.b. die geschichte mit dem müll usw nicht regeln und haben sich dann über die Behörden dort aufgeregt - tja selbst fabriziert würd ich sagen. Man kann urlaub halt nicht mit dort leben vergleichen.
-
Schwedisch ist nicht schwierig (im Vergleich zu Französisch ist das eigentlich nur wie Deutsch mit Akzent). Wenn man dort dann eine Arbeit annimmt, bei der Englisch oder schlichtweg wenig sprechen genügt sehe ich da kein Problem.
Es ist eher allgemein ein Risiko wo hinzuziehen (auch innerhalb der deutschen Sprachgrenze) ohne zu wissen dass man dort einen Arbeitsplatz bekommt.
-
OT:
Keine Ahnung wie ihr das seht, aber ich hab auf alle Fälle vor, ins Ausland zu gehen (für laaange Zeit), so bald wie möglich. Sprachlich/kulturell würden sich wohl die Nachbarn, also Österreich/Schweiz sehr anbieten, mir wäre aber nicht-EU lieber. Ich würde eh lieber in ein englischsprachiges Land gehen, vorzugsweise Australien, Kanada oder die Vereinigten Staaten von Amerika. Für Großbritannien kann ich mich irgendwie gar nicht erwärmen, Wetter mies, Essen schmeckt mir auch nicht.
Na, Trinidad & Tobago wäre natürlich auch sehr geil, aber ich schätze die haben nicht so den Hammerbedarf an Informatikern
Wie ist das bei euch? Wollt ihr auch mal raus? Oder doch lieber in D/Ö/CH bleiben?
-
Mir gefällt es hier (in der CH) eigentlich sehr gut. Also kann ich das jedem empfehlen, der hier hin auswandern will. Ausserdem gibt es schon viele Deutsche hier, die ein ähnliches Gedankengut haben.
-
Also ich war ein Semester in Finnland. Mit Englisch kommt man da sehr weit. In den Firmen reden sie zwar auch viel finnisch, aber man kriegt mit der Zeit auch so mit worum es geht. Man bekomtm ein Sparchgefühl, außerdem kann sich anhand des "finglisch" durchhangeln.
-
als ich im urlaub in schweden war (kann kein wort schwedisch),
kam ich mit englisch ziemlich weit, da konnten viele gut englisch,
besonders die, die auch sonst mit kunden kontakt haben (auch behörden).es kommt natürlich auf die job branche darauf an aber ich denke da wird es ähnlich sein.
man könnte also durchaus versuchen erst am ort seiner wahl die sprache zu lernen...
-
GPC schrieb:
Wie ist das bei euch? Wollt ihr auch mal raus?
Sicher, aber ich will auch wieder zurück kommen. Ich denke ich werde vor der Diplomarbeit ein Jahr im Ausland studieren.
-
Walli schrieb:
GPC schrieb:
Wie ist das bei euch? Wollt ihr auch mal raus?
Sicher, aber ich will auch wieder zurück kommen.
Hm, ich eher nicht. Es gibt jetzt nichts in Deutschland, wo ich sagen würde: "Waah, ohne das kann ich nicht leben!" (Höchstens vllt. die "Freie Fahrt auf Autobahnen" Story, aber wie oft fährt der Durchschnittsmensch schon Autobahn in der Woche?
Was es aber nicht gibt, ist konstant gutes Wetter und das Meer (Sylt und so nehme ich mal aus, da es micht eher nicht interessiert).Ich denke ich werde vor der Diplomarbeit ein Jahr im Ausland studieren.
Hast dir schon ein Ziel ausgesucht?
-
CarstenJ schrieb:
Zumal der Mann auch einen festen Job hatte (welchen weiss ich leider nicht).
Ich hab's auch nur teilweise gesehen, aber der Typ hatte keinen Job ;). Er war für ein Vorstellungsgespräch bei der Feuerwehr, seine Qualifikationen waren wohl vollkommen ausreichend (war Feuerwehrkommandant oder so, auf jeden Fall etwas etwas Höheres), allerdings hat er die Stelle nicht bekommen weil er eben kein Wort schwedisch sprach.
Der Schwede meinte, das er es in ein paar Monaten nochmal versuchen könnte, wenn es mit der Sprache besser klappt.Aber es stimmt schon, es ist wirklich Kacke in ein Land auszuwandern, von dessen Sprache man null Ahnung hat. Man kann ja vorher schon Sprachkurse in der Heimat belegen, Vokabeln büffeln usw.
-
GPC schrieb:
Walli schrieb:
GPC schrieb:
Wie ist das bei euch? Wollt ihr auch mal raus?
Sicher, aber ich will auch wieder zurück kommen.
Hm, ich eher nicht. Es gibt jetzt nichts in Deutschland, wo ich sagen würde: "Waah, ohne das kann ich nicht leben!" (Höchstens vllt. die "Freie Fahrt auf Autobahnen" Story, aber wie oft fährt der Durchschnittsmensch schon Autobahn in der Woche?
Mir fallen neben den Autobahnen noch spontan meine Freundin, die Familie und Freunde ein. Wenn die alle mitkommen, dann kann ich mir auch vorstellen für immer weg zu gehen
.GPC schrieb:
Ich denke ich werde vor der Diplomarbeit ein Jahr im Ausland studieren.
Hast dir schon ein Ziel ausgesucht?
Ich weiß noch nicht. Ich belege momentan einen Spanischkurs an der Uni, vielleicht also Südamerika oder Spanien. Ansonsten irgendwo im englischsprachigen Ausland. Habe mir aber noch keine konkreten Gedanken gemacht.
-
Hi,
Ich hab's auch nur teilweise gesehen, aber der Typ hatte keinen Job ;).
mag auch sein, dass ich mich irre, aber meiner Meinung nach war der irgendwo kaufmännischer Angestellter. Er hatte früher wohl bei der Freiwiligen Feuerwehr eine leitende Funktion gehabt und kam deshalb auf die Idee, als Feuerwehrmann da anzufangen.
allerdings hat er die Stelle nicht bekommen weil er eben kein Wort schwedisch sprach.
Der Schwede meinte, das er es in ein paar Monaten nochmal versuchen könnte, wenn es mit der Sprache besser klappt.Ja, das war das Problem. Aber eben genau das meine ich ja, denn alleine kann man sich mit Sicherheit ein paar Monate über Wasser halten, aber mit Familie mit 2 Kindern dürfte das schon etwas schwieriger werden.
Aber es stimmt schon, es ist wirklich Kacke in ein Land auszuwandern, von dessen Sprache man null Ahnung hat. Man kann ja vorher schon Sprachkurse in der Heimat belegen, Vokabeln büffeln usw.
Hatte er wohl auch gemacht, allerdings waren die Kenntnisse dennoch bescheiden. Ma gucken, vielleicht gibts ja irgendwann die Doku mit dem Titel "Return of the sweden-emigrants"

-
Ein kleiner Tipp für alle, die überlegen "endgültig" auszuwandern: Geht dorthin, wohin ihr auswandern wollt zunächst mal für 4 oder 8 Wochen hin, bevor ihr zuhause alle Zelte abbrecht.
Ich wollte früher auch unbedingt auswandern, nachdem ich aber von der Firma aus für 4 Wochen in Russland war, war ich sowas von froh als ich wieder in Deutschland war
Ich weiß, das Beispiel ist etwas extrem, aber ich könnte mir vorstellen, dass es einem auch in anderen Ländern so geht.