Was macht ein Unternehmen mit dem Gewinn und Geldkreislauf?



  • borg schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Weil irgendjemand in den USA (oder den anderen Ölförderländern) mal ne ganz clevere Idee hatte das so zu machen und alle Leute da immernoch mitmachen.

    Ich währe froh, wenn wir Europäer auch mal so ne clevere Idee hätten.

    auf diese "clevere idee" ist der iran schon längst gekommen
    http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=599840

    Der Irak ja "zufällig" auch. Darum muß(te) der Bush ja auch was machen um das zu verhindern, da es sonst den Dollar extrem schwächt, da wie gesagt für den Dollar außer dem Öl keine echten Gegenwerte da sind.



  • borg schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Weil irgendjemand in den USA (oder den anderen Ölförderländern) mal ne ganz clevere Idee hatte das so zu machen und alle Leute da immernoch mitmachen.

    Ich währe froh, wenn wir Europäer auch mal so ne clevere Idee hätten.

    auf diese "clevere idee" ist der iran schon längst gekommen
    http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=599840

    Hat das abgesehen von einem Schaden für die USA auch einen (wirtschaftlichen) Nutzen für den Iran?



  • bluecode schrieb:

    borg schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Weil irgendjemand in den USA (oder den anderen Ölförderländern) mal ne ganz clevere Idee hatte das so zu machen und alle Leute da immernoch mitmachen.

    Ich währe froh, wenn wir Europäer auch mal so ne clevere Idee hätten.

    auf diese "clevere idee" ist der iran schon längst gekommen
    http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=599840

    Hat das abgesehen von einem Schaden für die USA auch einen (wirtschaftlichen) Nutzen für den Iran?

    Ja die können Wahren von uns Europäern kaufen, ohne das sich die USA einmischen kann. (Kann sie nur wenn wir darauf hören).

    Außerdem hat unsere Währung deutlich mehr echten Gegenwert zu bieten, da wir mehr Wahren liefern können (und auch tun , weil Außenhandelsgewinn in der EU herrscht (z.B nur in Deutschland 4 000 000 000 Euro letztes Jahr))

    Es mag zwar so aussehen, das ich etwas gegen die USA habe, das stimmt aber nicht. Das "Spiel" läuft nunmal so. Auch ich bin daran beteiligt, da auch ich Geld angelegt habe(sehr wenig leider) und auch mir würde es schaden wenn die Leute das Gesamtgeschehen einsehen würden. Aber irgendwann kommt der Dollarverlußt und dann denkt mal daran, das hier die Warnung stand (oder dann sogar noch steht)



  • Ist der Euro (auch) wegen dem Außenhandelsdefizit eine starke/stärkere Währung?
    Und inwiefern können die Iranies dann Waren in Euro zahlen? Das bezieht sich doch eigentlich nur auf das Öl und das fließt schließlich in die andere Richtung..
    Wieso hat der Dollar außer dem Öl keinen Gegenwert?

    @Andreas XXL: Wahren schreibt man ohne h :p



  • bluecode schrieb:

    Ist der Euro (auch) wegen dem Außenhandelsdefizit eine starke/stärkere Währung?
    Und inwiefern können die Iranies dann Waren in Euro zahlen? Das bezieht sich doch eigentlich nur auf das Öl und das fließt schließlich in die andere Richtung..
    Wieso hat der Dollar außer dem Öl keinen Gegenwert?

    @Andreas XXL: Wahren schreibt man ohne h :p

    Ja der Euro ist deswegen eine starke (stärkere) Währung
    (Wegen dem Außenhadelsdefizit der USA.)

    http://de.wikipedia.org/wiki/US-Dollar
    Ließ mal hier unter dem Punkt "Rolle als Reservewährung"

    Wenn die Iranies Öl für Euro verkaufen, können die die Euros bei uns wieder in Waren eintauschen (z.B welche die sie in den USA nicht bekommen).

    Danke (Waren ohne h) man lernt nie aus... 😃 )

    Wieso hat der Dollar außer dem Öl keinen Gegenwert?

    Weil die USA nicht genügend echte (greifbare) Waren produzieren. Wenn die das täten hätten se ja kein Außenhandelsdefizit.
    (Die verbrauchen mehr Waren als sie selber herstellen)



  • bluecode schrieb:

    GPC schrieb:

    ...denn er sichert die Liquidität in "Unsicheren Zeiten", also wenn wenig investiert wird, die Nachfrage lahmt usw. (das wir momentan haben).

    Warum macht die Bank dann in diesen Zeiten einen Gewinn (um nicht zu sagen einen Rekordgewinn wenn man bedenkt, dass das eine 52%tige Steigerung zu letztem Jahr ist) und keinen Verlust? Kann natürlich auch nur ein Einzelfall sein...

    Weil Sepp (also Ackermann) ein ganz ausgezeichneter Investment-Banker ist.

    GPC schrieb:

    Wenn ein Unternehmen viel Eigenkapital hat, dann kann es niedrigere Zinsen verlangen. Geht auch andersrum: General Motors (die richtig in der Tinte sitzen) z.B. zahlt dir 7-9% Zinsen, wenn du dein Geld bei denen deponierst (hast halt auch ein entsprechendes Risiko), bei Porsche (die exzellent dastehen) kriegst grad mal zw. 1 - 2.5% .

    Das System klingt zwar irgendwie logisch, aber ich mein ein Unternehmen, welches in der Tinte sitzt, 7-9% Zinsen zahlen zu lassen, ist schon ziemlich "happig". Soll heißen, dass das Unternehmen je schlechter es dasteht sich ja immer mehr mehr anstrengen muss. Es müssen ja die 7-9% (anstatt 1-2,5%) in schlechten Zeiten erst mal erwirtschaftet werden...

    Korrekt, allerdings ist auch mein Risiko, mein Geld nicht wiederzusehen (wenn GM Insolvenz anmeldet), entsprechend höher. Deshalb die hohen Zinsen.



  • Andreas XXL schrieb:

    Es mag zwar so aussehen, das ich etwas gegen die USA habe, das stimmt aber nicht. Das "Spiel" läuft nunmal so. Auch ich bin daran beteiligt, da auch ich Geld angelegt habe(sehr wenig leider) und auch mir würde es schaden wenn die Leute das Gesamtgeschehen einsehen würden. Aber irgendwann kommt der Dollarverlußt und dann denkt mal daran, das hier die Warnung stand (oder dann sogar noch steht)

    Über das böseböse Außenhandelsdefizit und die daraus resultierenden Probleme sollte man vielleicht mal ein paar Wörter verlieren.

    Wie kommt das Außenhandelsdefizit der USA zustande, warum steigt es, warum fällt es? Das ganze ist nämlich eine ziemlich verzwickte Sache, die offenbar häufig mißverstanden wird. es ist zB so: kauft China für ein paar Millionen Dollar Boeings, so sinkt das US-Außenhandelsdefizit, investiert China genau die gleiche Summe an Geld in eine amerikanische Firma, so *steigt* das Außenhandelsdefizit. Darum geht's im Kern. Die Welt investiert mehr in den USA, als daß sie US-Produkte kauft. Warum investieren alle in den USA? Offenbar, weil das Geld dort produktiver ist, als an den meisten anderen Orten. Ist oder wird das für die USA ein Problem? Nö, natürlich nicht. Das Außenhandelsdefizit wird radikal überbewertet.

    Genau so das ewige Gezittere davor, daß zB die Chinesen knapp eine Billion Dollar (Gedächtniswert) Geldreserven gekauft haben. Ist das ein Probloem für die USA? Warum sollte es sein? Nehmen wir mal an, die Chinesen sammeln gerne und nur zum Spaß grüne Scheinchen mit toten US-Präsidenten drauf und investieren das Geld niemals. Wo wäre da das Problem für die USA? Es gibt keines: die USA haben dabei einen recht guten Tausch gemacht: grünes Papier gegen chinesische Produkte. In so einem Falle wäre China doof, was sie natürlich nicht wirklich sind: Sie geben das Geld ja wieder aus. Nehmen wir mal an, daß sie alles auf einmal raushauen würden also für dieses Geld US-Produkte einkaufen. Das würde in der Tat den Dollar sofort abwerten, aber selbst das wäre doch kein großes Problem, weil der Dollar nur auf das Niveau zurückfallen würde, auf dem er war, *bevor* China und andere den Dollar akkumuliert, also international aufgewertet haben (+ Inflation).

    Alles in allem ist also diese Hudelei darum, daß der Dollar eines Tages zusammenbrechen wird, nichts dran, außer wirtschaftliches Unverständnis bei vielen, hauptsächlich Journalisten.



  • Nein, ganz so harmlos ist es nicht.

    Geld wird nämlich nicht nur in Investitionsgüter, sondern auch in Konsumgüter "investiert". Es ist nämlich so, dass die Amerikaner mehr konsumieren, als sie selbst produzieren (die Schulden der amerikanischen Bevölkerung steigen bzw. das Vermögen nimmt ab). Wo bekommen sie das Geld her? Klar, aus dem Ausland. Sie leihen sich also Geld. Für dieses Geld müssen sie jedoch Zinsen bezahlen. Wenn sich ihre Schulen immer weiter erhöhen, müssen sie einen immer größeren Teil ihrer Produktion zur Schuldentilgung aufwenden.

    Ist genauso, wie die Schulden des Staates. Eigentlich kein Problem, weil der Staat hat bei seinen Bürgern Schulden und die Bürger sind der Staat. Jedoch muss der Staat einen immer größeren Teil seiner Einnahmen als Zinsen wieder abführen. Seine Handlungsfähigkeit sinkt. Nehmen wir an, die Schulden steigen immer weiter. Und irgendwann glauben die Gläubiger (kein Wortspiel) nicht mehr daran, dass sie ihr Geld wieder bekommen würden und verleihen es nicht mehr -> Damit würde das komplette Staatsgefüge zusammenbrechen.

    Genauso kann es den Amerikanern gehen.
    Daniel E.: Du vergisst den Zins und Zinseszins. In unserem Wirtschaftssystem ist es nunmal so, dass die Reichen reicher werden und die Armen ärmer. Und Leute, die sich verschulden gehören nicht zu den Reichen...



  • Daniel E. schrieb:

    Sie geben das Geld ja wieder aus. Nehmen wir mal an, daß sie alles auf einmal raushauen würden also für dieses Geld US-Produkte einkaufen. Das würde in der Tat den Dollar sofort abwerten, aber selbst das wäre doch kein großes Problem, weil der Dollar nur auf das Niveau zurückfallen würde, auf dem er war, *bevor* China und andere den Dollar akkumuliert, also international aufgewertet haben (+ Inflation).

    nein, eben nicht. für jeden dollar den china und andere horten druckt die usa einfach einen neuen, um ihre kriegsmaschinerie etc. finanzieren zu können. sie tun das unter der annahme das die ganzen länder auch in zukunft dollar in großen massen horten, weil sie es brauchen um davon öl zu bezahlen.

    falls sich nun die iraniche euro-öl-börse durchsetzt und auch die arabischen staaten etc. darauf umsteigen, werden diese dollar-reserven nicht mehr benötigt. dann wird der dollar an wert verlieren.



  • borg schrieb:

    für jeden dollar den china und andere horten druckt die usa einfach einen neuen, um ihre kriegsmaschinerie etc. finanzieren zu können.

    Ich bin nun auch kein Freund von Notenbanken aber *so* ist ihr Gebaren dann nun doch nicht.

    falls sich nun die iraniche euro-öl-börse durchsetzt und auch die arabischen staaten etc. darauf umsteigen, werden diese dollar-reserven nicht mehr benötigt. dann wird der dollar an wert verlieren.

    Aber nur auf einen Wert, den er ohne vorherige Aufwertungen (Dollarkäufe -> Verknappung von Dollar -> hoher Dollarpreis) nie erreicht hätte. Kurzfristig ist das vielleicht nicht ganz geschickt, aber ein existentielles Risiko ist es für die USA nicht, *weil* ein schwacher Dollar die USA in eine deutlich bessere Wettbewerbsposition mitbringt.

    Henno schrieb:

    Geld wird nämlich nicht nur in Investitionsgüter, sondern auch in Konsumgüter "investiert".

    Habe ich das Gegenteil behauptet? Ich wollte nur oben erklären, daß beides unterschiedliche Auswirkungen auf das US-Leistungsbilanzdefizit hat.

    Es ist nämlich so, dass die Amerikaner mehr konsumieren, als sie selbst produzieren (die Schulden der amerikanischen Bevölkerung steigen bzw. das Vermögen nimmt ab).

    Ja, ein Vorteil für alle. Die USA stellen keine Hausschuhe mehr her, sondern haben sich auf High-Tech-Produkte und insb. Dienstleistungen spezialisiert (die Dienstleistungsbilanz der USA ist positiv). Komparativer Vorteil.

    Wo bekommen sie das Geld her? Klar, aus dem Ausland. Sie leihen sich also Geld.

    Meines Wissens sind fast alle Auslandsschulden der USA in Dollar notiert.
    Siehe zB http://www.kfw.de/DE_Home/Service/OnlineBibl48/Volkswirts64/MakroScope_2.pdf

    Für dieses Geld müssen sie jedoch Zinsen bezahlen. Wenn sich ihre Schulen immer weiter erhöhen, müssen sie einen immer größeren Teil ihrer Produktion zur Schuldentilgung aufwenden.

    Das ist korrekt. Ich heiße eine unverantwortliche Finanzpolitik und eine Überschuldung auch in keiner Form gut. Wenn das hier so rübergekommen sein sollte, muß ich das schwer dementieren. Ich schreibe nur gegen Panikmache.

    Ist genauso, wie die Schulden des Staates. Eigentlich kein Problem, weil der Staat hat bei seinen Bürgern Schulden und die Bürger sind der Staat.

    Ich verbitte mir solche Unverschämtheiten ("die Bürger sind der Staat").

    Jedoch muss der Staat einen immer größeren Teil seiner Einnahmen als Zinsen wieder abführen. Seine Handlungsfähigkeit sinkt. Nehmen wir an, die Schulden steigen immer weiter. Und irgendwann glauben die Gläubiger (kein Wortspiel) nicht mehr daran, dass sie ihr Geld wieder bekommen würden und verleihen es nicht mehr -> Damit würde das komplette Staatsgefüge zusammenbrechen.

    Die Gefahr ist nicht wirklich größer, als daß Deutschland bankrott geht (hey, immerhin haben wir auch ~1,5Billionen EUR Staatsschulden, pro Sekunde werden es IIRC 100000 EUR mehr).

    Wie gesagt: so wird das den USA mittelfristig nicht ergehen. Die US-Auslandsschulden sind alle in Dollar denominiert; die USA kann de fakto nicht pleite gehen, selbst wenn sie sofort alle ihr Geld zurückverlangen würden.

    Man kann die ganze Sache gelassener angehen: war gibt es durchaus Entwicklungsmöglichkeiten, die unerfreulich sind, aber nicht unerfreulicher, als vieles andere.

    Du vergisst den Zins und Zinseszins.

    Keineswegs.

    In unserem Wirtschaftssystem ist es nunmal so, dass die Reichen reicher werden und die Armen ärmer.

    Hättest Du dafür eine (nicht-marxistische ;)) Quelle? Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 50 Jahre sagt da ganz offensichtlich etwas anderes.



  • Och, hab jetzt keine Lust das Statistische Bundesamt zu durchwühlen. Das kannst du bei interesse selbst.

    Aber du kannst dir ja mal die Vermögensunterschiede in Deutschland anschauen. 50% der Bevölkerung müssen mit lediglich 2,5% des Vermögens auskommen. Und wenn ich für mein Geld Zinsen kriege und diese Zinsen die Inflationsrate übersteigen, ist es doch auch klar, dass es immer mehr wird.

    Mag sein, dass die USA nicht schneller Bankkrott sind, als die Bundesrepublik Deutschland. Beides ist noch nicht an der Tagesordnung. Wird aber bei Fortführung der aktuellen Politik passieren.

    Zu dem "Bürger sind der Staat":
    Natürlich. Volkswirtschaftlich ist es alles das gleiche. Der Staat behält ja kein Geld sondern schüttet es sofort wieder aus. Also das Geld, was er durch Schulden bei seinen Bürgern eingenommen hat, hat er ja auch direkt wieder seinen Bürgern gegeben.



  • Henno schrieb:

    Och, hab jetzt keine Lust das Statistische Bundesamt zu durchwühlen. Das kannst du bei interesse selbst.

    Hmm, Du weißt doch, wie die Spielregeln sind: Du stellst eine steile These auf, also mußt Du sie auch belegen.

    In short: die Armen von heute sind reicher, als die Mittelständler von vor 50 Jahren. Zum Beweis sehe man sich an, wie lange man dafür arbeiten muß, um die Lebenshaltungskosten zu decken. (Wenn man dagegen die Arbeitszeiten ansieht, wie lange man arbeitet, um die Steuer- und Sozialabgaben bezahlen zu können, sieht man etwas interessantes.)

    Ich will gar nicht mal bezweifeln, daß Reiche auch reicher werden. Aber die Armen werden auch reicher. Vielleicht werden die Reichen schneller reicher als die Armen, who cares?

    Wohlstand ist nicht statisch, er wird nicht einmal geschaffen und dann in immer andere Stücke zersägt. Wohlstand muß ständig neu erwirtschaftet werden, und davon profitieren auch die Armen. In einem System, wo man einmal Geld anlegt und der Rest der Verzinsung überlassen wird, mag das anderes sein, solche Systeme existieren in der Realität nicht.

    Aber du kannst dir ja mal die Vermögensunterschiede in Deutschland anschauen.

    Daran kann ich aber keine Entwicklungen ablesen. Dazu müßte ich das mit einem anderen Datum vergleichen. Darum sind deine Zahlen auch recht nutzlos, abgesehen davon, daß sie nur relative Aussagen machen, also Armut relativ zur Gesellschaft definieren (über deren Median idR). Diese Armutsdefinition ist nur eingeschränkt sinnvoll: So wäre, angewandt auf einen Milliardärsclub sogar jemand arm, der nur 3 Yachten hat und alle andere >5. So etwas als arm zu bezeichnen ist zynisch, wenn Du mich fragst.

    Mag sein, dass die USA nicht schneller Bankkrott sind, als die Bundesrepublik Deutschland. Beides ist noch nicht an der Tagesordnung. Wird aber bei Fortführung der aktuellen Politik passieren.

    Darum ist die expansive Staats- und Finanzpolitik auch nicht zu verantworten. Wir sind uns da schon einig. Die Lösung muß lauten, daß der Staat seine Tendenzen, sich überall einzumischen *schleunigst* einstellt.



  • Daniel E. schrieb:

    Ich will gar nicht mal bezweifeln, daß Reiche auch reicher werden. Aber die Armen werden auch reicher. Vielleicht werden die Reichen schneller reicher als die Armen, who cares?

    Da muss man aber auch das Vermögens-Verhältnis berücksichtigen, und es ist nunmal so, dass sich dieser Unterschied rasend schnell weiter außeinander entwickelt.

    Daniel E. schrieb:

    Darum ist die expansive Staats- und Finanzpolitik auch nicht zu verantworten. Wir sind uns da schon einig. Die Lösung muß lauten, daß der Staat seine Tendenzen, sich überall einzumischen *schleunigst* einstellt.

    Was meinst du mit Einmischen? In die Wirtschaft? Wo passiert das in den USA?



  • Daniel E. schrieb:

    borg schrieb:

    für jeden dollar den china und andere horten druckt die usa einfach einen neuen, um ihre kriegsmaschinerie etc. finanzieren zu können.

    Ich bin nun auch kein Freund von Notenbanken aber *so* ist ihr Gebaren dann nun doch nicht.

    das war natürlich übertrieben dargestellt, aber es sind einige milliarden jedes jahr.

    Daniel E. schrieb:

    falls sich nun die iraniche euro-öl-börse durchsetzt und auch die arabischen staaten etc. darauf umsteigen, werden diese dollar-reserven nicht mehr benötigt. dann wird der dollar an wert verlieren.

    Aber nur auf einen Wert, den er ohne vorherige Aufwertungen (Dollarkäufe -> Verknappung von Dollar -> hoher Dollarpreis) nie erreicht hätte. Kurzfristig ist das vielleicht nicht ganz geschickt, aber ein existentielles Risiko ist es für die USA nicht, *weil* ein schwacher Dollar die USA in eine deutlich bessere Wettbewerbsposition mitbringt.

    natürlich wird es nicht den untergang für die usa bedeuten. aber gerade die usa brauchen viel öl. wenn dieses nun in euro bezahlt wird und der dollar gleichzeitig an wert verliert (man muss also mehr dollar bezahlen um euro zu bekommen), bringt das imo keine bessere wettbewerbsposition mit sich.



  • Rodney schrieb:

    Da muss man aber auch das Vermögens-Verhältnis berücksichtigen, und es ist nunmal so, dass sich dieser Unterschied rasend schnell weiter außeinander entwickelt.

    Wenn alle drei Yachten haben und ich nur eine Yacht hab, dann bin ich also arm?

    Selbst mit der dritten Welt geht es doch bergauf. Heute haben dort viel mehr Leute Autos als vor 20 Jahren. Die These "die Armen werden ärmer" ist einfach nicht haltbar.

    Was meinst du mit Einmischen? In die Wirtschaft? Wo passiert das in den USA?

    Überall. Medicare, "Anti-Trust" (fängt allerdings schon bei Esso an, ist also keine ganz neue Entwicklung), Mindestlöhne, "Wal-Mart-Gesetz", Handelsbeschränkungen, Energieregulierungen bis zum Patriot Act. Amerika ist doch mittlerweile auch ein halbsozialistischer Staat wie Deutschland.

    borg schrieb:

    wenn dieses nun in euro bezahlt wird und der dollar gleichzeitig an wert verliert (man muss also mehr dollar bezahlen um euro zu bekommen), bringt das imo keine bessere wettbewerbsposition mit sich.

    US-Produkte werden relativ gesehen günstiger, wie Du ja richtig erklärst.



  • Daniel E. schrieb:

    Wenn alle drei Yachten haben und ich nur eine Yacht hab, dann bin ich also arm?

    In dem Beispiel nicht, aber hier ist ja auch die Vermögensdifferenz nicht sonderlich hoch. Wenn man dann ein 50k € Jahreseinkommen mit einem 10m € hohen vergleicht ist das was ganz anderes. Gegen Unterschiede habe ich nichts, aber irgendwo müssen Grenzen sein



  • borg schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Sie geben das Geld ja wieder aus. Nehmen wir mal an, daß sie alles auf einmal raushauen würden also für dieses Geld US-Produkte einkaufen. Das würde in der Tat den Dollar sofort abwerten, aber selbst das wäre doch kein großes Problem, weil der Dollar nur auf das Niveau zurückfallen würde, auf dem er war, *bevor* China und andere den Dollar akkumuliert, also international aufgewertet haben (+ Inflation).

    nein, eben nicht. für jeden dollar den china und andere horten druckt die usa einfach einen neuen, um ihre kriegsmaschinerie etc. finanzieren zu können. sie tun das unter der annahme das die ganzen länder auch in zukunft dollar in großen massen horten, weil sie es brauchen um davon öl zu bezahlen.

    falls sich nun die iraniche euro-öl-börse durchsetzt und auch die arabischen staaten etc. darauf umsteigen, werden diese dollar-reserven nicht mehr benötigt. dann wird der dollar an wert verlieren.

    Ganz genau der Meinung bin ich auch.
    Der Irak hatte "ganz zufällig" vor dem Krieg das selbe in Erwägung gezogen und Booooom. Und nun ist der Iran der nächste der Fällig ist um den Dollar zu schützen.

    Merke: Willst du ein "Bomben Wetter", verkauf einfach Öl für Euros 😃



  • Doch das entsteht auf magische Weise. Z.B macht die USA jeden TAG 1000.000.000$
    Außenhandelsverlust. Jetzt würde jeder der bis zur 3. Klasse gekommen ist sagen

    0 Punkte

    "Moment mal die müssen doch irgendwann kein Geld mehr haben weil alles im Außland ist."

    Das stimmt auch eigentlich. Aber der Liebe George Bush sagt seinem Notenbankcheff " Ey der blöde Krieg ist so teuer, mach mal neues Geld" und so werden fleißig neue Dollar gedruckt, mindestens diese Milliarde pro Tag.
    (Nicht alles als Scheine, manches existiert nur als Zahl in Computern)

    -2,5 Punkte

    Jetzt sagt der 3 Klässler wieder: "Aber wenn die doch soviel neues machen, ist das doch nix mehr wert"

    1 Punkt

    Stimmt eigentlich auch. Aber der liebe Onkel Bush sagt: "Nö da kann man sich schön viel Öl von kaufen, das braucht ihr schließlich auch alle".

    Denn der libe Onkel weiß genau, das die USA nicht genug Wahren dafür liefern könnten, wenn alle die Dollars die sie bunkern gegen Wahren eintauschen wollten. (Darum ja auch der Außenhandelsdefizit)

    Oh weia! -1 Punkt

    Jetzt sagt der 3 Klässler: "Aber die USA haben ja gar nicht mehr genug Öl, um allen für ihre Dollar was zu liefern"

    Das wird ja immer schlimmer! Der Gold-Dollar wurde nicht durch den Öl-Dollar ersetzt! 0 Punkte

    Stimmt auch, darum greift der liebe Onkel auch andere Länder an, um sich welches zu beschaffen (nur leider wehren die sich im Irak, dumm, dumm, dumm)

    1 Punkt

    Dann sagt der 3 Klässler: "Aber in 40 Jaher ist das Öl alle" (Sogar im Fernsehen)

    Stimmt, und dann werden alle die fleißig Dollar gesammelt haben merken das sie kein Öl mehr davon kaufen können und feststellen dass die USA immer noch nicht genug Wahren dafür liefern können, weil die nicht viel produzier haben, sondern immer schön Krieg geführt haben. Tja, und dann haben die wohl Pech, denn wenn der Onkel in den USA der dann Präsident ist nicht was anderen liefern kann (Von seinen Eroberungskriegen) wird der Dollar so an Wert verliehren ,dass das Papier mehr wert ist auf dem es gedruckt ist als die Zahl darauf und die Dollaranhäufer haben nen echtes Problem.

    Also wird nach meiner Meinung der Dollar irgendwann (aber plötzlich) ins Bodenlose absacken, wenn viele Menschen dies begreifen.

    0 Punkte

    Sei mir nicht böse, aber das ist zum Teil Blödsinn: Setzen 6! 🤡

    Deine persönliche Abneigung Teile ich ja mehr oder weniger, das sollte aber nicht dazu ausufern die Geldpolitik und -theorie zu vergewaltigen.

    Irgendeiner muss ja das Geld verlieren oder entsteht auf magische Weise neues Geld

    Kurzfassung:
    Das nennt sich Geldschöpfung der Banken! Die Geschäftsbanken sind in der Lage durch die Einlagen ihrer Kunden (bspw. Geld das auf dem Girkonto gebunkert ist) neues Geld zu schaffen. So entsteht also neues Geld. Logisch, die jeweilige Zentralbank steuert diesen Prozess mit der ihr zur Verfügung stehenden Instrumenten.



  • LunaGirl schrieb:

    Kurzfassung:
    Das nennt sich Geldschöpfung der Banken! Die Geschäftsbanken sind in der Lage durch die Einlagen ihrer Kunden (bspw. Geld das auf dem Girkonto gebunkert ist) neues Geld zu schaffen. So entsteht also neues Geld. Logisch, die jeweilige Zentralbank steuert diesen Prozess mit der ihr zur Verfügung stehenden Instrumenten.

    😕 Geldschöpfungsmultiplikator und (in dem Fall) Mindestreservepolitik sind mir schon ein Begriff... Aber primäres Ziel der (europ.) Zentralbank ist eigentlich die Preisstablilität, heißt wenig Inflation, was durch die Regulierung der vorhandenen Geldmenge (-> Mindestreservepolitik) geschehen soll (laut Keynes, oder?). D.h. aber, dass die Geldmenge so reguliert wird, dass der Wert der ges. Geldmenge verglichen mit allen Waren konstant bleibt...
    Insofern entsteht doch eigentlich kein neues Geld (numerisch gesehen eventuell schon, aber der Wert des Geldes eben net), oder?

    @LunaGirl: Nur Punkte auf eine (zugegebenermaßen trivialisierte und ironisierte) Darstellung zu verteilen ohne jegliche weitere Begründung ist schon ein wenig dürftig, findest du nicht?



  • LunaGirl schrieb:

    Doch das entsteht auf magische Weise. Z.B macht die USA jeden TAG 1000.000.000$
    Außenhandelsverlust. Jetzt würde jeder der bis zur 3. Klasse gekommen ist sagen

    0 Punkte

    "Moment mal die müssen doch irgendwann kein Geld mehr haben weil alles im Außland ist."

    Das stimmt auch eigentlich. Aber der Liebe George Bush sagt seinem Notenbankcheff " Ey der blöde Krieg ist so teuer, mach mal neues Geld" und so werden fleißig neue Dollar gedruckt, mindestens diese Milliarde pro Tag.
    (Nicht alles als Scheine, manches existiert nur als Zahl in Computern)

    -2,5 Punkte

    Jetzt sagt der 3 Klässler wieder: "Aber wenn die doch soviel neues machen, ist das doch nix mehr wert"

    1 Punkt

    Stimmt eigentlich auch. Aber der liebe Onkel Bush sagt: "Nö da kann man sich schön viel Öl von kaufen, das braucht ihr schließlich auch alle".

    Denn der libe Onkel weiß genau, das die USA nicht genug Wahren dafür liefern könnten, wenn alle die Dollars die sie bunkern gegen Wahren eintauschen wollten. (Darum ja auch der Außenhandelsdefizit)

    Oh weia! -1 Punkt

    Jetzt sagt der 3 Klässler: "Aber die USA haben ja gar nicht mehr genug Öl, um allen für ihre Dollar was zu liefern"

    Das wird ja immer schlimmer! Der Gold-Dollar wurde nicht durch den Öl-Dollar ersetzt! 0 Punkte

    Stimmt auch, darum greift der liebe Onkel auch andere Länder an, um sich welches zu beschaffen (nur leider wehren die sich im Irak, dumm, dumm, dumm)

    1 Punkt

    Dann sagt der 3 Klässler: "Aber in 40 Jaher ist das Öl alle" (Sogar im Fernsehen)

    Stimmt, und dann werden alle die fleißig Dollar gesammelt haben merken das sie kein Öl mehr davon kaufen können und feststellen dass die USA immer noch nicht genug Wahren dafür liefern können, weil die nicht viel produzier haben, sondern immer schön Krieg geführt haben. Tja, und dann haben die wohl Pech, denn wenn der Onkel in den USA der dann Präsident ist nicht was anderen liefern kann (Von seinen Eroberungskriegen) wird der Dollar so an Wert verliehren ,dass das Papier mehr wert ist auf dem es gedruckt ist als die Zahl darauf und die Dollaranhäufer haben nen echtes Problem.

    Also wird nach meiner Meinung der Dollar irgendwann (aber plötzlich) ins Bodenlose absacken, wenn viele Menschen dies begreifen.

    0 Punkte

    Sei mir nicht böse, aber das ist zum Teil Blödsinn: Setzen 6! 🤡

    Deine persönliche Abneigung Teile ich ja mehr oder weniger, das sollte aber nicht dazu ausufern die Geldpolitik und -theorie zu vergewaltigen.

    Irgendeiner muss ja das Geld verlieren oder entsteht auf magische Weise neues Geld

    Kurzfassung:
    Das nennt sich Geldschöpfung der Banken! Die Geschäftsbanken sind in der Lage durch die Einlagen ihrer Kunden (bspw. Geld das auf dem Girkonto gebunkert ist) neues Geld zu schaffen. So entsteht also neues Geld. Logisch, die jeweilige Zentralbank steuert diesen Prozess mit der ihr zur Verfügung stehenden Instrumenten.

    Argumentation 6, setzen und Jahr wiederholen 😃

    Wartet mal ab. In 20 jahren sagt ihr "Hätt ich mal auf den Andreas gehört, aber ich wollte ja nicht" Tja Pech gehabt


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