Was macht ein Unternehmen mit dem Gewinn und Geldkreislauf?
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Andreas XXL schrieb:
Wartet mal ab. In 20 jahren sagt ihr "Hätt ich mal auf den Andreas gehört, aber ich wollte ja nicht" Tja Pech gehabt
Ich würde gerne mit dir wetten, aber ich fürchte, wir können uns nicht auf die Währung einigen, in der der Gewinn ausbezahlt werden soll

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Daniel E. schrieb:
Andreas XXL schrieb:
Wartet mal ab. In 20 jahren sagt ihr "Hätt ich mal auf den Andreas gehört, aber ich wollte ja nicht" Tja Pech gehabt
Ich würde gerne mit dir wetten, aber ich fürchte, wir können uns nicht auf die Währung einigen, in der der Gewinn ausbezahlt werden soll


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bluecode schrieb:
Geldschöpfungsmultiplikator und (in dem Fall) Mindestreservepolitik sind mir schon ein Begriff... Aber primäres Ziel der (europ.) Zentralbank ist eigentlich die Preisstablilität, heißt wenig Inflation, was durch die Regulierung der vorhandenen Geldmenge (-> Mindestreservepolitik) geschehen soll (laut Keynes, oder?). D.h. aber, dass die Geldmenge so reguliert wird, dass der Wert der ges. Geldmenge verglichen mit allen Waren konstant bleibt...
Insofern entsteht doch eigentlich kein neues Geld (numerisch gesehen eventuell schon, aber der Wert des Geldes eben net), oder?@LunaGirl: Nur Punkte auf eine (zugegebenermaßen trivialisierte und ironisierte) Darstellung zu verteilen ohne jegliche weitere Begründung ist schon ein wenig dürftig, findest du nicht?
Es wurde danach gefragt wie neues Geld entsteht und nicht nach dem Wert des Geldes. Stimmt Preisstabilität ist das vorrangige Ziel der Zentralbank. Die Zentralbank reguliert über die Geldmenge die Preisstablität. Und dennoch entsteht nominal neues Geld. Das man sich real nicht unbedingt mehr von der gesamten Geldmenge kaufen kann ist eine andere Geschichte.
Wenn es Dir eher um den reelen Wert get, muss es nicht immer Keynes sein - ich nehme an, wenn Du Keynes bemühst, dann willst Du (falls Dir das ein Begriff ist) auf die Liquiditätspräferenztheorie raus.
Nehmen wir mal die Quantitätstheorie der Monetaristen um die Frage nach der Realkasse und der Geldmenge zu klären: (Geldnachfragethorie)
M = Geldnachfrage, P=Preisniveau, k=Umlaufgeschwindigkeit und Y=VolkseinkommenM=k*P*Y <=> M/P = k*Y mit k=konst.
Ziel der Zentralbank ist ein konst. Preisniveau => P=konst., bei steigendem Volkseinkommen Y bedeutet das, dass mehr Geld nachgefragt wird: Wenn Y steigt muss auch M steigen.
Wenn das Volkseinkommen steigt und das Preiniveau stabil bleiben soll, muss die Zentralbank neues Geld in Umlauf bringen (nun eigentlich schafft ja nicht die Zentralbank selber neues Geld).
Ja, um eine umfassende Darstellung für die Schaffung neuen Geldes zu zeigen, reicht das hier nicht aus! Das ist eine extreme Kurzfassung und soll nur einen kleinen Teilaspekt über die Geldnachfrage beleuchten!
Bzgl. ironisiert und trivialisiert. Genau! Die Vergabe von Punkten war ebenfalls ironisert und trivialisiert!
Nun gut, gehen wir ein wenig auf die Argumentation von AndreasXXl ein. Nehmen wir bspw. den US-Dollar. Ganz früher war der Dollar an den Goldpreis gekoppelt. Ein entsprechender Gegenwert für die Währung wurde von der US Regierung seinerzeit in Form von Gold gebunkert. Was hat denn das für die Währung bedeutet? Ist das Angebot an Gold hoch und die Nachfrage bspw. konstant, geht der Wert der Währung in den Keller und vice versa.
Nehmen wir nun weiter an, die USA verfolgen eine Politik des ÖL-Dollars. Zunächst müsste sie erst mal immer genügend ÖL als Gegenwert bunkern. Wow! Bei dem derzeitigen Ölpreis, dem Angebot und der Nachfrage ist der Dollar aber echt viel Wert! Ironie des Lebens - leider ist der Dollar in der Realität nicht so viel Wert wie die USA gerne hätten. (Bitte zu bedenken das es auch hier reine Kurzfassung ist)
EDIT: Quote wieder hergestellt
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Ziel der Zentralbank ist ein konst. Preisniveau => P=konst.
Das wage ich mal zu bezweifeln. Viel mehr versuchen sie es konstant steigen zu lassen. Was deiner Argumentation aber keinen Abruch tut, da so die Geldmenge über das Einkommen steigen muss.
Ganz wichtig ist nämlich, dass das Preisniveau nicht sinkt (Deflation), weil das zu negativem Kaufverhalten führen würde.
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LunaGirl schrieb:
Wenn es Dir eher um den reelen Wert get, muss es nicht immer Keynes sein - ich nehme an, wenn Du Keynes bemühst, dann willst Du (falls Dir das ein Begriff ist) auf die Liquiditätspräferenztheorie raus.
Wird Keynes eigentlich noch irgendwo gelehrt? Wenn ja, warum?
Henno schrieb:
Ganz wichtig ist nämlich, dass das Preisniveau nicht sinkt (Deflation), weil das zu negativem Kaufverhalten führen würde.
Das ist in den Wirtschaftswissenschaften nicht unumstritten. http://www.mises.org/story/1241
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Wir haben in der VWL Grundlagenvorlesung hauptsächlich Keynes gelernt, meistens ohne es zu wissen. Aber natürlich nicht nur.
Und zur Deflation:
Ein Ausweg geht man doch gerade um beide Vorteile abschöpfen zu können. Man erhöht die Geldmenge stärker, als die Warenmenge wächst. Jetzt kann der nominale Preis gleich bleiben oder leicht wachsen, während der reelle Preis sinkt.
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Henno schrieb:
Ziel der Zentralbank ist ein konst. Preisniveau => P=konst.
Das wage ich mal zu bezweifeln. Viel mehr versuchen sie es konstant steigen zu lassen. Was deiner Argumentation aber keinen Abruch tut, da so die Geldmenge über das Einkommen steigen muss.
Ganz wichtig ist nämlich, dass das Preisniveau nicht sinkt (Deflation), weil das zu negativem Kaufverhalten führen würde.
Oberstes Ziel der EZB ist die Preisstabilität. Dieses Ziel gilt als erreicht, wenn die Preissteigerung höchstens 2% ist.
Keynes wird ja wohl hoffentlich an jeder Universität gelehrt! Keynes ist und bleibt VWL Grundlagen.
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Dann wären sie aber aus dem Gesichtspunkt der Regelungstechnik ganz schön bescheiden, denn der Erwartungswert der Preissteigerung liegt deutlich über 0%.
Wenn du jetzt nur meintest, dass Preisstabilität = Inflation von 2% ist, dann kannst du dieses Posting ignorieren.