wissenschaftliches Arbeiten: Zitieren etc.



  • Ich habe einige Zeit im Netz damit verbracht nach einem guten Handbuch zum Thema wissenschaftliches Arbeiten (Schwerpunkt Zitieren) zu finden. Aber alles was ich bisher gefunden habe waren viel zu oberflächliche Informationen. Falls jemand diesbezüglich einen guten Link hätte, würde mir das sehr weiterhelfen.





  • Danke, es ist zwar nicht das nonplusultra, aber immmerhin schon mal besser als das was ich bisher gefunden habe. Ich könnte trotzdem noch was ausführlicheres gebrauchen 😉



  • chrische5 schrieb:

    Hallo

    Vielleicht hiflt das:

    http://www.uni-leipzig.de/~kbpaed/studium/wissarbdoc/wiss-arbeiten-19-12-03.pdf

    chrische

    "Wissenschaftliches Arbeiten in Hinblick auf Gender-Mainstreaming"

    🙄 Der Abschnitt / die Abschnittin lässt mich irgendwie am Rest des
    Inhaltes zweifeln...



  • omg... Abschnitt 5 wurde wohl von ner frustrierten Feministin geschrieben 👎



  • Das ist ja echt unglaublich. So eine(n) Scheißin / Scheiß find ich einfach nur noch krank. Statt sich mal auf das Wesentliche zu beziehen soll man lieber seine Arbeiten durch hässliche multigeschlechtliche Bezeichnungen verunstalten? Herzlichen Glückwunsch!
    Frauen, die ernsthaft auf so eine Müllin Wert legen, die haben es überhaupt nicht mehr verdient, noch respektiert zu werden. 👎

    Wie war das? "Respekt muss man sich erst verdienen."



  • Jan schrieb:

    Das ist ja echt unglaublich. So eine(n) Scheißin / Scheiß find ich einfach nur noch krank. Statt sich mal auf das Wesentliche zu beziehen soll man lieber seine Arbeiten durch hässliche multigeschlechtliche Bezeichnungen verunstalten? Herzlichen Glückwunsch!
    Frauen, die ernsthaft auf so eine Müllin Wert legen, die haben es überhaupt nicht mehr verdient, noch respektiert zu werden. 👎

    Wie war das? "Respekt muss man sich erst verdienen."

    *lol*



  • Naja, ich hab schon beträchtlich schlimmeres gelesen. Ich sag nur man/frau, Herr/Frau. In dem Fall hier ist man wenigstens bemüht, wirklich neutral zu sein (siehe StudentInnen), aber ist es nicht auch eine Wertung, wenn man ein Geschlecht bei einer Doppelnennung grundsätzlich zuerst nennt? 😉



  • an einen ratgeber, der selbst so häßlich daherkommt, sollte man sich nicht halten.
    ach ja, man kann trotzdem schreiben, wie man will (naja, dann wird halt die note um 1 schlechter- aber uch würds tun):

    Sie können sich für eine frau-enbenennende Sprache entscheiden, oder der maskulin geprägten Tradition folgen.



  • Hallo

    Nicht alles daran ist wirklich erste Sahne, aber was spricht den dagegen, wenn auch das weibliche Geschlecht in seine wissenschaftliche Arbeit einbezieht. Das hat sicher etwas mehr Niveau asl solche aussagen:

    Jan schrieb:

    Wie war das? "Respekt muss man sich erst verdienen."

    Ich denke, dass solche Sprachregelungen auch Bewusstseinsbildenen Charakter haben und wenn man es nicht extrem übertreibt (man/Frau) auch gar nicht so schlecht sind. Warum sollte eine Lehrerin eine Lehrer sein?

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    Ich denke, dass solche Sprachregelungen auch Bewusstseinsbildenen Charakter haben und wenn man es nicht extrem übertreibt (man/Frau) auch gar nicht so schlecht sind. Warum sollte eine Lehrerin eine Lehrer sein?

    Um soetwas geht es doch auch gar nicht.
    Aber im deutschen Sprachgebrauch waren so Ausdrücke wie "der Leser" geschlechtsunabhängig. Erst seitdem diese bekloppten FeministinnenInnen meinen, sich überall bevorteilen zu müssen, wird an den dämlichsten (von Dame?) Stellen eine Unterscheidung zwischen maskulin und feminin gemacht. Dass merkwürdigerweise immer das weibliche Geschlecht vorgezogen wird, halte ich für genau so absurd wie dass es lediglich Frauenparklätze gibt, ich aber genug Männer kenne, die solche speziell geschützten Parkbereiche viel nötiger hätten als die meisten Frauen. 🙄



  • Jan schrieb:

    dämlichsten (von Dame?)

    Das ist jetzt aber sexistisch 😉

    dämlich Adj std. stil. (18. Jh.) Zu dem regional verbreiteten schwachen Verb dämeln, das aber kaum literarisch geworden ist. Das Adjektiv (Ausgangsbedeutung etwa "nicht ganz helle, taumelig") ist deshalb auch eher ein Schimpfwort (wie auch Däm(e)lack aus derselben Grundlage).

    dämeln (dammeln u.ä. Literarisch kaum bezeugt, aber regional häufig) Vsw "sich kindisch benehmen, verwirrt sein" per. ndd. md. (18. Jh.) Semantisch ähnlich zu beurteilen wie taumeln, formal eher zu dämmern (Dämmer), also vielleicht Übertragung des Halblichts auf beschränkte geistige Leistungen. Grundlage von Bildungen wie dämlich. Der Zusammenhang zwischen diesen familiären Wörtern läßt sich im einzelnen nicht mehr rekonstruieren.

    edit:
    Dämmerung kommt natürlich auch nicht von Dame:
    Dämmer Sm (Dämmerung f., dämmern Vsw.) std. (11. Jh.), mhd. demere f., ahd. demar m. "Dämmerung" (9. Jh.) Aus einem alten s-Stamm ig. *temes-, der außergermanisch bezeugt ist in ai. támas- n. "Dunkel" und l. tenebrae f. Pl. (aus *temes-rA) "Finsternis". Auch in anderen Ableitungen weit verbreitet, ein Verb z.B. in lit. témti "dunkel werden", also ig. *teme- "dunkel (werden)". Hierzu mhd. demerunge f., ahd. demarunga f.; aber erst frühneuhochdeutsch das Verb dämmern.

    im Gegensatz dazu:

    Dame Sf "vornehme Frau" std. (16. Jh.) Entlehnt aus it. dama, span. dama und frz. dame, dieses aus l. domina "(Haus-)Herrin", der movierten Form von l. dominus m. "(Haus-)Herr", zu l. domus "Haus". Es wird als Wort höfischer Kreise gegen etwas älteres Frauenzimmer durchgesetzt. Zunächst Bezeichnung adeliger Damen, dann verallgemeinert.

    ... ich wollt's ja nur erwähnt haben 😃



  • Jan schrieb:

    Aber im deutschen Sprachgebrauch waren so Ausdrücke wie "der Leser" geschlechtsunabhängig.

    Dass du das so wahrnimmst, ist vielleicht auch eine Folge der Frauenbewegung. Die Zeiten, in denen "der Leser" eines wissenschaftlichen Werkes ganz klar männlich war, weil Frauen einfach normalerweise gar keinen Zugang zu höherer Bildung hatten, sind noch gar nicht so lange her.

    Dass merkwürdigerweise immer das weibliche Geschlecht vorgezogen wird, halte ich für genau so absurd wie dass es lediglich Frauenparklätze gibt, ich aber genug Männer kenne, die solche speziell geschützten Parkbereiche viel nötiger hätten als die meisten Frauen. 🙄

    Bei Frauenparkplätzen bin ich mir nicht ganz sicher: Gibts die wirklich oder ist das ein Witz? Wenn doch, wodurch unterscheiden die sich von normalen Parkplätzen?



  • Bashar schrieb:

    Bei Frauenparkplätzen bin ich mir nicht ganz sicher: Gibts die wirklich oder ist das ein Witz? Wenn doch, wodurch unterscheiden die sich von normalen Parkplätzen?

    Die gibt es tatsächlich. In Parkhäusern z.B. - die sind dann irgendwie in der Nähe von Videokameras, Licht und/oder dem Parkhauswächter und meist sehr nah am Ausgang. Und ganz toll ist es, wenn eine halbe Etage mit solchen Plätzen zugepflastert ist, damit frau auch ja immer schnell einen Parkplatz findet, während man stundenlang suchen darf.



  • Jan schrieb:

    Die gibt es tatsächlich. In Parkhäusern z.B. - die sind dann irgendwie in der Nähe von Videokameras, Licht und/oder dem Parkhauswächter und meist sehr nah am Ausgang. Und ganz toll ist es, wenn eine halbe Etage mit solchen Plätzen zugepflastert ist, damit frau auch ja immer schnell einen Parkplatz findet, während man stundenlang suchen darf.

    Wenn es einen deutlichen geschlechtsspezifischen Unterschied gibt, Opfer einer Vergewaltigung zu werden oder allgemein überfallen zu werden, so ist es doch nur legitim, diesem Unterschied auch Rechnung zu tragen, oder?



  • Jan schrieb:

    Die gibt es tatsächlich. In Parkhäusern z.B. - die sind dann irgendwie in der Nähe von Videokameras, Licht und/oder dem Parkhauswächter und meist sehr nah am Ausgang.

    Danke, wusste ich tatsächlich nicht, ich parke nicht oft in Parkhäusern.



  • Noch besser finde ich die sog. "Frauenbeauftragte". 'n Kumnpel hat mir heute eine Geschichte erzählt, wo er und noch 4 weitere Herren in einem Kollektiv zusammen mit 120 Frauen waren und die mußten dann alle eine Frauenbeauftragte wählen?! Gehts noch?



  • F98 schrieb:

    Noch besser finde ich die sog. "Frauenbeauftragte". 'n Kumnpel hat mir heute eine Geschichte erzählt, wo er und noch 4 weitere Herren in einem Kollektiv zusammen mit 120 Frauen waren und die mußten dann alle eine Frauenbeauftragte wählen?! Gehts noch?

    Jaja, das kenn ich von meinem Vater auch 😛

    Und es geht sogar noch besser: Vor einer Weile hat ein lokaler Gemüsehändler einige Werbeplakate aufgehängt. Zu sehen war ein Mann, dessen "bestes Stück" durch Gemüse dargestellt wurde (Karotte, etc.). Die hiesige Frauenbeauftragte empfand das als Diskriminierung... der Frauen 😮

    Lustigerweise (naja, eigentlich wundert's niemanden) waren sowohl Frauen als auch Männer von dem Plakat eher (praktisch ausnahmslos) angetan (amüsiert). Das ganze geisterte durch die Presse, der Gemüsehändler hatte zusätzliche kostenlose Werbung, und die Frauenbeauftragte hat sich (und damit auch weniger "extreme" Frauenrechtlerinnen) total lächerlich gemacht.

    PS: Das ist schon sehr OT, aber ich hab nicht mit angefangen :p



  • F98 schrieb:

    Noch besser finde ich die sog. "Frauenbeauftragte". 'n Kumnpel hat mir heute eine Geschichte erzählt, wo er und noch 4 weitere Herren in einem Kollektiv zusammen mit 120 Frauen waren und die mußten dann alle eine Frauenbeauftragte wählen?! Gehts noch?

    Zum besseren Verständnis: Worum gings denn da?



  • Hallo

    Also man kann sich ja wirklich über manche grammatischen Feinheiten streiten, aber das Frauenparkplätze einen Sinn haben, liegt ja wohl auf der Hand. Da Frauen leider immer wieder Opfer von Vergewaltigungen werder, ist es doch logisch Parkplätze für Sie zuschaffen, die näher an den Türen usw. sind.

    Jan schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Ich denke, dass solche Sprachregelungen auch Bewusstseinsbildenen Charakter haben und wenn man es nicht extrem übertreibt (man/Frau) auch gar nicht so schlecht sind. Warum sollte eine Lehrerin eine Lehrer sein?

    Um soetwas geht es doch auch gar nicht.
    Aber im deutschen Sprachgebrauch waren so Ausdrücke wie "der Leser" geschlechtsunabhängig. Erst seitdem diese bekloppten FeministinnenInnen meinen, sich überall bevorteilen zu müssen, wird an den dämlichsten (von Dame?) Stellen eine Unterscheidung zwischen maskulin und feminin gemacht. Dass merkwürdigerweise immer das weibliche Geschlecht vorgezogen wird, halte ich für genau so absurd wie dass es lediglich Frauenparklätze gibt, ich aber genug Männer kenne, die solche speziell geschützten Parkbereiche viel nötiger hätten als die meisten Frauen. 🙄

    Selbst wenn Frauen sich jetzt bevorteilen (was ist nicht so sehe) Dann müsstest du dich auch über die jahrhundertlange Unterdrückung der Faruen durch Männer aufregen. Manche Frauen übertreiben es sicher, aber das ist doch nur einen entartete Antwort auf eine ungerechte Welt.

    chrische


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