Wie kann Schule wirklich besser werden?
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F98 schrieb:
Hm. Warum sollte eine Uniform verletzen und bestrafen? ich finde sie macht den Umgang der Kinderchen untereinander einfacher, weil eben erstmal keine sichbaren "Klassenunterschiede" da sind.
nun, deine meinung relativierst du, um es zurückhaltend zu formulieren, durch:
F98 schrieb:
Mittlerweile bin ich mir bei der Notwendigkeit einer Schuluniform nicht mehr so sicher. In der Diskussion hier und auch mit Freunden hat sich doch gezeigt, das man das Prinzip durch Schmuck, Körpermaße usw. aushebeln kann. Will heißen, irgendwie findet der mensch immer einen Weg "gleicher" zu sein, als die anderen.
also: kinder finden sowieso irgendwas, um gewisse leute auszugrenzen. zu dick, pickel, körperliche oder geistige behinderung, egal was.
warum bestrafung, warum verletzung? mit der vorschrift einer einheitlichen kleidung nimmst du den kindern rechte weg. zwar auch denen, die sie mißbrauchen, aber gerechterweise mußt du sie auch denen wegnehmen, die sie nicht mißbrauchen und sich benehmen. wie willst das denen gegenüber rechtfertigen?
@KlausB: und wer müßte sich denn jetzt ändern, um die gegenwärtigen zustände, wie du sie beschreibst, zu ändern? doch wohl am ehesten die, die sie verursachen, nämlich diese deppen bzw. deren eltern! denen muß klargemacht werden, daß sie bzw. ihre kinder das gesamte schulleben und damit natürlich insbesondere den unterricht stören und sie demzufolge etwas zu ändern haben!
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Hallo
sehr schlau und gut gesagt
Aber WIE
Mfg
Klaus
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Nochmal: Indem alle an einem Strag ziehen: Eltern, Kinder, Lehrer, Staat. Ist ein langwieriger Prozeß und nicht heute lösbar.
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scrub schrieb:
F98 schrieb:
Hm. Warum sollte eine Uniform verletzen und bestrafen? ich finde sie macht den Umgang der Kinderchen untereinander einfacher, weil eben erstmal keine sichbaren "Klassenunterschiede" da sind.
nun, deine meinung relativierst du, um es zurückhaltend zu formulieren, durch:
F98 schrieb:
Mittlerweile bin ich mir bei der Notwendigkeit einer Schuluniform nicht mehr so sicher. In der Diskussion hier und auch mit Freunden hat sich doch gezeigt, das man das Prinzip durch Schmuck, Körpermaße usw. aushebeln kann. Will heißen, irgendwie findet der mensch immer einen Weg "gleicher" zu sein, als die anderen.
also: kinder finden sowieso irgendwas, um gewisse leute auszugrenzen. zu dick, pickel, körperliche oder geistige behinderung, egal was.
Ja. Deswegen sollte man ihnen nicht auch noch weitere Gruende leifern. Warum werden Mitschueler ausgegrenzt? Weil SIE anders sind, oder weil an ihnen ETWAS anders ist?
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Apollon schrieb:
Warum werden Mitschueler ausgegrenzt? Weil SIE anders sind, oder weil an ihnen ETWAS anders ist?
Gegenfrage: Warum werden solche Leute (Behinderte) nicht von allen ausgegrenzt?

Und warum kommt man mit dem einen Behinderten aus und mit anderen nicht?Beispiele (is ewig her):
Neben dem Spielplatz wohnte ein Mädel, die geistig zurückgeblieben war. Sie war wohl so 15, lernte aber Mathe für die erste Klasse. (Hab ihr mal bei den Hausaufgaben geholfen.)
Mit der haben wir jeden Nachmittag gespielt, die ganze Truppe und niemand hat sie irgendwie anders behandelt.
Jahre später im Schulbus war ein Mädchen, die war total aufdringlich und wollte ständig von einem beschäftigt werden.
Auch wegsetzen oder abwimmeln klappte nicht. Die kam immer wieder an, tippte einem (so dass es weg tat) auf die Schulter und nervte. Mit sowas habe ich dann ein Problem.
Aber ich glaube, da was die Behinderung egal - da war es das Verhalten.
Da ist imho die Behinderung nur eine schlechte Ausrede der anderen, wieso sie mit jemandem nicht klar kommen.
Es gibt genauso "Normalos" mit denen man auskommt - oder eben nicht.
Bei körperlichen Behinderungen tippe ich eher auf Unsicherheit seitens der "Normalos".
Ich habe mal im ÖPNV einen Blinden kennen gelernt. Der war mir immer unheimlich, obwohl offensichtlich war, was bei ihm anders ist.
Ich habe mich immer weit weg von ihm gestellt und mich überhaupt bemüht, "nicht da" zu sein.
Durch Zufall kamen wir ins Gespräch und er merkte mein Unwohlsein.
Wir einigten uns dann, dass ich immer frage, wenn was ist und er mir Anleitung gibt, was ich machen muss.
So kam es, dass wir uns gut verstehen und ich öfters mal mit ihm im Schlepptau (seine Hand auf meiner Schulter) zwischen den Bussen unterwegs bin.
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Sooo... Nochmal was zum Schulsystem. Dieses ist, so meine ich, in einigen Fächern immernoch zu stark auf das Auswendiglernen von Fakten beschränkt. Nicht unbedingt sollen Zahlenkolonnen auswendig gelernt werden. Wohl aber ist das Schulsystem, eigentlich schon immer, zu sehr auf den Typus jenes Schülers zugeschnitten, der "auf die nächste Arbeit lernt". Für eine Biologiearbeit lernt man ein paar Skizzen und Beschreibungen auswendig, für Physik ein paar Formeln, oft ohne den Inhalt verstanden zu haben, im eigentlichen Sinne.
Auswendiglernerei fällt bei mir nicht unter Lernen, es findet kein Erkenntnisprozess statt und es wird nicht abstrahiert, vielmehr kommt es dem "abschreiben" gleich. Auch ist die Individuelle Meinung nicht immer wirklich gefragt, sondern in wiefern der einzelne Schüler dem Erwartungshorizont des Lehrers gerecht wird.
Was noch? Ah, Probleme bei der Benotung. Es gibt keine Objektivität, daher ist auch keine objektive Bewertung möglich

Patrick Heron schrieb:
Eine eigentlich 'objektive' Erscheinung der Dinge gibt es nicht - höchstens als Datenmenge, die in ihrer Komplexität und Differenziertheit unendlich ist. Was nachweisbar auf die Retina eintrifft, ist ein amorphes Chaos visueller Stimuli, in welches das menschliche Auge aufgrund seiner Erfahrung eine aus bestimmten Gründen bevorzugte Ordnung injiziert.
Wenn ich auch kein Freund von Stereotypen bin, finde ich die Arbeit von David Keirsey recht interessant (hab mich aber nur flüchtig damit beschäftigt), der ja mit den Temperamentstypen aufzeigt, dass das schulische System nicht allen Typen gerecht werden.