Nur 100.000 deutsche Blogger?



  • Erst kürzlich hab ich irgenwo gelesen, dass die Anzahl der Blog-Leser konstant bleibe. Ich lese eigentlich keine Blogs, außer wenn ich mal über einen stolpere (deinen Blog, energyzer, hab ich gelesen, geile Aktion nebenbei).
    Dennoch denke ich, dass es momentan gehypt wird und deshalb wieder abflachen wird.

    Ich bemerke aber auch eine verstärkte Anwendung in Betrieben, IBM macht es z.B. Aber auch hier entsteht mehr Müll, als Info. Wahrscheinlich bietet sich uns mit Blogs irgendwann ein ähnliches Bild wie bei E-Mails. Dass es einfach zu viel des guten ist.
    MfG

    GPC



  • GPC schrieb:

    Erst kürzlich hab ich irgenwo gelesen, dass die Anzahl der Blog-Leser konstant bleibe. Dennoch denke ich, dass es momentan gehypt wird und deshalb wieder abflachen wird.

    Das ist nicht ganz falsch. Interessant ist auch, dass Blogger einer ganz
    bestimmten sozialen Schicht angehören (AFAIR männlich, ca. 30, gut gebildet).
    Wenn sich nicht andere Schichten dafür begeistern werden, muss die Leser-Zahl
    circa konstant bleiben.

    Und gehypt ist das ganze selbstverständlich. Aber der Hype hat auch die guten
    Blogs entstehen lassen - der Rest wird wahrscheinlich im Laufe der Zeit sowieso
    wieder verschwinden.

    Ich persönlich habe noch nicht ganz den Draht dazu gefunden.
    Was ist an einem Blog anders als an einer Homepage oder einem Forum?

    Ich hab immer das Gefühl, das ist nur ein Miniforum - da bleibe ich lieber bei den normalen Foren, die machen mir nicht so viel Arbeit.

    Es ist nicht lange her da hab ich genauso gedacht. Ich wusste zwar von der
    Sache, hab es aber für mich als nicht relevant eingestuft. Mit der Zeit habe
    ich gemerkt, dass sie ein verdammt effektives und pflegeleichtes Mittel sind,
    um (un)regelmäßig Informationen zu publishen. Kaum einer bringt die Motivation
    auf eine Homepage / ein Forum zu unterhalten, aber ein Blog ist so einfach
    einzurichten und zu administrieren, dass die Technik in den Hintergrund rückt
    und man sich voll und ganz auf den Content konzentrieren kann. Anders gesagt:
    Die Hürde auf gewöhnlichen Seiten Inhalt zu veröffentlichen ist meistens so
    hoch, dass die geringe Motivation irgendetwas online zu schreiben meist nicht
    ausreicht, um sie zu überspringen. Ein Blog stellt einem so wenig Hindernisse
    in den Weg, dass man wesentlich eher bereit ist "mal eben" etwas zu schreiben.

    Mit den Blogs gekommen ist ja das ganze sogenannte "Web 2.0" - Darunter so
    Projekte wie flickr oder auch www.last.fm, dass ich gerade erst entdeckt habe
    und ganz begeistert davon bin (siehe Signatur). Mal sehen was daraus wird.



  • estartu schrieb:

    Ich persönlich habe noch nicht ganz den Draht dazu gefunden. 🙄
    Was ist an einem Blog anders als an einer Homepage oder einem Forum? 😕

    Naja eigentlich ist ein Blog eine Homepage, nur dass es einem tools an die hand gibt, um updates komfortabel zu gestalten. hatte man früher eine "news" seite, so hat man jetzt eine "blog" seite. ein forum ist es eigentlich nicht, ich z.b. habe zwar comments aber keine registrierung, und diskussionen sind bis jetzt auch ausgeblieben.
    ich finde es ne nette sache. man muss ja nicht gerade jeden scheiss reinschreiben, aber ab und an ist es schon witzig wer dann wieder drin liest 🙂



  • Also ein Blog ist tatsächlich einfach nur eine Homepage. Schaut euch mal www.kharchi.de an. Da hab ich bisher einfach von Hand meine "Gedanken" niedergeschrieben, soll heißen ich hab mit Notepad meine Homepage gebastelt. Echt nervig. Ich bin dann einfach aus Komfortgründen auf ein Blogsystem umgestiegen.

    Blogs sind halt einfach WebContent-Systeme für die Hausfrau, man muß null Ahnung von Technik haben. CMS-Systeme wie TYPO3 u.ä. erfüllen auch den Zweck, aber da wird man ja bekloppt, wenn man sich eigentlich nicht mit Technik beschäftigen will.



  • ich hab absolut keine ahnung weshalb man blogs schreiben sollte, manchmal hab ich das gefühl, dass es mehr menschen gibt die blogs schreiben, als leute die blogs lesen, das höchste der gefühle ist wohl oft nur ein kurzer comment zum beitrag, damit man gleich den link zum eigenen blog positionieren kann.

    also was interresant ist, sind .plans wie von z.b. John Carmack. aber 99.99% der blogs sind überhaupt nicht interresant, nichtmal gut geschrieben.

    ich muss aber gestehen, dass ich für meine gf ein ganzes blog-cms gescriptet habe (also ne portalseite für blogs...), sie findet blogs toll, weil sie dann ausgesuchte blogs rund um die welt kennt und dann dort informationen mit den worten der einheimischen lesen kann (z.b. als in London die bomben hochgingen).

    ich persönlich mag nichtmal meine todo7done liste online pflegen.. 😞
    rapso->greets();



  • rapso schrieb:

    ich hab absolut keine ahnung weshalb man blogs schreiben sollte, manchmal hab ich das gefühl, dass es mehr menschen gibt die blogs schreiben, als leute die blogs lesen, das höchste der gefühle ist wohl oft nur ein kurzer comment zum beitrag, damit man gleich den link zum eigenen blog positionieren kann.

    😃 Blogs zu schreiben macht in etwa soviel Sinn, wie jede andere private Home-
    page zu pflegen - theoretisch keinen... Ich verstehe den Sinn der Blogs im
    Gesamten in den gigantischen Informationen, die durch sie dem Netz zugeführt
    wurden.



  • Naja, seit wann machen private Homepages wirklich Sinn? Sie haben wirklich noch nie Sinn gemacht. Es ist ja eher so, das man damit sein Mitteilungsbedürfnis befriedigt. Oder man kann sich halt "darstellen", was vielleicht im privaten nicht geht. Es ist also eher etwas psychologisches. Ich kenne das selber: privat draussen in der weiten Welt bin ich eher ruhig, keiner nimmt mich wirklich war. Aber auf meinen Homepages (die ich so lange habe, wie ich Online bin, also so ca. 1993?) kann ich mal was mitteilen, auch wenn es vielleicht niemanden interessiert. Mir doch egal! 😃 Aber einen Mehrwert hat dadurch die Welt ganz bestimmt nicht.



  • Ich schreibe und lese selbst Blogs.

    Private Blogs sind einfach eine tolle Möglichkeit, den Kontakt zu Bekannten, von denen man sonst nicht viel hören würde, nicht ganz zu verlieren, selbst wenn sie nicht gut geschrieben sind - wobei es natürlich eine Menge Ausnahmen gibt.

    Von einer statischen Homepage unterscheidet sich das natürlich, von einer Website mit CMS durchaus auch, da ein ganzes CMS selbst für das aufgeblasenste Ego zu viel Technik darstellt.

    Das Konzept "Blog" heißt ja im Grunde nur, dass man mehr oder weniger regelmäßig etwas zu irgendwelchen Themen schreibt. Das können eben private Themen, Rezepte, Comics, Kunst, Popkultur oder auch nur irgendwelcher schräger, egozentrischer, aber unterhaltsamer Schwachsinn sein.

    Hauptsache, jeder hat die Freiheit zu schreiben und zu ignorieren, was er will und sich ein paar wenige interessante Sachen rauszupicken. (Die man dann typischerweise via RSS liest, wodurch gewährleistet ist, dass man nicht sämtliche Seiten regelmäßig abklappern muss...)



  • energyzer schrieb:

    Haltet ihr die Daten für richtig? Warum meint ihr ist das so?

    Muss mir den Artikel morgen erst durchlesen (Link wäre nett), aber ich halte die Zahlen nicht für sehr genau. 100.000 deutsche Blogger kommen mir zwar etwas wenig vor, aber die Zahl könnte in der richtigen Größenordnung sein. Die Frankreich-Schätzung hingegen kann IMO nicht passen.

    Uu wurden hier nicht Blogger sondern Blogs gezählt, was einen gewaltigen Unterschied macht. Immerhin verwenden Spammer ja auch selbsterstellte Blogs um den eigenen Pagerank zu erhöhen u. dgl. Die werden dann im Regelfall auch weit mehr als nur einen Blog pro Person haben.



  • Ich persönlich betrachte Blogs als News-Seiten. Solche Privat-Blogs wo Fritz Walter schreibt wann er heute auf dem Klo gewesen ist sind mir natürlich auch egal. Ich bevorzuge einfach Blogs die mir täglich neue Informationen über meine Interessensgebiete geben - und das tun all meine Favoriten 😉

    Und der Grund warum ich blogge, ist einfach dass ich mir selbst damit das Leben sehr viel leichter mache. Ich finde sofort alle für mich interessanten Informationen in meinem eigenen Archiv wieder. Für mich selbst hätte ich all dies natürlich nie aufgeschrieben. Und wenn ich auf die Art und Weise noch einige andere Leser für etwas interessieren kann - warum nicht?


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