The Da Vinci Code - Sakrileg



  • Hmmm.. interessanter Thread... Mal ein Paar gedanken dazu eingeworfen:

    minhen schrieb:

    schlafen kannst:
    Neunzehnhundertvierundachtzig | ISBN: 3548234100
    mein absolutes Lieblingsbuch.

    Du bist doch genau der, der sich über langweilige, vorhersehbare Stories beschwert? - Ja, ich finde den Grundgedanken zu 1984 auch gut. Aber das ändert nichts daran, dass es langatmig und Zeigefingerhaft ist. Da war seine Arbeit bei "Animal Farm" besser. Wobei sich die beiden Bücher schön ergänzen. Aber da gibts wirklich bessere Autoren als den Kommunistenhasser Orwell. Aldous Huxley mit Schöne neue Welt | ISBN: 3596200261 zum Beispiel.

    chrische5 schrieb:

    - George Orwell
    - Hesse
    - Frank Herbert (ich sage nur Wüstenplanetzyklus und nicht der Mist den sein Sohn verbrochen hat) Das genau zeigt auch den Unterschied zwischen guter Literatur und einfach zusammengeschrieben Mist
    - Peter Singer

    Hmm.. die letzten beiden kenn ich nciht. Was Orwell betrifft hab ich mich oben schon ausgelassen. Und Hesse... Da versteh ich nicht, was alle daran finden. Geb ich offen zu: Ich mag keine Sätze lesen, welche sich über mehr als 25% der Seite erstrecken. Da verlier ich immer den Zusammenhang. Keine Ahnung wie man den Typen zu einem Weltautor hochjubeln konnte. Aber wenn du sowas natürlich einem Roman von Dan Brown und einem Groschenroman gegenüberstellst, muss ich dir zustimmen. Dann ist Dan Brown durchaus näher am Groschenroman. Sowas gilt aber dann auch durchaus für den eher ausschweifend schreibenden Schätzing (der es aber wenigstens schafft, seine Ausschweifungen in kürzere Sätze zu gliedern. Die Wortwahl lassen wir mal aussen vor, da liegt zuviel Zeit dazwischen und die Sprache verändert sich. Da kann man schlicht nicht mit zeitgenössischer Literatur vergleichen.)

    Das ist was mir dazu einfällt. Ich persönlich fand den Film aber durchaus gut. Das Ende war zwar typisch Hollywood und kitschig, aber die Gesamtwertung bleibt bei gut. - Solange man es für das nimmt was es ist: Ein Roman, eine Fiktion. Zufällig zielt Brown auf die Kirche. Scheint sein Steckenpferd zu sein, denn auch bei Illuminati war bereits die Kirche sein Ziel. Mir ists auch egal, wenn hier leute meine Meinung nicht teilen. Aber bitte, bitte, bitte: Versteckt euch nicht hinter irgendwelchen Literarischen Kritiken und Vergleichen die hinken. Man kann nunmal auf mehrere Arten eine Geschichte erzählen. Deshalb hat die Bibel auch 4 Perspektiven auf die selbe Story im neuen Testament.

    Ich denke allerdings, dass man sich nicht mies reden lassen sollte, den Film anzuschauen. Es ist nettes Popcorn-Kino. Regt aber nicht wirklich zum intensiven Nachdenken an. - Muss aber auch nicht immer sein, oder? 🙂



  • chrische5 schrieb:

    Ich freue mich einfach darauf Vater zu werden und halte es für besser darauf stolz zu sein, als auf manch andere Sachen.

    Wobei dies hier wirklich nichts zu dieser Diskussion beigetragen hat oder? - Ich meine: Ich kenne Leute die sind mit 18 Mutter/Vater geworden. Und mal ganz ehrlich: In einem Punkt hat Minimee recht: Vater werden ist wirklich nicht besonderlich schwer. Ich finds schön, wenn du dich auf dein Kind freust. Aber ich denke, wirklich stolz auf dich kannst du dann sein, wenn du stolz auf dein Kind sein kannst, und wenn du es geschafft hast, dem Kind sinnvolle gesellschaftliche Grundwerte, wie Toleranz, freies, kritisches Denken, eigenverantwortliches Handlen, gesunden ehrgeizt, uvm. bei zu bringen. Aber bis dahin ist ein langer weg.



  • Hallo

    @junix: Ich glaube, dass der mit den langen Sätzen dann doch eher Thomas Mann war. zumindest ist es mir bei Hesse bisher nicht aufgefallen. Ich persönlich fand "Schöne neue Welt" beiweiten nicht so beeindruckend wie "1984", aber das ist nun einmal Geschmachsfrage und ja auch wirklich kein Problem. Schätzing finde ich übrigens auch sehr gut, wobei ich sagen muss, dass ich erst zwei Bücher von ihm gelesen habe und "Der Schwarm" das deutlich bessere war.

    Ich habe den Film nicht gesehen und habe mir vorgenommen, dass erst zu machen, wenn es diesen auf DVD geibt, weil man Geld spart. Es gint halt Filme, da weiß man vorher genau was passiert und das finde ich immer etwas langweilig.

    Wenn du mal viel Zeit hast, dann schau dir mal den "Wüstenplant" Zyklus an, aber erst die Bücher ab "Der Wüstenplanet", weil der Sohn vo Frank Herbert hat noch sechs Bücher geschrieben, die zeitlich vor diesem Teil spielen und die kann man echt wegschmeißen, aber die Bücher des alten Herren sind wirklich Klasse.

    chrische



  • junix schrieb:

    Hmmm.. interessanter Thread... Mal ein Paar gedanken dazu eingeworfen:

    minhen schrieb:

    schlafen kannst:
    Neunzehnhundertvierundachtzig | ISBN: 3548234100
    mein absolutes Lieblingsbuch.

    Du bist doch genau der, der sich über langweilige, vorhersehbare Stories beschwert? - Ja, ich finde den Grundgedanken zu 1984 auch gut. Aber das ändert nichts daran, dass es langatmig und Zeigefingerhaft ist. Da war seine Arbeit bei "Animal Farm" besser. Wobei sich die beiden Bücher schön ergänzen. Aber da gibts wirklich bessere Autoren als den Kommunistenhasser Orwell. Aldous Huxley mit Schöne neue Welt | ISBN: 3596200261 zum Beispiel.

    hey hey, noch einer der Brave New World über 1984 stellt, selten sowas, wo man ja manchmal meinen könnte, 1984 wäre DER Roman des Informatikers 😉

    Hast du's auf Deutsch gelesen? Wie war die Übersetzung?

    Ich denke allerdings, dass man sich nicht mies reden lassen sollte, den Film anzuschauen. Es ist nettes Popcorn-Kino. Regt aber nicht wirklich zum intensiven Nachdenken an. - Muss aber auch nicht immer sein, oder? 🙂

    wer geht denn ins Kino um was zu denken? 😉 :p

    MfG

    GPC



  • Hallo

    junix schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Ich freue mich einfach darauf Vater zu werden und halte es für besser darauf stolz zu sein, als auf manch andere Sachen.

    Wobei dies hier wirklich nichts zu dieser Diskussion beigetragen hat oder? - Ich meine: Ich kenne Leute die sind mit 18 Mutter/Vater geworden. Und mal ganz ehrlich: In einem Punkt hat Minimee recht: Vater werden ist wirklich nicht besonderlich schwer. Ich finds schön, wenn du dich auf dein Kind freust. Aber ich denke, wirklich stolz auf dich kannst du dann sein, wenn du stolz auf dein Kind sein kannst, und wenn du es geschafft hast, dem Kind sinnvolle gesellschaftliche Grundwerte, wie Toleranz, freies, kritisches Denken, eigenverantwortliches Handlen, gesunden ehrgeizt, uvm. bei zu bringen. Aber bis dahin ist ein langer weg.

    Ich habe nur geschrieben, dass ich Papi werde, weil mir vorgeworfen wurde, dass ich mnache Bücher nur lese damit ich mich wie ein Papi fühle. Keine Ahnung, was der Autor dieser Zeilen meinte, aber ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ich mich auch ohne Bücher wie ein Papi fühle.
    Natürlich hast du recht, wenn du sagst, dass man auf Papi werden nicht richtig stolz sein kann, aber ich gebe zu: Ich bin es trotzdem. Es ist halt einfach so und ich kann es nicht erklären. Alles andere werde ich hoffentlich trotzdem schaffen.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    @junix: Ich glaube, dass der mit den langen Sätzen dann doch eher Thomas Mann war.

    Naja, bin Steppenwolf geschädigt (o; Wurde mir wärmstens empfohlen von einer bekannten, welche mich öfters mit dem Steppenwolf verglichen hatte. Steht nun zwar im Regal, aber ich konnte nie zu Ende lesen. War mir irgendwie zu öd. Dazu wie gesagt die Sätze die zum Teil wirklich über 6-7 Zeilen hinweg gingen in einer so komplizierten Art und weise Formuliert, das ich schlicht zum Teil den Faden verloren hatte. Andere, denen ich dieses Leid dann geklagt hatte, hatten mir zum Teil bestätigt, dass Hesse eigentlich immer ähnlichen Stil aufweisen würde... So hab ich mich dann von Hesse ab- und den Zukunftsromänen der 30er zugewandt (o;

    "Schöne neue Welt" beiweiten nicht so beeindruckend wie "1984", aber das ist nun einmal Geschmachsfrage und ja auch wirklich kein Problem.

    Da sind wir uns ja einig (o;

    Schätzing finde ich übrigens auch sehr gut, wobei ich sagen muss, dass ich erst zwei Bücher von ihm gelesen habe und "Der Schwarm" das deutlich bessere war.

    Fand "Der Schwarm" sensationell. Ich mochte seine Art a) Vorgänge zu erklären (las gerade das Kapitel "Tsunami" als Puket überrollt wurde) b) Szenen detailiert zu beschreiben. Ist aber nicht jedermanns Sache. Im Moment lese ich grade sein "Lautlos". Interessant. Und die Gedankengänge zum Teil bei den Dialogen genial Freies Dialogzitat: (Dr. O'Connor ist ein exzentrischer Physiker und Autor, welcher mit mehreren Personen im Rahmen einer Werbetour für sein Buch ein Abendessen bestreiten muss.) A: "Was halten Sie vom Balkan-Krieg, Dr. O'Connor?" B: "Ich glaube nicht, dass wir mit Dr. O'Connor unbedingt über den Krieg diskutieren müssen." O'Connor: "Oh, doch! Bitte, ich möchte antworten. Schliesslich schlägt dies doch genau in mein Fach" B: "Physik?" O'Connor: "Nein, Kommunikation. Ich bin der Meinung, es ist kein Krieg..." Anschliessend an diese Ouvertüre folgt ein wirklich brillianter Gedankengang der darauf gründet, dass es kein Krieg sein könne, da man immer nur von "Luftangriffen, Vergeltungsschlägen, etc., niemand offizieller seitens der NATO aber von einem Krieg spreche, folglich es ja kein Krieg sein könne, denn für einen Krieg bräuchte es eine rechtliche Grundlage. (o:

    Ich habe den Film nicht gesehen und habe mir vorgenommen, dass erst zu machen, wenn es diesen auf DVD geibt, weil man Geld spart. Es gint halt Filme, da weiß man vorher genau was passiert und das finde ich immer etwas langweilig.

    Also bei uns in der Schweiz sind DVDs teurer als ein Kinobesuch.

    Wenn du mal viel Zeit hast, dann schau dir mal den "Wüstenplant" Zyklus an, aber erst die Bücher ab "Der Wüstenplanet", weil der Sohn vo Frank Herbert hat noch sechs Bücher geschrieben, die zeitlich vor diesem Teil spielen und die kann man echt wegschmeißen, aber die Bücher des alten Herren sind wirklich Klasse.

    Dune? - Oder verwechsel ich da was? (o:

    GPC schrieb:

    hey hey, noch einer der Brave New World über 1984 stellt, selten sowas, wo man ja manchmal meinen könnte, 1984 wäre DER Roman des Informatikers 😉

    eher DER Roman des Paranoiden (o; - Wie gesagt: 1984 hat einen zu stark erhobenen Zeigefinger und ist wirklich zu langatmig im Mittelteil. Man merkt, dass Orwell zu missionieren versuchte. Speziell in den Momenten, in denen aus dem Buch vorgelesen wird. Das hatte auf mich eher einen negativen Eindruck.

    GPC schrieb:

    Hast du's auf Deutsch gelesen? Wie war die Übersetzung?

    Ja, habs auf deutsch gelesen. Nicht aber auf englisch. Daher kann ich nicht vergleichen. Fand das Buch aber super. Vor allem hat mich die Idee des Schluss sehr beeindruckt. Beklemmend an allen 30er-Jahre Büchern ist jedoch die Realitätsnähe /o:

    GPC schrieb:

    wer geht denn ins Kino um was zu denken? 😉 :p

    *hehe* auch wieder richtig. Zumal die Kinofassungen oft auch noch von Anregenden Dingen befreit werden. Würde mir "The Abyss" nie mehr in der Kinofassung anschauen. Nur noch in der Special Edition. Der Schnitt machte hier alles kaputt.

    chrische5 schrieb:

    [...]aber ich gebe zu: Ich bin es trotzdem. Es ist halt einfach so und ich kann es nicht erklären.

    Und das ist auch gut so. Versteh mich da bitte richtig. Es ist gut, und richtig, dass du dich darüber freust Vater zu werden und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Nur wollte ich die Grenze zwischen Stolz und Freude etwas klarer ziehen (o;

    Ich weiss zwar, dass heute die Bereitschaft diese Verantwortung zu übernehmen durchaus ein Grund ist, stolz auf sich zu sein zu können, denn es gibt mittlerweile einfach zu viele idioten. Aber ich unterstütze diese Ansicht nicht. Diese Ansicht passt mir nämlich nicht in mein Weltbild.



  • junix schrieb:

    GPC schrieb:

    hey hey, noch einer der Brave New World über 1984 stellt, selten sowas, wo man ja manchmal meinen könnte, 1984 wäre DER Roman des Informatikers 😉

    eher DER Roman des Paranoiden (o;

    hehe, stimmt, aber Entwickler sind ja auch "etwas" paranoid: "Hey, was passiert eigentlich, wenn man der User unser Online-Banking Programm mit seinen Körperfettwerten füttert?" 😃

    GPC schrieb:

    Hast du's auf Deutsch gelesen? Wie war die Übersetzung?

    Ja, habs auf deutsch gelesen. Nicht aber auf englisch. Daher kann ich nicht vergleichen. Fand das Buch abr super. Vor allem hat mich die Idee des Schluss sehr beeindruckt. Beklemmend an allen 30er-Jahre Büchern ist jedoch die Realitätsnähe /o:[/quote]
    Japp, die rapide Entwicklung der Geschichte im letzten Drittel hat mich auch sehr beeindruckt.

    MfG

    GPC



  • 1310-Logik schrieb:

    minhen schrieb:

    So ist's vielleicht eindeutiger zitiert:

    1310-Logik schrieb:

    dass sich die kirche aufregt, zeigt, dass was wahres dran ist.

    Du willst nicht wirklich, dass man diese Logik kommentiert, oder?:

    wer die opus dei für verschwörungswahn hält ist...blind? 🙄
    So ist's vielleicht eindeutiger???

    opus dei hat die kath.kirche fest in der hand. was das für Dich selbst bedeutet ist Dir überlassen...

    Jetzt hab ich schon extra den Satz, in dem du Opus Dei erwähnst, nicht mehr mitzitiert und du kommst noch immer mit Opus Dei an *seufz*
    Mir ist Opus Dei sowas von latte. Mir ging es ausschließlich um die Logik "wenn sich jemand über etwas aufregt, muss etwas Wahres dran sein" ...

    junix schrieb:

    Aber das ändert nichts daran, dass es langatmig und Zeigefingerhaft ist.

    Man merkt, dass Orwell zu missionieren versuchte.

    Was genau meinst du mit Zeigefingerhaft? Missionierung? Kannst du das bitte etwas erläutern? 😕

    Aldous Huxley mit Schöne neue Welt | ISBN: 3596200261 zum Beispiel.

    "Schöne neue Welt" war, wie gesagt, nicht wirklich mein Fall. Zu detailiert werden die technischen Entwicklungen geschildert, zu falsch sind sie alle. Und wie schon bei "Fahrenheit 451" finde ich es auch bei "Schöne neue Welt" einfach unglaubwürdig konstruiert, dass die wichtigen Leute grundsätzlich die verbotenen Bücher begeistert lesen. Mich überzeugt es einfach nicht, dass ein Weltaufsichtsrat Bibeln, Shakespeare und diverse andere verbotene Bücher in einem Tresor bunkert und ein riesen Fan dieser Werke ist und ein Bücher verbrennender Feuerwehrmann selbstverständlich jeden verbotenen Schinken kennt - alles nur um im Fall der Fälle, wenn die Hauptperson eben aufkreuzt, mit dieser eine philosophische Debatte über diese Werke führen zu können. Ich weiß nicht. Wirkt auf mich schon sehr künstlich konstruiert.
    Und dass Eizellen von Schwarzen sich - im Gegensatz zu denen von Weißen - wie die Karnickel vermehren sollen ist mir auch negativ im Gedächtnis hängen geblieben...

    Aber da du genau die Ausgabe verlinkst, hast du auch diese gelesen? Fandest du das Vorwort von Huxley auch so schrecklich? Es passiert nicht oft, dass mir jemand nur aufgrund eines Vorwortes bereits unglaublich unsympathisch wird 😃

    GPC schrieb:

    hey hey, noch einer der Brave New World über 1984 stellt, selten sowas, wo man ja manchmal meinen könnte, 1984 wäre DER Roman des Informatikers 😉

    Äh, *hüstel* Hitchhiker's Guide to the Galaxy 😉



  • minhen schrieb:

    GPC schrieb:

    hey hey, noch einer der Brave New World über 1984 stellt, selten sowas, wo man ja manchmal meinen könnte, 1984 wäre DER Roman des Informatikers 😉

    Äh, *hüstel* Hitchhiker's Guide to the Galaxy 😉

    ooops, na ja, das kenn ich nicht. 🙂



  • minhen schrieb:

    1310-Logik schrieb:

    minhen schrieb:

    So ist's vielleicht eindeutiger zitiert:

    1310-Logik schrieb:

    dass sich die kirche aufregt, zeigt, dass was wahres dran ist.

    Du willst nicht wirklich, dass man diese Logik kommentiert, oder?:

    wer die opus dei für verschwörungswahn hält ist...blind? 🙄
    So ist's vielleicht eindeutiger???

    opus dei hat die kath.kirche fest in der hand. was das für Dich selbst bedeutet ist Dir überlassen...

    Jetzt hab ich schon extra den Satz, in dem du Opus Dei erwähnst, nicht mehr mitzitiert und du kommst noch immer mit Opus Dei an *seufz*
    Mir ist Opus Dei sowas von latte. Mir ging es ausschließlich um die Logik "wenn sich jemand über etwas aufregt, muss etwas Wahres dran sein" ...

    So dann hab ich vielleicht einfach mehr Hintergrundwissen als der durchschnittliche pro7 gucker.
    die kirche, namentlich rom, hat sich beschwert, dass sie so schlecht weg kommt im film. und zwar hauptsächlich wegen der darstellung der opus dei! so wars.
    wer sich derart über eine "verschwörungstheorie" aufregt, hat angst, dass mancheiner sich überlegt, dass da was dran sein könnte. so und die neusten entwicklungen in rom und lateinamerika sind mehr als verdächtig. da geht es nicht um ein paar herren die sich einen gefallen tun, sondern darum, weltweit die wichtigen psoten zu besetzten, damit alles schön weiter geht, wie immer. ratzinger war schon als kardinal vehemmenter bekämpfer der befreiungstheologie in lateinamerika, dies zieht er nun konsequent weiter durch. ob das nun verschwörung ist, oder einfach nur politik sei dahingestellt.



  • Hallo

    junix schrieb:

    Also bei uns in der Schweiz sind DVDs teurer als ein Kinobesuch.

    Ich meinte ja auch in der Videothek ausleihen. Der Jauf ist auch teurer als ein kinobesuch, zumindest dann, wenn man sich den Film sofort kauft.

    junix schrieb:

    Naja, bin Steppenwolf geschädigt (o; Wurde mir wärmstens empfohlen von einer bekannten, welche mich öfters mit dem Steppenwolf verglichen hatte. Steht nun zwar im Regal, aber ich konnte nie zu Ende lesen. War mir irgendwie zu öd. Dazu wie gesagt die Sätze die zum Teil wirklich über 6-7 Zeilen hinweg gingen in einer so komplizierten Art und weise Formuliert, das ich schlicht zum Teil den Faden verloren hatte. Andere, denen ich dieses Leid dann geklagt hatte, hatten mir zum Teil bestätigt, dass Hesse eigentlich immer ähnlichen Stil aufweisen würde... So hab ich mich dann von Hesse ab- und den Zukunftsromänen der 30er zugewandt (o;

    Steppenwolf war auch nicht so mein Fall und ich habe nie so ganz verstanden, warum nun gerade dieses Buch so toll sein soll, aber lies mal Demian. Das ist wirklich super und auch gut zu lesen (also nicht wie Steppenwolf). Wenn die Demian gefällt, dann kannst du ja noch den Rest probieren, aber Demian ist echt empfehlenswert.

    junix schrieb:

    Und das ist auch gut so. Versteh mich da bitte richtig. Es ist gut, und richtig, dass du dich darüber freust Vater zu werden und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Nur wollte ich die Grenze zwischen Stolz und Freude etwas klarer ziehen (o;

    Das ist sehr richtig und du hast Recht. Was ich empfinde ist wohl eher Freude als Stolz.

    chrische



  • minhen schrieb:

    junix schrieb:

    Aber das ändert nichts daran, dass es langatmig und Zeigefingerhaft ist.

    Man merkt, dass Orwell zu missionieren versuchte.

    Was genau meinst du mit Zeigefingerhaft? Missionierung? Kannst du das bitte etwas erläutern? 😕

    Kann dir hier und jetzt keine konkreten Zitate nennen. Jedoch merkt man sehr stark, dass Orwell eine Botschaft in das Buch packen wollte. Und mir liessen auch die langen Predigten aus dem Buch eigentlich nur den Schluss zu, dass er nicht wusste wie er die Botschaft über die Geschichte erzählen kann. Also lässt er das Buch im Buch erzählen, welches wiederum sehr einer Predigt ähnelt.

    "Schöne neue Welt" war, wie gesagt, nicht wirklich mein Fall. Zu detailiert werden die technischen Entwicklungen geschildert, zu falsch sind sie alle.

    Huxley war ja auch kein Wahrsager? (o; Ernsthaft: Von der damaligen Warte aus betrachtet, fand ich die Gedankengänge die er anstellte eigentlich faszinierend. Er hat sich eine funktionierende Fiktion zusammengestellt in der die schöne neue Welt aufblühen konnte. Man sollte Romanen durchaus etwas Freiheit lassen. Auch Orwell schildert technische Errungenschaften, welche bis vor 10 Jahren schlicht undenkbar waren. Auch bei Orwell sind gewisse Dinge schlicht falsch. Ich kreide übrigens Orwell auch Fantasielosigkeit an: Als ich 1984 las, sah ich durch die Beschreibungen Orwells eine Welt älter als 1950 mit einigen wenigen technischen Errungenschaften, welche auch nur da waren, weil Orwell ein Instrument brauchte. Ansonsten zeichnete er doch verblüffend genau das nach, was zu jener Zeit aktuell war.

    Und wie schon bei "Fahrenheit 451" finde ich es auch bei "Schöne neue Welt" einfach unglaubwürdig konstruiert, dass die wichtigen Leute grundsätzlich die verbotenen Bücher begeistert lesen. Mich überzeugt es einfach nicht, dass ein Weltaufsichtsrat Bibeln, Shakespeare und diverse andere verbotene Bücher in einem Tresor bunkert und ein riesen Fan dieser Werke ist und ein Bücher verbrennender Feuerwehrmann selbstverständlich jeden verbotenen Schinken kennt - alles nur um im Fall der Fälle, wenn die Hauptperson eben aufkreuzt, mit dieser eine philosophische Debatte über diese Werke führen zu können. Ich weiß nicht. Wirkt auf mich schon sehr künstlich konstruiert.

    Haben wir das selbe Fahrenheit 451 gelesen? Mir war eigentlich, dass der Feuerwehrmann erst nach dem Zusammentreffen mit dem Mädchen angefangen hat sich Gedanken zu machen. Das Mädchen fungierte quasi als Augenöffner.
    Ausserdem sind diese Szenarien nicht immer Weltbezogen. Es ist zwar eine Regiernung, niemand sagt aber, dass das nicht auf ein Land beschränkt sei. Es versuchen sich grade diese Werke daran, die totalitären Staatsformen unterm Mikroskop zu betrachten. Und ganz wie es sich für die 30er und die westliche Welt gehört, findet sich unterm Mikroskop ein Protagonist, dem die Augen auf gehen und der erkennt, dass die Art und Weise wie wir leben doch viel die bessere sei.

    Dabei ist es egal, ob der Protagonist nun Guy Montag (Fahrenheit 451), Michel (John) (Brave new World), John Preston (Equilibrium), "V" (V for Vendetta), Neo (Matrix), oder sonst irgendwie heisst. Das Schema bleibt das Selbe:

    Das Schaf erkennt plötzlich, dass in den Stiefeln des Hirten Wolfspfoten stehen. Manche erkennen dies selbst, andere werden über drittpersonen darauf aufmerksam gemacht.

    Und dass Eizellen von Schwarzen sich - im Gegensatz zu denen von Weißen - wie die Karnickel vermehren sollen ist mir auch negativ im Gedächtnis hängen geblieben...

    Mein Gott! Betrachte mal den geschichtlichen Kontext. Was wusste man denn früher über Genetik, geschweige denn über andere Menschenrassen?
    Toleranz, sogenannt soziales Denken, Antirassimus, etc. pp. sind Modeerscheinungen. Auch auf die Gefahr hin, das hier jetzt wieder irgendwer mit dem Finger auf mich Zeigt und mich dafür anklagt, meine Meinung nicht durch Modeströmungen beeinflussen zu lassen:
    Über Dinge aus der Vergangenheit mit der heutigen teils übersensibilisierten Optik zu urteilen ist nicht nur falsch, sondern dumm.

    Aber da du genau die Ausgabe verlinkst, hast du auch diese gelesen? Fandest du das Vorwort von Huxley auch so schrecklich? Es passiert nicht oft, dass mir jemand nur aufgrund eines Vorwortes bereits unglaublich unsympathisch wird 😃

    Nein, hab nicht diese Ausgabe gelesen. An das Vorwort kann ich mich nicht mehr erinnern. Müsste ich zuhause nochmals nachschlagen.

    GPC schrieb:

    Hitchhiker's Guide to the Galaxy 😉

    Leider verlieren die weiteren Bände immer mehr an Originalität.

    1310-Logik schrieb:

    wer sich derart über eine "verschwörungstheorie" aufregt, hat angst, dass mancheiner sich überlegt, dass da was dran sein könnte.

    Klar. und wenn du dich über mich aufregst, weil ich Lügengeschichten über dich verbreite, dann muss doch was dran sein?

    Steppenwolf war auch nicht so mein Fall und ich habe nie so ganz verstanden, warum nun gerade dieses Buch so toll sein soll, aber lies mal Demian. Das ist wirklich super und auch gut zu lesen (also nicht wie Steppenwolf). Wenn die Demian gefällt, dann kannst du ja noch den Rest probieren, aber Demian ist echt empfehlenswert.

    War Hesse nicht auch der mit Siddharta? - War ebenfalls nicht mein Geschmack (o; Aber vielleicht versuch ichs nochmals mit Demian. Aber zunächst führe ich mir jetzt noch die restlichen beiden Bücher Schätzings zu Gemüte (o;



  • junix schrieb:

    Jedoch merkt man sehr stark, dass Orwell eine Botschaft in das Buch packen wollte. Und mir liessen auch die langen Predigten aus dem Buch eigentlich nur den Schluss zu, dass er nicht wusste wie er die Botschaft über die Geschichte erzählen kann. Also lässt er das Buch im Buch erzählen, welches wiederum sehr einer Predigt ähnelt.

    Nur ist das Buch Goldsteins - also die Wahrheit - letztlich auch nur ein Instrument, die ganze Untergrundorganisation eine Falle des totalitären Regimes, um Abweichler einzufangen. Will man einfach nur eine Moral rüberbringen - am besten mit dem Holzhammer, wie du es Orwell unterstellst - dann würde man diese Moral sicherlich nicht als Werkzeug "des Bösen" wirken lassen, oder? Mehr noch, das Buch wird nicht nur vom Regime genutzt sondern ist mindestens teilweise auch von diesem verfasst. Eine einfache Moralpredigt sieht sicherlich anders aus.
    Stattdessen verwendet Orwell sehr viel Zeit darauf das Funktionieren und vor allem das alltägliche Leben in diesem totalitärem Staat zu schildern. Die Allmacht des Staates und dass der Hauptcharakter nichts, absolut nichts tun kann, um sich dieser Macht zu entziehen. Vom einzigen Hoffnungsträger, dieser ominösen Gestalt Goldstein bleibt, wie auch vom Großen Bruder selbst, offen, ob er nur eine Erfindung des Staates ist. Fest steht auf jeden Fall, dass er dem Staat als Feindbild ungemein nützt, dass dessen Buch vom Staat zum Finden von Abweichlern genutzt wird, dass die vermeintliche Untergrundorganisation in Wahrheit vom Staat kontrolliert wird.
    Kurzum ich stimme deiner Interpretation, dass Orwell das Buch braucht um eine Botschaft rüberzubringen, nicht zu. Orwell scheint viel mehr Interesse an der Beschreibung des Lebens im totalitären System und dessen Allmacht zu haben und daran, wie jeder Mensch - hier die Hauptperson - letztlich gebrochen werden kann und alles verrät, woran er glaubt.

    Haben wir das selbe Fahrenheit 451 gelesen? Mir war eigentlich, dass der Feuerwehrmann erst nach dem Zusammentreffen mit dem Mädchen angefangen hat sich Gedanken zu machen. Das Mädchen fungierte quasi als Augenöffner.

    Ich meinte den Kaptiän der Feuerwache (Beatty), nicht den Hauptcharakter (Montag). Letzterer muss ja auf ersteren treffen um "eine philosophische Debatte" über Bücher zu halten. Und während eben dieser kleinen Unterredung wird klar, dass Beatty den Inhalt der Bücher sehr genau kennt. Genau so wie es auch bei "Schöne neue Welt" mit dem Weltaufsichtsrat ist. Allerdings ist es bei "Fahrenheit 451" noch glaubwürdiger, da Beatty die Bücher dennoch verachtet.



  • minhen schrieb:

    Will man einfach nur eine Moral rüberbringen - am besten mit dem Holzhammer, wie du es Orwell unterstellst - dann würde man diese Moral sicherlich nicht als Werkzeug "des Bösen" wirken lassen, oder?

    Wieso? Passt doch genau ins Regime. Orwell zeichnet eine böse Welt, er skizziert ein allmächtiges, unentrinnbares Regime, welches alle nonkonformisten aufspürt und einer Gehirnwäsche unterzieht. Das Regmie hasst das Buch. Dennoch passt es genau ins Schema, dieses Buch für sich arbeiten zu lassen. Da aber die Botschaft die Orwell in Goldsteins Buch gepackt hat vernünftig erscheint, erfüllt es zwei Zwecke: Es hilft bei der Hassschürung des Regimes, gleichzeitig, dient es zur Überbringung von Orwells Gesinnung.
    Grundsätzlich nichts schlechtes. Nur hald etwas Plump. Das und nichtmehr hab ich gesagt. Ich finde die predigende Art seines Buches schlecht.

    minhen schrieb:

    Orwell scheint viel mehr Interesse an der Beschreibung des Lebens im totalitären System und dessen Allmacht zu haben und daran, wie jeder Mensch - hier die Hauptperson - letztlich gebrochen werden kann und alles verrät, woran er glaubt.

    Das wäre mit weniger exzessiven Zitaten aus Goldsteins Buch ebenfalls gegangen.

    Haben wir das selbe Fahrenheit 451 gelesen? Mir war eigentlich, dass der Feuerwehrmann erst nach dem Zusammentreffen mit dem Mädchen angefangen hat sich Gedanken zu machen. Das Mädchen fungierte quasi als Augenöffner.

    Ich meinte den Kaptiän der Feuerwache (Beatty), nicht den Hauptcharakter (Montag). Letzterer muss ja auf ersteren treffen um "eine philosophische Debatte" über Bücher zu halten.[/quote]Nein, muss er eigentlich nicht. Wäre Beatty nicht gewesen, wären die Treffen mit Clarisse wohl auch schon denkanstoss genug. Denn Montag nimmt ja erst nach dem Zusammentreffen mit Clarisse die Bibel mit und beginnt sie heimlich zu lesen. Beatty wiederum als Chef und Freund, versucht ihn wieder zur Herde zurück zu holen.

    Und während eben dieser kleinen Unterredung wird klar, dass Beatty den Inhalt der Bücher sehr genau kennt. Genau so wie es auch bei "Schöne neue Welt" mit dem Weltaufsichtsrat ist. Allerdings ist es bei "Fahrenheit 451" noch glaubwürdiger, da Beatty die Bücher dennoch verachtet.

    Während sich der Weltaufsichtsrat überhaupt nicht offenbart meinst du? - Ich sehe da in beiden Fällen zunächst die Erklärung "Know your enemy". Ausserdem denke ich, so zumindest meine Interpretation davon, dass das auch zeigen soll, dass die Dinge nicht einfach historisch geschehen, sondern dass da Leute bewusst dahinter stecken. Sie wissen was sie tun, sie enthalten dem Volk vorsätzlich Literatur.



  • Grr 😡 ich hoffte, hier Infos/Rezensionen zu Sakrileg zu bekommen, statt dessen Rumgelabere über alles andere. Haltet euch doch ans Topic oder macht nen neuen Thread auf.

    Moderatoren, gibts die in diesem Forum eigentlich auch? <Kopf kratz>



  • Ja leider.
    Das Problem ist, dass wenn man seine Meinung zu dem Film sagt, und die nicht gut bis sehr gut ist, wird man gleich angefeindet als blöder Krichenfuzzi...



  • Ingo schrieb:

    Moderatoren, gibts die in diesem Forum eigentlich auch? <Kopf kratz>

    Klar, aber wenn sich so eine lange Diskussion so natürlich entwickelt, dann werde ich die da bestimmt nicht rausreißen. Ich schätze der Rest der Mods hier sieht das ähnlich.



  • Naja, in jedem anderen Forum hätte man das Offtopic in einen neuen Thread ausgelagert (keiner spricht von Zensur). Moderatoren sollen MODERIEREN, und nicht dem natürlichen Verlauf zusehen. Aber hey, das ist seit eh und jeh hier ein Defizit in diesem hiesigem Forum. Was soll man sich da aufregen...



  • 1310-Logik schrieb:

    Das Problem ist, dass wenn man seine Meinung zu dem Film sagt, und die nicht gut bis sehr gut ist, wird man gleich angefeindet als blöder Krichenfuzzi...

    Äh, ich habe hier (mehrfach) eine positive Meinung zum Film geäußert und wurde trotzdem als fundamentalistisch-christlicher Kirchenfuzzi (oder so ähnlich auf jeden Fall) bezeichnet 😉

    edit: nach oben gepackt, weil viele es sicher sonst nicht mehr lesen würden 😉

    junix schrieb:

    Wieso? Passt doch genau ins Regime. Orwell zeichnet eine böse Welt, er skizziert ein allmächtiges, unentrinnbares Regime, welches alle nonkonformisten aufspürt und einer Gehirnwäsche unterzieht. Das Regmie hasst das Buch. Dennoch passt es genau ins Schema, dieses Buch für sich arbeiten zu lassen. Da aber die Botschaft die Orwell in Goldsteins Buch gepackt hat vernünftig erscheint, erfüllt es zwei Zwecke: Es hilft bei der Hassschürung des Regimes, gleichzeitig, dient es zur Überbringung von Orwells Gesinnung.
    Grundsätzlich nichts schlechtes. Nur hald etwas Plump. Das und nichtmehr hab ich gesagt. Ich finde die predigende Art seines Buches schlecht.

    Sicher, es würde zum doublethink des Regimes passen. Nur warum sollte sich Orwell der manipulativen Mittel des bösen, totalitären Regimes bedienen? Mittel, die er selbst herausstellt und teilweise fast schon parodiert (2+2=5)?
    Du sagst Orwell sei einfach nicht in der Lage gewesen, diese einfachen Gedanken in den Roman einzubauen. Das Problem daran ist, dass Orwell das Leben unter dem Regime eindringlich schildert, die menschliche Psyche gekonnt analysiert und gerade das letzte Drittel (<Spoiler>: Gefangenschaft, Folter und schließlich totaler psychischer Zusammenbruch der Hauptperson und deren Hinrichtung </Spoiler>) ist an Intensität kaum zu überbieten. Daran sieht man doch sehr schön, dass Orwell eben doch etwas aufm literarischen Kasten hat und einen Brown oder Hohlbein (ja, ich fang wieder damit an :D) mit Leichtigkeit an die Wand schreibt. Nein, mangelnde Fähigkeiten Orwells ist keine gute Erklärung. Auf jeden Fall keine, die mich sonderlich überzeugt.

    Das wäre mit weniger exzessiven Zitaten aus Goldsteins Buch ebenfalls gegangen.

    Ok, pi mal Daumen 10% des Textes, in denen unter Anderem die Entstehungsgeschichte und hintergründige Funktionsweise des Regimes skizziert wird, würde ich nicht unbedingt als exzessives Zitieren bezeichnen. Schließlich handelt es sich nur um zwei längere Abschnitte.
    Allerdings kann man den Roman wirklich nicht auf "das Buch" reduzieren.

    Während sich der Weltaufsichtsrat überhaupt nicht offenbart meinst du? - Ich sehe da in beiden Fällen zunächst die Erklärung "Know your enemy". Ausserdem denke ich, so zumindest meine Interpretation davon, dass das auch zeigen soll, dass die Dinge nicht einfach historisch geschehen, sondern dass da Leute bewusst dahinter stecken. Sie wissen was sie tun, sie enthalten dem Volk vorsätzlich Literatur.

    Der Weltaufsichtsrat soll sich überhaupt nicht offenbaren? Der scheint nur auf den Wilden gewartet zu haben, um mit ihm seitenlang über Bücher und "alte Werke" zu philosophieren. Dazu tragen der Wilde und der Weltaufsichtsrat geradezu einen Wettstreit aus, wer mehr Shakespeare-Zitate in die Diskussion einwerfen kann. Während bei Fahrenheit 451 Bücher noch bekämpft werden müssen, ist das bei "Schöne neue Welt" nicht der Fall. In der schönen neuen Zivilisation existieren Bücher schließlich nur im Tresor des Weltaufsichtsrates. Welchen Feind müsste man also kennen? Wo hat der Weltaufsichtsrat die Bücher überhaupt her? Wo doch die Menschen seit Jahrhunderten (spielt ja schließlich im ~26. Jahrhundert) schon darauf genormt sind, Bücher und altes Zeug generell zu hassen? Tut mir sorry, überzeugt mich nicht 🙂



  • Artchi schrieb:

    Moderatoren sollen MODERIEREN, und nicht dem natürlichen Verlauf zusehen. Aber hey, das ist seit eh und jeh hier ein Defizit in diesem hiesigem Forum. Was soll man sich da aufregen...

    Wow, bei solchen Kommentaren kann es einem wirklich vergehen. Glaubst Du ernsthaft, ich hätte Zeit und Lust, jeden 7-Seiten-Thread hier auf Themenänderungen zu überwachen, nur damit ich dann splitten kann, bevor sich jemand beschwert? 👎

    Und nur zu Deiner Information: Ich habe mir den Thread auch tatsächlich auf diesen Gesichtspunkt hin durchgelesen, habe aber keinen Punkt gefunden, an dem ich einen Split nicht als störend empfunden hätte.


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