Persönliches Wissensmanagement



  • Viele Leute beschäftigen sich über einen längeren Zeitraum mit Themen in denen ein gewisses Informationsmanagement notwendig ist, insbesondere im Beruf.

    Ich habe Leute kennengelernt, die ihre Arbeit auf unterschiedliche Weise digital dokumentieren - für sich selbst. Es gibt auch Leute, die angeblich alle Dinge, mit denen Sie sich beschäftigen, im Kopf behalten können.

    Habt ihr euch schon einmal mit diesem Thema beschäftigt? Falls ja, wie in welcher Art und Weise 'speichert' ihr euer Wissen, eure Arbeit - oder empfindet ihr sowas als überflüssigen Overhead?

    Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass ich nicht alles mit dem ich mich beschäftigt habe im Kopf behalten kann, besonders im Bereich der Informatik.

    Bereits vor einiger Zeit habe ich mir gute Kenntnisse verschiedenen Programmiersprachen angeeignet, muss aber leider sagen, dass ich da etwas mit der Zeit verlernt habe, wie eine Fremdsprache auch.
    Das Selbe gilt noch mehr für andere, wichtige Bereiche der Informatik, vor allem denen, die sehr häufigen Änderungen unterliegen.

    Wie bleibt ihr da am Ball?
    Oder setzt ihr euch nur mit Themen auseinander, die für euch aktuell wichtig sind?



  • Ich merk mir eigentlich fast alles im Kopf. Nur für Termine gibts ne digitale Erinnerungshilfe.



  • Na da passt doch wieder die alte Wahrheit: Nicht angewandtes Wissen verkümmert.

    Und so ist es auch. Nur das was du wirklich brauchst und nutzt behälst du auch wirklich lange. Natürlich gibts auch Ausnahmen, es gibt auch Leute die sich allesmögliche merken können, aber naja, das klappt bei der Mehrzahl nicht.

    Ich versuche mein Wissen dadurch zu erweitern, indem ich es nicht auswendig lerne, sondern Verbindungen zu Bekanntem suche, sodass ich mir notfalls das alles herleiten kann. Gerade im Bereich Informatik funktioniert das recht gut, z.B. bei diversen Algorithmen. Wenn ich weiß, dass Radix-Exchangesort im grunde wie ein Quicksort ist, nur mit bit-Vergleichen und ohne Pivotelement reicht mir das in der Regel um mir dann den Algorithmus dafür zu überlegen.

    Aber wie bereits gesagt: Alles eine Trainingsfrage. Momentan würde ich mich auf einem Informatikniveau einstufen, auf dem ich noch nie war. Sprich so gut, wie jetzt war ich noch nie, was aber daran liegt, weil ich mich im Moment auch sehr intensiv damit beschäftige und noch besser werden will.

    Es ist sicherlich auch eine Frage, wie sehr einen etwas interessiert. Je interessanter man etwas findet, umso besser merkt man sich das auch, ganz einfach.



  • Meine knowledge base extension capability hängt inhärent von meinem mind state ab.



  • Imitation ist die höhste Form der Bewunderung! 😋

    Danke!!! 👍



  • Ich versuche mir erst gar nicht alles zu merken. Das geht nämlich nicht. Stattdessen versuche ich mir nicht die Informationen direkt zu merken, sondern ich versuche mir zu merken, wo ich sie finde. Fremde Informationen befinden sich entweder im Internet (also Lesezeichen und EMails sinnvoll speichern), in Büchern, Zeitschriften, Papern oder whatever. Wenn ich weiss, dass Algorithmus X oder Verfahren Y auf Internetseite so und so oder in Buch blablub beschrieben ist, dann kann ich die eigentliche Information getrost vergessen (bzw. verdrängen), solange ich mir merke dass sie existiert und wo ich sie finde.



  • Genau. Die wichtigste Regel: Man muss nicht alles wissen, sondern nur, wo es steht.
    Ach gäbs doch google für mein Bücherregal und meinen Paperstapel :p



  • 1. Gibt es genügend IMS
    2. Könntest du dir dein eigenes primitives IMS mit Access, Excel oder SQL aufbauen.



  • Früher hatte man kleine Karteikästen, heute hat man das Internet, also seine eigene Homepage o.ä z.B. mit geheimen Links. Diesen Karteikasten kann man weltweit erreichen.


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