Wie sollen sich Lehrer verhalten?
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ich hab das lautwerden der klasse am anfang des schuljahres bei ein paar neuen lehrern beobachtet (will vielleicht auch mal lehrer werden..)
ob die klasse laut oder leise ist, entscheidet sich in den ersten paar stunden. danach kanns nur noch lauter werden.
wir hatten auch mal einen lehrer ca 15 minuten als supplierung. ich sag euch, der lehrer hat uns angst gemacht wie kein anderer. die ganze klasse hat keinen einzigen mux gemacht.
btw: er hat nur ueber die wichtigkeit der schule geredet.
ein anderer lehrer geht mit uns zB eis essen, mit dem stoff aber haengen wir 2 jahre zurueck.. (negativbeispiel)
mfg aman..
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aMan schrieb:
will vielleicht auch mal lehrer werden..
jedem, der lehrer oder die lehrerin werden will, würde ich raten, sich selber zu "verorten" [für tggc in tüttelchen gesetzt].
sprich: die eigene rolle vor der klasse muss jeder lehrende für sich absolut klar definieren, und dann im unterricht ebenso für die schüler transparent machen.
was ich meine: der lehrer hat die macht.
das ist fakt.
da läßt sich nicht dran rütteln.
der lehrer bestimmt, wo es hingehen wird, wie der unterricht gestaltet ist.
selbst wenn er die schüler gestalten läßt, ist es der lehrer, der sie zum eigenen gestalten hinführt.
aber: ein lehrer muss es aushalten, von den schülern kritisiert zu werden.
es ist das recht der schüler, zu schimpfen, zu maulen, sich zu widersetzen.
ohne dieses widersetzen würde der lehrer etwas falsch machen.was will ich leute zur demokratie und eigenem denken erziehen, wenn ich es ihnen nicht erlauben würde, mich als lehrerin zu kritisieren?
ich als lehrernder muss wissen, dass diese kritik, so böse sie ist, nicht GEGEN MICH als person geht, sondern gegen die strukturen von schule, gegen die strukturen der umfelder, in denen die schüler sich befinden..es gilt für lehrer, einen raum zu schaffen, in dem die schüler arbeiten können, dessen wände jedoch auch von den lernenden selbst geschoben werden können, erweitert werden können.
und das ist meine meinung: der lehrer braucht einen ganz soliden blick für sich selber, seine rolle, und natürlich seine unterrichtsziele (stoff) und seine metaziele (demokratie, konfliktfähikgeit und teamfähigkeit lehren):
-für sich selber: damit er sich nicht verliert in den vielen anfeindungen, und verletzt wird, denn, wie oben gesagt, gehen die kritiken im grunde nicht gegen ihn als person (welcher schüler kennt seinen lehrer schon wirklich *g)
-seine rolle: der lehrer muss sich darüber klar werden: er gibt die noten! und dazu stehen, dass er diese macht hat und derjenige ist, der den unterricht leitet.
-seinen stoff: klar, er sollte ihn ordentlich und interessant rüberbringen.
-seine metaziele: sind das wichtigste - wenn ich mich entscheide, die oben genannten ziele neben dem stoff mit zu unterrichten, bin ich gefordert, mich selber dem eigenen anspruch gemäß zu verhalten.
wie nun konkret: es gibt viele konzepte, die dazu diskutiert werden können.
grundlegend sollte ein pädagogikstudium einfach mal mehr pädagogik und didaktik enthalten, und nicht, wie heute oft noch an unis üblich, den großen wert auf das auswendiglernen von lateinischen pflanzennamen legen und damit die möglickeiten, die so ein studium hätte, beschränken.
eine große kritik vieler lehramtsstudenten und -studentinnen ist eben die oft viel zu kurz kommende auseinandersetzung mit didaktik und pädagogischen konzepten (meine erfahrung..)oberste grundlage ist jedoch ersteinmal: eine klasse .. so sehr sie als netz gewebt ist, besteht aus einzelmenschen.
wenn ein einzelner stört, muss das als signal gesehen werden und angesprochen werden.
erst, wenn konflikte benannt und beiseite gelegt wurden, kann der unterricht wieder weitergeführt werden.
das heißt natürlich nicht, es muss alles ausdiskutiert sein, was den schüler stört.
das kann auch nach der stunde in der freizeit passieren.
das heißt nur, dass der lehrer den störenden schüler ernstnimmt, ihn "sieht", seine meinung "hört" und die klasse durch das ansprechen von existierenden konflikten wieder lernfähig macht... es gibt dazu jedoch noch soo viel zu diskutieren..wie auch immer: auch der/die lehrer/in ist ein mensch.
und auch er/sie macht fehler.
aber das ist kein problem.
es gibt auch keine: "der lehrer/in hat verloren.." allüren.
es ist ein team- lehrer/schüler. das team entwickelt sich gemeinsam.vielleicht eine zukünftige idee.
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Ganz wichtig auch, das man als Lehrer so interessante Worte wie "verorten" kennt. Da kann man den Schülern immer mal wieder zeigen, wie doll man doch Plan hat.
SCNR f'`8k
AutocogitoGruß, TGGC (\-/ returns)
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tja, elise fährt immer eigene wortkreationen.
kann sie aber gerne für dich in tüttelchen setzen, damit du keine angst kriegst vor meiner kreativität
ps: mir wurde grad gesagt, es gäbe das wort wirklich.. na denn.. ich dachte immer, ich hätts erfunden. na ja, die schweizer warns.
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Ich kenne das Wort. Es ist nur sehr ungebräuchlich. Aber vielleicht sind deine Hörer mehr beeindruckt. f'`8k
Gruß, TGGC (\-/ returns)
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es gibt immer einen unterschied zwischen schreiben und reden. (oder redest du so wie du schreibst? um gottes willen ...
)
und hörer gibts bei mir ned.
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Mündlich mache ich keinen Unterschied zwischen "t" und "d", "k" und "g" usw. De Weechn besiechn de Hardn. f'`8k
Gruß, TGGC (\-/ returns)
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TGGC schrieb:
Mündlich mache ich keinen Unterschied zwischen "t" und "d", "k" und "g" usw.
Geht allen deutschen Muttersprachlern zumindest bei Silben- und Wortenden so. Gestern erst das "Problem" gehabt.
Er: "Er schreibt einen Blog"
Ich: "Wie, Block schreiben?"
Und da wundern sich die Deutschen dann, dass selbst falls sich mal jemand ganz toll viel Mühe mit dem englischen "th" gibt, sie sich noch immer nach Deutschen anhören
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Hallo,
Es wurde gesagt, dass man seine Probleme aussprechen soll, aber dazu kommt es erst nicht.
Wie jemand hier gesagt hat, ist es auch wichtig den Schülern beizubringen, dass Intelligenz "cool" ist und nicht kiffen.
Aber sehen wir es doch einmal so: Wir werden doch nicht bessere Ideen haben als die Regierung. Also woran harperts?
MFG winexex*
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winexec* schrieb:
Aber sehen wir es doch einmal so: Wir werden doch nicht bessere Ideen haben als die Regierung.
Sehr subtiler Scherz, wirklich. Natürlich ist Bildungsplanwirtschaft ein Problem, weil passiert, was in jeder Planwirtschaft passiert: schlechte Produkte zu undurchschaubaren Preisen.
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winexec* schrieb:
Mich interessiert das Problem, dass unsere Gesellschaft keinen Respekt mehr vor den Lehrern hat. Auf welche Art kann man die Schüler dazu bringen leise und fair zu sein?
Das Problem ist das Elternhaus. Mittlerweile werden den Kindern weniger soziale Kompetenzen und Disziplin mit gegeben. Daher muss die Schule einfach die pädagogische Ausrichtung ändern und auch stärker auf Erziehung der Kinder abzielen.
Besonders in Schulen, die einen hohen Ausländeranteil haben, ist so etwas wichtig, da man so nämlich die Schüler mit Migrationshintergrund in Deutschland integrieren kann. Ganztags Schulen wären da zum Beispiel ein guter Ansatz.
Die Schule muss einfach wegkommen von dem sturren "Wissen vermitteln".
Weiterhin sollte es eine stärkere Überprüfung der Lehrer geben. Lehrer werden einfach wenig bis gar nicht kontrolliert und genauso verhalten sich viele Lehrer. Was ich teilweise für Lehrer hatte, unglaublich das solche Leuter unterrichten dürfen.
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Hallo,
Das größte Problem, wie ich finde ist es, dass Schüler keine Beziehung(Vertrauen) zum Lehrer aufbauen können. Man braucht schon eine gewisse Vertrautheit, um die Schule als etwas gutes zu verstehen und sich etwas sagen zu lassen.
MFG winexec*
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winexec* schrieb:
Hallo,
Mich interessiert das Problem, dass unsere Gesellschaft keinen Respekt mehr vor den Lehrern hat. Auf welche Art kann man die Schüler dazu bringen leise und fair zu sein?
Dies sollte vielleicht eine Diskussion werden.
MFG winexec*
Hallo winexec*,
das Problem hat meiner Meinung nach 2 Ursachen..-
Die Lehrer sind keine Respektspersonen, da sie selbst total demotiviert sind und sich nicht weiterbilden. Ich habe es sowohl auf der Realschule bzw. dann im Studium miterlebt. Wie soll ich respekt vor einem Lehrer haben (Definition von Lehrer ist für mich er soll mir was beibringen), der aber noch weniger Dunst hat wie ich? Wieso sollte ich bei diesem Lehrer leise sein, wenn er mir sowieso nichts beibrigen kann, oder warum aufpassen wenn ich mich selbst besser weiterbilden kann?.... Ich stelle mir oft die Frage wo die wirklich fähigen Lehrkräfte sind, und finde sie immer wieder in der freien Wirtschaft... Die Jungs waren früher Lehrer an Unis oder FHs und jetzt arbeiten diese lieber als Selbständige für Unternehmen, da diese mehr Geld bringen...
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Das Schulsystem ist veraltet. Man muss den Jugendlichen/Kindern ihre Interessen fördern. Natürlich ist klar das man eine gewisse Grundbildung wie Lesen, Schreiben und Rechnen haben muss, aber danach sollte es nach den Kindern gehen. Ich kann nur von mir sprechen, das mich z.B. der ganze Wirtschaftskrempel nie interessiert hat und dementsprechend auch "respektlos" den Lehrer gegenüber getreten bin. Dafür hatte ich in Informatik ("Angewandte Programmierung") einen echt kompetenten Lehrer. Bei diesem wäre es mir nie in den Sinn gekommen zu stören oder ihn zu ignorieren.
In meinen Meinungen habe ich die Hauptschule (= Volksschule) bewusst außen vorgelassen, da ich für die meisten Jungs dort keine Hoffnung sehe. Ich wohne in der Nähe einer Hauptschule und was ich dort jeden morgen mitbekomme, da hilft auch der beste Lehrer nichts mehr..... und an dieser Hauptschule gibt es fast nur "Deutsche", d.h. von einem Integrationsproblem kann man dort nicht sprechen...

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Hallo,
Tippo schrieb:
Wenn ich mir die Kinder bei der Super - Nanny ansehe, die mit 4 Jahren ihre Mutter schlagen und anspucken....
Tippogenau, am besten fuehren wir in der Schule auch die 'Stille Treppe ein' und wenn ein neuer Lehrer oder so kommt, werden erstmal die Lehrer- und Schuelerregeln auf ein grosses Blatt geschrieben

Oder es muesste in jedem Klassenraum sone Art Einzelzelle geben, wo der Schueler in einem schalldichten (den Lehrer hoert er ueber ein Mikrofon) Kasten sitzt und er nur Sicht nach Vorne hat. Und ist jmd. zu laut -> Einzelhaft fuer 3 Stunden

Nu mal im Ernst:
Denke, dass die Kinder in den Lehrern auch keine 'Vorbilder' mehr sehen. Wie codefrag schon sagte, wenn man sich fuer ein bestimmtes Thema selber interessiert, hoert man dort dem Lehrer meistens auch zu.
Vielleicht waere es auch ne Loesung, wenn der Unterrichtsstoff mehr Faecheruebergreifend waere, so koennte man in Deutsch z.b. statt 'langweiligen' 'Susi liebt Tom-Aufsaetzen' Fachbezogenere Aufsaetze schreiben. Wenn ein Biologie interessierter, ueber das Leben der Froesche schreiben darf machts ihm doch auch viel mehr Spass
Hoffe ihr wisst wie ichs meine.
Problem dabei koennte es sein, dass wenn dann ein Schueler in nem bestimmten Fach Problemme hat, er auch in anderen schlechter wuerde. Muesste man halt irgendwie so regeln, dass dies net der Fall ist.MfG, Heimdall83