Rechtschreibung beim GUI-Erstellen
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Ich möchte noch einmal einen Punkt zu deutschen GUIs nennen:
Egal ob alte oder neue Rechtschreibung - BITTE OHNE OFFENSICHTLICHE TIPPFEHLER.
Es ist immer wieder unglaublich, wie viele Programme mit solchen Menüeinträgen wie "Hlife" oder "Zum Spechern hier klicken" unterwegs sind.
Ist es denn zuviel verlangt, daß man sich zum Schluß noch mal alle Texte im Menü und den Dialogen ansieht? Das ist normalerweise mein erster Blick bei fremden Programmen, damit kriege ich alle... "hier haben Sie noch einen Rechtschreibfehler. Naja, hoffentlich ist Ihr Programm Ihnen zuverlässiger."

Und "always english" ist auch so eine Sache... klar, das geht, aber man muß sich einfach bewußt sein, daß dies immer "Denglish" bleiben wird, außer man hat vielleicht sein komplettes Studium in England/USA absolviert, so daß einem auch die gängigen Formulierungen bekannt sind.
Ein wunderbares Beispiel dafür im Visualisierungsumfeld von Automatisierungslösungen sind immer die "Actual Values"... wo die Programmierer eigentlich "aktuelle Werte" meinen. Aber das nicht sagen. Amis haben dann immer ein echtes Problem damit "what do you mean by 'actual values'?". Denn actual values gibt's ja durchaus. Und solche German Expressions ("May I become a steak?" "I hope never.") gibt's doch in großer Zahl. Eine fremdsprachige GUI kommt nicht ohne Korrektur durch einen "native speaker" aus, egal wie gut man die Sprache liest oder spricht.
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Ich habe gesagt, ICH werde meine GUIs nicht in chinesisch schreiben. Wenn wer die Übersetzung machen will, kein Problem

Oder schreibst du deine GUIs selber in chinesisch? ^^Blöder Zusatz am Rande:
Zudem die GUI ist eigentlich in C++ oder was auch immer geschrieben. Und dann meistens eher englisch. Hab ehrlich gesagt noch nie einen Programmcode gesehen, welcher chinesische Zeichen beinhaltet *g**Edit* Noch den zweiten Post von Marc++us gesehen.
Die Rechtschreibekorrektur, jep sehr wichtig. Trotzdem kann es passieren, dass mal etwas durchschlüpft. Oder das mal plötzlich irgendwo Cancel anstatt Abbrechen steht ^^Zum Englisch:
Kleinere Ausdrücke kann man auch selber hinbekommen. Notfalls mit Hilfe von:
http://dict.leo.org/Bei längere Texten sollte man schon sehr sicher im Englisch sein. Allerdings, dass man dann gleich x Jahre in den USA dafür gewesen sein muss finde ich nicht unbedingt nötig. Es reicht auch, wenn man sich mit der Sprache wirklich auseinandersetzt. Z.b. viel in englisch lesen!
Natürlich das Beste ist, man hat jemand der die Sprache einfach beherrscht, aber auch die können Fehler machen. Vor allem, wenn ihre Bildung nicht gerade sehr gut ist
Grüssli
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minhen schrieb:
.filmor schrieb:
Ehrlich gesagt verfliegt bei mir gerade die Lust darüber zu diskutieren ;). Es war ein Scherz.
Dafür verteidigst du ihn ganz schön tapfer.
Niemals aufgeben, niemals kapitulieren

minhen schrieb:
Alternativ könntest du dir auch einfach mal länger als eine Sekunde das durch den Kopf gehen lassen, was ich die ganze Zeit sage. Ich mein, "Endlich hast du's verstanden", ist schon ein starkes Stück. Ich sag die ganze Zeit nur das gleiche, entscheide mich dann es mal zur Abwechslung so explizit wie nur irgendmöglich zu formulieren, und schon freust du dich, dass ich es "endlich verständen" hätte?
Jep, genau richtig. Der "Witz" lag darin, dass eine Sprache eine außerordentlich stabile Rechtschreibung hat, wenn man ihre Entwicklung einfriert.
minhen schrieb:
Ich würde Vulgärlatein, später Kirchenlatein und schließlich die romanischen Sprachen durchaus als Änderungen bezeichnen. Dass man in der Schule ausschließlich klassisches, antikes Latein unterichtet ist eine andere Geschichte. Was meinst, weswegen das Latein in der Schule eine tote Sprache ist?
Es gibt genau 2 lateinische Sprachzweige: 1. das Kirchenlatein, dessen Entwicklung eingefroren wurde (weshalb es sich ja gerade nicht mehr verändert hat), 2. das {Vulgär,Bauern}latein, das sich weiterentwickelt hat. Was willst du mir sagen?
minhen schrieb:
Aber das mit der Plansprache ist für dich offenbar das, was dir nicht passt. Dabei wäre es so einfach ein Gegenargument zu finden. Zeig mir einfach eine Population deren Muttersprache das vatikanische Latein ist und die Sache hat sich (fast) erledigt. Bis dahin steht nur fest: das vatikanische Latein wird nicht natürlich gesprochen, sondern dient ausschließlich als Lingua Franca der Kirche; es entwickelt sich auch nicht sondern wird entwickelt. Kurzum das grundlegende Merkmale einer Plansprache ist erfüllt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Plansprache schrieb:
Als Plansprache bezeichnet man eine menschliche Sprache, deren Entwicklung von einem bewusst und planmäßig ausgearbeitetem Sprachprojekt ihren Ausgang genommen hat.
Das Kirchenlatein hat seinen Ausgang nicht in einem Sprachprojekt.
minhen schrieb:
Soweit war ich da noch gar nicht, ich meinte die verschiedenen Arten die Zunge an den Gaumen zu pappen und durchzupusten ;).
Die Töne haben ziemlich genau nichts mit Zunge und Gaumen zu tun.
Ich kann mich nicht erinnern von Tönen gesprochen zu haben ...

Dravere schrieb:
Blöder Zusatz am Rande:
Zudem die GUI ist eigentlich in C++ oder was auch immer geschrieben. Und dann meistens eher englisch. Hab ehrlich gesagt noch nie einen Programmcode gesehen, welcher chinesische Zeichen beinhaltet *g*Darf er das?
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Dravere schrieb:
Ich habe gesagt, ICH werde meine GUIs nicht in chinesisch schreiben. Wenn wer die Übersetzung machen will, kein Problem

Oder schreibst du deine GUIs selber in chinesisch? ^^Ich schreibe gar keine GUIs.
Aber ich organisiere die Übersetzungen, so daß ich defakto näher an den Texten dran bin als die meisten.
Abgesehen davon wirst Du Dich wundern, wenn Du eine GUI in chinesisch realisierst, daß Du doch zu einigem gezwungen bist, also das unter anderem mal testen... denn einfach nur Dateien mit Texten austauschen, das funktioniert nicht so einfach.
PS: Du mußt Informatiker sein. Nur ein Informatiker würde aus dem Satz "Man schreibt die GUI in chinesisch" ableiten, daß die GUI ja in C++ (o.ä.) geschrieben wird, und nicht in chinesisch.
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Marc++us schrieb:
PS: Du mußt Informatiker sein. Nur ein Informatiker würde aus dem Satz "Man schreibt die GUI in chinesisch" ableiten, daß die GUI ja in C++ (o.ä.) geschrieben wird, und nicht in chinesisch.
LOL, danke! Ich fange mit dem Studium allerdings erst am 23. Oktober an. Aber das bedeutet für mich dann wohl, dass ich die richtige Wahl getroffen habe? ^^
Grüssli
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Dravere schrieb:
Zum Englisch:
Kleinere Ausdrücke kann man auch selber hinbekommen. Notfalls mit Hilfe von:
http://dict.leo.org/Bei längere Texten sollte man schon sehr sicher im Englisch sein.
Das sehe ich in der Praxis nicht, eher gerade im Gegenteil.
Es ist eher einfach etwas in Englisch für die Doku zu schreiben, weil man da über die Redundanz zur Klarheit kommt, auch wenn man sich bei einzelnen Begriffen nicht ganz klar ist. Und der native speaker wird's wegen der Redundanz im Text auf jeden Fall verstehen.
Bei kurzen Ausdrücken, die oftmals nur 1 oder 2 Wörter umfassen, ist's schwerer genau den richtigen Begriff zu wählen, weil es zwar im Wörterbuch steht, aber nicht zwangsläufig in der Umgangssprache der passende Begriff ist. Und dann kommt dazu, daß es eigentlich eine englischsprachige und eine amerikanische GUI geben muß... ich hatte früher - und wir hatten unsere GUI immer von der englische Niederlassung noch mal prüfen lassen - in Kundenschulungen gar nicht so selten Amis dasitzen, die haben englische Begriffe in den Dialogen nicht auf Anhieb verstanden. Und das lag sicher nicht an der Bildung, da die Zielgruppe hier zumeist Physiker, Ingenieure oder - schlimmer - sogar Doktoren der Physik waren. Aber die verwenden diese Begriffe eben nicht.
Wofür einem als Deutschem auch das Gespür fehlt sind diese auf dem Gerund basierenden englischen Kurzsätze, die soviel aussagen, wofür man im Deutschen aber eher zum Relativsatz greift. In der Umkehrung kommt man nicht immer auf einen so schlagend kurzen englischen Minisatz.
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Marc++us schrieb:
Es ist eher einfach etwas in Englisch für die Doku zu schreiben, weil man da über die Redundanz zur Klarheit kommt, auch wenn man sich bei einzelnen Begriffen nicht ganz klar ist. Und der native speaker wird's wegen der Redundanz im Text auf jeden Fall verstehen.
Naja, das man über grössere Texte besser versteht was derjenige meint ist klar.
Aber meine bisher bescheidenen Erfahrungen waren eben eigentlich umgekehrt. Einzelne Begriffe wurden sofort verstanden. Also zum Beispiel Save As (sehr simples Beispiel, aber mir ist grad nichts besseres in den Kopf gekommen).
Also das betrifft vor allem Menüs und solches Zeugs.Wenn ich dann aber volle Texte geschrieben habe, ist es gewissen ziemlich übel geworden :p
Verstanden hat man es zwar, aber hatte überall Fehler drin. Vor allem Sätze die theoretisch zwar korrekt übersetzt sind, aber so von einem normalen englisch Schreiber nie geschrieben werden würden. Das wären dann halt so Sätze wie: How are you? (wieder ein viel zu simples Beispiel)
Aber wie gesagt, meine Erfahrungen sind bescheiden. Vielleicht hatte ich bisher einfach nur Glück (oder Pech?) ^^
Grüssli