Popularität



  • populär != gut.
    Viele schräge Staatsformen waren/sind auch populär ... 😉



  • .filmor schrieb:

    populär != gut.

    Das stimmt so aber auch nicht. Ich würde

    !(populär -> gut)

    sagen. 🤡



  • Hobbyprogrammierer schrieb:

    Vor nicht einmal 10 Jahren sagte mir ein studierter IT-Fachmann sinngemäß
    "Java ist eine Fehlkonstruktion, denn es verlagert Rechenzeit vom (schnellen) Server auf den (lamgsamen) Client und quält dazu noch Bytecode durch die
    (langsame) Internet-Leitung" und jetzt ist Java die populärste Sprache
    überhaupt.

    Naja, Applets haben sich ja auch nicht durchgesetzt, wenn Du es so sehen willst. Java hat sich in erster Linie auf dem Server durchgesetzt und weniger auf dem Client.

    Abgesehen davon möchte ich die Aussage eigentlich nicht kommentieren. Ich weiß nicht, ob man der damals schon widersprechen musste. Nur soviel: Alles im IT-Sektor ist sehr schnellen und starken Änderungen unterworfen. Man kriegt von der Hardware immer mehr Leistung für immer weniger Geld. Dadurch verschieben sich z.B. Einsatzgebiete von Programmiersprachen und neue Einsatzgebiete der IT entstehen. Du sagst, vor 10 Jahren hat der irgendwas über das Internet gesagt? Also vielleicht geht es ja nur mir so, aber vor 10 Jahren hatte ich noch nichtmal einen Internetanschluss. Heute habe ich nen Breitband-Anschluss und der entspricht praktisch auch nicht mehr dem, was man heutzutage bekommen kann. Eine ähnliche Entwicklung gab es in dieser Zeit bezüglich der Performance von Java-Anwendungen.

    Insofern kann man nur sagen, dass man solche Aussagen mit der Zeit immer wieder überprüfen sollte.



  • Klar dass C/C++ unsere Lieblingssprache ist... 😉

    Allerdings interessiert dass in Firmen keinen. Man nimmt die Sprache her, die für die Aufgabe am besten geeignet ist.

    Für eine Diplomarbeit musste ich Visual Basic(VBA) verwenden. Ich war anfangs nicht beigeistert mal mit was anderem als C zu arbeiten. Allerdings hat mir diese Arbeit durchaus mal die Augen geöffnet: Es kommt nicht drauf an ob man eine Sprache schön findet oder nicht. Wichtig ist dass man auf einem schnellen Weg zu einem guten Ergebnis kommt. Und das war mit VBA durchaus möglich.

    Als ich hingegen ein Programm für einen 68k Prozessor schrieb, habe ich natürlich C/ASM hergenommen. Man hätte auch Java verwenden können, ist aber bei derart schwachen Prozessoren nicht angebracht.

    Bei Mikrocomputern wurde früher fast nur Assembler verwendet. Da geht man jetzt immer mehr zu C über.

    Man kann also nicht sagen dass eine Sprache beliebt/unbeliebt ist. Jede hat ihre Einsatzgebiete. Diese verschieben sich halt mit den Jahren etwas.

    Ein abschließendes Wort: C/C++ zu können schadet nie. Ich hatte keine Probleme mit Java, VBA, PHP und ähnlichen Sprachen zu arbeiten(nach kurzer Einarbeitungsphase), da man mit C/C++ sehr gut die Grundlagen lernt.
    Ich glaube nicht, dass man mit Basic Kenntnissen sich leicht tut, auf eben diese Sprachen umzusteigen.

    Grüße,
    Harri



  • wie isses eigentlich mit delphi und pascal? sowas scheint ja kaum einer der boarduser hier zu verwenden. ich glaub' das stirbt echt aus...



  • Hallo

    Ich habe mich früher mit Turbo Pascla gequält und muss sagen, dass ich dankbar für C++ bin. Schon alleine wie das immer aussah:

    BEGIN
    
    END
    

    nicht schön.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    Ich habe mich früher mit Turbo Pascla gequält und muss sagen, dass ich dankbar für C++ bin. Schon alleine wie das immer aussah:

    BEGIN
    
    END
    

    nicht schön.

    ja, die syntax von pascal finde ich auch doof. aber wenn man sich daran gewöhnt hat, kann man auch alles damit machen. wie mit C eben. es scheint aber nicht mehr so angesagt zu sein. ich sehe manchmal in zeitschriftenhandlungen so'n coderblatt namens 'toolbox' das sehr delphilastig ist, aber sonst hört man nix mehr davon...



  • Pascal: einfacher zu lernen als C, aber schöner als Basic 🤡
    wurde an der ETH entwickelt, um Studenten das Programmieren beizubringen :p



  • Hallo

    Ja, Pascal scheint wirklich Geschichte zu sein: Es gibt
    ja schon seit fast 30 Jahren seinen Nachfolger Modula-2, und seit über 15 seinen
    Nach-Nachfolger Oberon. Und Oberon-2. Und Modula-3. *bject-Pas*al scheint auch
    nicht zu einem neuen Popularitätsschub geführt zu haben.
    Pascal war eigentlich nie direkte Konkurrenz von C, sondern anfangs eher
    von Algol und Fortran, später vor allem von Basic (als Lernsprache).

    Grüße



  • Artchi schrieb:

    sondern ich fragte nach den Gründen, wieso die genannten Sprachen an
    Popularität im betrachteten 1- bis 5-Jahrenzeitraum abnehmen oder zunehmen.

    Warum sie an Popularität gewinnen, hab ich ja schon geschrieben: man kommt schneller zu Ergebnissen. Schon alleine die IDEs (Eclipse und NetBeans) lassen mich beim Coden mit ihrer intelligenten Codecomplition sehr schnell Features in meine Software einbauen. Aber das liegt auch daran, das die Sprachen nicht so komplex sind. Aber hier will ja MS mit ihrem VisualC++ auch aufholen, wie man in den VC++-Team-Blog lesen kann.

    Die Manager interessiert nur eines (ein Spruch der bei uns hier einfach bekannt ist): "Kann man schon was sehen?" 😃 Ja,das ist der Spruch der von den älteren Managern kommt, wenn sie ihren täglichen Rundgang in den Entwicklerbüros machen. Hauptsache es gibt von einem Tag auf den anderen neue Features zu sehen. Entsprechend sieht dann auch der Java-Code aus. 😉 Aber der interessiert die Manager nicht.

    Da wundert es mich nicht, das dieses Marketingfeature bei den Managern gut ankommt. Aber sie werden die Quittung später erhalten, wenn Java/C# längerfristig gesehn, ihre Nachteile offenbaren und C++-Software sich dagegen besser macht.

    Auch wenn ich auch lieber C++ mag - du pauschalisierst ganz schön ⚠



  • Wo wir schon bei toten Sprachen sind, wird Smalltalk noch irgendwo eingesetzt?
    Gibt's irgendwelche Schocker wie "Ja klar, Winamp wurde in Smalltalk geschrieben" :D?



  • Hallo

    Gibt's irgendwelche Schocker wie "Ja klar, Winamp wurde in Smalltalk geschrieben"<<

    Ja, gibt es: "Ja klar, Smalltalk wurde in Smalltalk geschrieben".
    Reicht das? 🙂 🙂

    Grüße



  • Hallo

    außer der Tatsache, daß Smalltalk in Smalltalk selbst formulierbar ist
    (s.Squeak), gibt es noch croquet, ein Projekt mit der Idee, das zu erfinden, was in einigen Jahren nach dem heutigen
    2D-Desktop/Betriebssystem kommen soll. Es handelt sich um eine Art vernetztes Betriebssystem mit einer simulierten 3D-Welt, in der man sich virtuell bewegt.

    Grüße



  • Hobbyprogrammierer schrieb:

    Es handelt sich um eine Art vernetztes Betriebssystem mit einer simulierten 3D-Welt, in der man sich virtuell bewegt

    gibt's schon. nennt sich glaub' ich half-life oder counterstrike o.ä.



  • Ich bezeichne doch recht ungern die Half-Life Engine als mein Betriebsystem ...



  • Das Problem mit C++ ist doch, dass es ZU mächtig ist. Fürs Businessapps-Entwickeln ist es wie eine Wandertour in einem Minenfeld. Gerade schnelle Applikationsentwicklung ist daher ein Hauptvorteil von C# und Java: es gibt gute RAD-Tools, die Sprachen haben genug syntaktischen Zucker, um die Appentwicklung zu vereinfachen (z.B. bei C# die Handler), es gibt keine unkontrollierten Pointer (-> >70% aller Abstürze und Buffer Overflows mit einem Schlag weg), Programmierer müssen nicht so erfahren sein, um guten Code zu schreiben (die Personalchefs dürften das lieben) usw.

    C++ erlaubt Sachen, die mit C#/Java niemals gehen könnten. Ich sehe da vor allem Möglichkeiten im generischen Programmieren mittels Templates - die Generics in C#/Java sind da deutlich eingeschränkter. Überhaupt sind C++-Templates ohne Ersatz geblieben. ABER - man braucht eine MENGE C++-Erfahrung, um hier richtig punkten zu können. Da sehe ich das Problem: C++ ist ein Hochleistungswerkzeug, das aber sehr wenige richtig beherrschen, und dessen Verwendung nicht trivial ist - was in den meisten Fällen schlecht ist, weil nur ein KLEINER Teil der C++-Funktionalität wirklich gebraucht wird (z.B. die genannten Businessapps).

    So kann ich mir solche Statistiken erklären. Es macht einfach Sinn, fürs Entwickeln von (vor allem kleinen) Applikationen C# zu nehmen. Aber die Statistik ist mir nicht genau genug. Sie ist rein quantitativ, und rechnet nur in Projekten - aber C++-Projekte sind oft sehr groß, und C++-Experten sind noch immer Mangelware (jetzt noch eher als früher), daher schätze ich die Jobchancen als ziemlich gut ein.



  • Problem an C++ ist nur eins: Es dauert zu lange bis Neuerungen dazukommen. Wann war den ist die letzte Änderung, 1998 oder ?
    C++ muss endlich mal Modernisiert werden, vor allem was das Modul-System betrifft. Endlich den Präprozessor und vor allem #include weghauen und ein vernünftiges Modul/Package-System integrieren. Naja das ist nur meine Meinung.

    C++ ist gut für die Optimierungs-Freaks. Es ist abstrakter als Assembler aber man kann damit alles machen was man in Assembler machen kann.

    Ich finde solche Sprachen werden zukünftig nur für Betriebsysteme und für Compiler benutzt.

    In 10 Jahren wenn die Computer 50000 Terraherz und 5000 Terrabyte Speicher haben werden und die Compiler und Linker hochintelligent werden, wird sich in den Bereichen Spiele- und Anwendungssoftware keiner mehr für den C++-Programmierer interressieren, weil dann der Quotient von Optimierungszeit/Entwicklungszeit nicht mehr Wirtschaftlich ist.

    So vor 10 Jahren war es wichtig das letzte Byte aus der Anwendung zu quetschen aber heute rückt es immer mehr in den Hintergrund. Jetzt ist Entwicklungszeit, Wartbarkeit, Kompatibilität und Stabilität am wichtigstens.

    Früher war ich auch leidenschaftlicher C++ Entwickler. Aber jetzt denke ich wozu so viel Code wenn das alles der Compiler/ die VM für mich erledigen kann. Warum sollte ich mir merken ob ein Objekt im Speicher ist oder nicht. Wenn ich das Objekt brauche benutzte ich es einfach. Wenn nicht, interessiert mich das Objekt mal gar nicht.

    In 10 Jahren werden Spiele eh mehr zusammengeklickt als geschrieben. Gibt irgendwann sicher eine grafische Sprache, in der man Symbole mit der Maus hin und her schiebt um am Ende ein Spiel wie Doom5 oder Serious Sam 10 zu liefern.



  • DEvent schrieb:

    Problem an C++ ist nur eins: Es dauert zu lange bis Neuerungen dazukommen. Wann war den ist die letzte Änderung, 1998 oder ?

    Ja, Kontinuität ist etwas ganz schlimmes.

    DEvent schrieb:

    C++ ist gut für die Optimierungs-Freaks. Es ist abstrakter als Assembler aber man kann damit alles machen was man in Assembler machen kann.

    Das ist einfach nur *aua*



  • DEvent schrieb:

    Problem an C++ ist nur eins: Es dauert zu lange bis Neuerungen dazukommen. Wann war den ist die letzte Änderung, 1998 oder ?

    2003. Und den TR1 gibts seit April diesen Jahres.

    DEvent schrieb:

    C++ muss endlich mal Modernisiert werden, vor allem was das Modul-System betrifft. Endlich den Präprozessor und vor allem #include weghauen und ein vernünftiges Modul/Package-System integrieren.

    Stimmt, ist aber in der Mache: http://www.open-std.org/JTC1/SC22/WG21/docs/papers/2006/n1964.pdf

    DEvent schrieb:

    Ich finde solche Sprachen werden zukünftig nur für Betriebsysteme und für Compiler benutzt.

    Das ist Unsinn (vor allem Letzteres). Das C++ nicht gerade die Killersprache für Sachen, die schnellen Änderungen unterworfen sein können ist klar, aber es gibt noch viele andere Einsatzzwecke.

    DEvent schrieb:

    In 10 Jahren wenn die Computer 50000 Terraherz und 5000 Terrabyte Speicher haben werden und die Compiler und Linker hochintelligent werden, wird sich in den Bereichen Spiele- und Anwendungssoftware keiner mehr für den C++-Programmierer interressieren, weil dann der Quotient von Optimierungszeit/Entwicklungszeit nicht mehr Wirtschaftlich ist.

    C++ ist erst dann obsolet, wenn es Quantencomputer gibt.

    DEvent schrieb:

    In 10 Jahren werden Spiele eh mehr zusammengeklickt als geschrieben. Gibt irgendwann sicher eine grafische Sprache, in der man Symbole mit der Maus hin und her schiebt um am Ende ein Spiel wie Doom5 oder Serious Sam 10 zu liefern.

    Wie kommst du darauf? (Und, btw, womit denkst du sind dann diese Engines geschrieben?! Bestimmt nicht mit Java ...)



  • DEvent schrieb:

    Blubb

    Zeig mir, wie du z.B. die Funktionalität von Boost in C# oder Java bauen willst.

    Dann reden wir weiter.


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