SPÖ - Schule ohne "Sitzenbleiben"
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Hallo
Klar, aber wenn du schonmal Statiker warst kannst du was zum Thema abgeben. Genauso kannst du deine Meinung abgeben wenn du schonmal Schüler warst.
Mit dem Argument kannst du auch behaupten, dass C++ keine Programmsprache ist, weil du ja schon einmal einen Computer angemacht hast. Schule aus Sicht von SchülerInnen und aus Sicht von LehrerInnen und Experten ist logischerweise nicht identisch.
Das heißt du entfernst den absolut letzten Leistungsanreiz in der Schule. Die Hälfte lernt überhaupt nichts mehr, die andere das was gerade für postiiv nötig ist, damits zu Hause nicht so schlecht ausschaut. Also wirklich. Womit wollt ihr die Schüler zum Lernen bringen? Mit Süßigkeiten?
Du denkst also, dass Sitzenbleiben ein Leistungsanreiz ist? Dann kann ich dir wirklich nir empfehlen dir aml eine Schuel von innen anzusehen und zwar nicht aus deiner elitären Sicht.
Äpfel und Birnen?
Kann man auch vergleichen. Du brauchst nur passende Kriterien. das roblem ist doch, dass viele Pädagogen und Erziehungswissenschaftler überhaupt nicht Ernst nehmen und denken, dass die eh bloss Mist reden.
chrische
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aMan schrieb:
Ben04 schrieb:
estartu schrieb:
Wäre da vielleicht eine Art Kurssystem angebracht?
Dass man nur ein Fach wiederholen muss und den Rest nicht?Die Idee find ich gar nicht mal so schlecht. Nur was macht man wenn jemand in einem Fach das Abi fertig hat und sich gar nicht für ein anderes interssiert und deshalb da noch weit vom Abi weg ist?
In At macht man die Matura fuer alle Faecher in einem Jahr. Ka wie es in De ist..
Bezog sich auf estartus Vorschlag und nicht auf irgendein bestehendes System. Wenn man es zulässt, dass Schüler nur in einem Fach zurückbleiben dann stellt sich irgendwann das Problem wie man die Abschlussprüfung gestaltet da die (normalerweise) in einem Jahr stattfindet.
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chrische5 schrieb:
Hallo
Klar, aber wenn du schonmal Statiker warst kannst du was zum Thema abgeben. Genauso kannst du deine Meinung abgeben wenn du schonmal Schüler warst.
Mit dem Argument kannst du auch behaupten, dass C++ keine Programmsprache ist, weil du ja schon einmal einen Computer angemacht hast.
Irgendwie verstehe ich dein Argument nicht..
Schule aus Sicht von SchülerInnen und aus Sicht von LehrerInnen und Experten ist logischerweise nicht identisch.
Identisch ist es nicht. Aber Schueler und Lehrer koennen das oft von der Praktischen seite beurteilen, Experten tun das eher von der Theoretischen.
BtW: Mein Deutschlehrer hat 2 mal versucht, Untericht zu machen, indem wir selber den Stoff erarbeiten. Das ist in einer Klasse mit 30 Leuten einfach nicht machbar. Die Haelfte sitzt rum und macht nix, die andere macht bissl was und einer fasst das zusammen und druckt es fuehr alle aus..
Das heißt du entfernst den absolut letzten Leistungsanreiz in der Schule. Die Hälfte lernt überhaupt nichts mehr, die andere das was gerade für postiiv nötig ist, damits zu Hause nicht so schlecht ausschaut. Also wirklich. Womit wollt ihr die Schüler zum Lernen bringen? Mit Süßigkeiten?
Du denkst also, dass Sitzenbleiben ein Leistungsanreiz ist? Dann kann ich dir wirklich nir empfehlen dir aml eine Schuel von innen anzusehen und zwar nicht aus deiner elitären Sicht.
Nicht fuer alle Schueler, aber fuer viele. Sonst gaebe es nur 4er.
Äpfel und Birnen?
Kann man auch vergleichen. Du brauchst nur passende Kriterien. das roblem ist doch, dass viele Pädagogen und Erziehungswissenschaftler überhaupt nicht Ernst nehmen und denken, dass die eh bloss Mist reden.
chrische
Da hast du ausnahmsweise einmal recht..

(nicht ernstnehmen)edit:
@Ben
Er nach nach ihrem Vorschlag ja max 1 Jahr zurueckbleiben. Und ich denke Spaetestens bei der Matura/Abitur muss er es nachgehohlt haben..MfG aMan..
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Mit dem Argument kannst du auch behaupten, dass C++ keine Programmsprache ist, weil du ja schon einmal einen Computer angemacht hast. Schule aus Sicht von SchülerInnen und aus Sicht von LehrerInnen und Experten ist logischerweise nicht identisch.
Die Schüler sind aber die Programmierer, weil um diese Leute dreht sich das Schulsystem, die werden ausgebildet. Lehrerinnen sind eine Art Administrator und (selbsternannte) Experten die mit jahrelanger Nicht-Lehrer-Erfahrung absolut keine Erfahrung mit der Materie gemacht haben sind bestenfalls Netzwerkadministratoren. Wichtig wäre es mit Leuten zu diskutieren die die Schule eben gerade abgeschlossen haben. Die können schon ohne eigenen Leistungsdruck diskutieren (also kein "Bitte schafft das Durchfallen ab, ich schaff das Jahr nicht mehr) haben aber gerade jetzt erst die Zeit hinter sich und können am besten bewerten wie gut sie tatsächlich ausgebildet wurden.
Er nach nach ihrem Vorschlag ja max 1 Jahr zurueckbleiben. Und ich denke Spaetestens bei der Matura/Abitur muss er es nachgehohlt haben..
Das heißt also man verschiebt das Erkennen des Problems einfach ein Jahr nach hinten und lässt ihn dann sehr verspätet erst auf den Boden der Tatsachen fallen?
MfG SideWinder
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Ben04 schrieb:
aMan schrieb:
Ben04 schrieb:
estartu schrieb:
Wäre da vielleicht eine Art Kurssystem angebracht?
Dass man nur ein Fach wiederholen muss und den Rest nicht?Die Idee find ich gar nicht mal so schlecht. Nur was macht man wenn jemand in einem Fach das Abi fertig hat und sich gar nicht für ein anderes interssiert und deshalb da noch weit vom Abi weg ist?
In At macht man die Matura fuer alle Faecher in einem Jahr. Ka wie es in De ist..
Bezog sich auf estartus Vorschlag und nicht auf irgendein bestehendes System. Wenn man es zulässt, dass Schüler nur in einem Fach zurückbleiben dann stellt sich irgendwann das Problem wie man die Abschlussprüfung gestaltet da die (normalerweise) in einem Jahr stattfindet.
Naja, eine Idee dazu wäre, dass man seinen Abschluß in den Fächern macht, wo man fertig ist und dann eben ein Jahr nur zu den Fächern hin muss, wo man schlecht war und entsprechend später den Abschluß vervollständigt.
Den Rest KANN man als Lückenfüller (statt Freistunden) besuchen.
Oder man macht den kompletten Anschluß nach dem zusätzlichen Jahr.So kann man sich nebenbei um ne Uni kümmern oder sich schon mal bewerben.

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Am besten beginnt Franz schonmal nebenbei mit der Uni. Wenn Franz dann kurz vor der Diplomarbeit für Informatik steht, stellt sich raus, dass ihm neben Analysis I und II auch noch 4 Jahre Mathematik in der Schule fehlen. Ist aber alles kein Problem, weil der Franz, der hat keine Matheschwäche. Das weiß er so gut, weil er immer aufgestiegen ist.
Das Franz jetzt leider keine Möglichkeit mehr haben wird überhaupt einen Schulabschluss zu absolvieren ist auch egal. Er hat ja Hartz IV. Damit kann er aber seine eigenen Kinder nicht finanzieren. Also wählt er die Politiker die ihm die Ganztagsschule finanzieren.
MfG SideWinder
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chrische5 schrieb:
Ich habe nicht alles gelesen, aber es heißt doch nicht: nicht sitzbleiben und es geht einfach mit neuem Stoff los, sondern man muss diese SchülerInnen im neuen Schuljahr dann natürlich mehr in Einzelförderung bringen, um den Stoff wieder aufzuholen. Das hat sich halt als effektiver erwiesen, als sie die Klasse wiederholen zu lassen.
Das heist das höchstens in Fächern die auf dem Vorjahr aufbauen. Jedoch heißt es bei Fächern wie Geschichte eher, dass man über einen Gewissen Zeitraum eine Wissenslücke hat die nie mehr getestet wird und daher auch nicht aufgeholt werden muss.
chrische5 schrieb:
Das ist aber nicht die Meinung der Erziehungswissenschaftler und Paädagogen, die sich mit Thema auseinandersetzen. Es gibt keine homogenen Gruppen. Auch auf dem Gymnasium und an anderen Schueln nicht. Die LehrerInnen sind immer zu Binnendifferenzierung gezwungen.
Über den ersten Satz kann ich nicht viel sagen. Der zweite und dritte stimmt und beim letzten frag ich mich an welche Schule du gegangen bist.
Sagen wir mal du hast 2 Stunden die Woche. Eine geht wenigstens drauf und den Stoff an der Tafel einmal allgemein für jeden zu erklären. Dann bleiben dir 60 Minuten (oder 45 oder 40 in manchen Ländern und Schulen). Davon fallen wieder wenigstens 10 weg weil manche Schüler erst verspätet eintrudeln. So nun hast du noch 50 Minuten. Sagen wir wir hätten 24 Schüler und 4rer Gruppen das macht 6 Gruppen. Sagen wir 2 davon sind einfach nur gut und brauchen keine individuelle Hilfe. Dann hast du 12.5 Minuten pro Gruppe. Das wird nie und nimmer reichen um den Schächeren den Stoff zu erklären und noch den des letzten Jahres dazu.
Bedenke, dass die 12.5 Minuten großzügig geschätz sind und 6-7 wahrscheinlicher sind. Pro Schüler ist das sogut wie nichts, das reicht gerade mal um Schüler die Krach machen auseinander zu setzen und der Lehrer darf auch auf keinen Fall krank werden.
Mehr als zwei Studen gehen aber auf die Kosten eines anderen Fachs oder werden unbezahlbar.
estartu schrieb:
Naja, eine Idee dazu wäre, dass man seinen Abschluß in den Fächern macht, wo man fertig ist und dann eben ein Jahr nur zu den Fächern hin muss, wo man schlecht war und entsprechend später den Abschluß vervollständigt.
Den Rest KANN man als Lückenfüller (statt Freistunden) besuchen.
Oder man macht den kompletten Anschluß nach dem zusätzlichen Jahr.Du willst also unter Umständen tatsächlich einem der kurz vor einem Infostudium steht noch ein ganzes Jahr nur Literaturkanon aufbrummen. Du bist ja grausamer als ich dachte.
Desweiteren was ist wenn ich mein Abschluss in den Fächer die mich interessieren habe und auf die anderen pfeife und einfach nicht mehr zur Schule geh? Die Schüler sind dann 18-19 und in dem Fall also fällt Polizei aus da sie nicht mehr schulpflichtig sind. Willst du die bereits erlangten Zeugnisse dann für ungültig erklären? (Ich wäre da wahrscheinlich in so einem Fall da meine Motivation Faust lesen zu müssen gegen 0 tendiert.)
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Ich findet meine Vorschläge nicht gut, ihr findet die aktuelle Realität nicht gut, ihr findet den Vorschlag, das Sitzenbleiben abzuschaffen nicht gut...
Was zum Donner wollt ihr?
Ich hab immerhin Vorschläge gemacht obwohl ihr schon den ersten in der Luft zerrissen habt. Wo bleiben eure?
@SideWinder: Franz soll nicht schon mal zur Uni gehen, sondern soll die zusätzliche Freizeit nutzen, sich eine gute auszusuchen.
Wenn er nur in einem Fach schlecht war, dann muss er wohl nur ein oder zwei Tage mal zur Schule.Und das Endzeugnis würde ich erst ausgeben, wenn auch das letzte Fach abgeschlossen ist. Bis dahin gibt es nur ein vorläufiges Zeugnis, damit man was vorzulegen hat (z.B. beim Bewerben).
Du willst also unter Umständen tatsächlich einem der kurz vor einem Infostudium steht noch ein ganzes Jahr nur Literaturkanon aufbrummen. Du bist ja grausamer als ich dachte.
Warum? Dafür wurde er nicht aus seinem Klassenverband gerissen - was ich in den meisten Fällen genauso grausam finde.
Außerdem DARF er ja an anderen Fächern teilnehmen - wird es wohl nur nicht, igitt, freiwillig in der Schule bleiben... :p
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SideWinder schrieb:
Die Schüler sind aber die Programmierer, weil um diese Leute dreht sich das Schulsystem, die werden ausgebildet. Lehrerinnen sind eine Art Administrator und (selbsternannte) Experten die mit jahrelanger Nicht-Lehrer-Erfahrung absolut keine Erfahrung mit der Materie gemacht haben sind bestenfalls Netzwerkadministratoren.
Klar, und wer sich ärtzlich behandeln läßt ist Experte für's Gesundheitssystem.
Wichtig wäre es mit Leuten zu diskutieren die die Schule eben gerade abgeschlossen haben. Die können schon ohne eigenen Leistungsdruck diskutieren (also kein "Bitte schafft das Durchfallen ab, ich schaff das Jahr nicht mehr) haben aber gerade jetzt erst die Zeit hinter sich und können am besten bewerten wie gut sie tatsächlich ausgebildet wurden.
Ich glaube nicht, daß die das besonders gut beurteilen können. Woran sollen sie das denn festmachen? Jedenfalls nicht daran, daß sie nun schon jahrelang irgendwas davon brauchen konnten. Letztlich fragst Du damit nur ab, welche Fächer wieviel Spaß gemacht haben.
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estartu schrieb:
Was zum Donner wollt ihr?
1. Groeßere Selektion (zumindest in meiner Klasse ist sie mE zu klein).
2. Kein Kuendigungsschutz mehr fuer Lehrer, auch nicht wenn sie schon 20 Jahre dabei sind. Wenn sie zu viel Beischeidenheit bauen, dann sind sie weg. Es ist ja unmoeglich, dass ein Lehrer nicht gefeuert wird, obwohl sich jede seiner Klassen ueber ihn beschwert.
3. In den Klassen sollte mE mehr Disziplin herschen. Dazu sollte man wieder den Guertel oder die Peitsche einfuehren. Harhar.. Nein den letzten Satz hab ich natuerlich nicht Ernst gemeint, aber irgendeine Bestrafungsmethode muessen die Lehrer mE haben. Die USA Methode mit der Suspendierung finde ich sehr bescheiden. Aber Anmerkungen im Zeugnis waeren vielleicht eine Moeglichkeit..Jester schrieb:
Klar, und wer sich ärtzlich behandeln läßt ist Experte für's Gesundheitssystem.
Experten sicher nicht, aber der Patient kann durchaus Beurteilen, ob das System gut laeuft. Wenn ich mir mit der Kreissaege in die Hand geschnitten habe, der Arzt sich das kurz anschaut und ich dann ne halbe Stunde warte, dann ist das System gut. Wenn ich ne halbe Stunde warte, bis sich das der Arzt das erste Mal anschaut, dann ist das System schlecht. Bei Notfaellen sollte man einfach schnell reagieren, wenn sich dann herausstellt, dass sie doch nicht so dringend sind, kann man ja warten..
Ich kann auch beurteilen, dass die Oesterreichische e-Card gut ist, da ich jetzt nicht jedes mal den Beleg besorgen muss..
Das Gesundheitssystem ist ne Dienstleistung, genauso wie die Schule. Ich kann jede Dienstleistung aus meiner Sicht beurteilen. Bei einer Reise kann ich auch die Organisation usw beurteilen, obwohl ich kein Experte bin. Den Service bei einer Therme o.ae. kann ich auch gut Beurteilen..
Ich glaube nicht, daß die das besonders gut beurteilen können. Woran sollen sie das denn festmachen? Jedenfalls nicht daran, daß sie nun schon jahrelang irgendwas davon brauchen konnten. Letztlich fragst Du damit nur ab, welche Fächer wieviel Spaß gemacht haben.
Komisch, dass wir dann eher mehr Selektion und Strenge fordern.
Natuerlich muss man da sehr Aufpassen und das aus Sicht von mehreren Parteien beurteilen. Lehrer die neu dabei sind sollte man genauso Fragen wie alte Hasen.. Ich kann mir vorstellen, dass Experten und alte Hasen das Offensichtliche nicht sehen, weil es zu normal fuer sie ist..MfG aMan..
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aMan schrieb:
estartu schrieb:
Was zum Donner wollt ihr?
1. Groeßere Selektion (zumindest in meiner Klasse ist sie mE zu klein).
2. Kein Kuendigungsschutz mehr fuer Lehrer, auch nicht wenn sie schon 20 Jahre dabei sind. Wenn sie zu viel Beischeidenheit bauen, dann sind sie weg. Es ist ja unmoeglich, dass ein Lehrer nicht gefeuert wird, obwohl sich jede seiner Klassen ueber ihn beschwert.
3. In den Klassen sollte mE mehr Disziplin herschen. Dazu sollte man wieder den Guertel oder die Peitsche einfuehren. Harhar.. Nein den letzten Satz hab ich natuerlich nicht Ernst gemeint, aber irgendeine Bestrafungsmethode muessen die Lehrer mE haben. Die USA Methode mit der Suspendierung finde ich sehr bescheiden. Aber Anmerkungen im Zeugnis waeren vielleicht eine Moeglichkeit..zu 2:

zu 3: Also ich finde, die Lehrer sollten wieder handgreiflich werden dürfen - in der passenden Situation.
Mittlerweile ist es doch so, dass die Schüler nichtmal mehr voneinander wegziehen dürfen, wenn die sich prügeln.
In der Richtung würde ich den Lehrern definitiv wieder mehr Rechte zugestehen. Es muss aber angemessen bleiben.Wie wäre es mal wieder mit Ecke stehen? Ist völlig gewaltfrei.

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estartu schrieb:
ihr findet die aktuelle Realität nicht gut...Was zum Donner wollt ihr?
Falsch, ich finde die aktuelle Realität in Österreich sehr gut. Es könnte noch ein bißchen mehr Übersicht über die Schultypen durch gezielte Informationsveranstaltungen kurz vor möglichen Schulwechseln geben. Außerdem würde ich in irgendeiner Form wieder mehr Autorität für Lehrer in Schulen einführen in denen "Probleme" herrschen. Das sind dann in Österreich in erster Linie Hauptschulen in Großstädten und dort wiederrum in "bekannten Vierteln".
Experten sicher nicht, aber der Patient kann durchaus Beurteilen, ob das System gut laeuft...Das Gesundheitssystem ist ne Dienstleistung, genauso wie die Schule. Ich kann jede Dienstleistung aus meiner Sicht beurteilen...
FULL ACK
Ich kann mir vorstellen, dass Experten und alte Hasen das Offensichtliche nicht sehen, weil es zu normal fuer sie ist..
"Experten". Wenn das solche Experten sind wie die leider der ÖVP angehörende Ministerin Gehrer kann das ja nur schief gehen. Wer nur 5 Jahre lang an einer Volksschule unterrichtet hat kann ja wohl noch viel weniger eine Expertenmeinung über die Situation an derzeitigen Hauptschulen abgeben wie ich. Lehrer und Schüler an Hauptschulen können das sehrwohl. Vor allem die dortigen Lehrer sind (Erfahrungsbericht) hoffnungslos den Schülern ausgeliefert. Es gibt außer eine Betragensnote keine Reaktionsmöglichkeit auf Schüler -> und die Betragensnote gibt es nur in Jahren in denen kein Abschluss gemacht wird "damit die Chancen des Einzelnen nicht getrübt werden".
Wie wäre es mal wieder mit Ecke stehen? Ist völlig gewaltfrei.
Das läuft in der Volksschule. Wenn du dann an der Hauptschule dem sagst er soll sich in die Ecke stellen und der meint nur "Leck mich Alte" dann stehst du als Lehrerin da und kannst nichts tun außer zuschauen.
MfG SideWinder
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chrische5 schrieb:
Äpfel und Birnen?
Kann man auch vergleichen. Du brauchst nur passende Kriterien. das roblem ist doch, dass viele Pädagogen und Erziehungswissenschaftler überhaupt nicht Ernst nehmen und denken, dass die eh bloss Mist reden.
Vielleicht hat das ja auch seine Gründe?
:p
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Hallo
Walli schrieb:
chrische5 schrieb:
Äpfel und Birnen?
Kann man auch vergleichen. Du brauchst nur passende Kriterien. das roblem ist doch, dass viele Pädagogen und Erziehungswissenschaftler überhaupt nicht Ernst nehmen und denken, dass die eh bloss Mist reden.
Vielleicht hat das ja auch seine Gründe?
:pIgnoranz und "sich selber für etwas besseres halten".
chrische
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@ecke stehn
Das hat es bei uns ernsthaft gegeben. Ausschluss aus dem Untericht auch. Leider war es beim naechsten mal wieder genau so laut..MfG aMan..
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Hallo
Ich will dir wirklich nicht auf die Füße treten, aber dein Verständnis von Pädagogik offenbart sich, wenn du so etwas
Das läuft in der Volksschule. Wenn du dann an der Hauptschule dem sagst er soll sich in die Ecke stellen und der meint nur "Leck mich Alte" dann stehst du als Lehrerin da und kannst nichts tun außer zuschauen.
und gleichzeitig forderst, dass Schule nicht mehr erziehen soll.
chrische
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Viele sehen in mangelndem Ansporn an die Jungentliche den eigentlichen Grund für die schlechten Ergebnisse. Wie wäre es ein Schulabschluss als Vorbedingung für Arbeitslosengeld einzuführen? Wird zwar wahrscheinlich bei den ganz Kleinen nicht helfen aber sollte doch einen gewissen Ansporn für die darstellen die bis nach der Schule denken.
Hat zwar den Nachteile, dass ein paar dann ohne irgendetwas nach der Schule dastehen allerdings kann man schon von Selbstschuld sprechen wenn man es fertig bringt ganz ohne irgendeinen Abschluss darzustehen und ein paar negative Beispiele muss es ja leider auch geben.
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Wer ein bischen weiterdenkt, der Lernt sowieso..
MfG aMan..
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Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben:
Das Schulsystem in Deutschland als solches ist völlig morbide und veraltet. Dies begründe ich jedoch keinesfalls in der Trennung auf Haupt-, Realschule und Gymnasium, sondern vielmehr auf den Gesamtumständen.
Einerseits beschwert sich einjeder, die Bildung würde den Bach runter gehen, andererseits sind Schulen die ersten Einrichtungen, die gekürzt und wegrationalisiert werden, wenn mal wieder irgendwo ein paar millionen Euro fehlen; da wird mit Lehrbüchern von '79 gearbeitet, gut 50% der Lehrer steht kurz vor der Rente, pro Schule gibt es viel zu wenige Lehrkräfte und wirklich engagiert sind vlt. 25% von denen. Sämtliche Einrichtungen wie Internetcaffés, Kafeteria, Aufenthaltsräume, alles wird abgebaut, und nicht einmal einfache Anträge wie Essensautomaten kommen i.d.R. durch. Die Schüler werden verdonnert, an einer unqualifizierten Halbtagsschule den Nachmittag abzusitzen, wärend die wenigen Putzfrauen, die noch nicht wegrationalisiert wurden sich weigern, die Tafeln zu wischen und den Schülern aufbrummen, ihre von fremden Schülern anderer Schulen, die aus Platzmangel wandern müssen, verunreinigten Räume, selbst zu reinigen ... in sofern sie denn selbst nicht wandern müssen.
Für wie motiviert darf man einen Haupt- oder Realschüler halten? Von der Gesellschaft wird er als "dumm" oder "wenig intelligent" abgestempelt (wie z.B. auch in diesem Thread). Doch welche Motivation sollte er denn aufbringen in einer Gesellschaft, in der das Abitur zum Standard avanciert (ist)?
Die Nichtmotivation der Schüler ... auch ein Irrtum! Die allermeisten Schüler sind gespannt auf die Schule und freuen sich darauf! Sie wollen lernen! Doch eben dies wird durch unqualifizierte Lehr- und Lernmethoden, unangebrachten Stoff etc. systematisch binnen kürzester Zeit abgebaut! Immergleiche Analysen, Interpretationen etc. Auch werden zahlreiche "begabtere" Kinder von den "anders lernenden" (ich benutze hier explizit keine intellektuell abwertende Formulierung!) hinunter gezogen, also genau das Gegenteil der ach so propagierten "Gut zieht schlecht hinauf"-Theorie!
Was mir indes aufgefallen ist, und was mich insbesondere stört, ist der Umstand, dass in Deutschland eine geheuchelte unermessliche Förderung der Schüler mit einer schwächeren kognitiven Kompetenz herrscht. Großteils halte ich das für Unsinn, aber was mich indes doch aufregt ist die Tatsache, dass im Verhältnis doch wahnsinnige Förderungen auf dem Gebiet der Leistungsschwächeren herrscht, wärend die Leistungsstärkeren bzw. -herausragenden (man möge dies nach Belieben vlt. "Hochbegabung" nennen) regelrecht boykottiert werden. Auch hier kann ich aus eigener Erfahrung sprechen.
Was ich als allererstes tun würde, wäre gesetzlich die Wegrationalisierung von Lehrmethoden verbieten. Wie wagt der Staat und die Gesellschaft es, sich über Bildung zu beschweren, wenn die Tabakindustrie beinahe mehr gefördert wird als Bildungseinrichtungen?
Zentralabitur, Oberstufe im Klassenverband, alles dies sind Einschränkungen. Wie viele Schulen kenne ich, die extremsten Platzmangel aufweisen, und deren Anträge auf Ausbau schlichtweg abgeblockt werden? Dann müssen die Schüler in ihren Pausen zwischen Schulen, z.T. durch die halbe Stadt laufen, das dann noch auf den Vor- und teilweise Nachmittag verteilt, dann kommen noch die Lehrer zu spät, weil sie den Weg ebenso nicht in 5 Minuten schaffen können, dann werden sie an den fremden Schulen i.d.R. noch mächtig drangsaliert (insbesondere Realschüler auf Hauptschulen und Gymnasiasten auf Real- und Hauptschulen) und dann sollen die Schüler noch motiviert sein? Respekt, ich glaube, ich wäre es nicht!
Was den Respekt der Lehrer betrifft: Richtung und Falsch!
Ein Lehrer ist eine Lehrkraft, keine Erziehungskraft! Das bleibt doch bitteschön den Eltern vorbehalten. Wie begründen es denn die früheren "Kindergärtnerinnen", nun "Erzieherinnen" genannt zu werden! Eine fremde Kraft mit dem Wort "Erziehung" zu koppeln ist in meinen Augen schlichtweg anmaßend!
Nichtsdestotrotz muss der Lehrer eine Autoritätsperson sein, und zumindest das Recht haben, ein sich fehlverhaltendes Individuum vom Unterricht auszuschließen. Auch Wehren muss er sich können, wenn dies erforderlich ist. Ich bin nicht für Gewalt von Lehrerseite, würde mich als Lehrer aber jederzeit frei sehen, mich in meinem Handeln auf §§ 32 und 33 StGB zu berufen.
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Reyx schrieb:
Was mir indes aufgefallen ist, und was mich insbesondere stört, ist der Umstand, dass in Deutschland eine geheuchelte unermessliche Förderung der Schüler mit einer schwächeren kognitiven Kompetenz herrscht. Großteils halte ich das für Unsinn, aber was mich indes doch aufregt ist die Tatsache, dass im Verhältnis doch wahnsinnige Förderungen auf dem Gebiet der Leistungsschwächeren herrscht, wärend die Leistungsstärkeren bzw. -herausragenden (man möge dies nach Belieben vlt. "Hochbegabung" nennen) regelrecht boykottiert werden. Auch hier kann ich aus eigener Erfahrung sprechen.
Das liebe ich an solchen Diskussionen. Da kommen die ganzen gescheiterten Hochbegabten raus und jammern, sie seien nur boykottiert worden.

Wer so begabt ist, der wird es wohl auch auf die Reihe kriegen sich mal selbst um was zu kümmern? Ne klar, das Schulsystem ist ja schuld, wie soll ich denn was lernen wenn mir der Lehrer nicht schnell genug vorkaut?