Der Papst bezieht Stellung zu Evolution und göttlicher Schöpfung



  • SideWinder schrieb:

    Deine Vorstellungswelt muss erheblich eingeschränkt sein wenn es für dich lediglich Zufall oder Gott gibt.

    Nein, aber im Moment komme ich grade nicht über Zufall und Logik hinaus. Aber wahrscheinlich verwende ich "Logik" falsch. Logisch ist für mich, was nicht zufällig ist.

    Wie gesagt, vielleicht habe ich deinen "Menschen als logische Konsequenz des Urknalls" fehlinterpretiert. "Potentiell nachvollziehbare, natürliche Prozesse" hätte ich nicht verneint.



  • Bashar schrieb:

    Ein Kommentar zu der Diskussion, ob Gott oder die Wissenschaft irgendwas besser erklären: Solch eine Diskussion ist vollkommen nutzlos, solange die beiden Parteien unterschiedliche Sprachen sprechen, insbesondere vollkommen verschiedene Definitionen des Wortes "erklären" benutzen.

    Hmmm. Mag sein. Vielleicht ist meine Sicht davon auch falsch. Ich sehe die beiden Erklärungsvarianten in etwa so:

    wissenschaftlich:

    Die Wissenschaft liefert eine Theorie, die unsere bisherige Wahrnehmung der Natur widerspiegelt. Mit dieser Theorie kann man Vorhersagen treffen, die dann meistens auch am Schluss eintreten.

    religiös:

    Dinge werden durch den Willen Gottes und ähnlichem erklärt. Eine Hinterfragung solcher Erklärungen ist sinnlos, denn als weltliche Wesen kann man wohl kaum den Willen Gottes begreifen. Zumindest kann man mit diesen Erklärungen keine Vorhersagen treffen, denn wie will man als menschliches Wesen den Willen Gottes vorhersagen? Das ist also in etwa so, als wenn Eltern ihrem Kind etwas in der Art "Du bist noch zu klein, um das zu verstehen" erklären.



  • Gregor schrieb:

    Ich sehe die beiden Erklärungsvarianten in etwa so:

    wissenschaftlich:

    Die Wissenschaft liefert eine Theorie, die unsere bisherige Wahrnehmung der Natur widerspiegelt. Mit dieser Theorie kann man Vorhersagen treffen, die dann meistens auch am Schluss eintreten.

    religiös:

    Dinge werden durch den Willen Gottes und ähnlichem erklärt. Eine Hinterfragung solcher Erklärungen ist sinnlos, denn als weltliche Wesen kann man wohl kaum den Willen Gottes begreifen. Zumindest kann man mit diesen Erklärungen keine Vorhersagen treffen, denn wie will man als menschliches Wesen den Willen Gottes vorhersagen?

    ich kann mich (nicht aus eigener erfahrung, so alt bin ich auch wieder nicht) an zeiten erinnern, daß suchte dir kirche, die welt ganz wissenschaftlich zu erklären und wollte modelle nachvollziehbare haben. wollte einfach erfahren, wie gott die zahnräder der weltenuhr ineinandergefügt hat und verstand es als aufgabe des menschen, die wunder gottes zu begreifen, um sie in ihere ganzen pracht und schönheit bestaunen zu können.
    ist aber schon ne ganze weile her.



  • volkard schrieb:

    ich kann mich (nicht aus eigener erfahrung, so alt bin ich auch wieder nicht) an zeiten erinnern, daß suchte dir kirche, die welt ganz wissenschaftlich zu erklären und wollte modelle nachvollziehbare haben. wollte einfach erfahren, wie gott die zahnräder der weltenuhr ineinandergefügt hat und verstand es als aufgabe des menschen, die wunder gottes zu begreifen, um sie in ihere ganzen pracht und schönheit bestaunen zu können.

    Ist das nicht Anmaßung gegenüber Gott? 😉



  • Gregor schrieb:

    religiös:

    Dinge werden durch den Willen Gottes und ähnlichem erklärt. Eine Hinterfragung solcher Erklärungen ist sinnlos, denn als weltliche Wesen kann man wohl kaum den Willen Gottes begreifen. Zumindest kann man mit diesen Erklärungen keine Vorhersagen treffen, denn wie will man als menschliches Wesen den Willen Gottes vorhersagen?

    Ja, richtig, eine religiöse "Erklärung" ist keine Erklärung, aber du vergisst wie unglaublich praktisch & universell einsetzbar Gottes Wille/Vorsehung/etc sind!



  • Eine religiöse Erklärung soll auch nicht dafür da sein zu zeigen, wie etwas passiert, sondern warum etwas passiert.



  • Erhard Henkes schrieb:

    "Lasst euch nicht einreden, dass diese Frage durch die Wissenschaft geklärt ist."

    Danke, genau darum geht es. 👍

    Dass die Homoehe keine Basis für ein Volk ist, dürfte auch klar sein. Daher darf dies nicht zum Vorbild erhoben werden. Eine Geburtenrate von 1,2 ist doch schon trübselig genug, das muss man mathematisch gebildeten Menschen sicher nicht weiter erklären.

    Der Papst mahnt zur Umkehr, zur Hinwendung zur Vernunft. Er vermeidet bei seinem Besuch aus medientechnischen Gründen das Thema Abtreibung, denn darauf würden sich viele "stürzen". Ihm geht es darum, vor den falschen Schlussfolgerungen der Wissenschaft zu warnen.

    1. Sagt uns die Wissenschaft das wir eine Geburtenrate von 1,2 haben sollen ?
    2. Solange die Geburtenrate nicht unter 1,0 fällt ist doch alles in Ordnung ?
    3. Ist die Geburtenrate auf die gesammte Weltbevölkerung bezogen ?

    Es ist eine Tatsache das wir mit der Wissenschaft heute sehr viel besser drann sind als es jemans mit der Religion war.

    Wenn du die Wissenschaft als "Unvernunft" bezeichnest, und die Religion als "Vernunft", dann bitte:
    - benutze keine Medikamente mehr, sondern gehe zu deinem Priester
    - benutze keine sanitären Einrichtungen mehr
    - bade nicht
    usw usf.

    Der nächste der religiöse Erklärungen als Ersatz der Wissenschaft sieht. Religion hat nichts mit Gravitation zu tun sondern vielmehr mit "Religion bezeichnet meistens ein in größeren Bevölkerungsgruppen verankertes System von Vorstellungen über die Existenz von Gegebenheiten jenseits des sinnlich Erfahrbaren (Transzendenz). Religiöse Menschen richten ihr Leben an Konzepten eines „sinngebenden Ganzen“ aus." Eine Anleitung zur Lebensbewältigung.

    Dann soll sich die Religion, insbesondere die christliche, sich auch nur auf dieses Themengebiet begrenzen.
    Kondome und Abtreibungen haben nichts mit ethnischen Themen zutun. Kondome haben was mit medizinischen und Abtreibungen haben was mit Armut zu tun.
    Ebenso wie die Entstehungsgeschichte der Erde und den Lebenswesen haben nichts damit zu tun.

    Du beschreibst wieder mal die römisch-katholische Kirche und nicht das Christentum. Meine Eltern sind Christen und können es sich leisten Kondome zu verwenden ohne in der Hölle zu brennen. Weil das nämlich nur Blubb-Blubb ist, das noch dazu meistens nur von antireligiösen Fanatikern erzählt wird.

    Wer entscheidet denn bitte was der echte Glauben ist ? Wer entscheidet welche Regeln gelten sollten damit man nicht in der Hölle landet ?
    Die Wurzeln des Christentums sind im jüdischen Glauben, dort hat man Beschneidung und Tieropfer, ebenso wie Götzenanbetung. Dann tauchte plötzlich ein Jude namens Jesus auf und sagte das man das alles gar nicht brauchte. Was war plötzlich mit Moses und die Regeln die, von Gott, in Stein gehauen wurden ?

    Anderer Thread wäre angebracht. Nein taugt er nicht, aber das ist ja nicht gar so häufig der Fall. Aber eine Erziehung durch ein gleichgeschlechtliches Paar ist ganz klar abzulehnen. Welches Bild bekommt das Kind denn da bitte von der Welt. Mama[1] wo ist eigentlich mein Papa?

    Wo ist das Problem dem Kind zu sagen das es 2 Mütter/Väter hat ? Ohgott nein, dadurch wird es ja automatisch Homosexuel und irgendwann gibt es nur noch Homosexuelle.

    Ich habe mich nicht genauer damit auseinandergesetzt, aber ich widerlege es erst einmal mit ein paar kurzen Gedanken: Warum sollte Gott etwas "Weltliches" sein?

    Weil Gott sonst doch nichts mit uns zu tun hat. Wir sind was "Weltliches".

    Das Drüben kann mich wenig kümmern;
    Schlägst du erst diese Welt zu Trümmern,
    Die andre mag darnach entstehn.
    Aus dieser Erde quillen meine Freuden,
    Und diese Sonne scheinet meinen Leiden;
    Kann ich mich erst von ihnen scheiden,
    Dann mag, was will und kann, geschehn.
    Davon will ich nichts weiter hören,
    Ob man auch künftig haßt und liebt,
    Und ob es auch in jenen Sphären
    Ein Oben oder Unten gibt.

    Eine religiöse Erklärung soll auch nicht dafür da sein zu zeigen, wie etwas passiert, sondern warum etwas passiert.

    Warum kann man sich die Entstehung des Menschen nicht als Folge von Evolutionsprozessen erklären ? Intelligente Lebensformen haben mit die höchste Überlebensfähigkeit.
    - Ameisen,
    - Bienen
    - Termiten
    - Menschen

    Wohingegen andere Lebensformen die sich nur der Umwelt anpassen nur begrenzt Überlebensfähig sind.

    Die Frage nach der Entstehung des Lebens ist wissenschaftlich völlig ungeklärt. Die Erklärung, das dies durch Zufall aus organischer Materie erfolgt ist, höchst unwahrscheinlich. Es bleibt fast nur noch die Meteoritentheorie, womit das Thema ins Universum verlagert wird. Das ist ein wichtiger Punkt.

    Wozu sich dann die Mühe machen ? Machen wir doch einfach Gott für alles verantwortlich.
    "Warum ist die Erde da ? - Weil es Gott gefallen hat"
    "Worum ist der Vulkan dort ausgebrochen ? - Weil es Gott gefallen hat"
    "Wieso ist die Seuche ausgebrochen ? - Weil es Gott gefallen hat"
    "Wieso muss ich sterben ? - Weil es Gott gefallen hat"

    Ist doch richtig bequem und man braucht nicht zu kostspielige Versuche und unsinnige Theorien zu erfinden.



  • homosexualität ist höchst wahrscheinlich keine erbkrankheit.



  • DEvent schrieb:

    2. Solange die Geburtenrate nicht unter 1,0 fällt ist doch alles in Ordnung ?

    nee, ich vermute er will mindestens 2.0 haben, also keine schrumpfung des deutschen volkskörpers. warum weiß ich allerdings nicht. nostalgie?
    http://www.hanisauland.de/lexikon/g/geburtenrate.html 👍



  • Morgen,

    Erhard Henkes schrieb:

    Es ist nicht Aufgabe des Papstes und der katholischen Kirche "zeitgemäß" zu sein...

    Nein natuerlich nicht. Es ist auch nicht seine Aufgabe mir aufzudoktrinieren,
    an was ich zu glauben habe.

    ... und überzeugten Atheisten und gottlosen Wissenschaftlern nach dem Mund zu reden. Es geht darum, die Dinge klar zu benennen. Dem Papst geht es um den Sieg der "Vernunft" über die "Unvernunft".

    Guter versuch mit "gottlos". Muss man jedoch nicht als negativ ansehen, denn
    jemand der nicht an einen Gott glaubt, der ist wahrhaftig "gottlos".

    Sage mir, wann bin ich vernuenftig?

    Erhard Henkes schrieb:

    Warum redet ihr hier Homoehe, Tötung unschuldiger Kinder und Unvernunft das Wort? Der Papst hat vollkommen Recht mit seiner Mahnung. Es ist höchste Zeit für eine Rückbesinnung auf elementare christliche Werte.

    Wer ist der Papst, dass er glaubt jeder habe seine Definition von Unvernunft?
    Wer ist der Papst, dass er sich das Recht herausnimmt, ueber alle Koepfe hinweg
    zu Mahnen? Wer ist der Papst, wer bist du, dass du mir sagst, ich habe mich
    den christilichen Werten zu unterwerfen?

    Ich bin anders! Bitte bezeichne mich als etwas boeses. Als Mitlaeufer oder
    Mitaeter sollst du mich bezichtigen, damit sich der "Andere" mit Sicherheit und
    als etwas negatives moeglichst schnell in den Koepfen der Mitglaeubigen
    manifestiert. Keine Macht den andersdenkenden!

    Erhard Henkes schrieb:

    Es ist übrigens sicher kein Zufall, das gerade in Berlin die höchste Abtreibungsrate herrscht. Von diesem gottlosen Ort aus wird dieses Land regiert.

    Bitte lass die Sinnflut wiederkommen, denn der Wandel der Zeit ist einer, den
    ich nicht tollerieren kann.

    Erhard Henkes schrieb:

    Dass die Homoehe keine Basis für ein Volk ist, dürfte auch klar sein. Daher darf dies nicht zum Vorbild erhoben werden. Eine Geburtenrate von 1,2 ist doch schon trübselig genug, das muss man mathematisch gebildeten Menschen sicher nicht weiter erklären.

    Klar darf sie es nicht, sie ist ja auch anders. "Anders" duerfen wir nicht
    unterstuetzen. Lasst uns blind sein vor jenen, die anders sind. Sie haben
    kein Recht auf Leben. Huch? Haben sie doch oder? Ach von tolleranz reden
    wir mal nicht. Sie ist nur in soweit zu dulden, wie wir es fuer richtig halten.

    Erhard Henkes schrieb:

    Der Papst mahnt zur Umkehr, zur Hinwendung zur Vernunft. Er vermeidet bei seinem Besuch aus medientechnischen Gründen das Thema Abtreibung, denn darauf würden sich viele "stürzen". Ihm geht es darum, vor den falschen Schlussfolgerungen der Wissenschaft zu warnen.

    Definiere Vernunft und ja, bitte schliesse damit jedweges Denken aus, welches
    von christlichen Ueberzeugungen abweicht, denn der Papst und Gott ueberhaupt
    weiss, dass die ihrige Definition die wahrhaftige ist.

    Erhard Henkes schrieb:

    Der "Urknall" ist nur eine von vielen Theorien zur Entstehung des Universums. Interessant daran ist, dass auch in der Bibel in der zeitlichen Reihenfolge zuerst das Licht ("Durchsichtigwerden des Universums") und erst danach die Sterne und unsere Sonne geschaffen wird.

    Und die Aegypter haben unglaubliche Bauten erschaffen, ganz ohne die heutige
    Technik, schon zu ihrer Zeit. Na und?

    Erhard Henkes schrieb:

    Solange Physiker nicht mit ihren Theorien erklären können, was dunkle Materie und dunkle Energie ist, begreifen diese nur einen kleinen Teil des für uns sichtbaren 3D-Universums. In der Tat ist die in Ansätzen begriffene Materie in der Minderheit. Schaut man in den Mikrokosmos hört unser Wissen bei den Quarks auf. Materie besteht nach heutigem Bild fast nur aus Leere und Energie. Beides ist nicht verstanden. Könnte der Mensch eine "Quarkbombe" schaffen, wäre es leicht, damit unser Sonnensystem zu eliminieren. Die M- und Stringtheorie wartet ebenfalls noch auf ihren Beweis durch den LHC, der nächstes Jahr anläuft. Aber das ist erst der Anfang der Verwirrung (siehe Goethes Faust).

    Wir sollten uns schaemen, mehr ueber uns, unser Entstehen, unsere Umwelt und
    das Universum erfahren zu wollen. Last uns zurueckkehren in unsere kleinen
    vier Waende und die Augen verschliessen vor neuer Erkenntnis.

    Erhard Henkes schrieb:

    Volkard hat hier an einigen Punkten völlig Recht. Ich gebe nur zu bedenken, dass die heutige katholische Kirche keine "Verbrecherorganisation" im geschichtlich angesprochenen Sinne ist. Die Gewalt ging übrigens mehr vom Staat als von der Kirche aus.

    Deswegen hat noch zu Zeiten als meine Eltern noch in der Schule waren der
    Pastor im Dorf das Sagen gehabt und wer Abends um 22h von ihm auf der Strasse
    erwischt worden ist, durfte gleich mal ordentlich Pruegel von ihm einstecken.

    Erhard Henkes schrieb:

    Unvernunft, Homoehe und Abtreibung (ein verniedlichendes Wort) sind m.E. keine Basis für einen zukunftsorientierten Staat, sondern signifikante Zeichen einer sich krankhaft ausbreitenden Dekadenz.

    Na klar, es ist anders, es widerspricht meinem Glauben, also muss etwas
    krankhaftes sein.

    Erhard Henkes schrieb:

    Manchmal sind Atheisten auch wahrhaft witzig, so z.B.: "Warum wurde ich getauft? Ich möchte meine Erbsünde zurück haben!"

    Papst Benedikt XVI. sieht Atheismus übrigens aus der "Gottesangst" entstanden.

    Na klar. Sie leben nach einem "Glauben" der sich anders Definiert. Man muss Sie
    schnellstmoeglich ins "rechte Licht" ruecken, damit sie mundtot sind.

    Ich komme mir gerade vor, als wenn die Zeugen Jehovas an meiner Tuer gekloppft
    haben, um mir zu erzaehlen, was "die Wahrheit" ist.

    gruss
    v R



  • Für Europäer ist das aktuelle Christentum doch eh immer uninteressanter. Nicht nur, dass denen kaum einer zuhört oder sich gar nur im entferntesten versucht daran zu halten. Die Kirchen werden doch eh zurück gebaut. Die einzigen Glaubenseinrichtungen die wirklich gut gehen sind doch eh Moscheen und irgend welche Naturheilsachen. Was interessiert mich da das gestammel eines alten Besserwissers, der aus seinem Palast sicher gut über das Leiden der Menschen urteilen und befinden kann?

    Erhard Henkes schrieb:

    Ansprache von Mutter Teresa von Kalkutta am 10. Dezember 1979 bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo:

    Mutter Teresa? Du meinst die Mutter Teresa, die sich gut mit Diktatoren verstand, Demokratie ablehnte, vermutlich enorme Summen an Geld unterschlagen hat und den Leuten lieber was von Gott erzählt, als sie zu heilen. Von der brauchen die Menschen sicher keine Ratschläge.



  • Erhard Henkes schrieb:

    Die Frage nach der Entstehung des Lebens ist wissenschaftlich völlig ungeklärt. Die Erklärung, das dies durch Zufall aus organischer Materie erfolgt ist, höchst unwahrscheinlich. Es bleibt fast nur noch die Meteoritentheorie, womit das Thema ins Universum verlagert wird. Das ist ein wichtiger Punkt.

    Diese Verschiebung der Entstehungsgeschichte/-ortes des Lebens ist absolut irrelevant, betrachtet man wichtige grundlegende Eigenschaften in der Natur:

    1. Dualismus (1 Ding - 2 Zustände (Chaos und Ordnung))
    2. Schwingung zwischen diesen 2 Zuständen
    3. Sprunghafte Übergänge
    4. Selbstänlichkeit
    5. Spezialisierung und Selbsorganisation
    6. (Energie-)Ausgleich
    7. komplexe Funktions-/Reaktionsketten
    8. Erhöhung der Informationsdichte des (übergeordneten) Gesamtsystems
    (Unvollständige Liste, würde gerne ernsthaft drüber mit schlauen Leuten weiterphilosohieren!)

    Eine Eingenschaft von selbstorganisierenden Systemen ist also das sprunghafte Herausbilden einer Höherqualifizierung des Gesamtsystems durch Spezialisierung seiner einzelnen Teilsysteme -> die Grundlage für Evolution.

    Ziel der Evolution ist Informationsmaximum im System und absoluter Ausgleich.

    Nochmal: Evolution ist sprunghaft und damit sind auch die "kurzen" Zeitabstände in der Verbesserung der Qualitätsstufen des Lebens erklärbar.

    Kritische Selbstfrage: Hab ich eine Erklärung für den Sinn des Lebens?



  • F98 schrieb:

    Diese Verschiebung der Entstehungsgeschichte/-ortes des Lebens ist absolut irrelevant, betrachtet man wichtige grundlegende Eigenschaften in der Natur:

    1. Dualismus (1 Ding - 2 Zustände (Chaos und Ordnung))
    2. Schwingung zwischen diesen 2 Zuständen
    3. Sprunghafte Übergänge
    4. Selbstänlichkeit
    5. Spezialisierung und Selbsorganisation
    6. (Energie-)Ausgleich
    7. komplexe Funktions-/Reaktionsketten
    8. Erhöhung der Informationsdichte des (übergeordneten) Gesamtsystems
    (Unvollständige Liste, würde gerne ernsthaft drüber mit schlauen Leuten weiterphilosohieren!)

    Eine Eingenschaft von selbstorganisierenden Systemen ist also das sprunghafte Herausbilden einer Höherqualifizierung des Gesamtsystems durch Spezialisierung seiner einzelnen Teilsysteme -> die Grundlage für Evolution.

    Ziel der Evolution ist Informationsmaximum im System und absoluter Ausgleich.

    Nochmal: Evolution ist sprunghaft und damit sind auch die "kurzen" Zeitabstände in der Verbesserung der Qualitätsstufen des Lebens erklärbar.

    Kritische Selbstfrage: Hab ich eine Erklärung für den Sinn des Lebens?

    Hab nicht so wirklich verstanden was du hier sagen willst, aber hört sich alles ein wenig nach New-Age-Gefasel an 😃



  • Dann lies es nochmal, so schwer ist es ja nu nicht!



  • volkard schrieb:

    homosexualität ist höchst wahrscheinlich keine erbkrankheit.

    Welch scharfsinn 🙄 Vererbbar ist es scheint's, aber obs 'ne Krankheit ist...???

    F98 schrieb:

    ...Eine Eingenschaft von selbstorganisierenden Systemen ist also das sprunghafte Herausbilden einer Höherqualifizierung des Gesamtsystems durch Spezialisierung seiner einzelnen Teilsysteme -> die Grundlage für Evolution.

    Ziel der Evolution ist Informationsmaximum im System und absoluter Ausgleich.

    Nochmal: Evolution ist sprunghaft und damit sind auch die "kurzen" Zeitabstände in der Verbesserung der Qualitätsstufen des Lebens erklärbar.

    Kritische Selbstfrage: Hab ich eine Erklärung für den Sinn des Lebens?

    Evolution ist purer Zufall und kann somit kein Ziel haben.
    Die Mechanismen der Evolution (Rekombination, Mutation, Selektion) funktionieren nach dem Prinzip: "Probier alles mal aus, und wenns funktioniert; Hurra!"
    Ich kann darin weder Plan, noch höheren Sinn erkennen, und sehe somit keinen "Gott" in der Natur.
    Vielmehr ist "Gott" ein Erklärungsversuch für unser Unterbewusstsein, weil wir uns nicht alles rational erklären können. Wer hatte schonmal eine unheimliche Begegnung, ein Déjà vu, oder wer hat schonmal mit dem Kühlschranklämpchen geredet?
    Ist Intuition ein Werkzeug des Schicksals?

    Der Sinn des Lebens? Lebe!



  • Nichts in der Natur passiert ohne Sinn oder aus purer Verschwendungslust.

    Meiner Meinung nach betrachtest Du den Vorgang der Evolution nicht in seiner Gesamtheit. Mag das Detail (Partnerwahl, DNA-Rekombination) eher zufällig ablaufen, so ist dieses Detail aber nur ein Teil des Ganzen, nämlich die Qualität des Informations-Datenträgers (DNA) über die Zeit zu sichern und mit einer gewissen Gerichtetheit (Stichwort: "Genet. Algorithmus") zu verbessern.

    Erstaunlich dabei ist, dass neben den manifestierten Informationen (DNA) auch anscheinend unmanifestierte Informationen (Wissen, welches nicht auf der DNA hinterlegt ist) entstehen. Eine neue Qualität. Informationsmaximierung. Die Frage ist nur, wozu dient das? (Welchen Sinn ergäbe das Universum, wenn es nur aus Sonnen, Staub und kalten Dreckbrocken bestünde?)



  • F98 schrieb:

    ...Die Frage ist nur, wozu dient das? (Welchen Sinn ergäbe das Universum, wenn es nur aus Sonnen, Staub und kalten Dreckbrocken bestünde?)

    Welchen Sinn ergibt es für das Universum, dass wir uns Wissen aneignen, uns entwickeln?
    Wozu das dient? Wie gesagt, dazu das wir leben. Unsere Existenz macht allein für uns und unser Bewusstsein Sinn. Einen Nutzen für das Universum kann ich nicht erkennen.
    Um so wichtiger ist, dass wir uns nicht einer höheren Macht unterwerfen, nur weil wir keinen Sinn sehen. Denn der Sinn ist in uns, und nicht irgendwo da draussen.



  • 1310-Logik schrieb:

    Um so wichtiger ist, dass wir uns nicht einer höheren Macht unterwerfen, nur weil wir keinen Sinn sehen.

    (eins vorweg: ich bin nicht religiös und nicht religiös erzogen)

    Genau dieser Grundgedanke ist es aber, der die westl. Kultur zerstört -> Entfremdung von der Religion hin zum egositischen Konsumenten.

    Ich bin weil ich "ich" bin.
    Ich konsumiere.
    Ich verwirkliche mich.
    Ich lebe so wie ich lustig bin.
    Ich, ich und nochmal ich.

    Dabei bleibt die allg. Orientierung, die Gemeinschaft, die Richtung in die die Gesellschaft driften soll auf der Strecke. Es entsteht ein Haufen orientierungsloser Egoisten ohne Halt und Ziel, die sich für allen Schrott begeistern lassen, den man ihnen vor die Nase setzt (Bedarfserzeugung). Quasi als Ersatz. 😉

    1310-Logik schrieb:

    Denn der Sinn ist in uns, und nicht irgendwo da draussen.

    Ich finde der letzte und vorletzte Satz Deines letzten Beitrages beißen sich etwas. Wenn Du einen Sinn in Dir siehst ist das Doch auch eine Art Glaube, etwas was Dich am Leben hält.



  • F98 schrieb:

    1310-Logik schrieb:

    Um so wichtiger ist, dass wir uns nicht einer höheren Macht unterwerfen, nur weil wir keinen Sinn sehen.

    1310-Logik schrieb:

    Denn der Sinn ist in uns, und nicht irgendwo da draussen.

    Ich finde der letzte und vorletzte Satz Deines letzten Beitrages beißen sich etwas. Wenn Du einen Sinn in Dir siehst ist das Doch auch eine Art Glaube, etwas was Dich am Leben hält.

    Uff, ich und klar ausdrücken. Ich versuchs:
    Mir geht es darum, dass Religion unseren Glauben missbraucht (zB der Pabst). Natürlich haben wir etwas in uns, was uns Glauben lässt. Nur wird das in der Religion zu einem Gott, der alles erschaffen hat, über alles richtet, bei dem man in Ungnade fallen kann etc.. Damit konnte die Kirche lange ihre Macht erhalten (und das tut sie in anderen Kontinenten noch immer, ebenso wie andere Religionen es tun).
    Viel wichtiger wäre, dieses "Gefühl" in einem zu spüren, zu leben, und sich damit auseinandersetzen, sich klar machen, dass man selber verantwortlich ist für seine Taten, und dass man sich selber richtet. Setzt eine sehr hohe Selbstdisziplin voraus, damit nicht das passiert, was du oben gepostet hast zum Konsumegoistentum.

    F98 schrieb:

    ...
    Genau dieser Grundgedanke ist es aber, der die westl. Kultur zerstört -> Entfremdung von der Religion hin zum egositischen Konsumenten.

    Ich bin weil ich "ich" bin.
    Ich konsumiere.
    Ich verwirkliche mich.
    Ich lebe so wie ich lustig bin.
    Ich, ich und nochmal ich.

    Dabei bleibt die allg. Orientierung, die Gemeinschaft, die Richtung in die die Gesellschaft driften soll auf der Strecke. Es entsteht ein Haufen orientierungsloser Egoisten ohne Halt und Ziel, die sich für allen Schrott begeistern lassen, den man ihnen vor die Nase setzt (Bedarfserzeugung). Quasi als Ersatz. 😉

    Das ist auch nur eine Ausnutzung der Tatsache, dass Menschen Bedürfnisse haben und beeinflussbar sind. Im Prinzip ist es eine Techno-Religion, weil man glaubt, mit dem neusten tollsten Auto kommt man in den "Himmel", in die High Society.

    Alle Klarheiten beseitigt? Drifte irgendwie in Esotherik ab..



  • 1310-Logik schrieb:

    Mir geht es darum, dass Religion unseren Glauben missbraucht (zB der Pabst).

    hm, ich denke eher die grundlegende Fähigkeit zu Glauben wird für gewissen Interessen ausgenutzt.

    1310-Logik schrieb:

    Natürlich haben wir etwas in uns, was uns Glauben lässt.

    Ich denke es ist die Verzeweiflung. Die Verzweiflung keinen Sinn im Sein zu finden. Deshalb krallt sich der Mensch an irgendwas fest, je abstrakter um so besser. Weil man muß dann nicht genau erklären was nicht erklärbar ist, sondern kann es lapidar mit Gott umschreiben.

    1310-Logik schrieb:

    Viel wichtiger wäre, dieses "Gefühl" in einem zu spüren, zu leben, und sich damit auseinandersetzen, sich klar machen, dass man selber verantwortlich ist für seine Taten, und dass man sich selber richtet. Setzt eine sehr hohe Selbstdisziplin voraus, damit nicht das passiert, was du oben gepostet hast zum Konsumegoistentum.

    Wenn es Gott gibt, dann hat er den Menschen den Verstand gegeben sich selbst zu erkennen. Das erstaunliche ist, das außnahmslos alle, mit denen ich mich übersolche Themen unterhalte ihre Vor- und Nachteile / Probleme kennen. Bei der beseitignung letzterer scheiterts dann immer aus Feigheit vor sich selbst. Und es macht die Menschen fertig, psychisch und physisch.

    1310-Logik schrieb:

    Das ist auch nur eine Ausnutzung der Tatsache, dass Menschen Bedürfnisse haben und beeinflussbar sind. Im Prinzip ist es eine Techno-Religion, weil man glaubt, mit dem neusten tollsten Auto kommt man in den "Himmel", in die High Society.

    Du hast es erkannt: Der Mensch will einfach seine Bedürfnisse befriedigt haben, die aus minimal egoistischen (nicht neg. gemeint) Ansätzten entstehen.

    1310-Logik schrieb:

    Drifte irgendwie in Esotherik ab..

    Eher menschl. Psyche. Sehr ekelhaftes Thema. 😋


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