Der Papst bezieht Stellung zu Evolution und göttlicher Schöpfung



  • 1310-Logik schrieb:

    Um so wichtiger ist, dass wir uns nicht einer höheren Macht unterwerfen, nur weil wir keinen Sinn sehen.

    (eins vorweg: ich bin nicht religiös und nicht religiös erzogen)

    Genau dieser Grundgedanke ist es aber, der die westl. Kultur zerstört -> Entfremdung von der Religion hin zum egositischen Konsumenten.

    Ich bin weil ich "ich" bin.
    Ich konsumiere.
    Ich verwirkliche mich.
    Ich lebe so wie ich lustig bin.
    Ich, ich und nochmal ich.

    Dabei bleibt die allg. Orientierung, die Gemeinschaft, die Richtung in die die Gesellschaft driften soll auf der Strecke. Es entsteht ein Haufen orientierungsloser Egoisten ohne Halt und Ziel, die sich für allen Schrott begeistern lassen, den man ihnen vor die Nase setzt (Bedarfserzeugung). Quasi als Ersatz. 😉

    1310-Logik schrieb:

    Denn der Sinn ist in uns, und nicht irgendwo da draussen.

    Ich finde der letzte und vorletzte Satz Deines letzten Beitrages beißen sich etwas. Wenn Du einen Sinn in Dir siehst ist das Doch auch eine Art Glaube, etwas was Dich am Leben hält.



  • F98 schrieb:

    1310-Logik schrieb:

    Um so wichtiger ist, dass wir uns nicht einer höheren Macht unterwerfen, nur weil wir keinen Sinn sehen.

    1310-Logik schrieb:

    Denn der Sinn ist in uns, und nicht irgendwo da draussen.

    Ich finde der letzte und vorletzte Satz Deines letzten Beitrages beißen sich etwas. Wenn Du einen Sinn in Dir siehst ist das Doch auch eine Art Glaube, etwas was Dich am Leben hält.

    Uff, ich und klar ausdrücken. Ich versuchs:
    Mir geht es darum, dass Religion unseren Glauben missbraucht (zB der Pabst). Natürlich haben wir etwas in uns, was uns Glauben lässt. Nur wird das in der Religion zu einem Gott, der alles erschaffen hat, über alles richtet, bei dem man in Ungnade fallen kann etc.. Damit konnte die Kirche lange ihre Macht erhalten (und das tut sie in anderen Kontinenten noch immer, ebenso wie andere Religionen es tun).
    Viel wichtiger wäre, dieses "Gefühl" in einem zu spüren, zu leben, und sich damit auseinandersetzen, sich klar machen, dass man selber verantwortlich ist für seine Taten, und dass man sich selber richtet. Setzt eine sehr hohe Selbstdisziplin voraus, damit nicht das passiert, was du oben gepostet hast zum Konsumegoistentum.

    F98 schrieb:

    ...
    Genau dieser Grundgedanke ist es aber, der die westl. Kultur zerstört -> Entfremdung von der Religion hin zum egositischen Konsumenten.

    Ich bin weil ich "ich" bin.
    Ich konsumiere.
    Ich verwirkliche mich.
    Ich lebe so wie ich lustig bin.
    Ich, ich und nochmal ich.

    Dabei bleibt die allg. Orientierung, die Gemeinschaft, die Richtung in die die Gesellschaft driften soll auf der Strecke. Es entsteht ein Haufen orientierungsloser Egoisten ohne Halt und Ziel, die sich für allen Schrott begeistern lassen, den man ihnen vor die Nase setzt (Bedarfserzeugung). Quasi als Ersatz. 😉

    Das ist auch nur eine Ausnutzung der Tatsache, dass Menschen Bedürfnisse haben und beeinflussbar sind. Im Prinzip ist es eine Techno-Religion, weil man glaubt, mit dem neusten tollsten Auto kommt man in den "Himmel", in die High Society.

    Alle Klarheiten beseitigt? Drifte irgendwie in Esotherik ab..



  • 1310-Logik schrieb:

    Mir geht es darum, dass Religion unseren Glauben missbraucht (zB der Pabst).

    hm, ich denke eher die grundlegende Fähigkeit zu Glauben wird für gewissen Interessen ausgenutzt.

    1310-Logik schrieb:

    Natürlich haben wir etwas in uns, was uns Glauben lässt.

    Ich denke es ist die Verzeweiflung. Die Verzweiflung keinen Sinn im Sein zu finden. Deshalb krallt sich der Mensch an irgendwas fest, je abstrakter um so besser. Weil man muß dann nicht genau erklären was nicht erklärbar ist, sondern kann es lapidar mit Gott umschreiben.

    1310-Logik schrieb:

    Viel wichtiger wäre, dieses "Gefühl" in einem zu spüren, zu leben, und sich damit auseinandersetzen, sich klar machen, dass man selber verantwortlich ist für seine Taten, und dass man sich selber richtet. Setzt eine sehr hohe Selbstdisziplin voraus, damit nicht das passiert, was du oben gepostet hast zum Konsumegoistentum.

    Wenn es Gott gibt, dann hat er den Menschen den Verstand gegeben sich selbst zu erkennen. Das erstaunliche ist, das außnahmslos alle, mit denen ich mich übersolche Themen unterhalte ihre Vor- und Nachteile / Probleme kennen. Bei der beseitignung letzterer scheiterts dann immer aus Feigheit vor sich selbst. Und es macht die Menschen fertig, psychisch und physisch.

    1310-Logik schrieb:

    Das ist auch nur eine Ausnutzung der Tatsache, dass Menschen Bedürfnisse haben und beeinflussbar sind. Im Prinzip ist es eine Techno-Religion, weil man glaubt, mit dem neusten tollsten Auto kommt man in den "Himmel", in die High Society.

    Du hast es erkannt: Der Mensch will einfach seine Bedürfnisse befriedigt haben, die aus minimal egoistischen (nicht neg. gemeint) Ansätzten entstehen.

    1310-Logik schrieb:

    Drifte irgendwie in Esotherik ab..

    Eher menschl. Psyche. Sehr ekelhaftes Thema. 😋



  • Es ist übrigens sicher kein Zufall, das gerade in Berlin die höchste Abtreibungsrate herrscht. Von diesem gottlosen Ort aus wird dieses Land regiert.

    Bitte lass die Sinnflut wiederkommen

    *Ironie an* Vielleicht reicht ein starker Tornado bereits aus *Ironie aus*


  • Mod

    Mir geht es darum, dass Religion unseren Glauben missbraucht (zB der Pabst).

    Stop. Die römisch-katholische KIRCHE ist eine KIRCHE ein VEREIN, die ihre Auslegung der christlichen RELIGION vertritt!

    Viel wichtiger wäre, dieses "Gefühl" in einem zu spüren, zu leben, und sich damit auseinandersetzen, sich klar machen, dass man selber verantwortlich ist für seine Taten, und dass man sich selber richtet. Setzt eine sehr hohe Selbstdisziplin voraus, damit nicht das passiert, was du oben gepostet hast zum Konsumegoistentum.

    Das klingt schon eher nach RELIGION und CHRISTENTUM.

    MfG SideWinder



  • ..



  • 1310-Logik schrieb:

    Natürlich haben wir etwas in uns, was uns Glauben lässt.

    Dopamin



  • Hexa schrieb:

    1310-Logik schrieb:

    Natürlich haben wir etwas in uns, was uns Glauben lässt.

    Dopamin

    ...und Endorphin und Acetylcholin und GABA und...
    Doch was beweisst das? Dass wir eine Maschine sind?
    Hat Dein PC einen Glauben? Wer weiss?

    @SideWinder
    Die röm.-kath. Kirche ist eine Mafia!
    Meine Darlegung, die du als religiös bezeichnest, ist einfach der natürliche, der logische Weg mit sich selbst und anderen umzugehn, den jede/r sehen kann, der über seine Tastatur hinaus sieht.



  • ich wollte zu diesem Thread mal was zur "7-Tage-Geschichte" los werden.
    „Vor Gott sind 1000 Jahre wie ein Tag und 1 Tag wie 1000 Jahre!“ heißt es im 2. Petrusbrief.

    7 * 1000 = 7000! 😉



  • 1310-Logik schrieb:

    Hexa schrieb:

    1310-Logik schrieb:

    Natürlich haben wir etwas in uns, was uns Glauben lässt.

    Dopamin

    ...und Endorphin und Acetylcholin und GABA und...
    Doch was beweisst das? Dass wir eine Maschine sind?
    Hat Dein PC einen Glauben? Wer weiss?

    Richtig, vllt ex. gar kein freier Wille oder Glaube.

    Edit: http://de.wikipedia.org/wiki/Libet-Experiment



  • ich denke eher die grundlegende Fähigkeit zu Glauben wird für gewissen Interessen ausgenutzt.

    Man kann "schwache" Menschen eher für bestimmte Interessen ausnutzen. Gläubige Menschen werden sich innerlich instinktiv gegen das "Böse" wehren.



  • Erhard Henkes schrieb:

    ich denke eher die grundlegende Fähigkeit zu Glauben wird für gewissen Interessen ausgenutzt.

    Man kann "schwache" Menschen eher für bestimmte Interessen ausnutzen. Gläubige Menschen werden sich innerlich instinktiv gegen das "Böse" wehren.

    Erinnert mich an folgendes Zitat:

    Steven Weinberg schrieb:

    "Religion is an insult to human dignity. With or without it you would have good people doing good things and evil people doing evil things. But for good people to do evil things, that takes religion."

    Aber ja, du hast in Bezug auf die meisten Menschen wahrscheinlich sogar Recht; die resultierende Empfindung könnte man ganz gut mit kognitiver Dissonanz umschreiben.



  • Erhard Henkes schrieb:

    ich denke eher die grundlegende Fähigkeit zu Glauben wird für gewissen Interessen ausgenutzt.

    Man kann "schwache" Menschen eher für bestimmte Interessen ausnutzen. Gläubige Menschen werden sich innerlich instinktiv gegen das "Böse" wehren.

    Du hast mich wiederman zum lachen gebracht.
    Wo haben sich den die gläubige Menschen gewehrt als man Hexenverbrennung gemacht hat ? Frauen die im Wald Pilze suchen waren schlimmer gefoltet hat als es vielleicht der Teufel mit Hitler macht.

    Fanatiker sind die schlimmsten, aber religiöse Fanatiker, die sind nicht augzuhalten. Gut das es nur wenige davon gibt, sonst hätten wir einen richtigen 3ten Weltkrieg mit denen.



  • DEvent schrieb:

    Du hast mich wiederman zum lachen gebracht.
    Wo haben sich den die gläubige Menschen gewehrt als man Hexenverbrennung gemacht hat ?

    Mir scheint du hast das Konzept nicht verstanden - sie haben sich, instinktiv, gegen die "bösen" Hexen gewehrt!! 🙄



  • Erhard Henkes schrieb:

    Es ist übrigens sicher kein Zufall, das gerade in Berlin die höchste Abtreibungsrate herrscht. Von diesem gottlosen Ort aus wird dieses Land regiert.

    Bitte lass die Sinnflut wiederkommen

    *Ironie an* Vielleicht reicht ein starker Tornado bereits aus *Ironie aus*

    Achja was ich vergessen habe: Religiöse Leute sehen/sahen immer und überall die Ankündigung des letzten Tages und haben es schon immer verstanden daraus Profit zu schlagen.

    Komischerweise ist die scheiß Welt immer noch da 😡


  • Mod



  • Es ist unbestritten, dass die katholische Religion grausame Kreuzzüge, Folterungen, Tötungen und wissenschaftliche Irrtümer zu verantworten hat. Das lastet schwer auf ihrer Geschichte und widerspricht den Forderungen des NT. Das Wesentliche hat Jesus Christus selbst in der Bergpredigt http://de.wikipedia.org/wiki/Bergpredigt zusammen gefasst.

    Wenn man dies weiter verfolgt und alle Menschen - religiöse und nicht religiöse - ethisch im positiven Sinne ansprechen will, kann man vielleicht gemeinsam zu folgenden Vereinbarungen auf dem Weg zu einer besseren Welt finden:
    http://www.weltethos.org/index3.htm

    Was haltet ihr davon?



  • Erhard Henkes schrieb:

    Wenn man dies weiter verfolgt und alle Menschen - religiöse und nicht religiöse - ethisch im positiven Sinne ansprechen will, kann man vielleicht gemeinsam zu folgenden Vereinbarungen auf dem Weg zu einer besseren Welt finden:
    http://www.weltethos.org/index3.htm

    Was haltet ihr davon?

    Das sieht vielversprechend aus. Hoffen wir das es kein Papiertiger bleibt.

    Mit Weltethos meinen wir keine neue Weltideologie, auch keine einheitliche Weltreligion jenseits aller bestehenden Religionen, erst recht nicht die Herrschaft einer Religion über alle anderen.

    Vor allem das ist ein wichtiger Punkt.

    bis bald
    akari



  • Als Christ sollte man damit keine grundlegenden Probleme haben. Wie sehen Atheisten, Nihilisten, Muslims, Juden, ... diese Forderungen?



  • Als Christ sollte man damit keine grundlegenden Probleme haben. Wie sehen Atheisten, Nihilisten, Muslims, Juden, ... diese Forderungen?

    die "forderungen" sind zu allgemein. klar kann man denen zustimmen, ohne irgendwas gesagt zu haben.

    Jeder Mensch muß menschlich behandelt werden!

    was ist menschliche behandlung?

    Als ein mit Vernunft und Gewissen ausgestattetes Wesen ist jeder Mensch dazu verpflichtet, sich wahrhaft menschlich und nicht unmenschlich zu verhalten, Gutes zu tun und Böses zu lassen!

    was ist gutes und was ist bäses?

    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.
    Oder positiv: Was du willst, das man dir tut, das tue auch den anderen!

    dem oberen kann man in grenzen zustimmen. die positive version ist kacke. führt nur zu lauter predigern wie dir.

    Du sollst nicht töten! Oder positiv: Hab Ehrfurcht vor dem Leben! Besinnen wir uns also neu auf die Konsequenzen dieser uralten Weisung: Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und freie Entfaltung der Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt. Kein Mensch hat das Recht, einen anderen Menschen physisch oder psychisch zu quälen, zu verletzen, gar zu töten. Und kein Volk, kein Staat, keine Rasse, keine Religion hat das Recht, eine andersartige oder andersgläubige Minderheit zu diskriminieren, zu "säubern", zu exilieren, gar zu liquidieren.

    dem kann man in grenzen zustimmen.


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