Wie seid ihr das geworden ... was ihr seid....



  • Hallo Kollegen,
    vielleicht eine etwas eintönige Frage, aber mich beschäfitgt seit langem ein Umschwung.

    Ich bin bisher ein "normaler" Systemadmin im Unix/Linux Umfeld. Das heisst zu meinen Aufgaben zählen Installation/Wartung und Planung von Systemlandschaften.
    Da man im Linuxumfeld ja auch automatisch viel mit Quellcode umgeht bzw. umgehen muss, bin ich vor ca. 3.5 Jahren zur C Programmierung gekommen.

    Da ich in meinen Berufsalltag die C Programmierung nicht vertiefen konnte, habe ich mich privat damit beschäftigt. Wenn ich auf der Arbeit etwas Freizeit hatte, habe ich auch dort mit Code gespielt 😉

    Nun muss ich eingestehen, das mich die Admintätigkeit nicht mehr ausfüllt und ich gerne in die Programmierungsschiene wechseln würde. (hier bevorzugt C, C++ wäre aber auch denkbar).

    Das Problem ist jetzt, wie kann ich mich auf eine Stelle bewerben die C-Kenntnise fordert, ich aber nichts anderes vorzuweisen habe, als das was ich eben bis hier hin gemacht habe.

    Ich würde für diese neue Herausforderung auch umziehen und für weniger Geld arbeiten. Es geht mir nur darum mich weiterzuentwickeln, da ich als Admin nun an einen Punkt angekommen bin, der mich einfach langweilt und ich nicht mehr kreativ sein kann.

    Wie seit ihr zu eueren Jobs gekommen?
    Gibt es auch solche "Quereinsteiger" wie mich? Wie habt ihr das gemacht?

    Würde mich über euere "Berufsgeschichten" freuen 🙂

    Danke 🕶



  • hier mal mein Werdegang 😉

    - Wirtschaftsabitur
    - Studium Wirtschaftinformatik, vorzeitig wegen Dussligkeit abgebrochen 🙄
    - Studium Chemieingenieurwesen/Umwelttechnik mit Abschluss
    - Weiterbildung zur Geschäftsführungsassistentin, das dazugehörige Praktikum in einem Ingenieurbüro
    - Anstellung in jenem Ingenieurbüro als Vertretung der Chefsekretärin
    - nach nem halben Jahr, Anstellung als Ingenieur in jenem Ingenieurbüro und Mitarbeit in der Modellierungsabteilung, hier hab ich mit dem BCB angefangen
    - mittlerweile entwickle ich Software mit dem BCB für Internetanwendungen, Monitoringsysteme und firmeninterne Verwaltungs- und Erfassungssoftware, verwalte mehrere Windows-Server und hab von Chemie fast keinen Plan mehr 😃

    Das Praktikum war in meinem Fall ein Glückstreffer, der Rest ergab sich durch Fleiß und Flexibilität. Der Anfang war die Software für die Firma - eigentlich nur Kleinigkeiten, die aber allen die Arbeit erleichtern - dadurch haben der Chef und einige Kollegen gemerkt dass ich programmieren kann und danach kamen sie dann mit Fragen ob man dieses oder jenes Projekt realisieren kann. Und so kam eins zum anderen. Mittlerweile hab ich soviel Arbeit, dass wir noch jemanden einstellen mussten um mir zu helfen. Die Projekte haben immer viele neue Aspekte, so dass ich immer was neues zu lernen hab 😉

    Grüße,
    Linnea



  • was dir vielleicht hilft ist ne Investition in einen C++-Grundkurs. Die kosten zwar so zwischen 1000 und 4000 Euro, aber du hast dann ein Zertifikat vorzuweisen. Bringt auf jeden Fall mehr als "hab ich mir selbst irgendwie beigebracht"

    Ist allerdings nur meine eigene Meinung.

    Weiß auch nicht, ob mir meine Urkunden, "Teilgenommen an" Assembler für Mainframes, Java-Grundkurs, COBOL, SQL-Grundkurs, Oracle-Administration, ... soviel bringen- hab keine Lust, mich irgendwo anders zu bewerben.



  • dann will ich auch mal

    - Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung abgeschlossen
    - Softwareentwickler im Bereich Steuerungs- und Messtechnik (hauptsächlich C)
    - Softwareentwickler im Bereich Win32 (C/C++)
    - Softwareentwickler im Bereich Server-/Backendprogrammierung (C/C++/C#/Java,Python)

    Nebenher immer mal wieder Administration Linux,Unix,Windows.

    mal schaun was noch kommt 😉



  • DocJunioR schrieb:

    was dir vielleicht hilft ist ne Investition in einen C++-Grundkurs. Die kosten zwar so zwischen 1000 und 4000 Euro, aber du hast dann ein Zertifikat vorzuweisen. Bringt auf jeden Fall mehr als "hab ich mir selbst irgendwie beigebracht"

    Kommt glaub ich stark auf die Firma an wo du dich bewirbst. Bei uns steht z.B. was selbst programmierstes, wo man sehen kann ob er c++ oder nicht, höher im Kurs als ein "mir hat einer C++ für Dummies vorgelesen" Zertifikat 😉



  • Versuch es einfach. 🙂

    Ich habe ne Ausbildung zur Technischen Assistentin für Informatik hinter mir und bin dann in eine Firma gekommen, wo ich an Visual C++ gesetzt wurde.
    In der Schule hatten wir nur C und Visual Basic gehabt - also konnte ich das im Prinzip auch nicht.

    Mittlerweile kann ich eben die Berufserfahrung vorweisen. 🙂



  • also gut ich auch noch

    ich hab ne Ausbildung als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung gemacht und hab dann nach der Ausbildung 3 Jahre als Programmierer gearbeitet.
    Nach den drei Jahren wurd mir das Programmieren dann aber zu langweilig und ich mach jetzt en Technikerstudium zum Staatlich geprüften Feinwerktechniker Fachrichtung Informationselektronik die hoffentlich im Sommer 07 abschließen werd.
    Danach möchte ich dann Electrical Engineering studieren.



  • ich bin dazu gekommen, das zu tun, was ich tue, weil ich immer das nicht tue, was ich tun könnte.

    irgendwann, vor langer zeit einmal wollte ich architekt werden; nein, das machst du nicht, mach lieber etwas, das du noch nicht kennst. daraufhin hab ich latein in der schule genommen und mich in richtung fremdsprachen spezialisiert. irgendwann einmal kamen dann (im zuge des sprachen-lernens) einige programmiersprachen dazu, eine sehr fruchtbare kombination. sollte ich doch eine spezialisierung in richtung sprachen machen? chomskys theorien, eigene compiler und so weiter und relativ rasch stößt man an die grenzen davon, irgendwann kam dann der schritt danach (und nach dem strukturalismus kommt der poststrukturalismus) - ok, stop. dann wollte ich etwas tun, das mit computern nichts mehr zu tun hat. ausbildung in der schule in die richtung (in informatik in einem so sprachzentrierten feld) geht eh nur in richtung briefe mit word schreiben. also warum nicht spezialisieren auf psychologie, philosophie? und über philosophie kommt man nach dem untergang des lokalen realismus durch die quantentheorie ganz schnell zur physik - und mathematik mit netten konzepten wie surrealen zahlen. dann war irgendwie plötzlich literatur da. und dann kommt man gleich in die künstlerische schiene. über kunst zu kunstgeschichte und geschichte, über sprachen und philosophie zu literatur und experimenteller literatur, was ich immer noch sehr gerne selbst betreibe. dazwischen drin irgendwann einmal hörspiele, ölfarbenspiele usw. und am ende?

    jetzt studiere ich jura und politikwissenschaft. warum? weil es one step beyond ist. ein schritt weiter als das, was ich bis jetzt schon gemacht habe.



  • Ich wurde irgendwann geboren und dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Glücklicherweise war ich nie in der Situation, dass ich etwas tun musste, sondern konnte mich Dingen widmen die ich tun wollte. Naja, und wäre ich nach dem Abi gezwungen gewesen genug Geld zu verdienen, dann wäre ich wohl als Programmierer geendet und, im Nachhinein betrachtet, nicht glücklich damit geworden. So habe ich ein Studium begonnen und benutze die Programmierung nur noch als Werkzeug um interessantere Sachen zu machen und um nebenbei etwas Geld zu verdienen.


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