Microsoft kündigt Linux-Unterstützung an



  • Hast du die Tagesschau zitiert oder selber (falsch) umgeschrieben? In der Version von 13:18 Uhr finde ich nur das hier:

    Tagesschau schrieb:

    Die beiden US-Konzerne kündigten gemeinsame Technologien und Geschäftsstrategien an, damit Linux-Software auf Windows-Computern und umgekehrt laufen könne.

    Hört sich an wie Virtualisierung zusammengefasst für's Tagesschau-Publikum.



  • Hallo

    Okay, der Satz steht nicht im Artikel, sondern in desen Ankündigung auf der Wirtschaftsseite.

    bis bald
    akari



  • Ich sehe das auch eher positiv. Vielleicht wird Samba endlich richtig funktionieren (wurde bei Golem ja auch erwaehnt).

    Aber von dem kann keine Gefahr fuer Linux ausgehen. Dafuer ist die Linux Community 1. zu groß und 2. von Novell zu unabhaengig. Ich glaube Linux und Projekte wie Samba, Xen, Mono usw koennen davon nur profitieren. Ich finde es nur schade, dass Microsoft eine Kooperation mit Novell und nicht mit der Linux Community macht.

    Btw:
    Zu denken, MS koenne Linux zerstoeren, indem es Kooperationen macht, ist einfach nur laecherlich..



  • Jochen Kalmbach schrieb:

    PS: Mich wundert wirklich, dass dies hier im Forum so "unkommentiert" aufgenommen wird... aus meiner Sicht ist es wirklich so wie "Heimwerkerking" sagt... Linux ist dem Tode geweiht... (oder sehe ich das zu schwarz?)

    Es gibt deswegen doch kein Ende von Linux. Es wird nun bald aber ein Novinux geben, und eine Fraktion, die ein "wirklich freies" Linuxux programmieren und promoten wird, ein Linuxux, das frei sein wird von kommerziellen Zwängen und nicht von den Kompromissen kommerzieller Software eingezwängt wird.

    Natürlich wird sich diese Gruppe erbitterte Flamewars mit den Anwendern von Novinux liefern, und gegenseitig von sich behaupten, sie seien der große Satan respektive linke Terroristen.

    Um dieses Linuxux zu vertreiben, wird es bald eine Firma geben, die die Distributionen von Linuxux kostengünstig anbietet und damit einen breiten Markt erschliesst, auch wird sie ihr Geld mit Dienstleistungen rund um Linuxux verdienen. Im Rahmen einer allgemeinen Nachfrageschwäche wird diese Firma dann von der Firma (Oracle|Sun|Novell|IBM) übernommen, die nach einigen Jahren dann eine Zusammenarbeit mit Microsoft ankündigt. Einige befürchten, dies sei das Ende von Linuxux.

    Goto 1



  • aMan schrieb:

    Ich finde es nur schade, dass Microsoft eine Kooperation mit Novell und nicht mit der Linux Community macht.

    Das liegt in der Natur der Sache, da nur Firmen Kooperationen eingehen können - wie soll man das sonst alles vertraglich oder finanziell regeln, wenn eine Gegenseite nur wachsweich über diverse Stimmen vertreten ist?


  • Mod

    Marc++us schrieb:

    aMan schrieb:

    Ich finde es nur schade, dass Microsoft eine Kooperation mit Novell und nicht mit der Linux Community macht.

    Das liegt in der Natur der Sache, da nur Firmen Kooperationen eingehen können - wie soll man das sonst alles vertraglich oder finanziell regeln, wenn eine Gegenseite nur wachsweich über diverse Stimmen vertreten ist?

    "Schließe keinen Vertrag ab wenn du deinen Gegenüber nicht klagen kannst" 🤡

    MfG SideWinder



  • Vertrag ist vielleicht schlecht ausgedrueckt, aber sie koennten Linux im Allgemeinen mehr unterstuetzen. Zum Beispiel, indem sie den Leuten von Samba ihr Leben erleichtern.

    IBM unterstuetzt ja auch Linux, genauso wie Intel oder Oracle.. Gut, diese Firmen profitieren teilweise davon, aber es zeigt, dass sowas nicht zwangsweise durch Vertraege und Partnerschaften geschehen muss.



  • Dass Microsoft sich um eine gesteigerte Interoperabilität zu "dem Rest der Welt" bemüht ist nicht weiter erstaunlich. Jeder andere Hersteller (und die OS Community) machen das schon seit Jahren, im Zuge der scheinbar immer mehr der Realität zugewandten MS Geschäftspolitik eine nachvollziehbare Entscheidung.
    Krass ist, dass MS dazu nun mit Novell (dem Klassenfeind) kooperieren wird. Warum? Findet Bill auf einmal Ubuntu ganz toll 😉 ?
    Was ich vermute ist, dass in fünf Jahren überall da, wo man heute ein Linux/Unix einsetzen würde, ein Windowsserver die gleiche Funktionalität übernehmen könnte. Überall da wo Linux seine Haupteinsatzzwecke hat könnte gleichwertig ein Longhorn/Vista Server o.ä. stehen. Zusammen mit einer integrierten Virtualisierung in den Windows Kernel könnte man physische Linuxkisten komplett unnötig machen.
    Der einzige Grund Linux noch einzusetzen wäre der Preis oder persönliche Vorlieben. Ob sich Linux in Zukunft in Windowsdomänen ähnlich durchsetzen wird wie umgekehrt wird sich zeigen.

    Negative Konsequenzen für Suse Linux erwarte ich nicht. Das war schon immer ziemlich scheiße (imo). Ich warte eigentlich nur noch auf den Tag, wo man nach der erfolgten Suse Installation ein AOL Logo auf dem Desktop findet..



  • aMan schrieb:

    IBM unterstuetzt ja auch Linux, genauso wie Intel oder Oracle.. Gut, diese Firmen profitieren teilweise davon, aber es zeigt, dass sowas nicht zwangsweise durch Vertraege und Partnerschaften geschehen muss.

    Nicht nur teilweise, sondern sogar ganz enorm. Und da läuft das sehr wohl auch über Verträge und Partnerschaften. Da werden Entwickler für FOSS-Projekte abgestellt, große FOSS-Projekte gesponsert bzw. selbst aus der Taufe gehoben und GNU/Linux mit den eigenen Produkten ausgeliefert bzw. kommerzieller Support dafür geboten.



  • Headhunter schrieb:

    Ich warte eigentlich nur noch auf den Tag, wo man nach der erfolgten Suse Installation ein AOL Logo auf dem Desktop findet..

    Das ist mal richtig auf den Punkt gebracht. 😃 Aber hey, nichts gegen die OpenOffice.org 2.0 Novell Edition! 🕶 👍



  • Marc++us schrieb:

    Jochen Kalmbach schrieb:

    PS: Mich wundert wirklich, dass dies hier im Forum so "unkommentiert" aufgenommen wird... aus meiner Sicht ist es wirklich so wie "Heimwerkerking" sagt... Linux ist dem Tode geweiht... (oder sehe ich das zu schwarz?)

    Es gibt deswegen doch kein Ende von Linux. Es wird nun bald aber ein Novinux geben, und eine Fraktion, die ein "wirklich freies" Linuxux programmieren und promoten wird, ein Linuxux, das frei sein wird von kommerziellen Zwängen und nicht von den Kompromissen kommerzieller Software eingezwängt wird.

    Natürlich wird sich diese Gruppe erbitterte Flamewars mit den Anwendern von Novinux liefern, und gegenseitig von sich behaupten, sie seien der große Satan respektive linke Terroristen.

    Um dieses Linuxux zu vertreiben, wird es bald eine Firma geben, die die Distributionen von Linuxux kostengünstig anbietet und damit einen breiten Markt erschliesst, auch wird sie ihr Geld mit Dienstleistungen rund um Linuxux verdienen. Im Rahmen einer allgemeinen Nachfrageschwäche wird diese Firma dann von der Firma (Oracle|Sun|Novell|IBM) übernommen, die nach einigen Jahren dann eine Zusammenarbeit mit Microsoft ankündigt. Einige befürchten, dies sei das Ende von Linuxux.

    Goto 1

    Ne, das ist eine unrealistische Version. So räumst du ja Novell viel zu viel Einfluss auf Linux ein.

    Für Novell sehe ich an dem Deal zur Zeit folgenden Vorteil, sie können ihr Mono endlich sicher vermarkten, da sie sich nicht mehr vor den Patenten von Microsoft fürchten müssen. Außerdem werden sie von Microsoft beworben, was ihnen einige Kunden bringen wird. Was der Vorteil für Microsoft davon ist, verstehe ich noch nicht so ganz. Vielleicht versuchen sie nur die Entwicklung nicht ganz zu verpassen, da die Bedeutung von Linux ja stetig wächst (wenn auch oft im Windows-Umfeld). Nach dem ihr Versuch mittels SCO gegen Linux vorzugehen ja so kläglich scheitert.

    Naja, was wirklich geplant ist, werden wir ja in nächster Zeit sehen.



  • rüdiger schrieb:

    Was der Vorteil für Microsoft davon ist, verstehe ich noch nicht so ganz.

    Dass MS für jeden SUSE-Server eine Abgabe von Novell kassiert, dürfte wohl unter die Rubrik Peanuts fallen.
    Aber: Microsoft kann (implizit) den Anschein erwecken, dass Linux MS-Patente und Intellectual Property enthält bzw. verletzt, und dass nur Novells Linux ordentlich lizensiert ist. Wenn der Grossteil des Linux-Geschäfts dann bei Novell ist kann sich MS speziell um seinen neuen Freund "kümmern".
    In der Zwischenzeit kann MS in Kartellverfahren so tun, als ob sie mit der Konkurrenz zusammenarbeiten.

    Embrace, extend, extinguish.



  • Jansen schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Was der Vorteil für Microsoft davon ist, verstehe ich noch nicht so ganz.

    Dass MS für jeden SUSE-Server eine Abgabe von Novell kassiert, dürfte wohl unter die Rubrik Peanuts fallen.

    Quelle?

    Aber: Microsoft kann (implizit) den Anschein erwecken, dass Linux MS-Patente und Intellectual Property enthält bzw. verletzt, und dass nur Novells Linux ordentlich lizensiert ist.

    Weltfremd?

    Wenn der Grossteil des Linux-Geschäfts dann bei Novell ist kann sich MS speziell um seinen neuen Freund "kümmern".
    In der Zwischenzeit kann MS in Kartellverfahren so tun, als ob sie mit der Konkurrenz zusammenarbeiten.

    Embrace, extend, extinguish.

    lol?



  • Jansen schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Was der Vorteil für Microsoft davon ist, verstehe ich noch nicht so ganz.

    Dass MS für jeden SUSE-Server eine Abgabe von Novell kassiert, dürfte wohl unter die Rubrik Peanuts fallen.
    Aber: Microsoft kann (implizit) den Anschein erwecken, dass Linux MS-Patente und Intellectual Property enthält bzw. verletzt, und dass nur Novells Linux ordentlich lizensiert ist. Wenn der Grossteil des Linux-Geschäfts dann bei Novell ist kann sich MS speziell um seinen neuen Freund "kümmern".
    In der Zwischenzeit kann MS in Kartellverfahren so tun, als ob sie mit der Konkurrenz zusammenarbeiten.

    Embrace, extend, extinguish.

    joar, hört sich logisch an. Wobei es wohl mehr für Microsoft gebracht hätte, den Zug im Zusammenhang mit dem SCO Verfahren zu machen.



  • aMan schrieb:

    Jansen schrieb:

    Dass MS für jeden SUSE-Server eine Abgabe von Novell kassiert, dürfte wohl unter die Rubrik Peanuts fallen.

    Quelle?

    Novell will also make running royalty payments based on a percentage of its revenues from open source products.
    MS/Novell-Pressemitteilung, u.a. auf http://blogs.zdnet.com/Gardner/index.php?p=2369

    Aber: Microsoft kann (implizit) den Anschein erwecken, dass Linux MS-Patente und Intellectual Property enthält bzw. verletzt, und dass nur Novells Linux ordentlich lizensiert ist.

    Weltfremd?

    The distributors of other versions of Linux cannot assure their customers that Microsoft won't sue for patent infringement. "If a customer says, 'Look, do we have liability for the use of your patented work?' Essentially, If you're using non-SUSE Linux, then I'd say the answer is yes," Ballmer said.
    http://www.eweek.com/article2/0,1895,2050848,00.asp?kc=EWEWEMNL103006EP17A

    lol?

    Fällt schwer.


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