Warum VB keine Programmiersprache?



  • Also damit das keiner falsch versteht. ICH BIN KEIN VB ANHÄNGER DER NEN FLAMEWAR STARTEN WILL.
    Ich habe nur die Frage warum wird VB nicht als richtige Programmiersprache von manchen angesehen. Ich brauche ein paar Argumente, da meine Informatik Lehrerin fix davon überzeugt ist das VB soooo toll ist.

    Mfg und thx
    Karldin



  • VB ist genau so gut wie C#, java, c++, assembler... auf dem dafuer vorgesehenem gebiet fuer die vorgesehene Zielgruppe.

    fertig

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  • Karldin schrieb:

    warum wird VB nicht als richtige Programmiersprache von manchen angesehen

    Diese Leute sind offensichtlich nicht sehr flexibel im Bezug auf die Wahl ihrer Sprache. Ich hab mal gelesen, dass Basic hauptsächlich von Pascal-Fanatikern als "minderwertig" abgetan wurde, weil man Variablen nicht deklarieren musste. Dieses Argument ist spätestens mit "Option Explicit" (oder natürlich VB.net) Geschichte und zählt so nicht mehr. Um es anders zu sagen: VB ist eine Programmiersprache.



  • Man kann in VB lauffaehige Programme schreiben -> VB ist eine Programmiersprache.



  • Antwort schrieb:

    Ich hab mal gelesen, dass Basic hauptsächlich von Pascal-Fanatikern als "minderwertig" abgetan wurde, weil man Variablen nicht deklarieren musste.

    Diese bösen Pascal-Fanatiker aber auch. Wenn du Sätze wie "It is practically impossible to teach good programming to students that have had a prior exposure to BASIC: as potential programmers they are mentally mutilated beyond hope of regeneration." von Edsger Dijkstra (einer dieser Fanatiker) wirklich verstehen willst, kann es sich lohnen, mal ein wenig Zeit zu investieren um herauszufinden, was dieses BASIC ist, von dem die da immer reden. Kleiner Tipp: Es ist nicht Visual Basic, und es ist auch nicht QBasic.



  • @Karldin:
    Nachdem die Behauptung, VB sei keine PGSprache zu offensichtlichen Widersprüchen geführt hat, könntest Du natürlich überlegen, warum Dir VB als ungeeignet für den Unterricht erscheint....

    Gruß,

    Simon2.

    P.S.: Nicht wenige Schüler meinen, ihre Informatiklehrer hätten nix drauf, weil sie nicht die "hippesten Tools&Toys" verwenden (wobei "hip" bei Schülen meistens nur heißt: "Kenn' ich") - und werden dann erst im realen Leben durch die Erkenntnis geerdet, dass Programmierer sehr viel mehr können müssen, als sie bislang dachtn ... 😉 😃



  • VB ist eine Teletubby-Sprache. Klar kann man damit viel machen, die Frage ist bloss ob man es will. Zum kleine doofe Tools schreiben ist aber VB .NET sicher gut geeignet. VB6 auch, aber das hat nicht die ganzen schönen Tools in der IDE eingebaut die VB .NET hat 🙂



  • Visual Basic ist genausowenig eine Programmiersprache wie Visual C - das sind Compiler bzw. Entwicklungsumgebungen für die Sprachen Basic bzw. C(++). (der Unterschied ist vor allem, daß C wesentlich besser standardisiert ist)

    PS: Ich hab' übrigens nichts gegen Basic bzw. VB - schließlich bin ich selber über (C64)Basic in die Programmierung eingestiegen.



  • CStoll schrieb:

    Visual Basic ist genausowenig eine Programmiersprache wie Visual C - das sind Compiler bzw. Entwicklungsumgebungen für die Sprachen Basic ...

    Naja, ein wenig mehr als (C64)Basic können die aber schon, oder ? Letztlich ist das eine ähnliche Mixtur wie Java: Eigentlich eine "Konfigurationssprache für ein Produkt" ... trotzdem kann man das IMO "Sprache" nennen.
    Mal andersherum: Nichts spräche dagegen, VB auch auf anderen Plattformen lauffähig zu machen. Dass hier "Standardisierer", "IDE-Hersteller" und "Runtime-Hersteller" identisch sind, spricht für mich nicht dagegen...

    Was für mich allerdings zu einer "Sprache" dazu gehört, sind "Variablen" und Ablaufsteuerung .. weswegen IMO (die syntaktischen Elemente von) VB durchaus eine "Sprache" ist und HTML eben nicht.

    Gruß,

    Simon2.



  • Simon2 schrieb:

    Naja, ein wenig mehr als (C64)Basic können die aber schon, oder ?

    Nicht wirklich - auf dem C64 konnte ich über Basic das komplette System ansteuern, VB habe ich nur als Unterstützungssprache für Office kennengelernt (ja, ich habe mich etwas weiterentwickelt - und ich bastel auch noch gelegentlich eigene VB-Funktionen für Excel).

    Was für mich allerdings zu einer "Sprache" dazu gehört, sind "Variablen" und Ablaufsteuerung .. weswegen IMO (die syntaktischen Elemente von) VB durchaus eine "Sprache" ist und HTML eben nicht.

    Nochmal: Die Sprache heißt "Basic" - "Visual Basic" ist eine darauf basierende Entwicklungsumgebung.



  • CStoll schrieb:

    ...
    Nochmal: Die Sprache heißt "Basic" - "Visual Basic" ist eine darauf basierende Entwicklungsumgebung.

    Nochmal: Sehe ich anders. 😃

    Das ist ähnlich wie der Zusammenhang zwischen "Nutella" und "Schokonussaufstrich"; "Tempo" und "Einwegtaschentuch"; "Walkman" und "tragbarer Kassettenspieler"; ...
    eigentlich sogar noch krasser, denn es gibt durchaus nennenswerte Alternativen zu "Nutella", "Tempo" und "Walkman", aber wo wird denn Basic noch verwendet außer in Visual Basic ?

    Gruß,

    Simon2.



  • RealBasic 😃

    Im Ernst: Visual Basic (speziell .NET) hat imho nicht mehr sehr viel gemeinsam mit den klassischen Basic-Dialekten, gerade unter .NET ist es bis auf einige Features vom Umfang her identisch mit C#, nur mit mehr Wörtern statt Symbolen. Von daher halte ich es wirklich für fraglich, ob man da noch von einem Basic-Dialekt reden sollte und nicht vielleicht eher doch von der Sprache VB(.NET)...



  • CStoll schrieb:

    Visual Basic ist genausowenig eine Programmiersprache wie Visual C - das sind Compiler bzw. Entwicklungsumgebungen für die Sprachen Basic bzw. C(++). (der Unterschied ist vor allem, daß C wesentlich besser standardisiert ist)

    Der Unterschied ist aber hier so wesentlich, dass die Analogie nicht mehr zutrifft. Basic ist überhaupt nicht standardisiert, und die einzelnen Basic-Dialekte haben miteinander so gut wie gar nichts zu tun. Vergleich doch mal ein C64-Programm mit einem VB.NET-Programm.

    simon2 schrieb:

    wo wird denn Basic noch verwendet außer in Visual Basic ?

    in Open Office als Makrosprache, für KDE gibts m.W. auch eins, dann diverse Basic-Varianten für Spieleprogrammierung (Blitzbasic, Darkbasic und wie sie alle heißen), ...



  • Bashar schrieb:

    Vergleich doch mal ein C64-Programm mit einem VB.NET-Programm.

    .NET habe ich bislang erfolgreich ignoriert - aber ich weiß, was du meinst (C64 Basic vs. Excel VBA reicht auch).

    Simon2 schrieb:

    Das ist ähnlich wie der Zusammenhang zwischen "Nutella" und "Schokonussaufstrich"; "Tempo" und "Einwegtaschentuch"; "Walkman" und "tragbarer Kassettenspieler"; ...
    eigentlich sogar noch krasser, denn es gibt durchaus nennenswerte Alternativen zu "Nutella", "Tempo" und "Walkman", aber wo wird denn Basic noch verwendet außer in Visual Basic ?

    Selbst wenn es synonym verwendet wird, der Unterschied ist technisch gesehen noch vorhanden. Und wenn du lustig bist, kannst du dir auch einen eigenen Basic-Dialekt basteln 😃



  • Und wenn du lustig bist, kannst du dir auch einen eigenen Basic-Dialekt basteln

    Genau,
    meinen ersten Compiler habe ich damals (auf dem Amiga) in Assembler (später in C) für einen eigenen BASIC-Dialekt geschrieben (Th-Basic)!

    Hier ein Beispiel-Code:

    int i,n
     long s
    
     cls
     print "Gaußsche Summenformel:"
     print "n: ";
     input n
    
     s=(n+1)*n/2
     print "Summe: "s
     s=0
     for i=1 to n
      s+=i
     next i
     print "Summe: "s
    


  • Simon2 schrieb:

    ...aber wo wird denn Basic noch verwendet außer in Visual Basic ?

    Gruß,

    Simon2.

    Es gibt eine ganze Reihe von Gelegenheiten, Basic zu programmieren. Vor allem für Amateure, die einen Einstieg in die Programmierung suchen. Jedenfalls hat es bei mir so angefangen (C64). Der Umstieg auf QickBasic war ein Kinderspiel. Die Unterschiede sind nur Systembedingt, weil der C64 halt nicht so viel kann wie ein PC (vor allem in der Graphic-Programmierung).

    In diesem Zusammenhang ist mir auch schleierhaft, warum Basic keine professionelle Programmsprache sein soll. Nur, weil man Variablen nicht deklarieren muß? Oder weil es weniger Standardisierung gibt? Alle Programmsprachen verändern sich, um sich den technischen Gegebenheiten und Anforderungen anzupassen.
    Genauso könnte man behaupten, C-Programmierung mit DEV-C++ sei unprofessionell, weil man die Resourcen-Scripts dem Res-Editor überläßt.

    Hat mittlerweile sich schon mal jemand FreeBasic angeschaut?



  • Elektronix schrieb:

    In diesem Zusammenhang ist mir auch schleierhaft, warum Basic keine professionelle Programmsprache sein soll.

    Niemand hat das behauptet.



  • @Bashar

    Doch. Niemand hier im Forum (Korrektur: Es gab mal einen Thread mit der Idee, die Vorzüge und Nachteile verschiedener Programmsprachen zu vergleichen. Als ich dann Basic/ FreeBasic vorschlug, wurde ich (nicht ganz ernst) als Troll bezeichnet).

    Aber wer einen Kurs in Basic mitmacht, erlebt oft, daß dort meist nicht mehr unternommen wird, als Wörter einzugeben, die Buchstaben durcheinander zu würfeln und dann so verquer wieder auszugeben. Und wer interessantere Dinge machen will, soll dann auf C/ Java/, Pascal o. ä. umsteigen.

    Bekanntermaßen kann Basic weit mehr.



  • moin

    vb gibt es meines wissens nach in mehr als einer variante

    vb - script ( warscheinlich mit einer der gründe wieso vb so verufen ist -> VB - Scripte Würmer / Script kidies die nicht wissen was sie tuen
    VB for applications

    wobei ich mich auch outen muss. ich hab auch vor kurzem VB - Scripte für excel gestrickt.

    gruss



  • Elektronix schrieb:

    ...(C64)...

    heute ? gestern ? dieses Jahr ?

    ... oder zu Zeiten, als es noch kein Visual Basic gab ?
    Ich habe nie behauptet, Basic (Visual hin oder her) sei keine Programmiersprache ... ebensowenig, dass niemand mehr Basic verwendete; lediglich, dass
    a) ich es für legitim halte, "Visual Basic" als Begriff für die Sprache zu verwenden und
    b) NICHT-Visual-Basic-Programme heutzutage deutlich geringer vertreten sind (anzahlmäßig) als "Nicht-Nutella-Nutella". 😉

    Gruß,

    Simon2.


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