Wenn man einem Computer den Stecker zieht während der an ist, macht das wirklich was?



  • Warum?



  • Lügner schrieb:

    Warum?

    wenn er gerade auf der platte rumschreibt, und plötzlich keinen saft hat, dann kann die datei i.a. sein. bei älteren dateisystemen unter umständen auch die gesamte partition.



  • Also wenn er grad nichts schreibt kann nichts passieren? Können keine Hardwareschäden auftreten?



  • Naja versuch mal herauszufinden wann eine Platte schreibt und wann nich. Es laufen ja auch im Hintergrund irgendwelche Programme die Daten schreiben oder lesen oder sowas.
    Bestes Beispiel ist die Systemwiederherrstellung oder die Systemprotokollierung. Die überwachen das System immer und schreiben irgendwas. Es gibt vielleicht nur einige geringe Zeitfenster wo man sowas machen könnte. Die liegen vielleicht allerhöchstens im Ausnahmefall bei mehr als einer Sekunde.
    Naja auf weitere Hardwareschäden kann man nur spekulieren. Es gibt ja nicht umsonst einen Ein/Ausschalter. Da wird sich schon irgendein kluger Kopf gedanken drum gemacht haben. 🙂
    Vielleicht mögen noch durch Induktion oder Selbstinduktion im Netzteil irgendwelche schädlichen starken Ströme erzeugt werden, die die Hardwae grillen.



  • Aber bei den heutigen Platten ist es doch egal wenn der Strom weg ist, oder?



  • Naja egal ist eine gewagte Aussage. Zumindest kann es bei heutigen Dateisystemen sein, dass du immer einen konsistenten Zustand hast. Das ist ja schon mal was. Jedenfalls, wenn mein Computer mich langweilt schalte ich auch einfach immer die Steckerleiste aus. 🤡



  • fgfg schrieb:

    Aber bei den heutigen Platten ist es doch egal wenn der Strom weg ist, oder?

    Naja, die haben zumindest nen Kondensator, der genug Saft liefert um die Köpfe einzuparken.

    ---

    Wie ging der Spruch nochmal richtig, bei dem Frauen Angst vorm Computer wegen dem Einparken der Köpfe haben? :xmas2:



  • Konsandum, de Konstanto schrieb:

    fgfg schrieb:

    Aber bei den heutigen Platten ist es doch egal wenn der Strom weg ist, oder?

    Naja, die haben zumindest nen Kondensator, der genug Saft liefert um die Köpfe einzuparken.

    Ich hab mal gehört, dass die Platte die Drehbewegung nutzt, daraus noch strom erzeugt und die Köppe damit parkt...



  • Es gibt meiner Meinung nach beide Varianten. Vielleicht auch beide zusammen?
    Hängt glaub ich mit der Umdrehungszahl zusammen. Je schneller die Platte sich dreht, desto mehr Strom kann die auch noch aus Induktion erzeugen, um die Köpfe zu parken.
    Bei ner Platte mit weniger Umdrehungen wird wahrscheinlich die Methode mit dem Kondensator benutzt, weil der Induktionsstrom nicht ausreicht.



  • Optimizer schrieb:

    Naja egal ist eine gewagte Aussage. Zumindest kann es bei heutigen Dateisystemen sein, dass du immer einen konsistenten Zustand hast. Das ist ja schon mal was.

    im schlimmsten fall sind die letzten änderungen weg. also immer ein paar sekündchen warten vor'm stecker ziehen, falls man vorher eine datei verändert hat (bei festplatten. bei flash-memory dauert's noch länger).

    Optimizer schrieb:

    Jedenfalls, wenn mein Computer mich langweilt schalte ich auch einfach immer die Steckerleiste aus. 🤡

    drück einfach den taster vorne am computer, dann wird er runtergefahren im schnelldurchgang (ist nicht so fies wie richtiges ausschalten).



  • Desert Storm schrieb:

    Naja versuch mal herauszufinden wann eine Platte schreibt und wann nich. Es laufen ja auch im Hintergrund irgendwelche Programme die Daten schreiben oder lesen oder sowas.
    Bestes Beispiel ist die Systemwiederherrstellung oder die Systemprotokollierung. Die überwachen das System immer und schreiben irgendwas. Es gibt vielleicht nur einige geringe Zeitfenster wo man sowas machen könnte. Die liegen vielleicht allerhöchstens im Ausnahmefall bei mehr als einer Sekunde.
    Naja auf weitere Hardwareschäden kann man nur spekulieren. Es gibt ja nicht umsonst einen Ein/Ausschalter. Da wird sich schon irgendein kluger Kopf gedanken drum gemacht haben. 🙂
    Vielleicht mögen noch durch Induktion oder Selbstinduktion im Netzteil irgendwelche schädlichen starken Ströme erzeugt werden, die die Hardwae grillen.

    1. Wenn gerade im Augenblick des Steckerziehens der TOC (Table on Content- das Inhaltsverzeichnis) der Festplatte geschrieben wird, ist möglicherweise nicht nur die neue Datei futsch, sondern alle anderen auch. Wenn nämlich der TOC zerstört ist, kann das Betriebssystem nichts mehr wiederfinden.
    2. Die Schreib-Leseköpfe liegen nur einige Mikrometer über den Scheiben und werden dort durch den Luftstrom, den die rotierende Platte erzeugt, in Schwebe gehalten. Wenn der Saft wegbleibt und die Platte stoppt, kann der Schreib-Lesekopf auf die Platte aufschlagen und Kratzer verursachen. Die sind nicht mehr reparabel. Die Daten an der betreffenden Stelle sind futsch.
    3. Durch Selbstinduktion und Entladung der ICs und Kondensatoren entstehen Stromspitzen, die für Hardwarekomponenten tödlich sein können.



  • Soweit ich weiss, läuft der Kopf automatisch (mechanisch, durch die "Restdrehung" der Platte) zurück sobald der Strom weg ist.

    (edit)
    Hab noch diverse HDD Leichen zu Hause, vielleicht probier ich das einfach mal aus, falls ich heut Abend Langeweile kriegen sollte.



  • Elektronix schrieb:

    1. Wenn gerade im Augenblick des Steckerziehens der TOC (Table on Content- das Inhaltsverzeichnis) der Festplatte geschrieben wird, ist möglicherweise nicht nur die neue Datei futsch, sondern alle anderen auch. Wenn nämlich der TOC zerstört ist, kann das Betriebssystem nichts mehr wiederfinden.

    sowas ist fast unmöglich. guckst du: http://www.digit-life.com/articles/ntfs/
    (Journalising, Example 2)


  • Mod

    net schrieb:

    Elektronix schrieb:

    1. Wenn gerade im Augenblick des Steckerziehens der TOC (Table on Content- das Inhaltsverzeichnis) der Festplatte geschrieben wird, ist möglicherweise nicht nur die neue Datei futsch, sondern alle anderen auch. Wenn nämlich der TOC zerstört ist, kann das Betriebssystem nichts mehr wiederfinden.

    sowas ist fast unmöglich. guckst du: http://www.digit-life.com/articles/ntfs/
    (Journalising, Example 2)

    Vielleicht verwendet er ja ein viel fortschrittlicheres System wie FAT16.

    MfG SideWinder



  • Elektronix schrieb:

    2. Die Schreib-Leseköpfe liegen nur einige Mikrometer über den Scheiben und werden dort durch den Luftstrom, den die rotierende Platte erzeugt, in Schwebe gehalten. Wenn der Saft wegbleibt und die Platte stoppt, kann der Schreib-Lesekopf auf die Platte aufschlagen und Kratzer verursachen. Die sind nicht mehr reparabel. Die Daten an der betreffenden Stelle sind futsch.

    !? Ich dachte, die Platten sind Vakuumdicht verpackt. Da drin ist keine Luft, die würde die Platte viel zu sehr Bremsen, so wurdest du nicht auf 7200 RPM kommen...



  • Wikipedia schrieb:

    Die Schreib-Lesekopfeinheit

    Der Schreib-/Lesekopf (Magnetkopf) des Schreibfingers, im Prinzip ein winziger Elektromagnet, magnetisiert winzige Bereiche der Scheibenoberfläche unterschiedlich und schreibt somit die Daten auf die Festplatte. Die Schreib-/Leseköpfe schweben durch ein – durch Reibung der Luft an der rotierenden Scheibenoberfläche erzeugtes – Luftpolster über der Plattenoberfläche. Die Schwebehöhe liegt jedoch heutzutage (2006) nur im Bereich von etwa 20 Nanometern, sodass die Luft innerhalb des Festplattengehäuses keinerlei Verunreinigungen beinhalten darf. Zum Vergleich: Ein Haar ist etwa 0,05 mm = 50 µm = 50.000 nm dick. Die Herstellung von Festplatten erfolgt deshalb wie die von Halbleitern in Reinräumen. Das Auslesen der Daten wurde bis ca. 1994 durch Induktion des Magnetfelds der magnetisierten Fläche in der Spule des Schreib-/Lesekopfes erreicht. Über die Jahre wurden jedoch die Flächen, auf denen einzelne Bits gespeichert werden, immer kleiner – die Datendichte wurde erhöht. Um diese Daten auszulesen, werden kleinere und empfindlichere Leseköpfe benötigt. Diese wurden nach 1994 entwickelt: MR-Leseköpfe sowie einige Jahre später GMR-Leseköpfe (Riesenmagnetowiderstand). Der GMR-Lesekopf ist eine Anwendung der Spintronik.

    In der Anfangszeit der Festplatten wurden die Schreib-/Leseköpfe mit Schrittmotoren angesteuert, da die Spurabstände noch groß waren. Bei den zur Zeit üblichen Schreibdichten sorgen Tauchspulsysteme mit Lageregelung für die Positionierung.

    Zum Schutz der für Daten benutzten Oberflächen vor dem Aufsetzen der Schreib-/Leseköpfe fahren diese, noch bevor sich beim Ausschalten der Festplatten die Umdrehungsgeschwindigkeit merklich verringert hat, in die so genannte „Landezone“ („landing zone“), in der sie fixiert werden. Diese Parkposition kann sich außerhalb der Scheiben befinden oder im Innenbereich der Platten. Die Fixierung geschieht z. B. über einen kleinen Magneten, der den Lesekopf festhält. Bei älteren Festplatten mussten die Köpfe explizit vor dem Ausschalten per Befehl vom Betriebssystem geparkt werden. Das Parken erhöht auch die Stoßfestigkeit der Festplatten für einen Transport oder Umbau. Doch auch moderne Festplatten müssen mitunter explizit geparkt werden, da der beschriebene automatische Parkmechanismus nach Wegfall der Versorgungsspannung zu einem erhöhten Verschleiß führen kann.[4] Heutzutage wird dieser Befehl automatisch beim Herunterfahren des Systems vom Gerätetreiber abgesetzt.

    Bei modernen Laptops sorgt ein Beschleunigungssensor für das Parken des Festplattenfingers noch während eines eventuellen freien Falls, um so den Schaden beim Sturz eines Rechners zu begrenzen.

    Festplatten-Gehäuse
    Lüftungsloch

    Das Gehäuse der Festplatte ist sehr massiv, es besteht meist aus einer Aluminiumlegierung mit einem Edelstahlblechdeckel versehen. Es ist staubdicht, aber nicht luftdicht abgeschlossen: Durch eine mit einem Filter versehene kleine Öffnung kann bei Temperaturänderungen die Luft eindringen oder austreten. Diese Öffnung darf, wie auf neben stehendem Bild zu sehen ist, in der Regel nicht verschlossen werden, nicht zuletzt wegen der Wärmeausdehnung der Luft, die im Plattengehäuse vorhanden ist. Da der Luftdruck im Gehäuse mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel abnimmt, zum Betrieb ein Mindestluftgehalt aber erforderlich ist, dürfen Festplatten nur bis zu einer bestimmten, maximalen Höhe betrieben werden. Diese ist in der Regel im zugehörigen Datenblatt vermerkt. Wird eine Festplatte in normaler, verunreinigter Luft geöffnet, so sorgen bereits kleinste Staub-/Rauchpartikel, Fingerabdrücke etc. für wahrscheinlich irreparable Beschädigungen der Plattenoberfläche und der Schreib-/Leseköpfe.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Festplatte


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