Lautstärkedifferenz zwischen Audio-CD und Ogg



  • Hi,

    habe gerade einen, für mich neuen, Effekt "bewundern" dürfen... etwas Prosa:
    Da ich zurzeit kein Linux bzw. BSD am Laufen und damit auch keinen KAudioCreator (bzw. OggEnc) habe, stapeln sich bei mir die ungerippten CDs. "Okay" dacht ich mir, "holst dir Audiograbber und rippst die Scheiben damit". Gesagt getan. Hab sie erfolgreich in's ogg Format gebracht (Qualitätseinstellung: 5).

    Die letzte Woche hab ich besagte CDs über das DVD-Laufwerk gehört und als ich dann das gerippte Ergebnis hörte, war ich erstaunt... "Moment mal, das Ogg ist viel leiser als die CD Aufnahme.". Jo, nach 'nem Hörtest war's dann auch so.
    Nur um sicherzugehen, habe ich auch ein paar oggs geprüft, die ich noch mit KAudioCreator rippte, gleiches Ergebnis (hätt ja sein können, 'ne Einstellung wäre anders gewesen).

    Tjo, woher kommt das? Ich dachte eigentlich ein Encoder killt nur die Sachen, die der Mensch eh nicht hört?!
    Ich kann damit leben, schließlich hab ich mir bisher auch keinen Kopf gemacht... nur schreit Alice Cooper auf CD halt lauter als im Ogg 😞

    Thanks in advance

    GPC



  • "Im Prinzip" sollte das ja nicht sein, praktisch kann das jetzt aber natuerlich mehrere Ursachen haben.
    So als hint: Schau mal, wie die CDs ueber das DVD-LW abgespielt werden: Digital oder analog ueber die Audioverbindung zur Soundkarte?

    Ich beuge diesem Effekt uebrigens etwas vor, indem ich die Rips normalisiere, bevor sie kodiert werden. KA, ob das mit deinen Tools auch geht, aber CD_EX bietet zB. uA. diese nette Funktion.



  • Ich finde das jetzt nicht weiter verwunderlich, die CD enthält die Lautstärkewerte in einem Intervall 0..X, und Ogg verwendet Intervall 0..Y, wobei nicht notwendigerweise gilt X=Y.

    Dazu kommt noch der von Nobuo angesprochene Effekt, daß zwischen CD und Ogg (bei analoger Verbindung) eine Verstärkungsstrecke eingeschliffen ist, die eine Verstärkung S aufweist, wodurch Ogg S * X als Maximalwert enthält, und daher insgesamt vermutlich gilt S*X != Y.



  • Morgen,

    Nobuo T schrieb:

    So als hint: Schau mal, wie die CDs ueber das DVD-LW abgespielt werden: Digital oder analog ueber die Audioverbindung zur Soundkarte?

    äh, also vom DVD-LW geht noch ein Kabel auf's Mainboard (hab 'ne OnBoard Soundkarte). War's das, was du meintest?

    Ich beuge diesem Effekt uebrigens etwas vor, indem ich die Rips normalisiere, bevor sie kodiert werden. KA, ob das mit deinen Tools auch geht, aber CD_EX bietet zB. uA. diese nette Funktion.

    Audiograbber kann auch normalisieren, KAudioCreator konnte das nicht, deshalb bin ich etwas stutzig, was die Funktion überhaupt macht.

    Marc++us schrieb:

    Dazu kommt noch der von Nobuo angesprochene Effekt, daß zwischen CD und Ogg (bei analoger Verbindung) eine Verstärkungsstrecke eingeschliffen ist, die eine Verstärkung S aufweist, wodurch Ogg S * X als Maximalwert enthält, und daher insgesamt vermutlich gilt S*X != Y.

    Kurz gesagt: Ich kann nichts dagegen tun und es ist auch nicht weiter schlimm?

    Grüße

    GPC



  • GPC schrieb:

    Nobuo T schrieb:

    So als hint: Schau mal, wie die CDs ueber das DVD-LW abgespielt werden: Digital oder analog ueber die Audioverbindung zur Soundkarte?

    äh, also vom DVD-LW geht noch ein Kabel auf's Mainboard (hab 'ne OnBoard Soundkarte). War's das, was du meintest?

    Jup. Das allein sagt dir aber noch nicht, ob diese Verbindung auch genutzt wird. Ist aber wahrscheinlich...

    GPC schrieb:

    Ich beuge diesem Effekt uebrigens etwas vor, indem ich die Rips normalisiere, bevor sie kodiert werden. KA, ob das mit deinen Tools auch geht, aber CD_EX bietet zB. uA. diese nette Funktion.

    Audiograbber kann auch normalisieren, KAudioCreator konnte das nicht, deshalb bin ich etwas stutzig, was die Funktion überhaupt macht.

    Die sucht AFAIK den Peakwert der Aufnahme, setzt diesen auf die maximale Amplitude des PCM-streams und gleicht den Rest des Streams entsprechend an.

    Marc++us schrieb:

    Dazu kommt noch der von Nobuo angesprochene Effekt, daß zwischen CD und Ogg (bei analoger Verbindung) eine Verstärkungsstrecke eingeschliffen ist, die eine Verstärkung S aufweist, wodurch Ogg S * X als Maximalwert enthält, und daher insgesamt vermutlich gilt S*X != Y.

    Kurz gesagt: Ich kann nichts dagegen tun und es ist auch nicht weiter schlimm?[/quote]
    Ob es schlimm ist, haengt doch vor allem von dir ab. 😃
    Ich wuerde meinen, du kannst schon etwas dagegen machen, ist aber den Aufwand nicht wert. Probiers einfach mal mit der Normalisierung. 👍



  • Marc++us schrieb:

    Ich finde das jetzt nicht weiter verwunderlich, die CD enthält die Lautstärkewerte in einem Intervall 0..X, und Ogg verwendet Intervall 0..Y, wobei nicht notwendigerweise gilt X=Y.

    Richtig, aber da beide digital meist zu 16Bit PCM dekodiert werden, nehme ich mal an, dass das resultierende Intervall auf einem PC praktisch idR. zumindest sehr aehnlich ist.



  • Nobuo T schrieb:

    GPC schrieb:

    Marc++us schrieb:

    Dazu kommt noch der von Nobuo angesprochene Effekt, daß zwischen CD und Ogg (bei analoger Verbindung) eine Verstärkungsstrecke eingeschliffen ist, die eine Verstärkung S aufweist, wodurch Ogg S * X als Maximalwert enthält, und daher insgesamt vermutlich gilt S*X != Y.

    Kurz gesagt: Ich kann nichts dagegen tun und es ist auch nicht weiter schlimm?

    Ob es schlimm ist, haengt doch vor allem von dir ab. 😃

    Bisher wusste ich nichts von der Lautstärkedifferenz und war zufrieden, also gibt es jetzt eigentlich keinen Grund, alles noch mal zu rippen, nur um die selbe Lautstärke zu erreichen... man kann ja auch mal an den Boxen aufdrehen 😉

    Ich wuerde meinen, du kannst schon etwas dagegen machen, ist aber den Aufwand nicht wert. Probiers einfach mal mit der Normalisierung. 👍

    Hab auf 98% normalisiert ➡ kein Effekt. Lautstärke ist gleich wie beim Ripp ohne Normalisierung.



  • kann es sein, dass die abspiellautstärke für cds anders eingestellt ist, als für pcm?


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