[Festplatten]-Magnetismus-Stärke bestimmen
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Hallo!
Könnte man einen eig einen Treiber (egal ob für Festplatte, Controller oder andere Komponenten) installieren/schreiben der die Stärke des Magnetismus über einem Bit festställt?
Ist der Lesekopf einer Festplatte überhaupt (was ich nicht glaube bzw mir nicht vorstellen kann) dazu fähig?
Gäbe es Leseköpfe die das können die man nachträglich einbauen könnte?(Ich weiss, dass das sehr heikel wäre aber mir gehts nur mal um die Möglichkeit)
Wie machen das zB Datenrettungslabors?
Mfg
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muhi schrieb:
Wie machen das zB Datenrettungslabors?
Die bauen die Scheiben aus denn HDDs aus, spannen sie in eine Vorrichtung und lesen die Daten mit Köpfen, die um ein vielfaches empfindlicher sind, als Standardleseköpfe.
(Ab hier Vermutungen:) Ich gehe mal davon aus, dass sich damit auch die Magnetisierungsstärke feststellen läßt, sonst könnte man nicht bereits gelöschte und / oder bereits überschriebene Daten wiederherstellen. Solche Köpfe werden sehr teuer sein und lassen sich bestimmt nicht in eine Standard-HDD einbauen.
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Mir fällt eine weitere Frage ein:
Wenn der Lesekopf eh schon nicht genau ist (bei lesen und schreiben), kann ich ihn dann nicht öfter über den selben Sektor laufen lassen bis viell auch mal die Stellen gelesen wird die auf einer Nebenbahn etc sind? (Ich meine bezogen auf den Restmagnetismus der an diesen Stellen viell (nach nur ein- bis zweimaligem)Überschreiben über 50% stark ist?)
EDIT: Für sowas bräuchte ich nicht ein mal einen genaueren Lesekopf, da alles über 50% magnetisierte automatisch als binäre 1 erkannt wird.
mfg
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muhi schrieb:
Mir fällt eine weitere Frage ein:
Wenn der Lesekopf eh schon nicht genau ist (bei lesen und schreiben), kann ich ihn dann nicht öfter über den selben Sektor laufen lassen bis viell auch mal die Stellen gelesen wird die auf einer Nebenbahn etc sind? (Ich meine bezogen auf den Restmagnetismus der an diesen Stellen viell (nach nur ein- bis zweimaligem)Überschreiben über 50% stark ist?)
EDIT: Für sowas bräuchte ich nicht ein mal einen genaueren Lesekopf, da alles über 50% magnetisierte automatisch als binäre 1 erkannt wird.
Genau dieses Thema taucht hier alle paar Monate wieder auf. Bisher konnte keiner Hinweise darauf bringen, dass es bei heutigen Festplatten in irgendeiner Weise möglich ist, einmal überschriebene Daten wiederherzustellen.
Bei Festplatten vor 15 Jahren mag dieses Verfahren vielleicht funktioniert haben, aber es gibt meines Wissens nach keine Firma, die bei heutigen Festplatten die Wiederherstellung von nur einmal überschriebenen Daten anbietet. Die Datendichte und auch die Präzision der heutigen Schreib/Lese-Köpfe sind im Vergleich zu damals um viele Größenordnungen gestiegen.
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Hallo,
Bisher konnte keiner Hinweise darauf bringen, dass es bei heutigen Festplatten in irgendeiner Weise möglich ist, einmal überschriebene Daten wiederherzustellen.
lol?Abgesehen davon, dass ich dachte, dass es allgemein bekannt ist, dass es möglich ist hier ein paar "Hinweise?":
Wieso werden dann Algorithmen wie der Gutmann-Algorithmus entworfen, die sicheres löschen garantieren? (bzw dieses anstreben)
Ein Lesekopf hat, auch noch bei neueren Modellen eine gewisse Ungenauigkeit so, dass oft in eine Nebenbahn (die noch innerhalb der Toleranz liegt) geschrieben wird.
Hier auch noch ein Hint:
Das magnetische Medium speichert Information als einen Strom von 0en und 1en, wobei eine 0 keinen Magnetismus und eine 1 den vollen Magnetismus repräsentiert. Während dem täglichen Gebrauch der Festplatte wird diese immer und immer wieder beschrieben, dadurch verändert sich auch der Absolutwert für eine 0 und die volle magnetische Feldstärke entsprechend. Dies bedeutet, dass wenn eine 0 mit einer 1 überschrieben wird die neue magnetische Feldstärke nicht die der vollen 1 erreicht, sondern beispielsweise nur 95% erreicht. Das ist gut genug um von der Festplatten Elektronik korrekt interpretiert zu werden, da alle Werte größer als 50% als eine 1 interpretiert werden. Jedoch wird dadurch enthüllt, was zuvor auf dem Medium gestanden ist. Wenn nun das fragliche Bit nur 90% der vollen magnetischen Feldstärke aufweist, dann kann möglicherweise angenommen werden, dass dort zwei 0 bits und zwei 1 bits geschrieben wurden. Dies kann man beliebig fortsetzen.
Forensische Analyse Software kann sich nun äußerst erfolgreich diese Tatsachen zu nutze machen. Es können komplette Layer von früheren Daten auf der Festplatte rekonstruiert werden.Dh ich habe hier zur Analyse die oben genannte Methode plus Restmagnetismus an den Seitenspuren.
mfg
EDIT:
Hab btw eine Anfrage bei einer Datenrettungsfirma gemacht, welche Techniken die auch immer verwenden, die den Auftrag annehmen würden und mir soetwas wie einen unverbindlichen Kostenvoranschlag gemacht haben.
Mfg
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muhi schrieb:
Hallo,
Bisher konnte keiner Hinweise darauf bringen, dass es bei heutigen Festplatten in irgendeiner Weise möglich ist, einmal überschriebene Daten wiederherzustellen.
lol?Abgesehen davon, dass ich dachte, dass es allgemein bekannt ist, dass es möglich ist hier ein paar "Hinweise?":
Wieso werden dann Algorithmen wie der Gutmann-Algorithmus entworfen, die sicheres löschen garantieren? (bzw dieses anstreben)
Ein Lesekopf hat, auch noch bei neueren Modellen eine gewisse Ungenauigkeit so, dass oft in eine Nebenbahn (die noch innerhalb der Toleranz liegt) geschrieben wird.
Hier auch noch ein Hint:
Das magnetische Medium speichert Information als einen Strom von 0en und 1en, wobei eine 0 keinen Magnetismus und eine 1 den vollen Magnetismus repräsentiert. Während dem täglichen Gebrauch der Festplatte wird diese immer und immer wieder beschrieben, dadurch verändert sich auch der Absolutwert für eine 0 und die volle magnetische Feldstärke entsprechend. Dies bedeutet, dass wenn eine 0 mit einer 1 überschrieben wird die neue magnetische Feldstärke nicht die der vollen 1 erreicht, sondern beispielsweise nur 95% erreicht. Das ist gut genug um von der Festplatten Elektronik korrekt interpretiert zu werden, da alle Werte größer als 50% als eine 1 interpretiert werden. Jedoch wird dadurch enthüllt, was zuvor auf dem Medium gestanden ist. Wenn nun das fragliche Bit nur 90% der vollen magnetischen Feldstärke aufweist, dann kann möglicherweise angenommen werden, dass dort zwei 0 bits und zwei 1 bits geschrieben wurden. Dies kann man beliebig fortsetzen.
Forensische Analyse Software kann sich nun äußerst erfolgreich diese Tatsachen zu nutze machen. Es können komplette Layer von früheren Daten auf der Festplatte rekonstruiert werden.Dh ich habe hier zur Analyse die oben genannte Methode plus Restmagnetismus an den Seitenspuren.
Ja sicher, diese Theorie ist allgemein bekannt. Nur zuverlässige Belege dafür, dass das wirklich funktioniert, gibt es keine.
Zu Gutmann: http://www.nber.org/sys-admin/overwritten-data-guttman.html
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Wie gesagt, ich habe von einer Datenrettungsfirma einen Kostenvoranschlag bekommen.
Das sollte zumindest die These untermauern, dass es im Allgemeinen (durch welche Technik/Methoden auch immer) möglich ist.
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muhi schrieb:
Das sollte zumindest die These untermauern, dass es im Allgemeinen (durch welche Technik/Methoden auch immer) möglich ist.
Hast du der Firma gesagt, dass die komplette Platte einmal *vollständig* überschrieben wurde? Wenn du nur "gelöscht" gesagt hast oder dich auf einzelne Dateien und nicht die vollständige Platte bezogen hast, ist es klar dass eine Wiederherstellungschance besteht.
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Hmm ich habe gesagt, dass eine gewisse (größere) Datenmenge ein bis zwei mal überschrieben wurde.
Ich probiers mal bei einer anderen Firma bei einer ganzen überschriebenen Platte.
Wieso sollten Dateien trotzdem wieder vollständig herstellbar sein wenn nur Teile überschrieben sein? also ohne diese Methoden
Ich weiss schon eine Datei wird auf mehrere Cluster etc verteilt (Stichwort Fragmentierung etc) oder meinst du etwas anderes?
mfg
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muhi schrieb:
Ich weiss schon eine Datei wird auf mehrere Cluster etc verteilt (Stichwort Fragmentierung etc) oder meinst du etwas anderes?
Reste oder alte Teile der Datei könnten noch woanders liegen, zum Beispiel in Cache-Files. Heutige Betriebssysteme und auch Dateisysteme sind sehr komplex, da ist es eher schwer eine Datei so zu löschen, dass man sicher sagen kann sämtliche Daten erwischt zu haben.
Ein sicherer Nachweis der Machbarkeit wäre eigentlich sowieso nur, dass man Daten auf eine gängige Festplatte schreibt, diese danach einmal komplett mit "dd if /dev/zero" oder so überschreibt und danach ein Datenrettungsunternehmen es tatsächlich hinbekommt, Teile der Daten wiederherzustellen. Leider ist das mit nicht zu vernachlässigenden Kosten verbunden.

Hast du den Artikel über Gutmann gelesen, den ich weiter oben genannt habe?
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Hallo, ja hab ich, danke.
hmmmm
naja wenn ich die Antwort von der Datenrettungsfirma bekomme, meld ich mich wieder