Wann kommt die nächste Revolution bei den Programmiersprachen?



  • Wann gibts das nächste mal ne große Umstellung so wie weg vom prozeduralen Programmieren hin zum OOP? Will vorher nicht anfangen zu lernen.



  • Am 12.03.2009.



  • Vorgestern 😃

    Gegenfrage: Was erwartest du denn von dieser "Revolution"? Dadurch, daß jemand ein neues Paradigma erfindet/entwickelt, werden bisherige Lösungsansätze ja nicht schlechter - und auch heute gibt es noch genug Leute, die nicht objektorientiert programmieren (und außerdem ist OOP auch schon "veraltet" - bei den modernsten Sprachen mußt du nur noch beschreiben, was du erreichen willst und der Computer macht den Rest alleine :D).



  • CStoll schrieb:

    ... (und außerdem ist OOP auch schon "veraltet" - bei den modernsten Sprachen mußt du nur noch beschreiben, was du erreichen willst und der Computer macht den Rest alleine :D).

    Noch nie gehört. Wie nennt sich sowas? Welche Sprachen sind das z.B.? Oder versteh ich nur die Irnonie nicht? 🙂



  • GreyHound schrieb:

    CStoll schrieb:

    ... (und außerdem ist OOP auch schon "veraltet" - bei den modernsten Sprachen mußt du nur noch beschreiben, was du erreichen willst und der Computer macht den Rest alleine :D).

    Noch nie gehört. Wie nennt sich sowas? Welche Sprachen sind das z.B.? Oder versteh ich nur die Irnonie nicht? 🙂

    Damit sind deklarative Sprachen wie z.B. Prolog gemeint. Aber wenn man darüber "veraltet" definiert, dann war OOP nie neu oder modern 😉



  • Sprachen der vierten und fünften Generation - das geht schon sehr stark in die Richtung problemorientierte Entwicklung und künstliche Intelligenz (Expertensysteme).



  • Ich denke, dass die Entwicklung mit "model based design", "grafischer Programmierung" in Zukunft doch an Bedeutung gewinnt. Eine Revolution ist das aber sicher nicht, die gab es imho eh noch nie so wirklich (siehe auch CStoll).

    Auch die funktionale Programmierung scheint z.Z. wieder etwas im kommen, hat nicht volkard dies vor ein, zwei Jährchen prognostiziert?



  • @CheGuevara
    Da ist ein Tippfehler in deinem Beitrag: "Lisp" wird nicht "OOP" geschrieben 😉



  • Prolog ist das Paradebeispiel für eine Programmiersprache der fünften Generation. Geht es nach dem Generationsmodell ist Prolog also konzeptuell eine der modernsten und neuesten Sprachen. Der Witz ist dabei nur der, dass Prolog und C beide gleich alt sind. Sowohl Prolog als auch C erschienen beide 1972. Die fünfte Generation ist also bereits über 30 Jahre alt. Was sagt uns das über konzeptuell ältere und dennoch jüngere Sprachen wie C++ und Java? Und jetzt die Gretchenfrage: wer alles hat hier schon ernsthaft mit Prolog gearbeitet?
    Ich denke das sagt eine Menge über Revolutionen und Generationen von Programmiersprachen und über alt, neu und modern aus.



  • @GreyHound und minhen: Was meint ihr, warum ich "veraltet" in Anführungszeichen gesetzt habe 😉

    Der Punkt ist einfach: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an die Frage "wie programmiere ich" heranzugehen - entsprechend den bekannten Paradigmen wie "imperativ", "objektorientiert", "funktional" ... Da kommt gelegentlich jemand auf die Idee, einen völlig neuen Ansatz zu entwickeln, aber das hat wenig Einfluß auf die bisherigen Lösungen.
    (und Programmiersprachen sind auch nicht immer eindeutig einem bestimmten Paradigma zuzuordnen)

    Was die Sprachgenerationen angeht, die haben weniger mit dem Alter der Sprachen zu tun, die sie vertreten, sondern mehr mit der Nähe zum Computer bzw. zum Menschen - die erste Generation (Maschinensprache) ist direkt maschinenverständlich, aber nicht wirklich für Menschen zu interpretieren, die fünfte Generation kann ein Mensch fast in Muttersprache diktieren, aber dafür braucht der Computer mehr Aufwand, um sie zu verarbeiten.

    PS: Ob man das als "ernsthaft" bezeichnen kann, bin ich nicht sicher, aber im Rahmen der KI-Vorlesung durften wir mal die Vorfahrtregeln in Prolog umsetzen.



  • this->that schrieb:

    Am 12.03.2009.

    Pünktlich zu meinem 30. Geburtstag? Das ist ja toll, dann hat der Tag ja doch noch was Gutes 😉



  • Zur Zeit sehen viele Erlang als den nächsten großen Schritt. Erlang setzt auf absolute Nebenläufigkeit. Man benutzt im Grunde für jede Aufgabe einen Prozess. Dies wird von den Erlang Leuten auch scherzhaft als Process Oriented Programming bezeichnet. Aber im Grunde ist Erlang die einzige Sprache, mit der man Anwendungen schreiben kann, die beliebig mit der Anzahl der Kerne/Prozesse skaliert.



  • minhen schrieb:

    Geht es nach dem Generationsmodell ist Prolog also konzeptuell eine der modernsten und neuesten Sprachen. Der Witz ist dabei nur der, dass Prolog und C beide gleich alt sind. Sowohl Prolog als auch C erschienen beide 1972. Die fünfte Generation ist also bereits über 30 Jahre alt.

    Interessant. Lisp ist nochmal 14 Jahre aelter und ist je nach Verwendung eine 3GL, 4GL und 5GL.



  • @CStoll:
    Mir geht es um die Bedeutung der mit den Generationen verbundenen "Revolutionen" - nicht primär um das Alter.

    CStoll schrieb:

    PS: Ob man das als "ernsthaft" bezeichnen kann, bin ich nicht sicher, aber im Rahmen der KI-Vorlesung durften wir mal die Vorfahrtregeln in Prolog umsetzen.

    Ich vermute du denkst da in diese Richtung? Ich dachte eher an kommerzielle Systeme oder Systeme der Komplexität um natürliche Sprache zu verarbeiten.

    Tim schrieb:

    Auch die funktionale Programmierung scheint z.Z. wieder etwas im kommen, hat nicht volkard dies vor ein, zwei Jährchen prognostiziert?

    Woran genau machst du das fest?



  • lisp hat eine sonderrolle, da es vom design her eine programmierbare prorgammiersprache ist

    und damit weit über den anderen steht



  • minhen schrieb:

    Ich vermute du denkst da in diese Richtung? Ich dachte eher an kommerzielle Systeme oder Systeme der Komplexität um natürliche Sprache zu verarbeiten.

    Nicht nur in dieser Richtung - das war genau die Vorlesung (vielleicht in einer etwas früheren Version).



  • minhen schrieb:

    Tim schrieb:

    Auch die funktionale Programmierung scheint z.Z. wieder etwas im kommen, hat nicht volkard dies vor ein, zwei Jährchen prognostiziert?

    Woran genau machst du das fest?

    An meinem subjektiven Empfinden und an Entwicklungen wie z.B. F# oder auch den Spracherweiterungen in C# 3.0.



  • HumeSikkins schrieb:

    this->that schrieb:

    Am 12.03.2009.

    Pünktlich zu meinem 30. Geburtstag? Das ist ja toll, dann hat der Tag ja doch noch was Gutes 😉

    hehe 🤡

    Also ich könnte mir vorstellen, dass in der Zukunft das Thema Multithreading/Multicore so bedeutend wird, dass es eigene auf diese Gebiete zugeschneiderte Sprachen gibt. Hab keinen Plan wie das aussehen könnte, aber halt irgendwas, was weg geht vom sequenziellen Charakter heutiger Sprachen und hin zu einem System, dass das "parallele Denken" unterstützt.



  • this->that schrieb:

    Also ich könnte mir vorstellen, dass in der Zukunft das Thema Multithreading/Multicore so bedeutend wird, dass es eigene auf diese Gebiete zugeschneiderte Sprachen gibt. Hab keinen Plan wie das aussehen könnte, aber halt irgendwas, was weg geht vom sequenziellen Charakter heutiger Sprachen und hin zu einem System, dass das "parallele Denken" unterstützt.

    Also so wie das oben erwähnte Erlang?



  • Ja, nur Mainstream-geeigneter und intuitiver.


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