Das Ende vom Linux-Gaming?



  • JimmydaMage schrieb:

    Das Grundproblem ist wohl, dass sich kein Spielehersteller den Schuh anziehen möchte, für x verschiedene Linuxdistributionen mit y verschiedenen Versionen einer Bibliothek Support anzubieten.

    Ja, sowas gibt es unter Windows natürlich nicht. Merkwürdig ist nur, dass dieses unter Windows nicht existierende Problem mit dem Begriff DLL Hell unter Windows sogar einen eigenen Namen hat, den sogar Microsoft verwendet ...



  • Jetzt bricht wohl ne Welt zusammen für die Linux-Nerds, dass ihr gelieber John Carmack, der letzte große Spieleentwickler, der voller Idealismus auch für Linux entwickelt hat (eigentlich der einzige, denn sind wir ehrlich: abgesehen von UT und id Spielen gibts auf Linux nichts), auf einmal DirectX lobt - nein, es sogar für besser als OpenGL hält und in Zukunft den Fokus klar auf DX und die XBOX legen will.
    Mich wundert eigentlich nur, dass diese Einsicht erst so spät kommt. 😃



  • @JimmydaMage
    Siehe LSB 🙄

    Das Problem ist eher die Einschätzung des Marktes anstelle technischer Natur...



  • @AffinerRaum
    Hm, komisch nur, dass er kein dx10 einsaetzt. und komisch dass er auch die ps3 unterstuetzt. und komisch das er auch den mac unterstuetzt.



  • Sry, dass ich nicht editieren kann..

    rüdiger schrieb:

    @JimmydaMage
    Siehe LSB 🙄

    Wenn ich als Softwareanbieter fuer Consumersoft Linux unterstuetzen will, dann muss ich entweder einen eigenen Installer schreiben (und mit diesem 20 verschiedene Distris mehr oder weniger untersteutzen) oder 20 verschiedene Pakete fuer 20 verschiedene Distris machen (und diese mehr oder weniger unterstuetzen).
    Das ist imo grober Unfug und nicht Massentauglich (ich habe nicht ohne Grund consumer geschrieben).

    Der einzige Softwarehersteller (den ich kenne und der groessere Verbreitung hat), der das macht, ist Opera.

    Btw: ich bin Linuxuser..



  • minhen schrieb:

    JimmydaMage schrieb:

    Das Grundproblem ist wohl, dass sich kein Spielehersteller den Schuh anziehen möchte, für x verschiedene Linuxdistributionen mit y verschiedenen Versionen einer Bibliothek Support anzubieten.

    Ja, sowas gibt es unter Windows natürlich nicht. Merkwürdig ist nur, dass dieses unter Windows nicht existierende Problem mit dem Begriff DLL Hell unter Windows sogar einen eigenen Namen hat, den sogar Microsoft verwendet ...

    Nu mal langsam, wenn man halbwegs Hirn hat lassen sich solche und ähnliche Probleme unter Windows ganz einfach vermeiden.

    Mit Linux kenne ich mich nicht so gut aus, deswegen kann ich nur raten, aber es würde mich wundern wenn es unter Linux reichen würde ein Binary für alle Linux-Versionen auszuliefern.



  • dkldkl schrieb:

    Der einzige Softwarehersteller (den ich kenne und der groessere Verbreitung hat), der das macht, ist Opera.

    Im Kern bietet Opera streng genommen auch nur drei Pakete, nämlich deb, rpm und direkt tar, an. Und bei statischer Linkung wird mit diesen drei Paketen doch offenbar die gesamte Linux-Welt abgedeckt.

    hustbaer schrieb:

    Nu mal langsam, wenn man halbwegs Hirn hat lassen sich solche und ähnliche Probleme unter Windows ganz einfach vermeiden.

    Mit Linux kenne ich mich nicht so gut aus, deswegen kann ich nur raten, aber es würde mich wundern wenn es unter Linux reichen würde ein Binary für alle Linux-Versionen auszuliefern.

    Wie kommst du auf die Idee, unter Linux liese sich sowas nicht ganz einfach vermeiden? Und unter Linux reicht genau so ein Binary für alle "Linux-Versionen" wie unter Windows 🙄

    rüdiger schrieb:

    Das Problem ist eher die Einschätzung des Marktes anstelle technischer Natur...

    Ich tu mich allerdings auch mit der Vorstellung schwer, dass man unter Linux mit Spielen nennenswert Profit machen kann. Ich kann mir z.B. auch nicht vorstellen, dass man mit etwa Cedega nennenswert Geld verdient ...



  • Hustbär, so schlimm ist es unter Linux jetzt in der Praxis auch nicht. Viele Binaries funktionierten tatsächlich 'einfach' so. Man kann ebenso wie bei Windows mehrere Versionen von dynamischen Libraries haben und wenn dann Abwärtskompatiblität mal nicht gegeben sein sollte, dann wird eben diese eine Executable zur Laufzeit gegen die alten Versionen gelinkt.
    (Das darf natürlich nicht ausarten, da sonst das ganze Konzept der DLLs fragwürdig wird.) Aber als Ausnahme klappt es.

    Viel hemmender für die Spieleplattform Linux sind da m.E. nach der Mangel an einer performanten und verbreiteten Schnittstelle für Sound und Input. Also soetwas wie DX halt.



  • SeppSchrot schrieb:

    Viel hemmender für die Spieleplattform Linux sind da m.E. nach der Mangel an einer performanten und verbreiteten Schnittstelle für Sound und Input. Also soetwas wie DX halt.

    Für Input weiß ich nicht, aber da wird denke ich die normale X-Api für einzusetzen sein. Und für Sound gibt es durchaus verbreitete und performante Schnittstellen. Wenns ganz Low-Level sein soll nimmt man ALSA, das hat heutzutage jeder Linux-PC, ansonsten kann man portable Bibliotheken wie FMOD oder OpenAL benutzen (die auch sicherlich über jegliche Performance- oder Verbreitungszweifel erhaben sind ;)).

    Das kann kein Hinderungsgrund sein.



  • dkldkl schrieb:

    Wenn ich als Softwareanbieter fuer Consumersoft Linux unterstuetzen will, dann muss ich entweder einen eigenen Installer schreiben (und mit diesem 20 verschiedene Distris mehr oder weniger untersteutzen) oder 20 verschiedene Pakete fuer 20 verschiedene Distris machen (und diese mehr oder weniger unterstuetzen).
    Das ist imo grober Unfug und nicht Massentauglich (ich habe nicht ohne Grund consumer geschrieben).

    Der einzige Softwarehersteller (den ich kenne und der groessere Verbreitung hat), der das macht, ist Opera.

    Als Softwarehersteller linkt man einfach statisch. LSB verlangt RPM-Support. Aber ein DPKG draus zu machen oder einfach ein .tar ist ja nicht schwer. Vermutlich würde man es eh mit einem Installer ausliefern und im Zweifelsfall einfach ein eigenes RPM- oder DPKG-Binary, wenn man Pakete anbieten will.

    Der User klickt dann nur auf Install.

    SeppSchrott schrieb:

    Viel hemmender für die Spieleplattform Linux sind da m.E. nach der Mangel an einer performanten und verbreiteten Schnittstelle für Sound und Input. Also soetwas wie DX halt.

    OpenAL, FMOD, SDL etc.

    Ich halte es immer noch ausschließlich für eine politische und keine technische Entscheidung.


  • Mod

    rüdiger schrieb:

    Ich halte es immer noch ausschließlich für eine politische und keine technische Entscheidung.

    Politisch oder technisch? Ich halte es in erster Linie für eine ganz ganz einfache wirtschaftliche Entscheidung. if(Umsatz - Kosten < 0) dontDoIt();

    Ein Unternehmen wird so ziemlich alles was man irgendwie zu Gold machen kann auch zu Gold machen. Gerade wenn das dann auch noch einen gewissen Grad an Ansehen bringt "oh, auch Linux, müssen ja was drauf haben wenn sie die einzigen sind"...

    MfG SideWinder



  • Das Ende vom Linux-Gaming?

    Solange es das hier gibt:
    http://fceultra.sourceforge.net/
    sind sämtliche wichtigen Spiele, die man unter Windows spielen kann, auch unter Linux verfügbar. 😃



  • UT07 wird doch auch fuer linux (und mac) erscheinen, zuende ist linux gaming nicht.

    ich denke das hauptproblem ist, dass viele zu verbohrt denken muessen. wenn ich ein linuxspiel rausbringen wuerde, waere auf der DVD gleich die linux distribution drauf, ala knoppix. das waere optimal.
    zudem sind viele linuxer so philosophie-geil dass sie es absolut nicht tollerieren wollen, dass manche firmen nunmal closed source anhaenger sind. denn bei (spiele)software ist auch die implementierung von etwas die geschaeftsgrundlage, alleine deswegen wuerde ich eben kein linuxspiel rausbringen, wann dann 100 petitionen gestartet werden, dass ich das spiel unter opensource stellen soll/muss (ich kenne leute/firmen die eben dieses problem hatten).



  • rapso schrieb:

    zudem sind viele linuxer so philosophie-geil dass sie es absolut nicht tollerieren wollen, dass manche firmen nunmal closed source anhaenger sind. denn bei (spiele)software ist auch die implementierung von etwas die geschaeftsgrundlage, alleine deswegen wuerde ich eben kein linuxspiel rausbringen, wann dann 100 petitionen gestartet werden, dass ich das spiel unter opensource stellen soll/muss (ich kenne leute/firmen die eben dieses problem hatten).

    Wieso Problem? Können die doch einfach ignorieren. "OH MEIN GOTT, EINE ONLINE-PETITION!!! 😮"

    Ich spiele neuere Spiele auch unter Windows wenn es eine Linuxversion gibt, obwohl ich Linuxnutzer bin und auch ältere Spiele mit Wine/Dosbox/wasauchimmer unter Linux spiele. Wegem dem besseren Treibersupport. 😞



  • Lgnr schrieb:

    rapso schrieb:

    zudem sind viele linuxer so philosophie-geil dass sie es absolut nicht tollerieren wollen, dass manche firmen nunmal closed source anhaenger sind. denn bei (spiele)software ist auch die implementierung von etwas die geschaeftsgrundlage, alleine deswegen wuerde ich eben kein linuxspiel rausbringen, wann dann 100 petitionen gestartet werden, dass ich das spiel unter opensource stellen soll/muss (ich kenne leute/firmen die eben dieses problem hatten).

    Wieso Problem? Können die doch einfach ignorieren. "OH MEIN GOTT, EINE ONLINE-PETITION!!! 😮"

    nein, erst versuchen sie es ja selbst die ganze zeit, total hardnaeckig so als ob sie durch zulabern ne frau wieder zur jungfrau machen koennten und weil das eben ignoriert wird, starten sie onlinepetitionen und automailer die dann sogar privat-mailaddresses von den firmenmitarbeitern mit pettitionsbriefen zuspammt.

    natuerlich gibt es auch kranke windowsuser. nur hab ich das da eben als mein anti-linux argument gebracht 😉

    so an sich ne gamerknoppix cd faend ich gut, wuerde auch sicher unterstuetzung finden falls es sowas gut gepflegt gebe.



  • Wozu soll son gamerknoppix gut sein? 😕



  • Lügner schrieb:

    Wozu soll son gamerknoppix gut sein? 😕

    das jeder dau einfach nur die cd/dvd einlegt und wie bei einer konsole bis zum startmenue vom game nichts machen muss. und auf der anderen seite wueste der spieleentwickler genau welche treiber, grakas etc. unterstuetzt werden, also keine distributionsabhaengigen dinge usw.



  • rapso schrieb:

    Lügner schrieb:

    Wozu soll son gamerknoppix gut sein? 😕

    das jeder dau einfach nur die cd/dvd einlegt und wie bei einer konsole bis zum startmenue vom game nichts machen muss. und auf der anderen seite wueste der spieleentwickler genau welche treiber, grakas etc. unterstuetzt werden, also keine distributionsabhaengigen dinge usw.

    Äh? Wie soll das denn gehen?
    Ne eigene distri für spiele oder was? 😕
    oder sollen spiele zukünftig von cd gebootet werden 😕



  • Am besten die Linux-Spielehersteller liefern gleich versiegelte PCs aus, dann wissen sie genau, welche Hardware sie unterstützen müssen.



  • SeppSchrot schrieb:

    Am besten die Linux-Spielehersteller liefern gleich versiegelte PCs aus, dann wissen sie genau, welche Hardware sie unterstützen müssen.

    Dummschwätzer.
    Die Idee mit der live-cd is aber garnicht mal so schlecht! Einerseits wird hier beklagt, dass etwas nicht von Haus aus läuft, und nun is hier ein Vorschlag wie mans von Haus aus zum laufen brngen kann.... aber nee


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