Festplatte richtig "leeren"?
-
Wenn ich alles mit nullen überschreibe kann ich mir das mit dem Restmagnetismus ja noch leicht vorstellen, aber wenn ich mit zufälligen Werten überschreibe kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Das mag aber an meiner begrenzten Vorstelllungskraft liegen oder an mangelnde Detail-Wissen.
-
Helium schrieb:
Wenn ich alles mit nullen überschreibe kann ich mir das mit dem Restmagnetismus ja noch leicht vorstellen, aber wenn ich mit zufälligen Werten überschreibe kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Das mag aber an meiner begrenzten Vorstelllungskraft liegen oder an mangelnde Detail-Wissen.
So weit ich weiß, gibt es da zwei begünstigende Faktoren:
1. Eine Festplatte ist im Grunde (natürlich) ein analoges Speichermedium.
2. Es ist nicht so, dass eine 1 als Südpol und eine 0 als Nordpol gen Head gespeichert wird, sondern da werden kompliziertere Folgen verwendet.Wie das alles genau abläuft weiß ich nicht, aber es ist tatsächlich möglich, auch mehrfach überschriebene Daten wiederherzustellen, wenn man sie nicht oft genug und mit den richtigen Mustern überschrieben hat.
So oder so sollte man nach dem Prinzip der Vorsicht davon ausgehen, dass die Daten wiederherstellbar sind.
-
Festplatten arbeiten über Magnetisierung und sind (wie jedes Verfahren) analog. Aus den analogen Daten gewinnt man digitale Daten in dem man einfach sagt ab X Wb nimmt man ein High (1) und unter Y Wb eine Low (0) an.
Ich denke mal das läuft ungefähr so ab:
Wenn man nun ein High (bzw. Low) mit einem High (bzw. Low) überschreibt dürfte das Feld stärker werden, als wenn man von einem High zu einem Low (bzw. andersrum) wechselt. Wenn man dann das Feld misst kann man mit den analogen Werten interpretieren wie die Werte vorher beschrieben wurden. Wenn dann vermutlich noch spezielle Encodings verwendet werden (so was wie Grey), dürfte man das Problem noch vereinfachen.
-
Die Sache ist, dass man auf der Platte ein Volumen zu magnetisieren hat. Dabei ist das Matriel nicht gleichermasse "flink". Wenn wir so ein Volumen auf high setzen, können einige Partikel noch auf ein Alten oder einen gemixten Wert stehen, obwohl das Volumen im Ganzen sagt wir sind High. Dies kann man mit entsprechend (teuren) Gerät auslesen.
-
Und woher weiß man, wann man bei der richtigen Schicht ist? Wenn ein Teil der Daten einmal ein anderer zweimal und ein Teil garnicht überschrieben wurde, kann ich nicht wie oft erkennen was überschrieben wurde, oder?
-
Zitat aus einem Datenschutzzentrum :
Zentrum schrieb:
Ähnlich aussichtsreich kann eine Analyse des Pufferbereichs zwischen den Spuren sein.
Dieser Pufferbereich zwischen den Spuren dient dazu, magnetische Interferenzen zwischen den Mustern der Spuren zu vermeiden.
Im Laufe der Zeit greifen die Magnetmuster der Spuren, wie beim bekannten Durchkopiereffekt von Cassettenbändern, auf den Pufferbereich über.
Diese Strukturen lassen sich mit Hilfe von Magnetkraftmikroskopen unter großem Aufwand zutage fördern.Will mal nicht hoffen, dass jemand auf die Idee kommt und den Lese/Schreibkopf einer Festplatte um einen "Tick" nach links oder rechts verschiebt und dann fröhlich drauf losliest.
