warum benutzt ihr c++?
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Rudi Seeger schrieb:
also: warum benutzt ihr c++?
ich benutze C++ eigentlich nur im zusammenhang mit visual-studio, das mir ein grundgrüst für eine windows-anwendung hinknallt, die ich dann mit eigenem code füllen kann. das ist sehr praktisch, aber ansonsten wüsste ich nichts mit C++ anzufangen. ich krieg' immer fette 'rolleyes', wenn ich sehe, mit welchen problemen sich manche im C++ forum hier herumärgern, die in sprachen X und Y (achtung, flamewargefahr) kein thema wären. beruflich hab' ich schon öfter mitbekommen, wie sich leute auf embedded plattformen durch C++ fieseste bugs, performance- und speicherplatzprobleme eingehandelt haben. zugegeben, das liegt weniger an C++ selber, sondern eher an der inkompetenz der programmierer. aber allgemein scheint C++ ein ziemlich widerspenstiges gebilde zu sein, dessen beherrschung jahrelanges training und viel erfahrung braucht, damit man sich nicht regelmässig 'die beinchen wegschiesst'. viele scheinen das zu unterschätzen.

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[flame]
...weil ich einfach eine richtige Programmiersprache lernen wollte
[/flame]
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Mr. N schrieb:
Rudi Seeger schrieb:
dieser blogeintrag http://amarok.kde.org/blog/archives/226-Why-do-we-keep-on-using-C++.html und die tatsache, das ich vor kurzem PyQt ausprobiert habe, haben mich gerade zur frage geführt: warum benutze ich c++? und die antwort ist: weil das die eine programmiersprache ist, in der ich, als nicht-"informatiker" halbwegs sicher drin bin. aber, wie im blog beschrieben, die compile-zeiten selbst bei kleineren projekten nerven. und gui-programmierung (qt) scheint mit PyQt viel leichter zu gehen.
also: warum benutzt ihr c++?
Weil ich für Java zu dumm bin. :p
DU benutzt C++ im Gegensatz zu Java, weil Du ein "Wie-Typ" bist. Schon vergessen?
Wärst Du ein "Was-Typ" (wie ich), dann wäre es wahrscheinlicher, dass Du eine Sprache wie Java oder C# oder so wählen würdest....für alle, die nicht vor langer Zeit im Chat mit mir und MrN waren und deshalb nicht wissen, was wir unter diesen "Typen" verstehen:
Für einen "Wie-Typen" ist der Weg beim Programmieren das Ziel. Er ist weniger am Endresultat interessiert, als vielmehr daran, wie er da hinkommt. Insofern hat er Interesse daran, sich diesbezüglich viele Möglichkeiten offen zu halten.
Ein "Was-Typ" ist jemand, der eher am Endresultat interessiert ist und weniger daran, wie er nun genau da hinkommt. Für so einen ist es gut, einen relativ geradlinigen Weg zu haben, der ihn direkter zum Ziel führt. Der "Was-Typ" will keinen Umweg gehen, der vielleicht interessanter wäre. Er will ans Ziel kommen.
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BitWax schrieb:
Fallstricke und Eigenheiten? Sind mir noch nicht aufgefallen :p
Mir gefallen andere Sprachen auch aufgrund ihrer Syntax teilweise nicht (z.B. Java).
lol
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Dabei ist Java doch nur eine Wie-Sprache ohne Fallstricke und mit Sicherheitsnetz

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java ist durch die gewaltige standard lib so angenehm. man kann z.b. einfach ne java anwendung erstellen, die auf nahezu jedem system mit nativ-ähnlicher benutzeroberfläche ausgeführt wird, nen SAX parser verwendet, mit zahlen beliebiger genauigkeit rechnet, diverse bilder laden kann und zur kommunikation SOAP verwendet, ohne auch nur eine einzige third party lib mit ausliefern zu müssen.
und das ist der was-typ. juckt nicht die bohne, woher die implementierung der funktionalität kommt. ist lib A oder B besser? einfach das mitgelieferte zeug verwenden und gut is. spart code, kopfschmerzen und zeit

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TGGC_work schrieb:
Weil es keine Alternativen gibt. f'`8k
Bist du n Fake oder krank? Wieso kein Link?
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Ich programmiere C++ und das auch eigentlich sehr gern. Doch gerade
im Bereich der Objektorientierten Programmierung sehne ich mich
manchmal nach features aus anderen Hochsprachen wie Java oder C#!
(Interfaces, etc.)In diesem Zusammenhang wollte mal fragen warum es verdammt nochmal
keine Sprache gibt die Definitionen UND Implementationen vererben
kann.
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Apeman schrieb:
aber allgemein scheint C++ ein ziemlich widerspenstiges gebilde zu sein, dessen beherrschung jahrelanges training und viel erfahrung braucht, damit man sich nicht regelmässig 'die beinchen wegschiesst'. viele scheinen das zu unterschätzen.

Ok, so wie ich das sehe, ist das einer der gründe für C++: Diejenigen, die sich mit der Sprache gut auskennen, haben viel Zeit investiert, um die üblichen Fehlerquellen zu beseitigen. Dadurch sind sie mit der Sprache viel vertrauter als mit anderen, die sie einfach so runterschreiben können (mit ein paar blicken in die Doku). Da sie bei C++ so viel mehr Übung haben, brauchen sie da keine Doku mehr, und das programmieren fühlt sich flüssiger an.
Dann kommt natürlich dazu, dass C++ relativ gut von diversen Bibliotheken unterstützt wird. (Im schlimmsten Fall nur C, aber das schreckt einen C++ler ja nicht ab)
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Basingstoke schrieb:
In diesem Zusammenhang wollte mal fragen warum es verdammt nochmal
keine Sprache gibt die Definitionen UND Implementationen vererben
kann.was soll das bedeuten?
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C++ und D können es

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Weil ich mal echte programme machen wollte und nicht immer nur so'n interpretierten oder .NET mist.
Und ich ein wie-typ bin.
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Ich benutze C++ weil ich viel Zeit in das Erlenen der Sprache investiert habe und daher sehr sicher im Umgang mit dieser Sprache bin. Aber seit mir ich vor einiger Zeit Ruby angeschaut habe benutze ich C++ nur noch für ein paar alte Projekte, ein neues C++ Projekt habe ich seither nicht mehr angefangen, da ich in Ruby so schön programmieren kann wie in C++ und für die meisten Fälle ist Ruby absolut ausreichend.
P.S. Ich kann es nicht oft genug sagen: schaut euch mal Ruby an, mit Ruby zu programmieren ist so schön wie mit C++ zu programmieren

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hier ein passender artikel über "technomasochism"
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Hallo
lolz schrieb:
Ich kann es nicht oft genug sagen: schaut euch mal Ruby an, mit Ruby zu programmieren ist so schön wie mit C++ zu programmieren

Ruby-Programme haben für mein Auge zu viel syntaktisches Rauschen.
Python ist in dieser Hinsicht besser (kein { } ; BEGIN END @ $ ... ).
Wozu {...} oder BEGIN END, wenn man die Codeblöcke sowieso einrückt?Gruß
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... aber das nur am Rande, im Thread geht's ja nicht um Ruby oder Python.
C++ benutzt man, weil es weitverbreitet ist, schnell ist, es eine Auswahl an guten Compilern und jede Menge Literatur dazu gibt und C++ zudem kompatibel mit C ist, was zur Durchsetzung von C++ nicht unwichtig war.
Gruß
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Ich mag Ruby aber leider ist es zu langsam.

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Öhhh...basiert Ruby nicht auf C?
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BitWax schrieb:
Öhhh...basiert Ruby nicht auf C?
Hä?
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Ich bevorzuge ebenfalls C++, weil es in meinen Augen komplexer ist als anderere Sprachen.