Licht an und aus machen: kostet das mehr Strom?



  • Manchmal lassen Leute in einem Raum das Licht an, obwohl sie ihn verlassen haben. Als Begründung kommt dann sowas wie: "Ich geh eh gleich nochmal ins Badezimmer, wenn ich das Licht aus- und wieder anmache, kostet das mehr Strom!"

    Das klingt für mich eher nach einer Ausrede oder nach einem Ammenmärchen. Das kann ich nicht so recht glauben. Wäre die Glühbirne so komplex wie ein PC, dann wäre es ja noch nachvollziehbar, da der PC während des Hochfahrens viel Arbeit hat und damit auch viel Strom verbraucht. Aber eine Glühbirne?

    Ist da was dran?
    Verbraucht man weniger Strom, wenn man die Lampe 5 Minuten brennen lässt, als wenn man sie ausschaltet und nach 5 Minuten wieder einschaltet? Falls es einen Unterschied macht, ob wir von einer normalen Glühbirne oder einer Stromsparlampe reden, erbitte ich eine Antwort für beides! 😉



  • Bei Neonröhren soll der Anlaufstrom recht hoch sein im Gegensatz zu dem was sie brauchen, wenn sie einfach nur leuchten.
    Da Energiesparlampen ja sehr ähnlich sind, kann ich mir das schon vorstellen.

    Bin aber leider kein Experte, hab da nur so ein ungesundes Halbwissen. 😉



  • Ich habe vor gar nicht allzu langer Zeit mal gelesen, dass es sich dabei wirklich nur um ein Märchen handelt. Ich weiß leider nicht mehr wo, aber soweit ich mich erinner, sind die Einschalteffekte bei allen Leuchtmitteln so gering, dass es sich schon bei wenigen Sekunden lohnt, das Licht abzuschalten.
    Ein anderer Punkt ist aber, dass jeder Einschaltvorgang auf die Lebensdauer geht. Rechnet man das wieder ein, so lag die Grenze irgendwo im Minutenbereich.
    Versuch mal zu googlen, da muss es irgendwo was halbwegs wissenschaftliches geben.



  • Ich hatte im Physikunterricht mal gehört, dass der Wolframdraht einer Glühbirne ein vielfaches des Normalen Stroms verbraucht bis sich der Draht erhitzt hat, weil Wolfram ein Kaltleiter ist. Aber ich glaube diese Phase ist so kurz, dass es sich da eigentlich nicht lohnt die an zu lassen.



  • Eben nicht. Das haben die mal ausfürhlich bei Welt der Wunder gebracht. Ob du das Licht nun 5 Minuten anlässt oder nicht ist vollkommen egal, da eine kurze Energiespitze beim Anschalten auftritt.

    EDIT: mein Post ist nicht auf den letzten bezogen



  • Was ist denn nun richtig?
    Kommt schon, ich will einen Flamewar sehen! 😃



  • Man kann sich auch durch Fernsehen bilden.

    Sendung Mythbusters auf RTL2

    Die haben die gängigsten Leuchtmittel getestet.
    Der Mythos wurde zerstört das der Einschaltstrom so hoch ist das es sich nicht auszahlt das Licht auszuschalten.

    Wenn man <= 50 Millisekunden später das Licht wieder anmachen möchte sollte man es gleich brennen lassen.
    Sonst nicht.
    Eine Glühbirne zieht wirklich viel Strom wenn sie angemacht wird den der Widerstand ändert sich mit der Wärme des Drahtes.
    Ist aber auch zu vernachl.



  • ..



  • Finde ich sehr interessant und äußert vorbildlich.



  • Wenn man noch die Entsorgung der Giftstoffe in den Energiesparlampen klärt ist das sicher schön.



  • Unix-Tom schrieb:

    Wenn man noch die Entsorgung der Giftstoffe in den Energiesparlampen klärt ist das sicher schön.

    sehr verhalten, dein kommentar. das ist natürlich auch immer so eine sache...werden dann elektroniker in jeden haushalt geschickt, die überprüfen, ob wirklich nur energiesparlampen verwendet werden?



  • Man sollte aber beachten, dass das Anschalten der Lampe die Lebenszeit ungemein verkürzt.



  • BitWax schrieb:

    Unix-Tom schrieb:

    Wenn man noch die Entsorgung der Giftstoffe in den Energiesparlampen klärt ist das sicher schön.

    sehr verhalten, dein kommentar. das ist natürlich auch immer so eine sache...werden dann elektroniker in jeden haushalt geschickt, die überprüfen, ob wirklich nur energiesparlampen verwendet werden?

    Warum fragst du mich das. Noch nie was von Zynismus gehört.
    Tatsache ist das Energiesparlampen sehr viele Giftstoffe beinhalten.



  • http://www.wuerzburg.ihk.de/uploads/media/Leitfaden_Buerogebaeude.pdf Seite 7 ganz unten:
    10 Minuten

    http://www.heute.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,5245960,00.html
    2 Minuten bei (billigen) Energiesparlampen

    http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/zentral/projekt_energiesparen/lichtluegen.html (ganz unten)
    5 Minuten

    Die genannten Zeiten sollen aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll sein. Der reale Wert sollte also irgendwo im Minutenbereich liegen.
    Lässt man erhöhten Verschleiß durch Einschaltvorgänge außer Acht, liegt die Zeit etwa bei 1 Sekunde.


Anmelden zum Antworten