Trennung von Kirche und Staat?



  • Doktor Prokt schrieb:

    EKD und RKK engagieren sich in vielen Bereichen fuer soziale und wohltaetige Zwecke. Die EKD (RKK) hat sogar mit der Diakonie (caritas) eine eigene Hilfsorganisation.

    Jetzt müsste Diakonie und Caritas nur noch von den beiden Kirchen, EKD und RKK, auch wirklich finanziert werden, dann hättest du dein Argument. Nur leider engagieren sich die Kirchen eben nicht wirklich für soziale und wohltätige Zwecke. Caritas und Diakonie werden nur zu ca 1,8% von den jeweiligen Kirchen finanziert. Die restlichen über 98% stammen von Versicherungsträgern, Leistungsentgelten, Spenden und natürlich staatlichen Zuschüssen. Nur weil Kirche bei den Organisationen draufsteht, bedeutet es noch lange nicht, dass es ein echtes Engangement der Kirchen wäre. Hast du etwa wirklich geglaubt, die Kirchen würden sich für irgendetwas anderes als sich selbst interessieren? Die Gelder aus der Kirchensteuer gar für Wohltätigkeit einsetzen?

    Caritas und Diakonie in Deutschland | ISBN: 3865690009



  • chrische5 schrieb:

    Ich will hier nicht irgendwelche Leute bekehren, aber zusagen jeder kann machen was er will und im Nachsatz aber anzumerken, dass man diese Leute für blöd hält, spricht nicht gerade für Toleranz [...]

    Warum spricht es nicht für Toleranz? Toleranz heißt nicht, dass man alles gut findet oder alle für nicht blöd hält. Man kann Menschen durchaus für blöd, nervig, hässlich, eklig oder wer weiß was halten und dennoch tolerant ihnen gegenüber sein.



  • minhen schrieb:

    Hast du etwa wirklich geglaubt, die Kirchen würden sich für irgendetwas anderes als sich selbst interessieren? Die Gelder aus der Kirchensteuer gar für Wohltätigkeit einsetzen?

    Ich koennte Beispiele nennen, in denen das wirklich passiert. Eines waere die finanzielle Versorgung von Obdachlosen durch die katholische Kirche in einer Stadt in der Naehe.



  • Doktor Prokt schrieb:

    minhen schrieb:

    Hast du etwa wirklich geglaubt, die Kirchen würden sich für irgendetwas anderes als sich selbst interessieren? Die Gelder aus der Kirchensteuer gar für Wohltätigkeit einsetzen?

    Ich koennte Beispiele nennen, in denen das wirklich passiert. Eines waere die finanzielle Versorgung von Obdachlosen durch die katholische Kirche in einer Stadt in der Naehe.

    Und was ist mit den ganzen bösen Sachen, die die katholische Kirche begeht?



  • dafür kann der papst ablassbriefe schreiben - dann ist das vergeben und vergessen ;P



  • rüdiger schrieb:

    Doktor Prokt schrieb:

    minhen schrieb:

    Hast du etwa wirklich geglaubt, die Kirchen würden sich für irgendetwas anderes als sich selbst interessieren? Die Gelder aus der Kirchensteuer gar für Wohltätigkeit einsetzen?

    Ich koennte Beispiele nennen, in denen das wirklich passiert. Eines waere die finanzielle Versorgung von Obdachlosen durch die katholische Kirche in einer Stadt in der Naehe.

    Und was ist mit den ganzen bösen Sachen, die die katholische Kirche begeht?

    Um die geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass sich die beiden grossen Kirchen in Deutschland tatsaechlich, wenn auch vielleicht nicht in uebermaessigem Masse, wohltaetig engagieren.



  • Doktor Prokt schrieb:

    minhen schrieb:

    Hast du etwa wirklich geglaubt, die Kirchen würden sich für irgendetwas anderes als sich selbst interessieren? Die Gelder aus der Kirchensteuer gar für Wohltätigkeit einsetzen?

    Ich koennte Beispiele nennen, in denen das wirklich passiert. Eines waere die finanzielle Versorgung von Obdachlosen durch die katholische Kirche in einer Stadt in der Naehe.

    Bist du dir wirklich sicher, dass das Geld auch wirklich aus der Kirchensteuer? Denn bei Caritas/Diakonie würde man auch selbstverständlich die Kirchen als Geldgeber und damit tragende Kraft annehmen.



  • Doktor Prokt schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Doktor Prokt schrieb:

    minhen schrieb:

    Hast du etwa wirklich geglaubt, die Kirchen würden sich für irgendetwas anderes als sich selbst interessieren? Die Gelder aus der Kirchensteuer gar für Wohltätigkeit einsetzen?

    Ich koennte Beispiele nennen, in denen das wirklich passiert. Eines waere die finanzielle Versorgung von Obdachlosen durch die katholische Kirche in einer Stadt in der Naehe.

    Und was ist mit den ganzen bösen Sachen, die die katholische Kirche begeht?

    Um die geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass sich die beiden grossen Kirchen in Deutschland tatsaechlich, wenn auch vielleicht nicht in uebermaessigem Masse, wohltaetig engagieren.

    ich weiß nicht, das ist schon ein komisches argument. google engagiert sich für klimaschutz und bertelsmann für bildung, sollten diese beiden firmen deswegen steuervorteile für ihre riesigen gewinne bekommen?



  • Es kann den Kirchen nur gut tun, wenn man sie richtig hart mit Füßen tritt und nicht nur verlacht und anspuckt. Dann müssen die Gemeindemitglieder sich entscheiden, sowohl nach außen wie nach innen. Wer seinen Pfarrer verhungern, seine Kirche verrotten lässt, der hat dann das, was er selbst geschaffen hat.



  • Erhard Henkes schrieb:

    Es kann den Kirchen nur gut tun, wenn man sie richtig hart mit Füßen tritt und nicht nur verlacht und anspuckt. Dann müssen die Gemeindemitglieder sich entscheiden, sowohl nach außen wie nach innen. Wer seinen Pfarrer verhungern, seine Kirche verrotten lässt, der hat dann das, was er selbst geschaffen hat.

    Du hast Recht, wir sollten die Kirchensteuer beibehalten. :xmas1:



  • Doktor Prokt schrieb:

    Um die geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass sich die beiden grossen Kirchen in Deutschland tatsaechlich, wenn auch vielleicht nicht in uebermaessigem Masse, wohltaetig engagieren.

    Und dafür dass sie ein bisschen, aber nicht viel und im Grunde eigentlich nichts wenn überhaupt etwas tun, haben sie nun was verdient? (Wenn man dazu noch von dem ganzen Bösen absieht)



  • Ich kann ja verstehen, dass jemand, der aus der Kirche austritt, hinterher nur noch Schlechtes dort sehen will, genau, wie ein ehemaliger Raucher ein militanter Nichtraucher wird. Man sollte aber auch den Menschen gerecht werden, die Gutes anstreben und auch wirklich tun. Die Kirche war und ist in schwierigen Zeiten eine wichtige Zufluchtstätte und ein starkes Bollwerk. 👍



  • Erhard Henkes schrieb:

    Ich kann ja verstehen, dass jemand, der aus der Kirche austritt, hinterher nur noch Schlechtes dort sehen will, genau, wie ein ehemaliger Raucher ein militanter Nichtraucher wird. Man sollte aber auch den Menschen gerecht werden, die Gutes anstreben und auch wirklich tun. Die Kirche war und ist in schwierigen Zeiten eine wichtige Zufluchtstätte und ein starkes Bollwerk. 👍

    Leider basiert diese Flucht auf recht kindliche Vorstellungen.

    Wenn ich mir eine Religion waehlen wuerde, wuerde ich Buddhismus nehmen. Irgendeinen Gott anzubehten ist kindisch und ueberhebtlich und Buddha selbst lehrt zur Skeptis und zum eigenstaendigem Denken. Im Grunde lehren doch die monotheistische Religionen doch im Grund das gleiche (haben auch den gleichen Ursprung), Glaube an den wahren Gott, liebe deinen Naechste, usw. und versuchen eine Geschichte den Menschen zu bieten wie die Welt enstanden ist.

    Alles stuetzt sich nur auf das eine: Den Glauben. Wieso soll ich meinen Naesten lieben? - Weil es Gott sagt. Wieso soll ich nicht Toeten? - Weil es Gott sagt. Wieso ist die Welt in 6 Tagen entstanden? - Weil es Gott sagt.

    Buddha haelt sich dagegen nicht fuer besser als andere Menschen sondern er hat nachgedacht wieso die Welt ist wie sie ist und was fuer Mechanismen vorherschen. Wieso soll ich meinen Naesten lieben? - Weil es eine Ursache und Wirkung gibt, bist du schlecht zu deinen Naesten, sind sie es auch zu dir. Wieso soll ich nicht Toeten? - Weil wenn du toetest wirst du von anderen gehasst und dir Nachteile bringt. Wieso ist die Welt in 6 Tagen entstanden? - Es kann sein das es so ist, aber steh solchen Ueberlieferungen kritisch gegenueber.

    Aber das ist eigentlich OT, was war das Thema eigentlich?
    Ah, habs nachgeschaut:

    Wieso diskutieren wir ueberhaupt darueber ob Kirchentrennung vom Staat gut oder schlecht ist? Bin ich noch in Deutschland?



  • Hallo

    rüdiger schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Ich will hier nicht irgendwelche Leute bekehren, aber zusagen jeder kann machen was er will und im Nachsatz aber anzumerken, dass man diese Leute für blöd hält, spricht nicht gerade für Toleranz [...]

    Warum spricht es nicht für Toleranz? Toleranz heißt nicht, dass man alles gut findet oder alle für nicht blöd hält. Man kann Menschen durchaus für blöd, nervig, hässlich, eklig oder wer weiß was halten und dennoch tolerant ihnen gegenüber sein.

    Wenn man demjenigen aber immer sagt, dass er blöde, hässlich und eklig ist, zählt das für mich nicht unter Toleranz. Zu Toleranz zählt eben auch solche, wertenden, Aussagen dann zu unterlassen.

    chrische



  • Hallo

    tolerant

    Hallo Ruediger, hast du das Wort dir schon einmal erklaeren lassen
    denn deine Sprueche deuten nicht dauraufhin

    Mfg
    Klaus



  • KlausB schrieb:

    Hallo

    tolerant

    Hallo Ruediger, hast du das Wort dir schon einmal erklaeren lassen
    denn deine Sprueche deuten nicht dauraufhin

    Erklär es uns. Und werde in deiner "Kritik" doch bitte etwas konkreter.



  • Hallo

    Man kann Menschen durchaus für blöd, nervig, hässlich, eklig oder wer weiß was halten und dennoch tolerant ihnen gegenüber sein.

    Fuer mich hat das nichts mit Toleranz zu tun, das eher mit ....
    Wer andere fuer ... (siehe oben) haellt ist also SEHR tolerant 😕
    Ich hoffe, das kam jetzt etwas genauer rueber 😉

    Mfg
    Klaus



  • KlausB schrieb:

    Man kann Menschen durchaus für blöd, nervig, hässlich, eklig oder wer weiß was halten und dennoch tolerant ihnen gegenüber sein.

    Fuer mich hat das nichts mit Toleranz zu tun, das eher mit ....
    Wer andere fuer ... (siehe oben) haellt ist also SEHR tolerant 😕
    Ich hoffe, das kam jetzt etwas genauer rueber 😉

    Nö, sorry, keine Ahnung, was du meinst.



  • Hallo

    @ Mr. N: Ich will wirklich nicht nerven, aber ich würde gerne noch wissen, warum du denkst, dass ich permanent nur "rumheule"? Ich hatte bisher den Eindruck, dass ich meine Standpunkte meistens ganz gut begründet habe (wer hat dieses Gefühl nicht). Natürlich trifft dies nicht immer zu, weil es Themen gibt, die einem emotional berühren udn was es eben mit Logik nicht so weit her ist. Da habe ich mich bis jetzt aber nur selten zu Wort gemeldet.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    Wenn man demjenigen aber immer sagt, dass er blöde, hässlich und eklig ist, zählt das für mich nicht unter Toleranz. Zu Toleranz zählt eben auch solche, wertenden, Aussagen dann zu unterlassen.

    _dann_! Ja, da gebe ich dir recht. Aber das _dann_ bezieht sich auf den konkreten Umgang. Wenn ich jemanden solche Aussagen vor den Kopf werfe, weil er gerade seiner Religion nachgeht oder ich weiß dass er religiös ist, dann wäre das sicher intolerant. Aber gerade in einer Diskussion geht es darum den eigenen Standpunkt zu vertreten. Hier zählt die gewünschte Rücksichtnahme einfach nicht. Wobei natürlich die Frage ist, ob man jemanden beleidigt und es von Nöten ist etwas wie "blöde" zu sagen. Aber das hat bisher auch niemand getan, so weit ich weiß. Das "blöde" war glaube ich eher eine beleidigte Interpretation von dir.

    @Klaus B
    Ich habe keine Ahnung wovon du sprichst. Als kleiner Hinweis: (aus WP) Toleranz (auch: Duldsamkeit; Gegenteil: Intoleranz) kommt vom lateinischen Verb tolerare), das „ertragen“, „durchstehen“, „aushalten“ oder „erdulden“, aber auch „zulassen“ bedeutet.

    Und Toleranz bedeutet nicht "Hurra für alles"!


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