Kennt jemand dieses GUI...



  • Hallo,

    kennt jemand folgendes GUI? Ist das überhaupt nen GUI oder nur nen Skin? kenne mich da nicht so aus, auf jeden Fall gefällt es mir 😉 Der Entwickler will es mir leider nicht verraten und googlen nach bildern ist ja nicht so einfach, also versuch ich es auf diesem weg:
    http://www.pokerevsoftware.com/preview/pokerevstats.png

    Wäre für Hinweise dankbar 🙂

    veio



  • Hab mal die 0.80 heruntergeladen. Es ist eindeutig eine .NET Anwendung, denn ClassInfo zeigt das die Controls etc. WinForms10 sind.



  • Du kannst solch ein Programm mit jeder GUI Bibliothek die es gibt erstellen.



  • naja,das selber nachzubauen wäre aber ziemlich aufwendig 😉
    Und selber gebaut hat er das nicht, da ich das gleiche GUI schon in nem anderen programm gesehen hab(nein, die wollen mir auch nicht verraten wie das heißt).



  • veio schrieb:

    naja,das selber nachzubauen wäre aber ziemlich aufwendig 😉
    Und selber gebaut hat er das nicht, da ich das gleiche GUI schon in nem anderen programm gesehen hab(nein, die wollen mir auch nicht verraten wie das heißt).

    Achso, ich dachte es geht dir nur um die GUI Bibliothek. Der Nachbau würde natürlich einiges an Zeit und Aufwand kosten. Allerdings könntest du dann alles speziell auf deine bedürfnisse anpassen.
    Musst du aber selber entscheiden wie du dies im Endeffekt machst...



  • Es gibt doch zwei Möglichkeiten, wie man seine GUI haben will:

    1. Recht standardkonform
    2. Idividuell

    Für ersteres nimmt man die gängen Libs: mfc, qt, gtkmm, Upp usw.
    Für zweiten Punkt, bastelt man sich was selber.

    Welchen Vorteil hätte also die eigene Applikation, wenn sie so aussehen würde, wie das da oben? Sie wäre nicht standardkonform aber auch nicht individuell. 🙄



  • oder ich will ein GUI, was besser aussieht als die standard GUIs, aber nicht in ewig viel arbeit ausartet 😉



  • Ich frage mich wieder und wieder wieso alle Programme ihre eigenen Designs mitbringen müssen? Wieso muss (so gut wie jeder) beschissene Instant-Messenger eigene Skins haben? Wieso hat jeder Audioplayer einen eigenen Skin?

    Ich kann meine grafische Oberfläche doch wunderbar skinnen. Wieso muss ich das dann bei all diesen Programmen wieder tun?

    Meine Programme sollen Bedienkomfort haben und vertraut wirken, was ist dabei hilfreicher als ein Menü wie man es von aussehen und der Bedienung her jeden Tag nutzt?



  • also ich sehe da nichts, woran man sich gewöhnen müsste. Sind doch die gleichen controls, nur dass sie nen anderen rahmen/hintergrund/effekt haben.



  • Darum geht es ja nicht. Wenn dem User ein solcher Skin gefällt, soll er sich damit sein Windows skinnen und kann ab sofort den Skin in allen seinen Anwendungen genießen.

    Es geht mir im Grunde um folgendes:

    oder ich will ein GUI, was besser aussieht als die standard GUIs[...]

    Woher weißt du, dass die anderen Leute deinen Geschmack haben?
    Stell dir mal vor, du schreibst ein ziemlich praktisches Tool. Aber mit irgendeinem quitschbunten, aufgequollenen Skin und einem ach so tollen Sound der bei jedem Klick auf einen Button abgespielt wird. Wer würde dein Tool dann noch nutzen?

    Schreibst du dein Tool mit einem Toolkit, was auf native Controls setzt, kann jeder das Tool mit dem Skin nutzen den er mag, und er steht nicht vor der Wahl einen von vielleicht hunderten hässlichen Skins zu wählen.



  • Also ein Mediaplayer a la WMP darf meiner Meinung nach ruhig "coolen" Skin haben. Weil das keine "ernsthafte" Anwendung ist, wo man produktiv mit arbeiten muß. Genauso wie ein Computer-/Videospiel auch seinen eigenen Skin mitbringt.

    Problematisch sehe ich es aber bei "ernsthaften" Anwendungen, z.B. einer Warenwirtschaft-Software. Hier geht es nicht um Coolness, hier muß der User sofort die Controls und die Bedienung erkennen können - halt das native Look & Feel. Hier muß mein oben genannter erster Punkt greifen.

    Das was akzeptabel ist, ist das man innerhalb der Anwendung den Look ändern kann, wenn man trotzdem auch den nativen Look & Feel haben kann. Ein Beispiel ist z.B. GIMP, ich kann das native Look einschalten, aber auch sagen das ich was anderes will.



  • Ich finde, die Haupt-Controls sind doch auf jedem System gleich. Es gibt Buttons, Textfelder, Menüs und vielleicht noch Listen und TreeViews. So große Unterschiede gibt es da nicht, in den Konzepten. Ob jetzt ein Button runde oder eckige Kanten hat, ist doch vollkommen egal.

    Es gibt aber einen entscheidenden Vorteil von nicht "nativen"-Controls: Plattformunabhängigkeit. Habe ich ein GUI-Toolkit, welches die Controls selber zeichnet, muss ich auf jeder Plattform nur die Low-Level-Funktionen wrappen. Will ich da mit "nativen"-Controls machen, muss ich jedes Control wrappen und unter umständen nicht vorhandende Funtktionalität dranfrickeln.

    Die Benutzbarkeit einer Anwendung hängt ja nicht davon ab, wie die Buttons aussehen, sondern dass sie vernünftig plaziert und als solche zu erkennen sind. Meiner meinung nach, reicht es vollkommen aus, wenn das GUI-Toolkit die Farbeinstellung des Desktops übernimmt, so dass sich das ganze zumindest Farblich ein wenig einfügt.



  • Bei Look & Feel geht es doch um zwei Sachen (die ihr immer vergesst):

    1. Look: das Aussehen.
    2. Feel: das Anfühlen und somit auch das Verhalten.

    Beispiel einer nicht-nativen-GUI, die eben doch nicht native sein kann? gtk. Wenn ich in GIMP eine Combobox aufmachen will, muß ich lange die Maus gedrückt halten, damit sie auf bleibt. Hem... also das Feel ist nicht nativ und verwirrend für einen Windows-User.

    Das war sicherlich ein extremes Beispiel, zeigt aber, was bei raus kommen kann. Und nein, ich will gtk/gtkmm nicht schlecht machen! Halte gtkmm sogar für sehr genial. Aber ehrlich muß man sein. 😉

    Also, es ist richtig, das es wichtig ist, das z.B. ein Button auch als Button erkennbar ist. Dann weiß der User auch "Oh, das ist ein Knopf, auf den kann ich drauf drücken.". 🙂 Und das ist sicherlich bei 99% der GUI-Libs der Fall. 😃

    Aber ich finde es persönlich doch schon besser, wenn die Standard-GUI-Elemente nativ sind. Es geht mir dabei hauptsächlich um das Feeling! Wenn ein Button vielleicht eine Schattierung hat, an drei Ecken eckig und vierte Ecke rund ist... stört es nicht. Aber es stört, wenn ich ihn anders benutzen muß oder er sich anders verhält.

    Extra-GUI-Elemente (die nativ nicht vorhanden oder zu realisieren sind), können ja trotzdem extra implementiert werden. Mit dem richtigen Klassendesign ist das auch kein Ding.



  • Artchi schrieb:

    Beispiel einer nicht-nativen-GUI, die eben doch nicht native sein kann? gtk. Wenn ich in GIMP eine Combobox aufmachen will, muß ich lange die Maus gedrückt halten, damit sie auf bleibt. Hem... also das Feel ist nicht nativ und verwirrend für einen Windows-User.

    Also bei mir nicht (Linux, GTK+ 2.8.20, GIMP 2.2.13). 😕

    Artchi schrieb:

    Aber ich finde es persönlich doch schon besser, wenn die Standard-GUI-Elemente nativ sind. Es geht mir dabei hauptsächlich um das Feeling! Wenn ein Button vielleicht eine Schattierung hat, an drei Ecken eckig und vierte Ecke rund ist... stört es nicht. Aber es stört, wenn ich ihn anders benutzen muß oder er sich anders verhält.

    Das ist die eine Seite. Wenn du nur für Windows programmierst, ist das ja okay. Allerdings forderst du quasi, dass für jede Plattform eine neue GUI geschrieben werden sollte. Denn irgendwo sind immer die Unterschiede, und wenn es darum geht, dass die Icons einen bestimmten Zeichenstiel haben. Wenn du wirklich "native"-Anwendungen haben willst, dann kannst du nichts anderes machen, als die Anwendung 100% auf eine Plattform zuzuschneiden.

    Als Beispiel wäre da FileZilla zu nennen. Das funktioniert super unter Windows, ist aber für mich unter Linux nicht benutzbar, obwohl es unter Linux GTK+ (wxWidgets) verwendet. Der Grund ist einfach der, dass unter Windows die Standardschriftart kleiner ist. Die GUI von Filezilla ist daran ausgerichtet, mit dem Erfolg, dass ich unter Linux in sämtliche Richtungen scrollen muss. Die GUI ist, meinem empfinden nach, außerdem einfach nur hässlich (unter Linux). Und das, obwohl fast sämtliche meiner Anwendungen GTK+ Anwendungen sind, so sind wxWidgets-Anwendungen auf meinem Desktop totale Fremdkörper.

    Das Feel erreicht man ja nicht einfach dadurch, indem man "native"-Controls verwendet. Es gibt auch noch gewisse Gepflogenheiten, die die Nutzer bei einer Desktopumgebung gewohnt sind.

    Ich fände eine allgemeine Ausrichtung an Benutzbarkeit wünschensweter, als ein Pseudo-Nativer-Look.

    Artchi schrieb:

    Extra-GUI-Elemente (die nativ nicht vorhanden oder zu realisieren sind), können ja trotzdem extra implementiert werden. Mit dem richtigen Klassendesign ist das auch kein Ding.

    Das ist ja genau der Punkt. Es gibt Gründe, warum es ein bestimmtes Control auf einer Plattform nicht gibt. Aber es gibt dafür sicherlich genügend alternativen, die die Nutzer dieser Plattform gewohnt sind. Implementiert man sein eigenes Control, damit die Schnittstellen stimmen, so geht man wieder gegen die Gewohnheit der Benutzer. Nativ und Plattform unabhängig ist einfach ein Widerspruch. Dafür gibt es dann doch zu große Unterschiede in den Konzepten an sich.

    Man sollte sich wirklich besser an allgemeiner Benutzbarkeit orientieren, denn die Praxis zeigt eigentlich, dass (selbst bei nativen Toolkits) man sich eigentlich an einer Plattform orientiert.


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