Windows XP - Software Raid 1



  • F98 schrieb:

    "software raid 1 windows" bei Google eingeben und staunen ...

    Ich sehe nicht wirklich wie Google meine Frage beantworten kann, du etwa?

    PS:
    der nächste Post in diesem Thread wird "nimm Linux" sein. Ich seh es schon kommen.
    Manchmal sind eben nur Trolle da 😞



  • Naja, prinzipiell möglich ist es, empfehlenswert IMO nicht. Habe mich aus Stabilitätsgründen und wegen der unveränderten Leseperformance dagegen entschieden. Und die Aussicht, dass bei System-Updates jederzeit alles kaputt gehen könnte, und meine Hexeditor-Hacks wieder rückgängig gemacht werden, haben mich dann dazu bewogen, auf Software-RAID unter XP zu verzichten.

    So ungern ich es sage, aber das ist unter GNU/Linux tatsächlich praktischer. Liegt aber ja nicht primär an irgendwelchen technischen Gründen sondern eher an geschäftspolitischen Entscheidungen von Microsoft.



  • nman schrieb:

    Naja, prinzipiell möglich ist es, empfehlenswert IMO nicht. Habe mich aus Stabilitätsgründen und wegen der unveränderten Leseperformance dagegen entschieden. Und die Aussicht, dass bei System-Updates jederzeit alles kaputt gehen könnte, und meine Hexeditor-Hacks wieder rückgängig gemacht werden, haben mich dann dazu bewogen, auf Software-RAID unter XP zu verzichten.

    So ungern ich es sage, aber das ist unter GNU/Linux tatsächlich praktischer. Liegt aber ja nicht primär an irgendwelchen technischen Gründen sondern eher an geschäftspolitischen Entscheidungen von Microsoft.

    Das ist mal ne Antwort, danke.

    Das Problem ist - wir sind auf Windows festgelegt (sonst wäre es schon wegen Kostengründen ein Linux Server geworden), empfohlen ist Windows XP, notfalls geht Windows 2000 Server auch noch (2003 wäre ideal, aber da haben wir keine Lizenz rumliegen). Auch bei Software Raid stellen sich mir die Haare auf - aber lieber Software Raid als garkeins...

    Das mit den Updates ist ein guter Punkt - hat da jemand Erfahrungsberichte? Ich meine wenn ein Software Raid 1 unter XP nicht 100% stabil läuft, dann sind selbst die kosten für einen Windows 2003 Server peanuts gegen einen Server Ausfall.



  • ein bisschen mehr informationen wären nicht schlecht.

    warum muss es windows sein? vielleicht kann man die notwendigen dienste anders zur verfügung stellen und doch linux benutzen?
    warum wollt ihr raid 1? was verstehst du unter "sicherheitsgründe"? wollt ihr nicht evtl. eigentlich ein backup? (ein raid ersetzt kein backup!!)



  • borg schrieb:

    warum wollt ihr raid 1? was verstehst du unter "sicherheitsgründe"? wollt ihr nicht evtl. eigentlich ein backup? (ein raid ersetzt kein backup!!)

    Ich denke hier geht es eher um maximale Verfügbarkeit (Wobei sich das mit Software-RAID ohne Hot-Swap schon ein wenig beisst). Und warum es Windows sein muss ist eigentlich auch egal. Ich denke das hat sich ShadeOfMine schon überlegt.

    Wenn die "Server-Hardware" bezüglich CPU und RAM ordentlich bestückt ist, wäre ein Linux-Host (oder ähnliches) mit einem Windows-Guest vielleicht sogar eine Überlegung wert (wobei ich bei z.B. VirtualBox nicht so gut bez. Failsafe-VM-Umschaltung etc. informiert bin und kommerzielle Produkte wie VMware GSX aus Kostengründen flachfallen). Nur so eine Idee...



  • borg schrieb:

    ein bisschen mehr informationen wären nicht schlecht.

    warum muss es windows sein? vielleicht kann man die notwendigen dienste anders zur verfügung stellen und doch linux benutzen?
    warum wollt ihr raid 1? was verstehst du unter "sicherheitsgründe"? wollt ihr nicht evtl. eigentlich ein backup? (ein raid ersetzt kein backup!!)

    Das steht nicht zur Debatte. Die einzige Wahl die bleibt ist WinXP oder Windows 2000 Server.

    Ich habe eine klare Frage gestellt - was ist so schwer daran auf die einzugehen?

    Wenn ich hier anfange zu erklaeren warum ich das so will, dann kommt wegen jeder Entscheidung eine 10 Seiten Diskussion auf. Viele Entscheidungen sind nunmal aus der Situation heraus entstanden und wuerden in einem Vakuum vielleicht anders ausfallen. Fakt ist aber, dass ich die Infrastruktur sicher nicht aendern werde nur weil "nimm Linux" so ein geiles Argument ist. (und bevor jetzt flames kommen von wegen ich hasse Linux oder so: wir setzen neben Windows Servern auch Mac OS X und Linux Server ein - je nachdem welche Software den Job den Umstaenden entsprechend am besten macht)

    @Tim:
    Virtualisierung waere uU eine Ueberlegung wert. Aber wir werden wohl auf Windows 2000 Server gehen. Kennst du aber eine kostenlose Virtualisierungsloesung fuer Linux/BSD Hosts mit Windows Server als Guests?



  • Shade Of Mine schrieb:

    @Tim:
    Virtualisierung waere uU eine Ueberlegung wert. Aber wir werden wohl auf Windows 2000 Server gehen. Kennst du aber eine kostenlose Virtualisierungsloesung fuer Linux/BSD Hosts mit Windows Server als Guests?

    VirtualBox hab ich schon erwähnt (wohl etwas untergegangen). Aber wie gesagt, keine Ahnung welche "professionellen" Features das nun genau hat. Habe es selbst nur privat getestet, hat dabei aber einen sehr guten Eindruck gemacht.



  • VMWare Server ist sehr gut und kostenlos. Diese Software lauft bei uns schon lange ohne Probleme. Sie ist zwar nicht offiziell fuer den produktiven Einsatz gedacht, aber das ist ja Windows XP auch nicht.

    Eine billige Software-RAID-Karte nachzuruesten waere auch noch eine Idee. Aber ich weiss nicht, wie es dann mit der Stabilitaet aussieht.



  • Shade Of Mine schrieb:

    Auch bei Software Raid stellen sich mir die Haare auf - aber lieber Software Raid als garkeins...

    Warum stellen sich Dir da die Haare auf? Insbesondere auf Backupservern und dgl. setze ich sogar lieber Software-RAID ein. Ist schon eine feine Sache, zu wissen, dass man immer an seine Daten rankommt, auch wenn mal nicht so leicht ein Ersatz für einen defekten RAID-Controller aufzutreiben ist, der Controller nicht mit neuer Hardware zusammenspielt, die Firma eine Produktlinie einstampft oä.

    Und falls Du jetzt die Performance als Argument nimmst: Vergiss es. Auf aktueller Hardware ist Software-RAID häufig sogar schneller als ein RAID-Controller. (Habe das selbst für viele Anwendungsfälle mit einem Haufen von unterschiedlichen Controllern in der Preisklasse von etwa 800-1500€ für die RAID-Levels 1 und 6 getestet.)

    Natürlich sieht das ganze anders aus, wenn man zeitgleich sehr viel CPU-Last _und_ sehr viel IO hat, aber das ist eigentlich nur relativ selten der Fall.

    Also kurz: Software-RAID ist _viel_ besser als sein Ruf. Gibt natürlich Anwendungsfälle, wo es absolut unpassend ist (Habe vor kurzem ein 48-Disk-SATA-Array mitgeplant, da käme Software-RAID nie in Frage.), aber Deiner gehört wohl eher nicht dazu.

    Probier VMWare oä. Ich habe zwar nicht viel Erfahrung mit Windows-VMs auf Unix-Hosts, aber Unix auf Unix verwende ich mittlerweile ständig.



  • Shade Of Mine schrieb:

    F98 schrieb:

    "software raid 1 windows" bei Google eingeben und staunen ...

    Ich sehe nicht wirklich wie Google meine Frage beantworten kann, du etwa?

    PS:
    der nächste Post in diesem Thread wird "nimm Linux" sein. Ich seh es schon kommen.
    Manchmal sind eben nur Trolle da 😞

    Quatsch mit Soße. Mach Dir die Mühe und lies Dir die Artikel auch durch, die da stehen.

    Deine zwei Fragen waren folgende:

    Shade Of Mine schrieb:

    Man kann es reinpatchen aber wie stabil läuft es dann?
    Kann man WinXP dann wichtige Daten anvertrauen oder ist das Risiko dass das Software Raid die Daten kaputt macht gegeben?

    Wie man aus den Such-Ergebnissen entnehmen kann, scheint das SW-RAID, egal welcher Typ, unter Win stabil zu laufen. Die Leute, die es installiert haben, sind zufrieden damit. Die Performance scheint eher mittelmäßig zu sein, der Zugewinn an Datensicherheit signifikant. Siehe auch den RAID5-Artikel auf Tomshardware:

    http://www.tomshardware.com/de/raid-5-ohne-controller-geheime-freischaltung-in-win-xp,testberichte-959.html

    Wie das Ganze nach möglichen Ersetzungen der gepatchten Dateien (Updates) aussieht ist natürlich eine andere Frage, aber das war ja nicht direkt Deine Frage. Also komm mir nicht dumm hier. 👎



  • F98 schrieb:

    Wie das Ganze nach möglichen Ersetzungen der gepatchten Dateien (Updates) aussieht ist natürlich eine andere Frage, aber das war ja nicht direkt Deine Frage. Also komm mir nicht dumm hier. 👎

    Genau das war aber meine Frage. Themenverfehlung von dir, also Troll bitte woanders.

    Die Frage war ob WinXP mit einem reingepatchten Software Raid 1 so läuft, dass ich es einem produktivsystem Anvertrauen kann. Wenn nman sagt, es würde es nicht tun ist das mehr Wert als alles was ich in dubiosen Foren finde. Das Problem bei Erfahrungsberichten ist nämlich, dass die meisten Leute die Erfahrungsberichte posten deppen sind. (liegt daran, dass die meisten Leute die online etwas posten deppen sind).

    Genau für soetwas gibt es aber das Forum hier. Manche Informationen kann man eben _nicht_ ergooglen obwohl google einem die Frage durchaus beantwortet - aber eben nicht vertrauenswürdig. Ich will nunmal nicht wichtige Daten einem System anvertrauen dass von irgendeinem Kiddie in irgendeinem Forum als stabil angesehen wird.

    Google hilft in solchen Fällen kein bisschen. Aber ein JFGI ist halt so schön einfach zu sagen 😕 Manchmal wäre ein nichts sagen aber besser.

    Bester Beweis dafür ist: laut deiner Google Suche sollte ich das Raid unter WinXP fahren - Praxistest ist aber, dass ein Win 2000 Server dann doch sinnvoller ist. Ergo: Google hat mir eine Antwort geliefert, aber es war die falsche.

    Anders würde es aussehen wenn ich gefragt hätte _wie_ man ein software raid 1 unter WinXP aufsetzt. Aber das war nicht das Thema. Die Frage war "was sind eure Erfahrungen" und obwohl die direkte Frage nicht etwaige Probleme bei Systemupdates eingeschlossen hat (einfach weil ich zu kurzsichtig diesbezüglich war) war es dennoch der entscheidende Punkt bei der Entscheidung. Auch hier kann Google nicht helfen.

    @nman:
    Naja, es ist ja eine Art Backup Server insofern ist das Software Raid 1 schon ok - aber irgendwie traue ich Software Raids dennoch nicht wirklich.

    Danke @Tim und @pasti: eine Virtualisierung wird diesmal zwar nicht stattfinden aber für zukünftige Projekte sind die beiden Sachen durchaus interessant.

    PS:
    war ganz witzig Win2000Server auf dem neuen PC zu installieren und dann erstmal die ganze neue Hardware mit Treibern zu füttern :p Ich glaub das waren weit über 10 Neustarts heute 😉



  • Ich rate ab. Ich habe das mal unter NT4 Workstation gemacht, das ging da auch schon, auch über Registry reinpatchen, und mit den Tools aus dem Administration Kit verwalten.

    Das funktionierte - völlig problemlos. Es hat auch sogar den Ausfall einer Festplatte wie gewünscht überstanden. Und dann fing der Ärger an: das dazunehmen einer neuen freien Disk war ein Horrortrip, da er das gesamte Device nicht mehr erkannte. Man konnte die Replizierung nicht anstossen, es gelang mir nur der Umweg, die Daten der Platte zu kopieren (clonen ging nicht), und ein neues Software-RAID anzulegen, und die Daten zurückzuspielen.

    Der Festplattenmanager hat zwar alles erkannt, aber es fehlten einfach die Tools für ein vernünftiges Repair.

    War zwar NT4.0, aber vermutlich dürfte sich inhaltlich da nichts geändert haben. XP ist ja auch nur ein NT4.0 mit DirectX. 😉

    Was ich nicht verstehe, wieso nennst Du die Kosten als Argument? Mainboards mit Hardwareraid gibt's doch für 30-50 EUR Mehrkosten. Rechne das mal gegen Deinen Stundenlohn für das Tweaking.



  • Shade Of Mine schrieb:

    Naja, es ist ja eine Art Backup Server insofern ist das Software Raid 1 schon ok - aber irgendwie traue ich Software Raids dennoch nicht wirklich.

    Hast Du dafür auch einen Grund? Ich setze auf vielen Rechnern Software-RAID ein und hatte damit in punkto Performance, Stabilität etc. noch nie Probleme. Würde zwar - wie oben gesagt - auch von WinXP+Software-RAID1 abraten, aber das liegt eher an der konkreten Implementierung als an Software-RAID per se.

    Marcus: Naja, sich in solchen Fällen auf onboard-RAID-Controller zu verlassen ist aber wirklich nicht gut, macht überhaupt keinen Spaß, wenn einem das Mainboard eingeht und man plötzlich nicht mehr vernünftig an die Daten rankommt. Mit einem extra RAID-Controller ist die Situation zwar auch nicht perfekt, aber doch deutlich besser und die Kosten auch nicht _soo_ viel mehr (2x SATAII von 3ware gibts um 100-200€ und 4x SATAII um ~250€+ IIRC. Sind dann schon sehr gute Controller, gibt natürlich auch billigere.)



  • @nman/OP: ich persönlich hätte bei software-raid so meine bedenken (ausgenommen raid 0, was aber natürlich keine sicherheit bringt).
    und zwar aus einem einzigen grund: wie kommt das system mit einem plötzlichen ausfall (z.b. stromausfall, BSOD) klar?
    IMO gibt es nur 2 möglichkeiten und beide sind schlecht.

    1. bei jedem boot vor dem kein sauberer shutdown durchgeführt wurde (also z.b. nach einem stromausfall) wird das array als "suspect" markiert und muss neu synchronisiert werden (wobei dann schon fast egal ist ob das automatisch anläuft oder nicht, alleine die zeit die das braucht bis es fertig ist wäre bei grossen platten schon schlimm)
    2. das system kommt garnicht mit einem stromausfall klar, und sektoren die auf einer der beiden platte vor dem ausfall noch geschrieben wurden und auf der anderen nicht sind dann einfach unterschiedlich und bleiben auch unterschiedlich. das wäre fatal, denn da lassen sich relativ leicht szenarien konstruieren wo es zu datenverlust kommt.

    persönlicher fazit für mich: entweder ein hardware-raid mit write-journaling im batteriegepufferten cache, oder garkein raid. BTW: entsprechende RAID controller karten inklusive battery backup unit bekommt man für unter 400€ (für 4 platten, ... und dank PCI express braucht man auch kein "server mainboard" mehr um die zu betreiben).



  • hustbaer schrieb:

    persönlicher fazit für mich: entweder ein hardware-raid mit write-journaling im batteriegepufferten cache, oder garkein raid. BTW: entsprechende RAID controller karten inklusive battery backup unit bekommt man für unter 400€ (für 4 platten, ... und dank PCI express braucht man auch kein "server mainboard" mehr um die zu betreiben).

    Also ich hab hier ein Software-Raid (ein raid0, ein raid1 und zwei raid5). Zwar unter Linux aber das sei erstmal egal.
    Hier ist schon öftermal der Strom ausgefallen und alle raids haben das problemlos und schnell überstanden. Denn auch Software-Raids können ein Journal haben. Und mit write-barriers ist es auch leicht konsistent zu halten.
    Trotz zahlreicher Stromausfälle haben die wöchentlichen checks der Raids auf Inkonsistenzen, noch nie auch nur einen Fehler gefunden.
    Bei einem Festplatten-Ausfall haben alle raids>0 problemlos überlebt.
    (Trotzdem überlege ich mir ne usv zuzulegen 😉 )

    Also stellt sich nur die Frage, ob das sw-raid einigermaßen robust implementiert ist.



  • Stimme lagaloplex voll und ganz zu. (Wobei ich allerdings mittlerweile bei meinen Servern auch beinahe überall USV habe.)



  • @lagalopex:

    Denn auch Software-Raids können ein Journal haben. Und mit write-barriers ist es auch leicht konsistent zu halten.

    Richtig, auch Software-RAIDs können ein Journal haben, allerdings nicht im RAM sondern eher nur auf der (den) Platte(n), und das wäre IMO eine ziemliche Bremse.

    Es wäre wirklich mal interessant wie so ein Software RAID auf den verschiedenen Plattformen (Windows, Linux, BSD) implementiert ist.


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