Wieso kein "Install first, questions later"?



  • In den letzten Tagen habe ich bestimmt 5 verschiedene Linux Server Systeme in VirtualBox installiert. Wieso muss immer vor der Installation min. 5 Fragen gestellt werden?

    Sprache, Uhrzeit, Tastatuslayout, Timezone, usw.

    Wieso kann man nicht einfach CD/DVD einlegen, booten, "Installation auf Harddisk" auswaehlen und dann Kaffee trinken gehen? Alle Einstellungen (bis auf die Partitionierung) koennen doch nach der Installation erfolgen.

    Oder ist das als "Benutzerfreundlich" zu betrachten, wenn die Installation einem erst 5 Fragen stellt, die total unwichtig sind?



  • DEvent schrieb:

    Oder ist das als "Benutzerfreundlich" zu betrachten, wenn die Installation einem erst 5 Fragen stellt, die total unwichtig sind?

    Ich finde das schon benutzerfreundlich - sonst musst du später auch dran denken, alle jene 5 Einstellungen vorzunehmen, was gerade Einsteiger wohl vergessen würden.
    Dass man ein paar verschiedene Linuxe hintereinander installieren will, dürfte auch eine Ausnahme sein 🙂

    PS: Apropos Benutzerfreundlichkeit und Installation: Wenn man Vista neu installiert, wird man gefragt, ob man die alten Daten behalten will; die werden dann alle in einem Ordner in C: abgelegt, der irgendwas mit "Old" oder "Backup" oder so heißt. Darin ist dann die alte Ordnerstruktur erhalten, mit, wie gesagt, allen Daten. Manchmal nervt mich Vista ja, z.B. wenn die Ordneransichten immer wieder auf "Große Symbole" wechselt, aber da hab ich wirklich gestaunt 😮



  • DEvent schrieb:

    Wieso muss immer vor der Installation min. 5 Fragen gestellt werden?

    Weil du zu faul warst, nach "unattended linux install" zu googlen?

    Und ist es denn wirklich so ein unterschied, ob man vor oder nach der Fragerei Kaffee trinken geht? Die Fragen beantwortet man doch in einem Rutsch und dann geht die Installation los. Die nächste Interaktion, die von einem dann verlangt wird, ist IIRC bei Debian das Rootpasswort und ein Useraccount und danach wird in das fertig installierte System gebootet.



  • DEvent schrieb:

    Wieso muss immer vor der Installation min. 5 Fragen gestellt werden?

    Vermutlich weil man keine Lust hat, bei jedem Systemstart zu prüfen, ob es denn nun der erste Systemstart ist oder nicht.



  • minhen schrieb:

    DEvent schrieb:

    Wieso muss immer vor der Installation min. 5 Fragen gestellt werden?

    Vermutlich weil man keine Lust hat, bei jedem Systemstart zu prüfen, ob es denn nun der erste Systemstart ist oder nicht.

    Das ist Unsinn. Init-Scripte oder sonstige lassen sich ja auch wieder löschen.



  • DrGreenthumb schrieb:

    Das ist Unsinn. Init-Scripte oder sonstige lassen sich ja auch wieder löschen.

    Ob das alleine ausreicht hängt vom System ab. Aber du hast schon recht, auch dann kann man noch immer Konfigurationsdateien anpassen.

    Was ich mich aber schon länger frage, liegt es eigentlich an Geltungsbedürfnis, angestauten Aggressionen oder einfach nur Egozentrik, dass in diesem Forum so viele ihre Beiträge mit "Unsinn!" oder "Blödsinn!" beginnen, wenn sie anderer Meinung sind?



  • Schön, dass das mal noch jemanden aufstößt. 👍



  • minhen schrieb:

    Was ich mich aber schon länger frage, liegt es eigentlich an Geltungsbedürfnis, angestauten Aggressionen oder einfach nur Egozentrik, dass in diesem Forum so viele ihre Beiträge mit "Unsinn!" oder "Blödsinn!" beginnen, wenn sie anderer Meinung sind?

    Ist es auch Egozentrik / Foobar, dass die üblichste Form für Meinung+Begründung "Meinung, weil Begründung" ist? Wieso nutzt man nicht so sehr die Form "Begründung also Meinung"? Ich habe da eine Vermutung, aber erst möchte ich wissen, wie du das siehst.



  • minhen schrieb:

    DrGreenthumb schrieb:

    Das ist Unsinn. Init-Scripte oder sonstige lassen sich ja auch wieder löschen.

    Ob das alleine ausreicht hängt vom System ab. Aber du hast schon recht, auch dann kann man noch immer Konfigurationsdateien anpassen.

    Was ich mich aber schon länger frage, liegt es eigentlich an Geltungsbedürfnis, angestauten Aggressionen oder einfach nur Egozentrik, dass in diesem Forum so viele ihre Beiträge mit "Unsinn!" oder "Blödsinn!" beginnen, wenn sie anderer Meinung sind?

    Vielleicht von allem ein bißchen. Aber man darf solche Antworten auch nicht unbedingt persönlich nehmen. Wenn da eine Aussage steht (keine Meinung) die keinen Sinn macht, trifft es "Unsinn" doch ganz gut. Ist ja nicht böse gemeint.



  • GNU-Fan schrieb:

    DEvent schrieb:

    Wieso muss immer vor der Installation min. 5 Fragen gestellt werden?

    Weil du zu faul warst, nach "unattended linux install" zu googlen?

    Und ist es denn wirklich so ein unterschied, ob man vor oder nach der Fragerei Kaffee trinken geht? Die Fragen beantwortet man doch in einem Rutsch und dann geht die Installation los. Die nächste Interaktion, die von einem dann verlangt wird, ist IIRC bei Debian das Rootpasswort und ein Useraccount und danach wird in das fertig installierte System gebootet.

    Stimmt, nach "unattended linux install" zu suchen habe ich nicht gedacht.

    minhen schrieb:

    Vermutlich weil man keine Lust hat, bei jedem Systemstart zu prüfen, ob es denn nun der erste Systemstart ist oder nicht

    Wieso sollte man nach der Installation bitte das System neu starten? Einfach /etc mounten, fragen stellen (Systemzeit, User/Passwd), konfigurieren und danach neu starten.

    Ich faende es besser, wenn man gleich eine Option haette: Auf Festplatte Installieren. Dann kann man weggehen, Tee trinken, wiederkommen und danach die Fragen beantworten.



  • Also ich habe jetzt wirklich nur 2 Minuten gesucht und bin mit den folgenden Buzzwords zurückgekommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da nichts für dich bei ist.

    Kickstart (RedHat)
    AutoYast (SuSe)
    Debootstrap/FAI/Preseeding (Debian)

    Die Frage, warum die Mainstream Install CDs das nicht per default anbieten, kann man natürlich noch stellen. Meine persönliche Antwort wäre, dass diese für den unbedarften Heimanwender zugeschnitten sind, der auf seinem einzigen Heimrechner ein neues Betriebssystem installieren möchte.
    Und wo soll denn da für ihn der Vorteil sein, wenn er die Fragen später beantworten muss? Dann doch lieber gleich die 5 Fragen beantworten, er hat so von Anfang an ein passendes Tastaturlayout und muss nicht wissen, dass er für einen Doppelpunkt Shift+Ö drücken muss.
    Sobald die 5 Fragen beantwortet sind, hat er einen Fortschrittsbalken und kann nun Tee trinken gehen. Wenn er Fehler bei den Fragen gemacht hat, dann kann er zur Not resetten und die Fragen gleich am Anfang richtig beantworten. (Wir reden ja immer noch von einem Neuling, der nicht weiß, wie er das Tastarlayout nachträglich ändert.)

    Jemandem, der wirklich viele gleiche Installationen durchführen muss, kann man auch zumuten, sich in die obengenannten Alternativmethoden einzuarbeiten. Denn der Zeitgewinn kommt ja dadurch, dass er die Fragen nicht immer identisch beantworten muss, und nicht dadurch, dass er sie später beantwortet statt am Anfang.

    Letztendlich wird man immer mindestens eine Frage beantworten am Anfang, oder willst du eine CD, die gleich ungefragt ein OS drüberbügelt auf einer Partition, die du nicht wählen kannst. Wenn du das sowieso beantworten musst, warum nicht gleich noch Basisinformationen, die für den Betrieb sowieso nötig sind? Dann macht das deine geliebte Teepause doch eigentlich länger, wenn du alles in einem Rutsch beantworten darfst, statt zweimal 🙂



  • Jede anständige Distribution bietet doch eine Alternate Install-CD bzw. eine OEM Installation, da liegt ja der Fehler eindeutig beim Anwender und nicht beim Anbieter.



  • Lol? schrieb:

    Jede anständige Distribution bietet doch eine Alternate Install-CD bzw. eine OEM Installation, da liegt ja der Fehler eindeutig beim Anwender und nicht beim Anbieter.

    Jede "anständige Distribution" bietet eine OEM-Installation? Die einzigen "Distributoren" die ich kenne die das machen sind Microsoft und Apple.

    Ich probiert ja auch oeffter mal das neue Ubuntu aus oder Fedora und mich nerven da die unsinigen Fragen wie Tastatuslayout und Zeitzone.

    Aber gut ist wohl bei jedem verschieden.



  • DEvent schrieb:

    Jede "anständige Distribution" bietet eine OEM-Installation? Die einzigen "Distributoren" die ich kenne die das machen sind Microsoft und Apple.

    unattended installationen sollte es ueberall geben. ich bin jetzt nicht so der linux freak, aber wir haben das mal fuer kubuntu aufgesetzt - netboot image, mit unattended installation (also ohne klicken und fragen beantworten) und das war nicht so tragisch (ok, das netboot image war etwas tricky).

    linux hat einige probleme, aber die installation des os selbers gehoert da nun wirklich nicht dazu.

    warum ist es eigentlich wichtig ob man die fragen welche zeitzone, etc. vor der installation oder danach beantwortet?

    vor der installation hat es halt den vorteil, dass die installation diese daten nutzen kann um zB ueber lokalisierte mirrors updates einzuspielen. deshalb kommen solche fragen vor der installation.



  • DEvent schrieb:

    Lol? schrieb:

    Jede anständige Distribution bietet doch eine Alternate Install-CD bzw. eine OEM Installation, da liegt ja der Fehler eindeutig beim Anwender und nicht beim Anbieter.

    Jede "anständige Distribution" bietet eine OEM-Installation? Die einzigen "Distributoren" die ich kenne die das machen sind Microsoft und Apple.

    Ich probiert ja auch oeffter mal das neue Ubuntu aus oder Fedora und mich nerven da die unsinigen Fragen wie Tastatuslayout und Zeitzone.

    Aber gut ist wohl bei jedem verschieden.

    Wohl noch nie ne *buntu CD in der Hand gehabt, was?



  • Was stört dich denn konkret an der Frage nach der Zeitzone und dem Tastaturlayout, wenn du eh angeben musst wie die Platte partitioniert werden soll und so? Denn diese müssen sowieso vor der Instalklation geklärt werden...



  • ich finde, dass eine installation weit mehr fragen stellen sollte.
    Das wäre vor allem für die anpassung etc. nützölich.


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