Fragen zu V-Servern



  • Dass der Anbieter dir eine Möglichkeit geben muss, deinen Server zu administrieren. In der Praxis heißt das, er hat dir die Zugangs- und Verbindungsdaten mitzuteilen und das Betriebssystem entsprechend vorzukonfigurieren.

    (Laut Produktbeschreibung. Meist steht in der Broschüre dann explizit: Mit # Remote Desktop Zugängen inklusive)



  • Also muss in der Vorkonfiguration als Feature RDP bzw. VNC stehen, um den Server visuell administrieren zu können, richtig?

    Edit, okay, jetzt sehe ich. Wie ist es dann aber bei den anderen Root-Servern, die keinen Zugriff auf die GUI des Betriebssystems zulassen? Was habe ich dann für erweiterte Möglichkeiten gegenüber eines normalen FTP-Servers?



  • Vielleicht wäre ein Managed-Server für dich die bessere Wahl.
    Dort bestimmst du, welche Software installiert wird und der Hoster nimmt dir die Administration ab. Win-Win Situation.



  • Managed-Server sind aber extrem teuer, für mein Vorhaben sind ~200€ monatlich nicht lohnend. (e.g. http://www.greatnet.de/cms/front_content.php?idcat=7).

    Ein VServer hingegen schlägt in der günstigsten Konfiguration monatlich mit lediglich 5,99€ zu buche. (e.g. http://www.greatnet.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=12)

    Und wenn ich mir so die Features dieser günstigsten Konfiguration durchsehe, frage ich mich erneut, was da der Unterschied zu einem regulären FTP-Server ist, auf dem man seine Webseite hosten kann. Was ich lediglich benötige, ist die Möglichkeit, Software auf einem Windows-basierenden System zu installieren, und diese visuell bedienen zu können. Ein HTTP-Server sollte natürlich auch installiert sein, wobei ich das auch von Hand erledigen könnte.

    Kannst Du mir da irgendwelchen Anbieter empfehlen, der dem geforderten Leistungsprofil entspricht? Preisliche Limits habe ich noch gar nicht gesetzt, von daher denke ich, dass meine Anforderungen wirklich moderat sind.



  • Wie ich gerade aus einem anderen Forum entnehmen konnte, ist ein Remote-Zugriff auf einen VServer implizit miteinbegriffen. Ich bin mir nur jedesmal etwas unsicher, wenn ich mir die verschiedenen Featurelisten der Anbieter durchgucke, da nirgends etwas von Remote-Zugriff steht.

    Edit: Dieser Anbieter bietet in seinem Leistungsprofil explizit einen Remotezugriff an: http://www.united-hoster.com/vserver_details_win.php

    Ich werde mir mal die Angebote des Anbieters durchsehen.



  • CodeOriginator schrieb:

    Managed-Server sind aber extrem teuer, für mein Vorhaben sind ~200€ monatlich nicht lohnend.

    Falsch. Extrem teuer sind Schadensersatzansprüche, wenn der eigene Server dost oder für Warez oder Schlimmeres als Zwischenablage benutzt wird.

    Naja, deine Vorkenntnisse musst du selber bewerten.



  • Hallo,

    CodeOriginator schrieb:

    Wenn man sich so einen V-Server mietet, wie findet dann die Kommunikation zwischen dem Server und mir statt? Ich weiß lediglich, dass darauf eine Administrations-Software wie z.B. Plesk oder Confixx installiert ist.

    Ist es damit, bzw. mit irgendwelchen anderen Mitteln möglich, auf den Desktop des installierten Betriebssytems zuzugreifen, und den PC mit der Maus so zu steuern, als würde man direkt davor sitzen? Wenn ja, wie heißt das Feature, das der Server unterstützen muss?

    Ist es dann auch möglich, ganz normal Software auf dem Server zu installieren, also im Prinzip einen eigenen, entfernten PC zu haben?
    Welche wichtigen Features wären zu empfehlen, die der V-Server für meine Anforderungen bereitstellen sollte?

    wenn ich dir nach diesen Zeilen einen Rat geben kann, dann diesen: Lass unbedingt die Finger von einem Server, egal ob virtualisiert oder physisch. Wenn du keine Ahnung hast, wie du die Kiste administrieren sollst, können sehr schnell böse Sachen passieren, die weit über "harmloses" Zeug wie ein offenes SMTP-Relay hinausgehen und für dich sehr teuer und/oder ärgerlich werden können.

    Wenn du Webspace willst, um deine Software die Updates ziehen zu lassen, miet dir guten Webspace zum halben Preis von einem vServer. Oder wenn das nicht reicht, stell irgendwo eine DynDNS-Kiste hin. Bei der ist das Schadenspotential durch mangelnden Upload wenigstens limitiert und sie ist nicht attraktiv z.B. als Warez-FTP.

    Viele Grüße
    Chris



  • ChrisM schrieb:

    wenn ich dir nach diesen Zeilen einen Rat geben kann, dann diesen: Lass unbedingt die Finger von einem Server, egal ob virtualisiert oder physisch.

    Sorry, habe aber gerade vor ein paar Minuten einen Vertrag mit einem vServer-Anbieter abgeschlossen.

    Einen FTP-Webspace habe ich ja bereits, allerdings sind mir dort die Möglichkeiten zu beschränkt. Ein DynDNS-Server bei mir Daheim ist auch schon in Überlegung gewesen, Hardware etc. wäre vorhanden, allerdings kein Abstellraum für den PC. Der würde dann ständig in meinem Schlafzimmer stehen.

    ChrisM schrieb:

    Wenn du keine Ahnung hast, wie du die Kiste administrieren sollst, können sehr schnell böse Sachen passieren

    Jetzt interessiert mich natürlich, was genau Du damit meinst. Welche bösen Dinge z.B.?





  • Na und? Die Gefahr besteht genauso bei regulärem FTP-Webspace, den ich mir bei einem Anbieter gemietet habe. Da sehe ich überhaupt keinen Unterschied darin.



  • Bei einem Root-Server musst du dann aber die Strafe bezahlen



  • Das heißt, wenn der Server gehackt wird, trage ich für eventuell entstandene Schäden die Verantwortung?

    Der vServer ist doch in einem virtuellen Bereich des eigentlichen Root-Servers eingegrenzt, muss ich mir da noch Sorgen um Schäden an Fremddaten machen? Wenn dann gehen doch nur meine Daten dabei drauf.



  • Natürlich. Wenn du Software laufen lässt und die nicht richtig absicherst, dann kann das bis zur groben Fahrlässigkeit gehen.

    Lernt endlich mal, dass ein Server, der rund um die Uhr unbewacht, mit dicker Bandbreite und fester IP läuft eine völlig andere Risikoklasse als die Arbeit an einem Desktoprechner ist.

    Das http://www.rootforum.de hat dazu ein paar nette Artikel, wenn dich das Thema interessiert.



  • Es geht nicht unbedingt darum, dass du deine DAten verlierst oder die von anderen Kunden auf dem selben Server.

    Wenn da ein Schadprogramm eindringt könnte es deine gesamte Bandbreite für andere Schädliche Sachen nutzen, irgendwelche DOS Sachen oder Spam verschicken.



  • Hallo,

    CodeOriginator schrieb:

    Das heißt, wenn der Server gehackt wird, trage ich für eventuell entstandene Schäden die Verantwortung?

    Natürlich. Theoretisch kannst du wahrscheinlich den Hacker zur Rechenschaft ziehen, aber den kriegst du ja sowieso nicht. Also haftest du dann wegen grober Fahrlässigkeit (wenn du denn grob fahrlässig gehandelt hast).

    CodeOriginator schrieb:

    Der vServer ist doch in einem virtuellen Bereich des eigentlichen Root-Servers eingegrenzt, muss ich mir da noch Sorgen um Schäden an Fremddaten machen? Wenn dann gehen doch nur meine Daten dabei drauf.

    äh, deine Daten sind das geringste Problem, abgesehen davon, dass die meisten vServer-Hoster jeden Tag automatisch Backups aus den VMs ziehen (z.B. IIRC macht das Virtuozzo so). Es geht darum, dass jemand deinen Rechner kapert und dann mit statischer IP und einer Gigabit-Anbindung an den Backbone anfängt, Unsinn zu machen.

    In diesem Fall ist nämlich eine Trafficrechnung von ein paar hundert Euro wahrscheinlich noch dein geringstes Problem. Wenn morgens um 6 Uhr die Polizei eine Hausdurchsuchung macht und dein komplettes Equipment, zumindest aber den Server (weiß ja erstmal keiner, dass er virtuell ist) beschlagnahmen möchte, dürfte das noch weit unangenehmer sein.

    Chris


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