Linux knabbert meine FAT32-Partitionen an :D
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Ja, ich noob, kann es aber nicht lassen, ab und an zu schauen, was sich bei Linux im Desktopbereich so tut und damit regelmaessig ein "epic fail" hinzulegen.

Zuletzt hatte ich vor nun ~3Monaten ein damals wohl aktuelles (hatte es zumindest vor kurzem erst aktualisiert) Kubuntu auf meinem Laptop.
Damit ergab sich irgendwie das Problem, dass nicht nur fast jede Session mit einem total-Crash endete (hab wohl ein Haendchen dafuer :D), sondern dabei auch eigentlich immer Daten auf den FAT32-Partitionen verloren gingen.Nach dem letztes Crash mit ~200MB Datenverlust, wurde es beim anschliessend faelligen Neuaufsetzen von Windows "verschuettet". Seitdem habe ich es nicht mehr angeruehrt.
Bevor ich mich da nun mal wieder ranwage, wuerde ich gern irgendwie vorsorgen, dass es mir nicht im Laufe (oder spaetestens am Ende ...) einer Session meine Laufwerke zermuellt.
Nur RO will ich die Laufwerke eigentlich nicht mounten, da ich ja auch Systemuebergreifend mit den Daten arbeiten will...
Wuerde es vielleicht helfen, evtl. vorhandene r/w-caches zu deaktivieren...? Weitere Ideen?
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Hm wie meinst du das? Von alleine schreibt Linux doch keine Daten auf irgendwelche Partitionen?
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Typischer Ereignisablauf ist zB. Folgender:
Ich starte eine session - dabei werden 2 FAT32-Partitionen, die ich auch fuer Windows benutze, automatisch RW gemountet.
Dann probiere ich irgendwas aus. Zuletzt zB. mal Final Fantasy VIII, das auf einer der FAT32-Partitionen liegt, mit Wine zu starten. Das System schmiert ab (schwarzer Bildschirm und nichts ruehrt sich mehr). Nach dem Reset stellt sich heraus, dass verschiedene Dateien auf der C-Partition fehlen, bzw. nicht gelesen werden koennen und die "Groessenangaben" (laut scandisk) nicht stimmen.
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Hallo,
eigentlich ist die FAT-Unterstützung von Linux sehr gut und es dürfte nichts verloren gehen, aber wenn du sicher gehen willst, mach doch einfach eine etwas größere Linuxpartition und kopiere Sachen wie Final Fantasy dann zum Spielen rüber auf deine Linux-Partition.
Chris
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Wenn du die Platte mit -osync einhängst (in der fstab da wo auch ro hinkäme ein ,sync anfügen), dann werden die Daten ständig zurückgeschrieben (was natürlich auch massig Nachteile mit sich bringt).
Warum überhaupt noch FAT-32? Mit NTFS (entsprechend ntfs3g) klappt das alles ganz wundertoll bei mir, wobei es auch sein kann, dass ich möglichen Datenverlust nur nicht bemerkt habe

Übrigens kannst du wohl schon einiges an Datenverlust verhindern, wenn du dein Neustartverhalten etwas modifizierst

Wenn unter Linux die GUI einfriert, heißt das nur relativ selten, dass das ganze System unbenutzbar ist. Wenn du dann einfach auf den Ausknopf deines Rechners drückst und ein wenig wartest wird er ordnungsgemäß heruntergefahren und hängt natürlich auch die Partitionen alle anständig aus (vorausgesetzt, du hast ACPI, aber das sollte heutzutage sowohl in jedem Rechner vorhanden als auch in jeder Distribution von vorneherein aktiviert sein).
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@ChrisM:
Dachte ich eigentlich auch... ka, wieso vor allem in Verbindung mit wine dauernd irgendwas verschwindet.
Ich habe hier nur 80GB. Mehr als 20GB ist da fuer's Rumspielen mit Kubuntu nicht drin. Auch etwas umstaendlich, dauernd irgendwas hin und her zu kopieren...Aber sicher waer's, da hast du recht.@filmor:
Was fuer Nachteile? Wenn es nur etwas langsamer wird, ist das nicht so schlimm. Wie gesagt, ich benutze das Linux eigentlich nur, um da ab und an mal zu schauen, was so geht.NTFS... ja. Zum einen habe ich Windows nur in Form eines bloeden FAT32-Backup-Images, zum anderen traue ich der NTFS-Unterstuetzung in Linux noch nicht so ganz ueber den Weg. Kann man da inzwischen wirklich zuverlaessig und umfassend mit arbeiten? Ich erinnere mich zB. noch an Einschraenkungen, wie dass Dateien nicht in ihrer Groesse veraendert werden konnten, etc.
Und zu meinem Neustartverhalten: Wenn ich sage, das System schmiert total ab, dann meine ich das auch so. Da tut sich dann wirklich absolut gar nichts mehr.

Sound haengt, wenn was laeuft, Tasta reagiert nicht mehr (kein capslock o.ae.) und auf den Power-Schalter kann ich dann noch so oft tippen - nichts.
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Ich glaube Windows-Programme sollte man für wine auch lieber extra in dem wine-eigenen fake-windows installieren.
Aber das man da schnell die Nase voll hat kann ich verstehen. In Linux reinschnuppern und dabei erstmal Windows-Programme ausprobieren sollte man versuchen sich zu verkneifen

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@Nobuo T, am besten ist es Windows Anwendungen unter Windows auszuführen. Es gibt nur wenige Anwendungen die man unter Linux nicht hat, z.B. IrfanView da gibts einfach kein vergleichbares Linux-Programm, allerdings hatte ich bisher die Windows Anwendungen immer auf eine meiner Linux-Partitionen.
Bei solchen Experimenten würde ich dir auch empfehlen vorher alle Partitionen die du nicht brauchst und diese die kein Journaling haben auszuhängen, so dass im Fall eines Absturzes möglichst wenig zerstört wird.Mit NTFS (über ntfs-3g) hatte ich bisher unter Linux noch nie Probleme, Fat(32) nutze ich nur auf externen Datenträgern, wie SD-Card oder USB-Stick. Und da hatte ich auch noch keine Probleme, aber auch noch nie einen Absturz während ich darauf geschrieben habe.
Wenn das nächste mal nichts mehr geht, dann zuerst einmal "alt+strg+f1" und schauen ob du noch Zugriff auf ein Terminal hast, wenn ja ist alles in Ordnung (insofern du auch was Schreiben kannst, ich hatte schon den Fall, dass sich was aufgehängt hat und ich zwar mit der Tastenkombi wechseln konnte aber dann nichts Schreiben, da hilft dann nur Neustart - war aber auch immer im Zusammenhang mit Grafiktreiber der aus Sleep nicht erwachen konnte): logg dich ein starte den Display Manager (neu), wenn der nicht starten sollte, dann kannst du rebooten und im Zweifelsfall machst du vorher "sync" und wartest bis das fertig ist (mit "top" schauen bis der Prozess nicht mehr auftaucht), dann kannst auch nen hard reset machen, mit möglichst geringem Restrisiko.
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Ok, danke fuer die Tipps so weit.
Ich denke, ich werde es dann erstmal so machen, dass ich die FAT32-Partitionen nur noch bis auf wenige Ausnahmen RO mounte und ggF. Dateien kopiere.Zu schauen, wie gut Windows-Proramme in Linux laufen ist fuer mich ein sehr wichtiges Kriterium dafuer, ob Linux (neben mir selbst
) fuer einen Umstieg reif ist. Ich habe naemlich AFAIK viele von den wenigen Programmen, fuer die es in Linux keine (brauchbaren) Alternativen gibt. zB. Spiele-, P2P- und Steuersoftware.VM-Ware ... vielleicht zum kurzen Ausprobieren ganz nett, aber wenn ich denn mal umsteigen sollte, werde ich auch kein VM-Ware benutzen. Da fehlt mir dann ein wenig die "Authentizitaet". :p
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Nobuo T schrieb:
Was fuer Nachteile? Wenn es nur etwas langsamer wird, ist das nicht so schlimm. Wie gesagt, ich benutze das Linux eigentlich nur, um da ab und an mal zu schauen, was so geht.
Naja, die Plattennutzung ist halt pervers hoch (jede kleine Änderung wird eingetragen, auch in der FAT). Das heißt, deine Festplatte rödelt die ganze Zeit, ist bestimmt auch nicht gut für die Mechanik (FAT liegt am Anfang, Daten in der Mitte, wenn du kein NCQ hast hüpft der Schreibkopf da lustig durch die Gegend). Ist wahrscheinlich nicht so böse wie bei Flashdatenträgern, die davon einfach kaputt gehen (welcher Idiot ist eigentlich auf die Idee gekommen, FAT32 dafür zum Standard zu machen?!).
Nobuo T schrieb:
NTFS... ja. Zum einen habe ich Windows nur in Form eines bloeden FAT32-Backup-Images, zum anderen traue ich der NTFS-Unterstuetzung in Linux noch nicht so ganz ueber den Weg. Kann man da inzwischen wirklich zuverlaessig und umfassend mit arbeiten? Ich erinnere mich zB. noch an Einschraenkungen, wie dass Dateien nicht in ihrer Groesse veraendert werden konnten, etc.
Das waren die NTFS-Kerneltreiber. ntfs3g ist ein FUSE-Treiber, ein Fork von ntfsmount und funktioniert ziemlich gut. Es macht auch nichts mehr kaputt, denn wenn er etwas nicht kann (was ausgesprochen selten vorkommt), dann weigert es sich einfach es auszuführen.
Jedenfalls ist NTFS Dank Journaling wohl deutlich besser für ein Absturzsystem geeignet
Nobuo T schrieb:
Und zu meinem Neustartverhalten: Wenn ich sage, das System schmiert total ab, dann meine ich das auch so. Da tut sich dann wirklich absolut gar nichts mehr.

Sound haengt, wenn was laeuft, Tasta reagiert nicht mehr (kein capslock o.ae.) und auf den Power-Schalter kann ich dann noch so oft tippen - nichts.Und das passiert bei dir häufiger oder reproduzierbar? Sicher, dass die Hardware in Ordnung ist?
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.filmor schrieb:
Naja, die Plattennutzung ist halt pervers hoch (jede kleine Änderung wird eingetragen, auch in der FAT). Das heißt, deine Festplatte rödelt die ganze Zeit, ist bestimmt auch nicht gut für die Mechanik (FAT liegt am Anfang, Daten in der Mitte, wenn du kein NCQ hast hüpft der Schreibkopf da lustig durch die Gegend).
hm... Zwar nicht schoen, sollte aber fuer kuerzere Versuche auch zu verschmerzen sein.
.filmor schrieb:
Ist wahrscheinlich nicht so böse wie bei Flashdatenträgern, die davon einfach kaputt gehen (welcher Idiot ist eigentlich auf die Idee gekommen, FAT32 dafür zum Standard zu machen?!).
Mal davon ab, dass es AFAIK doch ein relativ einfaches System ist, ist es wohl sicher zu sagen, dass MS daran nicht ganz unschuldig ist.

.filmor schrieb:
Das waren die NTFS-Kerneltreiber. ntfs3g ist ein FUSE-Treiber, ein Fork von ntfsmount und funktioniert ziemlich gut. Es macht auch nichts mehr kaputt, denn wenn er etwas nicht kann (was ausgesprochen selten vorkommt), dann weigert es sich einfach es auszuführen.
Jedenfalls ist NTFS Dank Journaling wohl deutlich besser für ein Absturzsystem geeignet
Aha - ka, ich nehme an, das ist bei neueren Distros auch gleich dabei?
.filmor schrieb:
Und das passiert bei dir häufiger oder reproduzierbar? Sicher, dass die Hardware in Ordnung ist?
Joa, ich habe eigentlich in einer Session immer so lange rumprobiert, bis ich es irgendwie so weit hatte, dass das System zumindest instabil wurde oder eben abstuerzte. Beim naechsten Neustart waren dann aus irgendwelchen Gruenden meist die FAT32-Partitionen und manchmal Dateien darauf verstuemmelt. Zwar aergerlich, aber da zunaechst eigentlich nie ein groesserer Schaden entstanden ist, hatte ich die Sache bis mich der Spieltrieb wieder uebermannt hat eben in der Zwischenzeit vergessen.
Von daher war ich nicht darauf aus, zu schauen, ob ich die Crashs jeweils reproduzieren konnte. Vom letzten weiss ich eben noch, dass ich nur versucht habe FF8 zu starten - da das unmittelbar zum Totalausfall fuehrte, glaube ich schon, dass zumindest das reproduzierbar waere... War halt nur nicht scharf darauf, dabei wieder 100eMB an Daten zu verlieren.
Sonst laeuft alles zB. in Windows sauber und sehr stabil. Von daher gehe ich mal davon aus, dass kein Hardwaredefekt vorliegt.
Ich habe auch ein wenig den Grafiktreiber im Verdacht. Ist ein Intel-Treiber - AFAIR auch irgendein closed-Source-Ding...
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Ich hab Gestern auch mal mit wine rumgespielt und hatte einige Hänger, aber bei mir hat eigentlich immer ein xkill auf das Fenster gereicht und ein zwei mal musst ich den Window Manager neu starten, da es mir durch das unsaubere Beenden die Auflösung nicht wieder zurückgesetzt hat. Aber sonst ist mir nichts aufgefallen, so wie du es beschreibst.
Ich habe übrigens ausschließlich Spiele getestet.
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Linux-User schrieb:
und ein zwei mal musst ich den Window Manager neu starten, da es mir durch das unsaubere Beenden die Auflösung nicht wieder zurückgesetzt hat.
Hmm, mit Strg - Alt - +/- (iirc) kannst du die Auflösung wieder zurück setzen.
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rüdiger schrieb:
Linux-User schrieb:
und ein zwei mal musst ich den Window Manager neu starten, da es mir durch das unsaubere Beenden die Auflösung nicht wieder zurückgesetzt hat.
Hmm, mit Strg - Alt - +/- (iirc) kannst du die Auflösung wieder zurück setzen.
Das dürfte IMO vom Window-Manager abhängen, bei mir (fluxbox) tut sich da nichts.
Was immer gehen sollte ist xrandr -s 1234x5678
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Oft lohnt auch ein Blick in die AppDB von Wine, da gibt es auch Anleitungen wie man bestimmte Spiele unter Wine zum Laufen bringt. Zum Beispiel hat Final Fantasy 8 bisher nur den "Silver" Status, was bedeutet, dass es nur mit manuellen Anpassungen läuft und immer noch deutliche Mängel zeigt: http://appdb.winehq.org/objectManager.php?sClass=version&iId=185
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darthdespotism schrieb:
rüdiger schrieb:
Hmm, mit Strg - Alt - +/- (iirc) kannst du die Auflösung wieder zurück setzen.
Das dürfte IMO vom Window-Manager abhängen, bei mir (fluxbox) tut sich da nichts.
Nein, das macht normalerweise X, ich verwende das unter Fluxbox recht gerne. Kann natürlich sein, dass Du in Deiner .conf nur diese eine Auflösung eingetragen hast.
Was immer gehen sollte ist xrandr -s 1234x5678
Nein, eigentlich nur mit (D'oh!) RandR.
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Nobuo T schrieb:
Nach dem letztes Crash mit ~200MB Datenverlust, wurde es beim anschliessend faelligen Neuaufsetzen von Windows "verschuettet". Seitdem habe ich es nicht mehr angeruehrt.
mach' doch linux in eine VM, vmware oder sowas. dann brauchst du nicht zu befürchten, dass es dir was kaputt macht.
