Linux Bastelei und daraus resultierende Erfolgserlebnisse
-
Also vorweg erst einmal folgendes, falls dieses Thema nicht interessiert bitte nicht weiterlesen, danke.
Ich schreibe dieses Thema, da ich aufgrund von irgendwelchen Glücksgefühlen nun ein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis habe. Diese habe ich durch folgendes erlangt:
Ich habe heute nachmittag die openSUSE Netzwerkinstallations-CD heruntergeladen, und diese danach in VirtualBox gestartet. Nach etwas langwieriger Konfiguration (IRC server, kein KDE/Gnome sondern nur Xorg) kam ich dann zur Anmeldekonsole, wo ich dann meinen Benutzernamen und das Passwort eingegeben habe. Soweit war alles gut, nun aber war ich immer noch in der Konsole und hab mich gefragt, wie ich denn eine GUI bekomme. Aus Erfahrung mit Ubuntu wusste ich, dass ich dazu einfach startx eingeben müsste, sodass dann die komplette GUI kommt.
Leider weit gefehlt: Eine Fehlermeldung mit "Can't open ... driver 0" kam mir entgegen. Eine kurze Googlesuche schlug mir vor "X -configure" einzugeben. Was natürlich eine weitere Fehlermeldung provozierte, da ich ja nicht als root eingeloggt war.
Also verließ ich mein Benutzerkonto und loggte mich als root ein, wo ich dann endlich den Befehl ausführen konnte. Nun stand da folgendes: "Geben Sie X -config /root/Xorg.config.new ein, um den X-Server zu testen". Dicho y hecho!
Nun hatte ich einen X-Testbildschirm vor der Nase, den ich nurnoch mit Strg+Alt+Backspace wieder wegbekam.Daraufhin dachte ich, es waere geschafft und gab meine Benutzername und das Passwort ein, woraufhin ich immer noch in der Konsole war. Nun da habe ich mir gedacht macht nicht, gebe ich halt startx ein. Und nun der mitdenkende Lesen kann schon erahnen was nun passiert ist, es wurde wieder die Fehlermeldung von oben angezeigt.
Woran lag das? Ich vergaß, die neue Xorg.config aus /root nach /etc/X11/ zu verschieben. Nun denn ich habe mich wieder ausgeloggt(ich hatte die Existenz der virtuellen Terminals verdrängt), und als root eingeloggt, um den Befehl "mv /root/Xorg.config.new /etc/X11/Xorg.config" auszuführen. Als dies geschafft war meldete ich mich erneut ab, um wieder yu meinem Benutzerkonto zu gelangen, da ich das Prinzip des least privileged users beachten wollte.
Nun tippte ich also startx ein, und tatsächlich der X-Server startete bloss war von xfce keine Spur. Stattdessen wurde ich mit einem xterm gesegnet, in dem ich dann nach xfce gesucht habe, welches ich aber nicht gefunden habe.
Nun habe ich YaST bemüht und einmal nachgeschaut ob xfce installiert war, was er natürlich nicht war. Also habe ich das noetige Paket ausgewählt, und es mitsamt seiner Abhängigkeiten installiert.Nun konnte ich in dem xterm nach einer navigation in /usr/sbin mittels ls | grep "xfce" nach dem Befehl fahnen, der xfce startete. Ich nahm logischerweise xfce4-session. Und voilà nun habe ich xfce gestartet und mit einen Linksklick auf dem Desktop habe ich Firefox gestarted, um aus der Freude ueberschwang diesen Beitrag zu erstellen, da ich fast ohne Linuxkenntnisse es geschafft habe den WindowManager zu starten.
-
hehe, lol, glückwunsch

-
Ich hab mir die Tage Archlinux installiert und läuft alles top bis auf das wlan, aber xfce und Anwendungen laufen einwandfrei.
-
Also seit ein, zwei Jahren ist die Installation von Linux VIEL einfacher geworden! Ich erinnere mich noch an Slackware und Redhat6.1Pro!
Aber mittlerweile gibt es kaum noch Treiberprobleme (WLAN hab/brauch ich (noch) nicht), sodass die meisten Distributionen - allen voran Ubuntu - dazu übergehen Linux "für alle" anzubieten. Aber bis es dazu kommt, dass man Linux ohne kryptische Befehle installieren kann, wird es nochmal etwas dauern...
Mich wundert es nur immernoch, dass ich früher gegen die Konsole war, genau wie alle anderen Einsteiger die Bash noch nicht schätzen...
Ich arbeite teilweise den ganzen Tag in der Bash, gerade gestern wieder, weil man teilweise VIEL schneller werden kann. (Braucht natürlich etwas Übung)Und gerade dieser Einstieg in Linux ist vielen noch zu hoch ("Muss man in Foren suchen"). (Weiterbilden ist nicht das Problem, denkt man an Ubuntu-Debian-Arch-Gentoo o.ä. Ketten...
)Aber freut mich, dass du den Weg zu Linux gefunden hast!
P.s.:
Viele denken auch, Spielen geht GAR NICHT. Leider geht vieles nicht, aber es wird fieberhaft daran gearbeitet, allen voran das WINE-Projekt und Comunitys wie www.spielen-unter-linux.de
-
Super,
wenn man einmal die Xorg.config Fiddelei hinter sich hat und so wie du den xserver aus dem Kalten starten kann, dann kann einem nichts mehr schrecken. :schland:
Du hast diese Erfahrung gleich am Anfang hinter dich gebracht.Du wirst auch der Verwechslung zwischen xServer und WindowManager nicht erliegen. Auch wenn xfce eine Desktopumgebung ist.