Eignungstest Informatik Uni München
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Servus!
Noch ein kniffliges "Rätsel" / eine schöne Aufgabe. Sie stammt aus dem Eignungstest der Uni München für das Fach Informatik.
Ich wüsste gerne, wie man bei Aufgabe L2 - das ist die zweite Aufgabe - auf das richtige Ergebnis kommt.
Hier der Link: http://www.pms.ifi.lmu.de/eignungstest/
(einfach unten auf "Version für ..." klicken und so lange auf die Links klicken, bis L2 erscheint)
Mein Freund konnte die lösen, aber ab einem gewissen Grad konnte ich nicht nachvollziehen, warum das so ist.
Noch eine Frage aus Interesse: Sind die Aufgaben in Klausuren im Studium genauso schwierig oder ist das eher aus der Luft gegriffen und wirklich nur für den Eignungstest? Also ich finde die Aufgabe ziemlich schwierig ^^
Mr. B
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Es geht wohl am schnellsten, wenn Du hier einfach schnell alle Antwortmöglichkeiten durchprobierst.
Bei Antwortmöglichkeit 1) kennt zB Herr Produkt 15. Wenn er aber 15 weiß, dann kennt er die beiden Zahlen, weil 15 das Produkt zweier Primzahlen ist. Also kann es das schon mal nicht sein. 2) genau so. 3) wird so ähnlich widerlegt, wie man 4) belegt, die Logik geht etwa so (4): Herr Produkt kennt 52=2*26 oder 4*13 (also weiß er, daß Herr Summe etweder 17 oder 28 kennt). Herr Summe kennt 17, was man nicht als Summe zweier Primzahlen schreiben kann, darum wußte er, daß es Herr Produkt nicht kannte. Jetzt weiß Herr Produkt genau das, nämlich, daß Herr Summe nicht 28 kennt, weil bei 28=23+5 hätte Herr Summe das nicht mit Sicherheit sagen können. Bei der letzten Bedingung guckst Du dir wieder alle Produktkombinationen der möglichen Summen an und guckst, was davon übrigbleibt. Dann wissen es beide.
Ansonsten denke ich, die Aufgaben im Studium sind meist anders. Das sind ja Aufgaben, die man mit elementarer Logik, also Hinsetzen, Zeitnehmen, Nachdenken oder Textverständnis lösen kann. Im Studium lernst Du erst mal einen Haufen neue Methoden, die Du irgendwie lernen sollst, von daher erwartet dich in Analysis eher nicht, daß Du einen ellenlangen Text richtig verstehen mußt. Vom Schwierigkeitsgrad ... weiß nicht. Solche Knobelaufgaben lösen sich manchmal von selbst, wenn man sie aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet und sind mühsam, wenn nicht. So furchtbar viel Kreativität im Problemlösen brauchst Du, wenigstens im Prüfungsteil des Studiums, meiner Erfahrung nach eher nicht.
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Ich verstehe schon die erste Aufgabe nicht:
4. Kuno hat sich selbst und Bodo gehasst.
3. Bodo hasst niemanden, den Kuno gehasst hat.Wenn der Mörder den Kuno gehasst hat kann Bodo nicht der Mörder sein, da Bodo den Kuno nicht gehasst hat. Weil: Kuno hat sich selbst gehasst, also kann Bodo ihn nicht gehasst haben.
Ich kann einen fast vollständigen HasstWen Graphen bauen. Die einzige offene Verbindung ist ob Bodo den Gärtner gehasst hat. Ansonsten komme ich zu dem Ergebnis das Kuno Selbstmord begangen hat,
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Wer sich solche Eignungstest ausdenkt, der gehört erschlagen!!! Ein Freund von mir - erfolgreicher Unternehmer für Elektronik-Platinen und mehr - hatte einmal gesagt: Warum habe ich das studiert? Seine eigene Anwort war: Es hat mich interessiert, weil ich vorher keine Ahnung davon hatte! Ich denke, diese Einstellung gilt für alle Fachrichtungen. Wie sonst gäbe es Psychologen oder wie diese Kerle heissen? Wenn Dich Informatik interessiert, dann mache es. Ich selbst hatte als Softwareentwickler fertig studierte Informatiker eingestellt, die mit einfachen realen Aufgaben schlicht überfordert waren - ich habe sie dann rausgeschmissen. Denen hätte ein solcher Eignungstest weder vorher noch nachher geholfen.
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Der Mörder war der Gärtner ...
Was sollen diese Tests ? ZVS light ???
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Wer das nicht kann, wird an der TUM nicht genommen :p
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Griffin schrieb:
Wer das nicht kann, wird an der TUM nicht genommen :p
Ups. Da hätte ich da ja keine Chance gehabt. Solche "Rätsel" sind mit einfach
etwas zuwider. Hat das etwas mit Informatik zu tun ? Wohl eher mit dem Fanclub
Sherlock H.
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bei solchen rätseln geht es darum, durch logische schlussfolgerungen aus einer menge an informationen mehr informationen abzuleiten. das ist genau das, womit sich die informatik (u.a.) beschäftigt.
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thordk schrieb:
bei solchen rätseln geht es darum, durch logische schlussfolgerungen aus einer menge an informationen mehr informationen abzuleiten. das ist genau das, womit sich die informatik (u.a.) beschäftigt.
und warum soll man so einen käse dann schon vor dem studium wissen? IMHO sollte man bei eignungstest eher schaun dass die fachrichtung und die motivation stimmen und nicht wieviel fachliches vorwissen vorhanden ist. da hat doch jeder der sich schon jahre mit mathematik und informatik beschäftigt vorteile gegenüber leuten, die genauso berechtigt interesse an einem solchen studium haben. ich für meinen teil bin schon jahre raus aus solchen aufgaben weil sie sich in meinem arbeitsumfeld nicht stellen, dennoch kann ich als ausgebildeter fiae mit abitur von mir behaupten ein solches studium zu bewältigen (was ich auch bald tun werde
)
wenn jemand abitur hat, dann sollte ihn das in soweit befähigen, dass er sowas auch noch lernen kann. womit ich jetzt keine diskussion über die qualität des abiturs entfachen möchte.
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b00n schrieb:
IMHO sollte man bei eignungstest eher schaun dass die fachrichtung und die motivation stimmen und nicht wieviel fachliches vorwissen vorhanden ist.
Ob der Gärtner reicher als Bodo ist oder nicht, ist ganz sicher kein Informatik-Fachwissen
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minhen schrieb:
Ob der Gärtner reicher als Bodo ist oder nicht, ist ganz sicher kein Informatik-Fachwissen
joa, mach einfach klammern drum und dann passts