Welche Textverarbeitung benutzt ihr?



  • EOP schrieb:

    Zur Textverarbeitung: natürlich Open Office.
    Als Editor: UltraEdit (+ 2-3 Dutzend Makros).

    Zur Textverarbeitung: auch OO.org
    Als Touristikunternehmen: TUI (+ 2-3 nicht gefragte Sachen)


  • Administrator

    OpenOffice, auch hier.

    Aber mal eine Frage an die LaTeX'er unter euch. Benutzt ihr das wirklich um Texte zu schreiben? Ich finde das irgendwie unmöglich. Ich muss sehen was ich bekomme beim schreiben eines Textes und das ist mit LaTeX so gut wie unmöglich. Zudem ist es doch viel zu fix. Ich fühl mich jedenfalls mit OpenOffice deutlich flexibler.

    Grüssli



  • Dravere schrieb:

    Aber mal eine Frage an die LaTeX'er unter euch. Benutzt ihr das wirklich um Texte zu schreiben?

    Klar.

    Ich muss sehen was ich bekomme beim schreiben eines Textes und das ist mit LaTeX so gut wie unmöglich. Zudem ist es doch viel zu fix. Ich fühl mich jedenfalls mit OpenOffice deutlich flexibler.

    Wozu denn? Ist mir doch alles völlig egal, solange das Resultat hübsch ist und ich ohne viel Aufwand dazu komme. Habe irgendwie einfach keinen Verwendungszweck für Wordprozessoren, entweder ich schreibe irgendwelches Wiki-Markup oder im Org-Mode oä. oder eben LaTeX.



  • Dravere schrieb:

    Benutzt ihr das wirklich um Texte zu schreiben? Ich finde das irgendwie unmöglich. Ich muss sehen was ich bekomme beim schreiben eines Textes und das ist mit LaTeX so gut wie unmöglich. Zudem ist es doch viel zu fix. Ich fühl mich jedenfalls mit OpenOffice deutlich flexibler.

    Natürlich LaTeX. Aber nur, wenn das Ergebnis hochwertig sein soll. Schnell hingeschmiert ist es mit einem normalen Texteditor. Zwingt man mich zu MS-Office-Formaten, oder möchte ich privat eine Tabellenkalkulation machen, dann greife ich auch zu OpenOffice.org.
    Doch für ein professionelles Ergebnis geht nichts über LaTeX. Die Philosophie bei LaTeX ist doch gerade die, dass man sich eben nicht auf die Darstellung konzentrieren möchte. Sondern voll und ganz auf den Inhalt. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da man als Office-Anwender dem Textsatzsystem erst einmal nicht vertraut. Unterm Strich dämmert einem aber im Idealfall, dass man selbst nicht gerade ein Profi für Schriftsatz und Typographie ist. Warum also nicht einem Profi das Werk überlassen? Aber grundsätzlich verstehe ich sehr gut, was du meinst. Ich möchte auch immer wieder das Ergebnis sehen. Weniger um es zu kontrollieren (bei normalem Text. Bei Präsentationen durchaus auch Kontrolle), als viel mehr mich über den Fortschritt zu freuen. Umständlich ist das nicht. Ist ein Mausklick.



  • Dravere schrieb:

    Aber mal eine Frage an die LaTeX'er unter euch. Benutzt ihr das wirklich um Texte zu schreiben? Ich finde das irgendwie unmöglich.

    Ja, nach dem drittem Protokoll hat man das irgendwann im Blut, und die Abstände zwischen den Testkompilationen werden länger. Und man kann sich ja bei LaTex seine eigenen Makros schreiben, ich habe mir so einen gewissen Standardsatz aufgebaut, mit dem ich recht effektiv arbeiten kann. Ist eben alles eine Frage der Gewohnheit, z.b. musste ich kürzlich mal eine Powerpoint-Präsi machen und ich saß vor OO-Impress wie der erste Mensch 🙂



  • Pages

    In latex bin ich einfach nicht schnell genug, da bricht man sich ja sonst alle finger... Und Pages kann immerhin auch ordentlich layouten, was mit latex ja n ziemlicher horror ist.



  • Word 2007. Bamm!



  • Dravere schrieb:

    OpenOffice, auch hier.

    Aber mal eine Frage an die LaTeX'er unter euch. Benutzt ihr das wirklich um Texte zu schreiben? Ich finde das irgendwie unmöglich. Ich muss sehen was ich bekomme beim schreiben eines Textes und das ist mit LaTeX so gut wie unmöglich. Zudem ist es doch viel zu fix. Ich fühl mich jedenfalls mit OpenOffice deutlich flexibler.

    Das ist sicher eine Frage der Gewohnheit. Bei LaTeX mag ich es einfach sehr, dass ich den Text runterschreiben kann ohne mir irgend welche Gedanken machen zu müssen und dann kann ich (wenn überhaupt nötig, meistens nicht), mich noch um Kleinigkeiten in der Formatierung kümmern. Ich mag Software, die mir nicht so im Weg steht. Bei OOo/Word sind imho viele wichtige Funktionen versteckt und manchmal entscheidet sich die Software aus mir unerklärlichen Gründen Dinge auf einmal anders zu setzen, als sie noch vor einer Minute war oder gar ganze Überschriften anders einzurücken etc.
    Und das ist gar nicht so selten. Passiert mir fast jedes mal, dass ich am Ende die Formatierungsvorlagen - wie Überschriften - raushaue und durch eigene Fettschrift + Nummerierung oder so ersetze.

    Aber Word/OOo sind auch einfach ästhetische Tretminen. Wer einen gewissen Sinn für Kunst, Kultur, Geschichte etc. hat, kann sich einfach nicht mit dem Textsatz der üblichen WYSIWYG Texte abfinden. In dem Sinne ist es auch immer ein Zeichen der ästhetischen Kapitulation, wenn man derartige Texte bekommt.

    So benutzen Tools wie Word/OOo, zB nicht die echten Glyphen für Klein/Großbuchstaben, sondern skalieren einfach den Font. Daher sieht es immer so augenbeleidigend aus, wenn man sich zB die Überschriften oä. anschaut. Durch das mangelhafte Kerning, der oft zu große Zeilenabstand (ich weiß, den kann man sogar in irgend einem Menü einstellen, macht aber leider fast keiner), fehlende Ligaturen sind längere Wordtexte auch einfach sehr unangenehm und anstrengend zu lesen. Am schlimmsten sind Skripten, die gar in Word verfasst werden. Das halbiert gleich den Spaß, den man an dem Fach haben könnte.

    Hinzu kommt, dass LaTeX Wörter richtig umbrechen kann. Inkl. der Sonderregeln, wie doppeltes K etc. Da muss man sich um so etwas gar nicht erst kümmern.

    Für kleinere Texte nehme ich manchmal aber auf Emacs-Muse. Das hat eine Wiki ähnliche Formatierung und kann man in LaTeX, HTML etc. exportieren.



  • rüdiger schrieb:

    Das ist sicher eine Frage der Gewohnheit. Bei LaTeX mag ich es einfach sehr, dass ich den Text runterschreiben kann ohne mir irgend welche Gedanken machen zu müssen und dann kann ich (wenn überhaupt nötig, meistens nicht), mich noch um Kleinigkeiten in der Formatierung kümmern. Ich mag Software, die mir nicht so im Weg steht. Bei OOo/Word sind imho viele wichtige Funktionen versteckt und manchmal entscheidet sich die Software aus mir unerklärlichen Gründen Dinge auf einmal anders zu setzen, als sie noch vor einer Minute war oder gar ganze Überschriften anders einzurücken etc.
    Und das ist gar nicht so selten. Passiert mir fast jedes mal, dass ich am Ende die Formatierungsvorlagen - wie Überschriften - raushaue und durch eigene Fettschrift + Nummerierung oder so ersetze.

    Alles was du hier sagst ist, dass du OOo/Word/Pages/... nicht bedienen kannst.

    Ich schreibe in Pages zB einfach nur den Text runter und formatierungen ueber formatvorlagen.

    das problem ist nicht word, sondern die benutzer. und word ist nun wirklich leichter zu benutzen als latex und jetzt stell dir mal vor was leute die word nicht bedienen koennen in latex auffuehren wuerden...



  • Shade Of Mine schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Das ist sicher eine Frage der Gewohnheit. Bei LaTeX mag ich es einfach sehr, dass ich den Text runterschreiben kann ohne mir irgend welche Gedanken machen zu müssen und dann kann ich (wenn überhaupt nötig, meistens nicht), mich noch um Kleinigkeiten in der Formatierung kümmern. Ich mag Software, die mir nicht so im Weg steht. Bei OOo/Word sind imho viele wichtige Funktionen versteckt und manchmal entscheidet sich die Software aus mir unerklärlichen Gründen Dinge auf einmal anders zu setzen, als sie noch vor einer Minute war oder gar ganze Überschriften anders einzurücken etc.
    Und das ist gar nicht so selten. Passiert mir fast jedes mal, dass ich am Ende die Formatierungsvorlagen - wie Überschriften - raushaue und durch eigene Fettschrift + Nummerierung oder so ersetze.

    Alles was du hier sagst ist, dass du OOo/Word/Pages/... nicht bedienen kannst.

    Ich schreibe in Pages zB einfach nur den Text runter und formatierungen ueber formatvorlagen.

    das problem ist nicht word, sondern die benutzer. und word ist nun wirklich leichter zu benutzen als latex und jetzt stell dir mal vor was leute die word nicht bedienen koennen in latex auffuehren wuerden...

    "hier" bezieht sich aber nur auf den von dir zitierten Abschnitt? Die ästhetischen Grausamkeiten haben ja nichts mit der Bedienung zu tun. (btw. sehe gerade, dass Pages von Apple ist. Die sind da sehr wahrscheinlich einen hauch besser, als Word/OOo. Die Apple Leute legen zumindest auf gutes Fontrendering oft viel Wert.)

    Ja, ich kann OOo/Word nicht richtig bedienen, weil es nach meiner Ansicht zu kompliziert ist. Im Gegensatz zu LaTeX. Bei LaTeX passieren viele Dinge eben explizit, während mit die WYSIWYdG-Tools immer irgend wie rumpfuschen wollen. Aber das führt uns nur in eine Endlosschleife: 1. "Word/OOo ist einfach zu bedienen. LaTeX nicht." 2. "LaTeX ist einfach zu bedienen. Word/OOo nicht." goto 1



  • Ich schreibe meine Texte immer mit Lyx, da ich LaTeX nicht beherrsche und mit einem Office-Programm ist es mir zu mühsam die ganzen Formeln zu schreiben.
    Geht wunderbar, sieht gut aus und ich sehe gleich wie es später aussehen wird (obwohl ich trotzdem sehr oft die Vorschau nutze, da diese doch noch mal deutlich anders aussieht).



  • Setzt ihr eure Quellcodes mit Latex oder wieso wurschtelt ihr alle damit rum?

    Schreibt ihr Bücher? Täglich irgendwelche Formelgebilde?

    Würde das gerne mal nachvollziehen können.



  • Shade Of Mine schrieb:

    das problem ist nicht word, sondern die benutzer. und word ist nun wirklich leichter zu benutzen als latex und jetzt stell dir mal vor was leute die word nicht bedienen koennen in latex auffuehren wuerden...

    Word macht es einfach, sich in den Fuß zu schießen. In LaTeX ist es deutlich schwieriger, sich in den Fuß zu schießen. Aber schafft man es, ist der Fuß ab. Dass die Benutzer es schaffen, sich permanent mit Word in die Füße zu schießen, das sieht man an jeder Ecke. Aber dass sie das in LaTeX schaffen, indem sie z. B. mit TeX rumpfuschen oder Makros neu definieren, das darf man dann doch eher anzweifeln. Deswegen darf man wohl vermuten, dass das Ergebnis auch dort in jedem Fall besser aussähe.

    -*- schrieb:

    Schreibt ihr Bücher? Täglich irgendwelche Formelgebilde?

    Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Doktorarbeiten, Paper, Präsentationen ... es gibt eine Menge, wo der eigene Namen drauf steht und man sich wünscht, dass es einen ordentlichen Eindruck macht.



  • Hallo,

    hauptsächlich formel-lastiges.



  • naja, wir wollen auch nicht vergessen dass latex gerade fuer formeln natuerlich besser ist, da es ja quasi dafuer gemacht wurde 😉

    wenn es aber um layouting geht, ist latex nicht brauchbar.

    das sind punkte die man eigentlich auch bedenken sollte



  • LaTeX ist ja auch kein Layout-System, es wurde ja dafür gemacht, dass man das Layout nicht selber verwaltet.



  • Ich hab' 'mal angefangen ein Magazin in LaTeX zu erstellen 😃

    Irgendwann hab' ich's dann eingesehen und verwende jetzt Scribus für so Material


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