Gentoo installieren auf neues System
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Hi,
ich will auf mein Notebook sowohl Windows Vista als auch Gentoo installieren. Da ich inzwischen fast ausschließlich Linux nutze will ich meine (gemeinsame) Datenpartition als ext3 (oder besser ext2?) partitionieren, da es hierfür auch Windows-Treiber gibt (für ReiserFS meines Wissens nacht nicht).
Und natürlich eine für Windows selbst.Ok, also nun zum Gentoo Part. Ich will LVM2 nutzen, was muss ich dabei genau beachten?
Im Idealfall hätte ich gerne 4 Partitionen auf meiner HDD:
-Windows
-Gentoo
-Daten
-TC-ContainerWobei Gentoo eine LVM Partition werden soll, so dass ich dort dann beliebig den Speicher an Partitionen von meinem Linux zuweisen kann (da ich noch nicht genau sagen kann welche Partition(en) wie groß werden sollen). Als Dateisystem will ich gerne ReiserFS nutzen, da sich dieses Vergrößern lässt.
Hat das jemand von euch schon einmal gemacht? Afaik muss ja zumindest der Kernel auf eine normale Partition und Grub wahrscheinlich auch, oder?
Und wie sieht es ansonsten aus, muss man bei Gentoo und LVM etwas besonderes beachten?Und ganz wichtig: im Moment mache ich regelmäßig Backups mit Clonezilla, kann dieses LVMs lesen?
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Du brauchst eine kleine Bootpartition am Anfang der Platte (50 MB ext2 oder sowas, pass aber auf, dass du die neueste Grub-Version hast oder mke2fs -i128 übergibst, sonst gibt's Probleme).
Mit genkernel kannst du dir deine initrd erstellen lassen, die auch die lvm-Programme einbettet. Damit kann dann auch / auf LVM liegen. Mach am besten nicht nur eine Partition sondern jeweils eine für /, /usr, /home und vielleicht noch /opt und /var. Das macht Backups deutlich einfacher (auf der Clonezilla-Seite steht auch, dass es LVM unterstützt).
Als FS hab ich persönlich ReiserFS und XFS im Einsatz (/usr ist XFS, / und /opt sind Reiser), auf meinem neuesten System (das aber dank GPT/MBR-Hybrid-Irrsinn noch nicht wirklich einsetzbar ist) benutze ich ausschließlich ext3. Bei ReiserFS und XFS kannst du sogar das Vergrößern online durchführen, also ohne unmounten im laufenden Betrieb, eins von den beiden kann man auch wieder verkleinern. Das sollte aber auch mit ext3 (oder 4, wenn du ein bisschen wagemutiger bist) gehen.
Weiter musst du nichts beachten, benutz' halt genkernel (kannst dir damit auch ohne weiteres nen monolithischen Kernel bauen, mach ich auch immer, aber das initramfs geht halt deutlich einfacher damit, kann sogar direkt in den Kernel eingebettet werden).
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Danke .filmor für die Hinweise und Tipps

Eigentlich hätt ich schon gerne meinen Kernel von Hand gebaut, aber so wie ich das sehe nimmt sich genkernel und die manuelle Konfiguration nicht wirklich etwas, da ich bei genkernel ja auch auf das Konfigurationsmenü zugreifen kann und alles nach Lust und Laune einstellen kann.
Ich habe bereits ein Gentoo in Betrieb und dort den Kernel bisher manuell erstellt und die debian-utils (oder so ähnlich) installiert mit welchen man den Kernel automatisch installieren und eine Hand voll symbolischer Links automatisch aktualisieren kann. Geht das denn auch mit genkernel? Sonst muss man ja jedes mal die grub.conf oder die Links "von Hand" ändern.
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Und wegen dem Dateisystem, da warte ich derzeit noch auf das Tux3 Dateisystem, bevor ich wechsel.
Ext3 mag ich eigentlich nicht so, da man regelmäßig mit diesen Checks genervt wird und will es daher nicht mehr als unbedingt notwendig verwenden. Es ist so schon ärgerlich, dass ich auf der Datenpartition natürlich meine gesamten Quellcodes habe und somit gerade dort wo ReiserFS seinen Vorteil ausspielen kann nicht zum Einsatz kommen kann.
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Ach so, noch etwas: wenn ich Hibernate und Sleep nutzen möchte lohnt es sich dann auf den tuxonice-kernel zurückzugreifen? Inwiefern unterscheidet der sich, denn überhaupt vom normalen gentoo-kernel?
Ach und noch etwas, da ich bisher bei meinem Gentoo Fluxbox + Aterm zur Steuerung benutzt habe und dementsprechend fast alles über die Konsole erledigt habe weiß ich gar nicht was es so an grafischen Tools gibt.
Eigentlich mag ich XFCE ganz gerne, aber würde auch mal KDE eine Chance geben. Wie sieht es da mit Package-Manager(n) aus und einer Art Update-Dienst, welcher einmal täglich ein emerge --sync durchführt (vielleicht als eix-sync) und schaut ob es neue Updates für mein System gibt und mich ggf. informiert?
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Gentoo-User schrieb:
Ich habe bereits ein Gentoo in Betrieb und dort den Kernel bisher manuell erstellt und die debian-utils (oder so ähnlich) installiert mit welchen man den Kernel automatisch installieren und eine Hand voll symbolischer Links automatisch aktualisieren kann. Geht das denn auch mit genkernel? Sonst muss man ja jedes mal die grub.conf oder die Links "von Hand" ändern.
Joah, kann er auch, Kommandozeilenparameter --install iirc. Schau dir einfach mal die manpage an, genkernel ist ein klasse Tool.
Gentoo-User schrieb:
Und wegen dem Dateisystem, da warte ich derzeit noch auf das Tux3 Dateisystem, bevor ich wechsel.
Warte nicht auf ein FS. Als Hauptdateisystem solltest du was halbwegs „etabliertes“ nehmen, mit LVM kannste da immernoch ne ganze Menge rumspielen (z.B. root oder was anderes verschieben, indem du das neue mountest, alles rüberkopierst (manpage von cp oder tar beachten ;)) und dann mit den LVM-Kommandos einfach das lv umbenennst), sofern du genug Platz lässt. Sei nicht zu großzügig mit den Größen, erweiter wenn's nötig wird. Für / reichen zB meist <1G wenn usr, opt und home ausgelagert sind, home kann am Anfang sehr klein bleiben (wächst aber am schnellsten ;)), bei usr tun's für den Anfang ~10G, opt kann je nachdem was du installierst auch sehr klein bleiben und nach Bedarf wachsen.
Wie gesagt, die Partitionen wachsen lassen ist eigentlich nie ein Problem (erst die LVM vergrößern mit lvresize bla -L+1G oder so, ist schon ne Weile her dass ich das machen musste ;), und dann das entsprechende resize-Kommando deines FS, das bläst normalerweise das FS zur Partitionsgröße auf).Gentoo-User schrieb:
Ext3 mag ich eigentlich nicht so, da man regelmäßig mit diesen Checks genervt wird und will es daher nicht mehr als unbedingt notwendig verwenden. Es ist so schon ärgerlich, dass ich auf der Datenpartition natürlich meine gesamten Quellcodes habe und somit gerade dort wo ReiserFS seinen Vorteil ausspielen kann nicht zum Einsatz kommen kann.
Dann nimm halt ReiserFS. Bin damit auch sehr zufrieden, wollte halt nur mal was „neues“ ausprobieren

Gentoo-User schrieb:
Ach so, noch etwas: wenn ich Hibernate und Sleep nutzen möchte lohnt es sich dann auf den tuxonice-kernel zurückzugreifen? Inwiefern unterscheidet der sich, denn überhaupt vom normalen gentoo-kernel?
Naja, andere Patches halt. Aber die gentoo-sources haben meistens alles notwendige drin. Hibernate geht sowieso eigentlich immer (das hatte ich schon mit 2.6.9 auf nem P2 mal am laufen), beim schlafenlegen (suspend2ram) ist das ziemlich hardwareabhängig. Einschlafen geht zwar, aber das aufwachen kann problematisch werden

Gentoo-User schrieb:
Ach und noch etwas, da ich bisher bei meinem Gentoo Fluxbox + Aterm zur Steuerung benutzt habe und dementsprechend fast alles über die Konsole erledigt habe weiß ich gar nicht was es so an grafischen Tools gibt.
Von Fluxbox will man doch gar nicht weg

Eigentlich mag ich XFCE ganz gerne, aber würde auch mal KDE eine Chance geben.
XFCE ist tatsächlich toll, ich benutze auch einige Teile davon für meinen Fluxbox-Desktop (exo-open, Thunar, notification-daemon (weiß aber nicht ob letzteres wirklich von XFCE ist)). KDE find ich doff, hat ewig viele Abhängigkeiten und ist mir auch in der neuesten Version zu fett, aber probier's halt aus ;). Es gibt bestimmt auch ein Overlay, wo KDE4 drin ist.
Wie sieht es da mit Package-Manager(n) aus und einer Art Update-Dienst, welcher einmal täglich ein emerge --sync durchführt (vielleicht als eix-sync) und schaut ob es neue Updates für mein System gibt und mich ggf. informiert?
Das kannst du als cronjob machen, schau mal im Gentoo-Wiki, da gibt's bestimmt was zu. Sei kreativ, sowas kann man sich selbst schreiben

Der notification-daemon könnte dir dabei gut helfen, als cron-daemon solltest du vielleicht anacron oder fcron nehmen, damit's auch nicht von der tatsächlichen Zeit abhängt.
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[edit by nman]Bitte solchen Blödsinn nicht auch noch zitieren, danke![/edit by nman]
Thx .filmor, dann werd ich also meinem Spieltrieb freien lauf lassen

Das mit dem Dateisystem hast du falsch verstanden, ich meinte damit nicht, dass ich jetzt darauf warte, sondern, dass ich diesem Dateisystem derzeit recht viel vermache und wenn es etwas ausgereifter ist durchaus einsetzen würde, da es derzeit mein neuer Stern am Himmel ist

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.filmor schrieb:
Von Fluxbox will man doch gar nicht weg

da kann ich nur zustimmen
