Spott über Namen und Aussehen => Abschaum der Gesellschaft?
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dust schrieb:
Klar muss er damit klarkommen, trotzdem ist es ziemlich erbärmlich über Namen und Aussehen herzuziehen...
Es kommt drauf an. Ich finde Lästern über das Aussehen einer Person bedenklich, wenn sie verspottet wird, weil sie zum Beispiel eine Behinderung hat. Geht es aber um Kleidung, eine schräge Frisur, oder andere, leicht änderbare Äußerlichkeiten, dann finde ich es weniger schändlich. Vor allem dann, wenn diese Person auch noch Politiker ist. Solche Leute laufen immer Gefahr, daß man sich über sie lustig macht.
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this->that, so war das nicht gemeint ...
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KA, ich verfolge selten Medien "rechts der Mitte" und in sonstigen habe ich nicht mehr Spott und Haeme ueber Namen, Aussehen uA. von TSG wahrgenommen als ueber andere Personen im Interesse der Oeffentlichkeit, die vielleicht auch noch gern in Fettnaepfchen treten.
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Einwender schrieb:
Und sogar die ach so kultivierte FAZ macht mit. So ein Verhalten nenne ich Abschaum.
Weil sie irgendeinen selbsternannten Optikexperten interviewt und damit, anstelle die Häme in politischen Kommentaren auszukosten, die Diskussion ad absurdum führt?
Im übrigen stimme ich Andromeda zu: Spott muß ein Politiker ertragen können - Schäfer-Gümbel trägt es ja auch ganz gefaßt -, und obgleich Zeitungen, die etwas auf sich halten, sich so etwas tunlichst verkneifen sollten, so ist es doch nichts anderes als die im Boulevard alltäglich zelebrierte Volksvergnügung. Und auch den Anlaß zum klassischen Kulturpessimismus, wie ihn this->that offenbar in aller Ernsthaftigkeit vertritt, sehe ich nicht: das ist doch in weitem Sinne nichts anderes als "panem et circenses".
Außerdem sei daran erinnert, mit welchen Mißgriffen einstmals die Medien "links der Mitte" die Kanzlerkandidatin Merkel diskreditierten. Die Vertreter dieser Richtung schweigen besser stille und werfen nicht mit Steinen.
Edit: Typographie
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Spiegel-Artikel schrieb:
Die marxistische "Junge Welt" lässt einen hessischen Comedian zu Wort kommen, der Schäfer-Gümbel ein "fliehendes Kinn" bescheinigt und hinzufügt, er und seine Freunde hätten früher "Jungs wie den regelmäßig auf dem Schulhof verprügelt".
Alleine hat er sich wohl nicht getraut.
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Ja und wenn ich mir so einige Komiker anschaue denke ich über die genau das gleiche. Früher mal der Klassenklown gewesen und heute Millionen verdienen. Man, das ist doch lächerlich. Politiker sollen nicht gut aussehen, sie sollen uns voran bringen. Es ist zwar schade, daß es heute keiner mehr tut, aber da sind die "Politiker ohne großartigen Makel im Gesicht mit schwer mißbrauchbaren Namen" doch nicht anders, als die über die man sich gerne lustig macht. Letztere müssen wenigstens Charakter beweisen, damit sie sich trotzdem durchbeißen.
Mir hat z.B. der Stoiber als Stotterer und Stolperer wesentlich besser gefallen, als das, was aus ihm gemacht wurde: ein völlig falscher Typ, dem man beim ersten Blick sofort ansieht, daß er nicht "er selbst" ist.
Genauso bei Angeal Merkel. Hosenanzug, häßliche Frisur, ein totes Gesicht... Ja und? Hat das irgendetwas mit ihrer Kompetenz zu tun?
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Kompetenz
Genau, darauf kommt es an! :xmas1:
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Na und? Wir haben eine offizielle Fleischbeschau-Show namens "Germans next Topmodel", eine Kandidaten-beleidigungs-Show namens "Deutschland sucht den Superstar" und eine Psycho-Voyeur-Show namens "Big Brother". Wenn man mit sowas im Fernsehen Quoten machen kann, darf es einen nicht wundern, wenn manche sich an den äußerlichen, unverschuldeten Fehlern von Politikern aufgeilen.
Meine Frau ist Apothekerin. In der Branche (und in vielen anderen) werden die meisten Mitarbeiterinnen nach dem Dekolleté eingestellt, nicht nach dem Engagement und schon gar nicht nach der Fachkompetenz. Kein Wunder, daß Frauen laut aufjohlen, wenn sie im Dekolleté ihrer Mitbewerberin einen Pickel entdecken.Wir leben schließlich in einer Ellenbogengesellschaft, in der man sich selbst groß macht, indem man andere klein macht.
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Wir leben schließlich in einer Ellenbogengesellschaft, in der man sich selbst groß macht, indem man andere klein macht.
Das ist vermutlich nur in einigen Bereichen so gestrickt, z.B. im Geschäftsleben, in den Medien und in der Politik. Das ist aber nicht das ganze Leben in unserer Gesellschaft. Daran sollte man stets denken. Es gibt auch Areale außerhalb von Macht und Gier.
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Erhard Henkes schrieb:
Wir leben schließlich in einer Ellenbogengesellschaft, in der man sich selbst groß macht, indem man andere klein macht.
Das ist vermutlich nur in einigen Bereichen so gestrickt, z.B. im Geschäftsleben, in den Medien und in der Politik. Das ist aber nicht das ganze Leben in unserer Gesellschaft. Daran sollte man stets denken. Es gibt auch Areale außerhalb von Macht und Gier.
Richtig- Gott sei Dank. Die spielen sich aber leider nicht so in der Öffentlichkeit ab wie dieses Gezicke. Vielleicht ergibt sich hier durch den Fokus der Medien ein falsches Bild. Aber nur vielleicht