Brauchen wir Gehirnbooster?
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Hallo,
Daniel E. schrieb:
ChrisM: Das ist lustig, weil ich bin eigentlich ziemlicher Utilitarist, aber Drogenprohibition ist halt alles andere als pareto-optimal, dem müsste sogar Elektronix zustimmen.
ja, das mag sein. Ich bin bezüglich der meisten Diskussionen sowieso sicher, dass die liberale Ansicht auch das spieltheoretische Optimum beschreibt oder zumindest nicht sehr weit davon entfernt ist. Trotzdem möchte ich damit nicht argumentieren (wie David D. Friedman), denn wie sieht es beispielsweise mit Folter aus?
Utilitarismus mag sicher eine geeignete Basis sein, um jemandem die Gedanken der Freiheit etwas näher zu bringen (z.B. in einer Diskussion), aber als moralisches Fundament ist es nicht geeignet.
Frohe Weihnachten!
Viele Grüße
Christian
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Nein, wir benötigen keine Gehirnbooster, sondern ab und zu einfach nur Ruhe und Konzentration auf unser wirkliches Inneres.
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ChrisM schrieb:
Hallo,
THX 1138 schrieb:
Ausserdem ist es absurd. Meist fehlt es an Geld, nicht an wachen Köpfen.
das würde ich so nicht sagen, aber schau dich mal in Wissenschaften wie der Mathematik oder auch der Informatik um. Sicherlich benötigt man stellenweise auch einfach das richtige Blech (Hardware), aber das ist nicht der aktuell wachstumsbeschränkende Punkt. Oder etwas drastischer formuliert, wenn jeder Informatiker 12 statt 8 Stunden arbeitet, erhöht sich auf die Paper-Produktion etwa um 50% und die Forschung, die vorher 3 Jahre gedauert hat, dauert jetzt nur noch 2. Ob das erstrebenswert ist oder nicht, ist ein ganz anderes Blatt- abgesehen davon, dass die wenigsten Forscher (wahrscheinlich zu recht) 12 Stunden arbeiten möchten und es daher sowieso eine sehr theoretische Diskussion ist.
Naja, ich meinte nicht unbedingt Material und Geräte.
Mit mehr Geld könnte man 50% mehr Leute einstellen zB 3 Leute die 8h arbeiten statt 2 Leuten die 12h arbeiten. Das kommt dann etwa aufs gleiche raus wie deine Idee, ist aber wahrscheinlich effektiver weil die 3 Köpfe längere Erholungspausen machen können und sicherlich konzentrierter sind, als 2 Köpfe auf Speed. Ausserdem kann ein dritter Kopf eine ganz neue Idee einbringen, die den anderen beiden trotz 12h Schicht nicht in den Sinn kommen will.Frohe Weihnachten :xmas1:
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Hallo,
THX 1138 schrieb:
Mit mehr Geld [...]
mit welchem Geld?
Viele Grüße
Christian
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Meist fehlt es an Geld, nicht an wachen Köpfen.
Das sehe ich anders. "Helle" und erfahrene Leute die konstruktiv, kooperativ und innovativ zugleich sind, gibt es selten. Geld erhält man fast immer, wenn das Projekt inhaltlich und wirtschaftlich etwas taugt.
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ChrisM schrieb:
THX 1138 schrieb:
Mit mehr Geld [...]
mit welchem Geld?
das, was fehlt... ich sag doch 'könnte'
Erhard Henkes schrieb:
Meist fehlt es an Geld, nicht an wachen Köpfen.
Das sehe ich anders. "Helle" und erfahrene Leute die konstruktiv, kooperativ und innovativ zugleich sind, gibt es selten.
da helfen dann die drogen auch nicht weiter..
Erhard Henkes schrieb:
Geld erhält man fast immer,
das wär mir neu, aber kann sein, dass die EU ihre Grants verschleudert..
Erhard Henkes schrieb:
wenn das Projekt inhaltlich
Erhard Henkes schrieb:
und wirtschaftlich etwas taugt.
Wissenschaft muss nicht zwingen wirtschaftlich sein, imho
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Elektronix schrieb:
Dann laß uns doch mal nachrechnen: Einmal Koma-Saufen, sagen wir 3-4 Flaschen Whisky oder Wodka kosten etwa 50 Euro- großzügig gerechnet. Ein Transport mit dem Krankenwagen kosten etwa 200 Euro- ein Hubschrauberflug sogar 5000.-. Die Tage danach im Krankenhaus pro Tag ca. 300 Euro, auf der Intensivstation locker das Doppelte. Macht grob gerechnet 50 Euro, die sich jeder Teeny heute leisten kann, gegen 1000 bis 7000 Euro, die nicht jeder Teeny- und auch nicht jedes Elternpaar hat. Wer soll das denn nun zahlen?
wird in der summe locker von der der alkoholsteuer gedeckt.
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Wissenschaft muss nicht zwingend wirtschaftlich sein
Die Wissenschaft erhält schon seit Jahren ca. die gleichen 8-9 Mrd./a aus dem Staatssäckel. Da scheint es keine Wirtschaftlichkeit zu geben. Das ist budgetiert. Bin froh, dass ich dort nicht gelandet bin. Dieser ganze verlogene DFG und sonst was Blödsinn hätte mich nur angeödet.
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Jo und die UBS bekommt mal eben >60Mia. vom Staat..wo da die Wirtschaftlichkeit wohl bleibt..
Erhard Henkes schrieb:
Bin froh, dass ich dort nicht gelandet bin. Dieser ganze verlogene DFG und sonst was Blödsinn hätte mich nur angeödet.
jaja helle Köpfe sind selten
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Hallo,
THX 1138 schrieb:
ChrisM schrieb:
THX 1138 schrieb:
Mit mehr Geld [...]
mit welchem Geld?
das, was fehlt... ich sag doch 'könnte'
dann kannst du es nicht vergleichen.
Die Alternative ist halt nicht "Die Performance der vorhandenen Leute so steigern, dass sie 50% mehr arbeiten" vs. "50% neue Leute einstellen", weil die erste Maßnahme erheblich billiger als die zweite ist. Unter der sehr unrealistischen Voraussetzung, dass die beteiligten Forscher freiwillig mehr arbeiten und sich ggf. aufputschen.
THX 1138 schrieb:
Wissenschaft muss nicht zwingen wirtschaftlich sein, imho
Bis auf ein paar Ausnahmen IMO schon. Und diese Ausnahmen (wie Philosophie) kosten in der Regel nicht besonders viel Geld. Eine der sehr wenigen Ausnahmen, die sehr viel kostet und dennoch keine Werte schafft, wäre vielleicht die Astronomie, aber ansonsten fällt mir beim besten Willen kein weiteres Beispiel ein.
Viele Grüße
Christian
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Merkwürdiger Thread.
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Erhard Henkes schrieb:
Merkwürdiger Thread.
LOL