Welches geschlecht bei englischen Wörtern?
-
normalerweise sollte man einfach das geschlecht wie im deutschen nehmen.
bei abkürzungen gehts daneben, weil meist unbekannt ist, was sie ausgeschrieben heißen. theoretisch richtig wären zum beispiel:
die GCC
der MoDem
die LASERaber wer weiß schon, daß die laser die lichtverstärkung durch angeregte aussendung von strahlung ist? keiner. also sagen wir der laser und meinen damit das laserlicht oder die laserkanone. mehrzahlabkürzungen wie die der USA sind besonders schwierig. von sachen wie den elysischen feldern mag ich gar nicht anfangen.
-
volkard schrieb:
richtig wären zum beispiel:
die GCCHängt von ab ob man unter GCC die "gnu compiler collection" versteht oder den "gnu C compiler".
-
volkard schrieb:
normalerweise sollte man einfach das geschlecht wie im deutschen nehmen.
Funktioniert auch nicht. Manchmal gibt es mehr als eine deutsche Übersetzung.
Ich glaube, letztendlich ist es Geschmackssache.
Ich krieg jedesmal die Krise, wenn ich von "der RAM", "die Task" oder "die Interrupt" lese.
-
tfa schrieb:
Ich krieg jedesmal die Krise, wenn ich von "der RAM" [...] lese.
Der Random-Access-Memory - Der Speicher. Welchen Artikel würdest du benutzen?
EDIT: wenn man sich auf ein Speichermodul bezieht, ist "das" wohl eher angebracht. Aber wenn man sich auf die Gesamtheit des Hauptspeichers bezieht, finde ich "der" auch nicht so daneben.
-
Heinzelotto schrieb:
tfa schrieb:
Ich krieg jedesmal die Krise, wenn ich von "der RAM" [...] lese.
Der Random-Access-Memory - Der Speicher. Welchen Artikel würdest du benutzen?
EDIT: wenn man sich auf ein Speichermodul bezieht, ist "das" wohl eher angebracht. Aber wenn man sich auf die Gesamtheit des Hauptspeichers bezieht, finde ich "der" auch nicht so daneben.
Für meine Ohren definitiv "das Memory", bitte! Na ja, hauptsache du sagst nicht "das E-Mail" oder "die File"...
-
Ganz einfach: Memory als Gedächtnis übersetzt, nicht Speicher, dann passt auch "das RAM".
EDIT: Bei Task funktioniert das aber irgendwie nicht so gut ...
(Ausser man akzeptiert dass Task auch ein deutsches Wort ist, oder zieht Übersetzungsmöglichkeiten wie "Auftrag" oder "Prozess" heran)
-
"der RAM" ist das einzigste vernünftige, bei anderen Variationen bekommt man doch Ohrenkrebs
-
Heinzelotto schrieb:
tfa schrieb:
Ich krieg jedesmal die Krise, wenn ich von "der RAM" [...] lese.
Der Random-Access-Memory - Der Speicher. Welchen Artikel würdest du benutzen?
Das. Einfach aus Gefühl. Andere Leute haben eben ein anderes Sprachgefühl.
Das Geschlecht von der deutschen Übersetzung abzuleiten klappt einfach nicht. Memory kann man mit das Gedächtnis oder die Erinnerung übersetzen; der Speicher würde im Englischen eher "Storage" heißen (jedenfalls vom Wort her)."der RAM" ist das einzigste vernünftige, bei anderen Variationen bekommt man doch Ohrenkrebs
Ohrenkrebs krieg ich nur bei Wörtern wie "einzigste".
-
tfa schrieb:
"der RAM" ist das einzigste vernünftige, bei anderen Variationen bekommt man doch Ohrenkrebs
Ohrenkrebs krieg ich nur bei Wörtern wie "einzigste".
Gut gekontert!
-
"Der RAM" für mich schonmal deswegen nicht, weil "der RAM" eben nicht "der RAM" sondern "der Rahm" ist, und damit ganz was anderes
----
die letzte silbe gewichtet am meisten würde ichschätzen und man müsste untersuchen ob andere silben am wortanfang oder in der mitte des wortes auch einen einfluss haben...sollte nicht so unmöglich sein
Vermutlich deswegen, weil es einen Haufen Wortklassen gibt, die eine gemeinsame Endung haben, und deren Mitglieder immer dasselbe Geschlecht haben. "-er" (der runner/Läufer), "-ness"/"-heit/keit" (die correctness/Korrektheit), "-ity"/"-ität" (die compatibility/Kompatibilität) etc.
-
hustbaer schrieb:
Vermutlich deswegen, weil es einen Haufen Wortklassen gibt, die eine gemeinsame Endung haben, und deren Mitglieder immer dasselbe Geschlecht haben. "-er" (der runner/Läufer), "-ness"/"-heit/keit" (die correctness/Korrektheit), "-ity"/"-ität" (die compatibility/Kompatibilität) etc.
Bei -heit hast du sicherlich recht, bei -ität fällt mir grad kein Gegenbeispiel ein. Aber bei -er:
die chamber/Kammer, die daughter/Tochter, die number/Nummer.
das leather/Leder, das water/Wasser, das wonder/Wunder.
Ich belass es mal bei je drei
-
minhem schrieb:
hustbaer schrieb:
Vermutlich deswegen, weil es einen Haufen Wortklassen gibt, die eine gemeinsame Endung haben, und deren Mitglieder immer dasselbe Geschlecht haben. "-er" (der runner/Läufer), "-ness"/"-heit/keit" (die correctness/Korrektheit), "-ity"/"-ität" (die compatibility/Kompatibilität) etc.
Bei -heit hast du sicherlich recht, bei -ität fällt mir grad kein Gegenbeispiel ein. Aber bei -er:
die chamber/Kammer, die daughter/Tochter, die number/Nummer.
das leather/Leder, das water/Wasser, das wonder/Wunder.
Ich belass es mal bei je dreiDiese Wortklassen definieren sich ja nicht durch die Endung, also nicht alle Wörter die die passende Endung haben sind in der jeweiligen Klasse. Umgekehrt: alle Wörter in der Klasse haben die passende Endung.
"-er"-Wörter also im Sinn von "wir basteln ein Hauptwort aus einem Zeitwort" (laufen -> Läufer, springen -> Springer, sehen -> Seher etc.). Und da passen deine Gegenbeispiele nichtmehr. Ich dachte es wäre klar wie ich es meine.
-
volkard schrieb:
der MoDem
wohl eher das Modem, weil es ein Gegenstand, also sächlich (eine "Sache") ist. Der "Modulator/Demodulator" ist dann wieder eine Frage der Endung.
volkard schrieb:
die LASER
Währen ja mehrere. Und da es ein technischer Begriff (also "Männersache") ist, männlich, der Laser.
-
Dieser Thread wurde von Moderator/in nman aus dem Forum Themen rund um den PC in das Forum Neuigkeiten aus der realen Welt verschoben.
Im Zweifelsfall bitte auch folgende Hinweise beachten:
C/C++ Forum :: FAQ - Sonstiges :: Wohin mit meiner Frage?Dieses Posting wurde automatisch erzeugt.
-
hustbaer schrieb:
"-er"-Wörter also im Sinn von "wir basteln ein Hauptwort aus einem Zeitwort" (laufen -> Läufer, springen -> Springer, sehen -> Seher etc.). Und da passen deine Gegenbeispiele nichtmehr. Ich dachte es wäre klar wie ich es meine.
Das ist dann aber eine reichlich witzlose Erkenntnis. Wenn du aus einem Verb ein Nomen zur Bezeichnung eines die Tätigkeit ausübenden Menschen konstruierst, bist du automatisch auf dem Gebiet des natürlichen Geschlechts: es gibt den Läufer und die Läuferin. Schließt du die weibliche Form explizit aus - und genau das tust du, wenn du nur die Endung zur Markierung des männlichen Genus zulässt - dann ist die Form immer männlich. Das ist jetzt nicht so die großartige Erkenntnis. Schließlich gibt es nur zwei natürliche Geschlechter.
Die Feststellung, dass im Deutschen bei Menschenbezeichner auch die männliche Form verwendet wird, wenn das (natürliche) Geschlecht unspezifiziert sein soll, wäre eher erwähnenswert. Nur hat die Regel nichts mit der Endung zu tun, sondern eben mit der Bedeutung.
F98 schrieb:
volkard schrieb:
die LASER
Währen ja mehrere. Und da es ein technischer Begriff (also "Männersache") ist, männlich, der Laser.
Ui, abenteuerlich
-
minhen schrieb:
Die Feststellung, dass im Deutschen bei Menschenbezeichner auch die männliche Form verwendet wird, wenn das (natürliche) Geschlecht unspezifiziert sein soll, wäre eher erwähnenswert.
heulsuse
putzfrau
sekretäerin
-
volkard schrieb:
minhen schrieb:
Die Feststellung, dass im Deutschen bei Menschenbezeichner auch die männliche Form verwendet wird, wenn das (natürliche) Geschlecht unspezifiziert sein soll, wäre eher erwähnenswert.
heulsuse
putzfrau
sekretäerinFalls das Gegenbeispiele sein sollen:
- Heul|lie|se, die, Heul|pe|ter, der, Heul|su|se, die [2. Bestandteil die als Gattungsnamen gebrauchten Vornamen Liese, Peter, Suse] (ugs. abwertend): weibliche, seltener männliche Person, die leicht zu weinen beginnt, häufig weint: du H.!
- Putz|frau, die: Frau, die gegen Entgelt Räume sauber macht.
- Se|kre|tä|rin, die; -, -nen:
a) Angestellte, die für eine Führungskraft die Korrespondenz abwickelt u. technisch-organisatorische Aufgaben o. Ä. erledigt;
b) w. Form zu Sekretär (1-3).
Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6. Aufl. Mannheim 2006 [CD-ROM].
-
minhen schrieb:
Falls das Gegenbeispiele sein sollen
doch keine gegenbeispiele. ich wollte nur bemerken, daß es tätigkeisabgeleitete personenbezeichnungen gibt, deren geschlechtsneutrale form sprachlich weiblich sind.
-
Bei Putzfrau und Sekretärin halte ich die Geschlechtsneutralität für nicht gegeben. Um es mal so zu sagen. Der Duden gibt mir in dem Punkt auch völlig recht. Die Einträge gehen klar von Frauen aus. Das ist besonders auffallend in Abgrenzung zu den Einträgen bei den männlichen Formen. Denn dort wird immer von Menschen und Personen gesprochen und nicht von Männern.
Heulsuse ist da schon ein problematischerer Begriff. Aber auch hier seh ich eigentlich klar die Weiblichkeit gegeben. Auch bei Anwendung auf Männer ist gerade die Weiblichkeit der zentrale, abwertende Punkt. Das funktioniert nach demselben Schema wie in der aktuellen Burger-King-Werbung mit dieser lächerlichen "Mancademy", wo "jeder, der als Sissi kommt, als Siegfried geht".
Wenn es gerade darum geht, die Männlichkeit abzusprechen, macht die Anwendung auf Männer einen Ausdruck noch lange nicht geschlechtsneutral. Oder anders formuliert ist Weiblichkeit bei Heulsuse ein zentraler Bestandteil der Bedeutung. Bei geschlechtsneutralen Begriffen wie Lehrer, Arzt, Künstler, ..., ist Männlichkeit dagegen kein zentraler Bestandteil der Bedeutung: Du wirst damit Frauen eher nicht beleidigen können indem du ihnen ihre Weiblichkeit absprichst. Weibliche Formen, die auf Männer angewendet nict abwertend sind, wirst du dagegen vermutlich lange suchen müssen. Der Standard, also die neutrale Form, ist nun mal die männliche Form und die weibliche transportiert daher immer Weiblichkeit als Eigenschaft. Und ist daher immer abwertend für Männer. Und das ist der zentrale Punkt. Finde eine weibliche Form, die auf Männer angewendet wertneutral ist
-
minhen schrieb:
Bei Putzfrau und Sekretärin halte ich die Geschlechtsneutralität für nicht gegeben.
aber der chef sagt "wir brauchen wohl mehr putzfrauen. und befragen sie die sekretärinnen, ob sie mit openoffice klarkomnmen würden". dabei sollen natürlich auch die männlichen putzfrauen und sekretäre miteinbezogen sein. nichts dabei ist abwertend. ich erwarte, daß du erst (aktuelles) deutsch lernst, bevor du so darüber redest.