Graka - Garantieleistung wurde nach drei Monaten abgelehnt ("damage by user")



  • Es geht um eine Graka (ursprünglich > 600€, heute funktionierend noch ca. 250 € wert), die während der Garantiezeit einen Defekt zeigte. Einschicken an den Händler im November. Man hört nur - auf Nachfrage - dass Graka an den Hersteller XFX gesendet wurde. Nach drei (!) Monaten kommt ein Paket mit gleicher defekter Graka und Zettel "damage by user". Einige mails zwischen Händler und Käufer, die damit enden, dass der Händler sich als Unschuldslamm darstellt, dem bei Entgegennahme und Weiterleiten kein Schaden passieren kann. Händler ist nicht bereit Schaden zu ersetzen oder sich um die Einforderung der Garantieleistung zu kümmern, kennt auch keine Telefon-Nr. oder einen Ansprechpartner bei XFX.

    Nun liegt eine defekte Graka bei uns und einige mails von einem wenig hilfsbereiten Händler.

    Wie würdet ihr hier konkret vorgehen?
    a) schlucken (Schaden ca. 250 + 70 Wertverlust neuer Karte von November = ca. 320 €) und nie weider dort kaufen
    b) Anwalt einschalten (kennt jemand hier die Rechtslage?)
    c) weiter mails mit Händler austauschen
    d) andere Idee / Erfahrung

    Welches Recht hat man hier als Kunde? Eskann doch nicht sein, dass etwas kaputt geht und man drei Monate nichts hört und anschließend beschuldigt wird, die Sache selbst kaputt gemacht zu haben. Die Graka ist im PC ohne mechan. Einwirkung kaputt gegangen. Da sind wir sicher. Der Händler behauptet für seine internen Wege das Gleiche. Das die Reklamation bei XFX drei Monate in Anspruch nahm, das ist sicher nicht normal. Es wurde vom Händler bestätigt, dass dies z.Z. dort normal sei.

    Bitte um konkrete Ratschläge / eigene Erfahrungen diesbezüglich.



  • du hast an der graka keine veraenderungen vorgenommen, richtig? also keinen anderen kuehlkoerper oder sowas?

    wie aeusserte sich der defekt? striche auf dem schirm? luefter drehte nicht mehr?...?

    was du rechtlich tun kannst, darf dir schlussendlich nur dein anwalt sagen.



  • Du hast mit dem Händler den Kaufvertrag abgeschlossen, er muß auch für die
    gesetzliche Gewährleistung eintreten. Ab 6 mon nach dem Kauf mußt Du nachweisen,
    daß das Ding beim Kauf schon defekt war. Nimm Anwalt.



  • du hast an der graka keine veraenderungen vorgenommen, richtig? also keinen anderen kuehlkoerper oder sowas?

    nein

    wie aeusserte sich der defekt? striche auf dem schirm? luefter drehte nicht mehr?...?

    muss ich den konkreten user nochmals genau befragen, war soweit ich weiß Totalausfall.

    was du rechtlich tun kannst, darf dir schlussendlich nur dein anwalt sagen.

    Für mich ist die Frage, ob sich der ganze Quatsch überhaupt lohnt. Ich möchte also die Stoßrichtung wissen und wer sich hier überhaupt falsch verhält, der Hersteller oder der Händler, in meinen Augen beide, was die Lage kompliziert macht. Ich kann dem Händler ja auch noch eine mail schreiben. Das macht aber nur wirklich Sinn, wenn ich genau weiß, worauf ich letztendlich hinaus will. Ich bin sicher nicht der Einzige, dem so etwas passiert in unserer anonymen Welt.



  • http://de.wikipedia.org/wiki/Gewährleistung

    als wichtigstes: der verkäufer ist dir gegenüber verpflichtet. lass dich nie an den hersteller umleiten. wenn der verkäufer ärger mit dem hersteller hat, muss der verkäufer das eben aus der eigenen tasche zahlen. das ist nicht dein problem.

    die beweislast liegt auch beim verkäufer. er muss dir erstmal beweisen, daß DU die graka kaputt gemacht hast. du schreibst "Die Graka ist im PC ohne mechan. Einwirkung kaputt gegangen." und damit ist die sache doch fertig.

    ich würde da anrufen und klarstellen, daß ich erstens bereit bin, den klageweg zu bsechreiten und zweitens ihn mit allen folgekosten belaste, was die sache für ihn mit jeder woche teurer macht. die aussicht auf zunehmende kosten hat für mich immer gewirkt.



  • @Volkard: Danke! Guter Tipp.



  • Erhard Henkes schrieb:

    Für mich ist die Frage, ob sich der ganze Quatsch überhaupt lohnt.

    für dich nicht. außer, du hast spaß dran. hängt davon ab, mit wieviel geld du die deswegen verplemperte zeit (zum beispiel um dies hier zu lesen) anrechnest und ob du dich drüber ärgerst und am ende magengeschwüre bekommst.

    die motivation sollte wohl sein, den markt sauber zu halten. wenn du klein beigibst, wird er nur noch frecher und bevor er zurechtgehauen wird, wird er noch 50 omas über den tisch ziehen.



  • wenn du klein beigibst, wird er nur noch frecher und bevor er zurechtgehauen wird, wird er noch 50 omas über den tisch ziehen.

    "Wehret den Anfängen" ist ein gutes Argument.

    @volkard: habe entsprechend geschrieben. Danke nochmals! Du hast völlig Recht. Das wird jetzt durchgezogen.



  • was heisst "ohne mechanische einwirkung"? wurde die graka vieleicht zu hoch uebertaktet? das ist dann auch eigen verschulden



  • - überhaupt nicht übertaktet - so etwas macht man nicht während der Garantiezeit.





  • Erhard Henkes schrieb:

    - überhaupt nicht übertaktet - so etwas macht man nicht während der Garantiezeit.

    Warum nicht ? Wenn man Ahnung von der Materie hat und nicht direkt mehr Power gibt bzw. Volt erhöht ist das risiko doch zu vernachlässigen.

    Meinen E7200 habe ich direkt nach dem Kauf (100 Euro CPU) von 2x 2,53 ghz auf 2x 4 ghz übertaktet inklusive einer kleinen volt erhöhung... die temperaturen behielt ich dabei natürlich im auge, und nach 12H prime wusste ich das die cpu das abkann, vor allem da sie noch unter 50 Grad lief selbst unter dauerlast.

    Damit habe ich mit einer knappen stunde aufwand + stabilitätstest die leistung meiner CPU stark erhöht und damit auch ihren theoretischen Wert.. Ein imaginärer 4 GHz Dualcore würde von Intel sicherlich 300+ Euro kosten, somit habe ich den Wert meiner CPU durch OC theoretisch verdreifacht und praktisch einen nutzen davon.

    Diese CPU lief übrigens ca. ein Jahr problemlos, letzte Woche habe ich sie für 120 Euro verkauft (richtig gelesen, 20 euro mehr als Ursprungspreis - ein User aus einem Hardwareforum war bereit mir soviel zu zahlen wenn ich ihm garantiere da die CPU auf 2x4 ghz läuft.. -was ich ihm mit validierten screenshots und fotos bewies)

    Die deutlich erhöhte Rohleistung war in Kombination mit meiner GTX 260 (welche ebenfalls übertaktet war) nicht nur messbar.. sondern bei crysis, assasins creed und anderen auch deutlich sichtbar.. (bei einem benchmark auf 2x 2,53 ghz gab es öfter deutliche fps einbrüche bzw generell weniger fps... auch das übertakten der grafikkarte brachte deutlich was.)

    Weiterhin ist durch die nur kleine Volterhöhung der CPU der Stomverbrauch kaum angestiegen und befindet sich immer noch deutlich unter quadcore verbrauch..., vor allem da ich die idle einstellungen optimiert habe so das sich die CPU noch weiter runtertaktet und auch die VID im idle abgesenkt wird.

    Jetzt habe ich übrigens einen E8500 drin, welcher auf 2x 4,4 ghz läuft und vermutlich in einem knappen jahr zusammen mit wechsel auf Win7 gegen einen quadcore ausgetauscht wird. Diese CPU habe ich ebensfalls direkt am ersten Tag übertaktet, genauso wie ich es mit dem Quadcore dann auch tun werde..

    Bisher habe ich für mich und kollegen bisher ca. 15 Rechner innerhalb der letzten 2 Jahre übertaktet, keiner der Rechner hat schlappgemacht.. natürlich muss man dabei sorgfältig vorgehen (ordentlichen cpu lüfter nutzen, wärmeleitpaste sorgfältig einsetzen, die temperaturen checken und einen stabilitätstest durch prime über mehrere stunden mahen)

    Dies ist natürlich etwas handarbeit, aber für 1 Jahr viel extraleistung bin ich durchaus bereit mal 2 Stunden zu investieren - erstrecht wenn ich dadurch quasi keine Nachteile habe und das risiko doch sehr überschaubar ist.

    Wenn das bei Autos auch so einfach wäre sie von 250 auf 400 Ps zu tunen, ohne Kostenaufwand, mit sehr geringem Risiko und mit sehr kleinem anstieg des verbrauchs (unter 10%) würden denke ich sehr viele menschen zu autotunern werden 😃

    Oftmals wird die geringere haltbarkeit der Komponenten angeführt, aber ganz ehrlich: spätestens nach 1 1/2 Jahren wird die hardware bei mir sowieso ausgetauscht... flexibel wenn es gerade günstig ist umzusteigen und man die hardware mit (relativ) wenig verlust verkaufen kann... wenn man die preise etwas im auge hat ist das gar nicht so schwer.. zuletzt beim wechsel von einem amd auf ein fast doppelt so schnelles intel system habe ich nicht einen euro draufgezahlt
    (da sockel 939 mainboards, cpus und ram auf einmal zu recht hohen preisen verkauft wurde damals... ddr 400 ram ging zwischenzeitlich zu sehr hohen preisen weg, genauso wie die Dualcore Athlon X2, den ich nach über 1 Jahr nutzen über neupreis verkauft habe, da sie auf einmal nirgendswo mehr erhältlich waren...)

    Ich mag keine langsame hardware. - genauso wenig wie ich noch einmal eine wohnung ziehen würde die eine langsamere internetverbindung als mindestens 10 mbit besitzt (momentan hab ich 30)

    Wozu man so eine leitung braucht ? WG - online spiele, eigenen TS + andere server laufen, + mitbewohner immer am online stream gucken in guter qualität.. wir haben eigentlich konstant über 5 mbit/s bandbreite in benutzung wenn wir zuhause sind.. und da man beim onlinegame auch einen ping unter 100 braucht ist da schon mindestens eine 10mbit leitung erforderlich.
    Die 2 Mbit upload die wir haben könnten gern mehr sein, reichen aber bei entsprechender einteilung. Praktischer weise hat unser provider keine 24h trennung so das wir wochenlang die gleiche Ip haben und selbst dyndns nur selten aktualisiert wird/werden muss.

    Unterwegs am Dualcore Laptop gebe ich mich allerdings noch mit 3 bzw. 7 Mbit HSDPA zufrieden (je nach standort) - da hab ich aber auch keine server und konstanten streams laufen.. dazu ist umts /hsdpa sowieso nicht geeignet 😉


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