"Amokläufer verbrachte Abend vor der Tat mit Killerspiel"



  • Momentan sind die Killerspiel-Auswirkungen eh noch sehr klein, da die Killerspiele-Generation erst im Soldaten-Alter ist. Wirklich schlimm wird's wenn Killerspiele-Geschädigte (z.B. Civilization!!) ins Politiker-Alter kommen 😮 Ay caramba, dann gehts aber los mit Despotismus, Vasallentum und Atomkrieg 😞



  • durito schrieb:

    Momentan sind die Killerspiel-Auswirkungen eh noch sehr klein, da die Killerspiele-Generation erst im Soldaten-Alter ist. Wirklich schlimm wird's wenn Killerspiele-Geschädigte (z.B. Civilization!!) ins Politiker-Alter kommen 😮 Ay caramba, dann gehts aber los mit Despotismus, Vasallentum und Atomkrieg 😞

    😃 👍



  • Hallo

    ChrisM schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Die FDP ist immer, auch ungefragt, gegen alle Verbote. Das ist ihre Daseinsberechtigung.

    Auch ungefragt? Als politische Partei dürfen sich die FDP und ihre Abgeordneten ja wohl zu aktuellen Themen äußern.

    Klar dürfen sie, aber die Reaktion sind genauso klar, wie die anderer Parteien.

    ChrisM schrieb:

    Plötzlich wirst du zum Killerspiel-Verbieter, oder? Ich meine, wenn die FDP etwas ablehnt, dann muss es aus deiner Sicht ja quasi gut sein. 🤡

    Hier verstehe ich nicht, was du mir sagen willst. Ich bin gegen ein Verbot von Killerspielen, das habe ich ja schon gesagt.

    chrische



  • Althaus soll ja damals auch vorher Killerspiele gespielt haben. Quelle



  • durito schrieb:

    Momentan sind die Killerspiel-Auswirkungen eh noch sehr klein, da die Killerspiele-Generation erst im Soldaten-Alter ist. Wirklich schlimm wird's wenn Killerspiele-Geschädigte (z.B. Civilization!!) ins Politiker-Alter kommen 😮 Ay caramba, dann gehts aber los mit Despotismus, Vasallentum und Atomkrieg 😞

    ich träume schon lange von der weltherrschaft.
    an civ 1 wirds wohl liegen.. 🙂



  • xroads42 schrieb:

    ich träume schon lange von der weltherrschaft.
    an civ 1 wirds wohl liegen.. 🙂

    Hm, und mein stetiger Wunsch, in Amerika Indianer zu unterjochen kommt wohl vom intensiven Colonization Zocken? Ah so, jetzt wird mir alles klar. Hab mich schon gefragt, woher diese Gefühle kommen... 😃



  • 😮



  • Was für Gewaltfantasien dann wohl Koreaner haben? Zerg-Rushs auf ihre alte Schule? 😮



  • Interessant finde ich bei solchen Diskussionen, das nie dinge wie Softair-Waffen auftauchen. IMHO sind die Waffen detailgetreu gebaut und liegen mit einem gutem Gewicht in der Hand. Da schreit aber merkwürdiger keiner wenn die Kids damit Krieg spielen.

    Hier noch eine kleine Satire zum Thema:
    http://www.welt.de/satire/article86261/Hier_wird_noch_ohne_Computer_getoetet.html



  • ja ja diese diskussion kommt aber auch immer wieder



  • ChrisM schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Die FDP ist immer, auch ungefragt, gegen alle Verbote. Das ist ihre Daseinsberechtigung.

    Auch ungefragt? Als politische Partei dürfen sich die FDP und ihre Abgeordneten ja wohl zu aktuellen Themen äußern.

    Plötzlich wirst du zum Killerspiel-Verbieter, oder? Ich meine, wenn die FDP etwas ablehnt, dann muss es aus deiner Sicht ja quasi gut sein. 🤡

    Viele Grüße
    Christian

    Man kann diese Lobbypartei enfach nicht ernst nehmen. Ich habe noch keinen FDP-ler im Fernsehen gesehen, der nicht mindestens 3 mal "Steuern senken" gefordert hat.

    Immer diese Heuchelei von wegen "Mittelstand entlasten". Klar, Kündigungsschutz "lockern" wird bestimmt den Mittelstand entlasten - entlasten von der Arbeitsstelle und vom Lohn. 🙄

    Zum einen heuchelt die FDP "Steuern senken und dadurch die Bevölkerung entlasten", ist aber gegen einen Mindestlohn. Was für ein Hirnschiss. Wenn man die Bevölkerung finanziell entlasten will, dann muss man die Löhne erhöhen (evtl Mindetslohn) und nicht die Steuern senken. Wenn man die Steuern senkt, dann entlastet man nur die oberen Einkommensschichten. Aber gerade die untere Einkommensschicht wird überhaupt nicht entlastet. Leider, leider gibt es immernoch zu viele, die FDP wählen. Es fallen leider zu viele auf dieses "Steuer senken"-Gewösch rein.

    Oder das ständige Propaganda von wegen "mehr Eigenverantwortung" und "privat vorsorgen". Sicher... es gibt ja schließlich keine Menschen, deren Einkommen unter dem des Mittelstandes liegt. 🙄
    Das soll mal einer einem Hausmeister erzählen, der Frau (die vielleicht halbtags arbeitet) und zwei Kinder zu versorgen hat. Dass dieser dann den Vogel zeigen wird, das kann ich (sogar privat) versichern.

    Mir ist natürlich bewusst, dass wir bereits sehr hohe Steuern haben. Aber irgendwie muss der Staat sowie bestimmte Transferleistungen finanziert werden.



  • Schneewittchen schrieb:

    Zum einen heuchelt die FDP "Steuern senken und dadurch die Bevölkerung entlasten", ist aber gegen einen Mindestlohn. Was für ein Hirnschiss. Wenn man die Bevölkerung finanziell entlasten will, dann mussman die Löhne erhöhen (evtl Mindetslohn) und nicht die Steuern senken.

    Es ist aber höchst zweifelhaft, ob ein Mindestlohn hilft. Er hat ja schließlich offensichtlich negative Konsequenzen, denn er macht Leute arbeitslos (Stell dir einen Mindestlohn von 100€/h vor. Wenn man so Wohlstand schaffen könnte, warum tun wir es dann nicht?). Aber gut, nehmen wir an, wir haben eine halbwegs vernünftige Regierung und bekommen einen Mindestlohn von 8€/h. Das betrifft nur eine sehr kleine Menge an Leuten (Ausländer, die schlecht deutsch sprechen, junge Leute, die keine Qualifikation haben usw.), aber der gesamte Effekt auf dem Arbeitsmarkt ist recht marginal und ausserdem kann man argumentieren, daß das sowieso beschissene 5€/h-Jobs waren um die es nicht schade ist (stimmt zwar nicht, die meisten Leute steigen schnell in der Jobhierarchie auf, aber sei's drum). Und auf der anderen Seite gibt's bestimmt auch Leute, die davon profitieren: vorher 6,50€/h jetzt 8.

    Also wird zu diesen Leuten umverteilt -- aber genau das ist das Problem. Nicht unbedingt mit Umverteilung an sich, so etwas haben wir ja schon, aber das existierende Umverteilungssystem verteilt die Kosten des Umverteilungssystems über die ganze Bevölkerung. Ein Mindestlohn ist eine konzentrierte Umverteilung von Leuten, die Mindestlohnempfänger einstellen (oder deren Kunden, je nachdem, was da rauszuholen ist) hin zu den Mindestlohnempfängern.

    Ein Mindestlohn wirkt also wie eine Steuer auf Arbeitgeber von gering qualifizierten Arbeitern. Also gibt es einen zusätzlichen Anreiz, unqualifizierte Kräfte durch qualifiziertere zu ersetzen. Und wenn man schon umverteilen will, dann gibt es dafür schon eine Institution ...

    Beide Effekte schaden direkt und indirekt unqualifizierten Arbeitskräften.

    Das positivste, was man über einen Mindestlohn sagen kann ist, daß er nicht viel schadet, wenn er niedrig genug ist.

    Ganz ähnlich ist es ja mit dem Kündigungsschutz -- auch eine Maßnahme, die denjenigen, denen es helfen soll, mehr schadet, nämlich wieder den wenig qualifizierten Arbeitslosen ("Langzeitarbeitslosigkeit"). In Deutschland sind über die Hälfte der Arbeitslosen ein Jahr lang arbeitslos, in den USA zB. nicht mal 10% (nicht ganz aktuell, aber so grob sollte es immer noch passen). Siehst Du da keine Ungerechtigkeit darin, Leute so lange vom Arbeiten abzuhalten, weil die Institution "Kündigungsschutz" sagt: "es gibt einen Punkt, da wird es extrem teuer, ihn wieder loszuwerden. Also nehm ich ihn gar nicht erst."

    Wenn man die Steuern senkt, dann entlastet man nur die oberen Einkommensschichten. Aber gerade die untere Einkommensschicht wird überhaupt nicht entlastet.

    Niedrigere Grenzsteuersätze produzieren langfristig einen Anreiz, mehr zu produzieren (weil von dem zusätzlich verdienten Euro weniger weggenommen wird) und das produziert Wirtschaftswachstum und das nimmt viele Leute aus der unteren Einkommensschicht mit nach oben (wenn auch nicht im Kennedy-"A rising tide lifts all the boats"-Stil).

    In deiner Welt scheinen Anreize überhaupt keine Rolle zu spielen, weil Leute prinzipiell doof sind und immer das gleiche machen.

    Mir ist natürlich bewusst, dass wir bereits sehr hohe Steuern haben. Aber irgendwie muss der Staat sowie bestimmte Transferleistungen finanziert werden.

    Aber dir ist schon klar, das die reichsten 30% der Bevölkerung einen fast genau so großen Teil der Sozialleistungen entnehmen, wie die ärmsten 30%?

    Oder redest Du von sinnvollen Dingen wie neuen künstlichen Inseln oder Plakatkampagnen? Ne, klar, die sind ganz besonders wichtig.



  • Daniel E. schrieb:

    die meisten Leute steigen schnell in der Jobhierarchie auf

    Na klar, es ist quasi typisch, daß man vom Gabelstaplerfahrer irgendwann zum Fabrikhallenkehrmeister zum Fabrikanten wird. Das ist echt der total normale Normalfall. Es gibt insbesondere auch keine "vererbten" Berufsbilder. Äh, also in Deiner Traumwelt halt.



  • scrub schrieb:

    Na klar, es ist quasi typisch, daß man vom Gabelstaplerfahrer irgendwann zum Fabrikhallenkehrmeister zum Fabrikanten wird.

    ja, so nach 40 jahren betriebszugehörigkeit etwa, sollte das schon drin sein.

    apropos killerspiele: ich spiele die gern. absoluter blödsinn, dass man dadurch gewalttätig wird. ist nur spass, wie nen film gucken.



  • scrub schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    die meisten Leute steigen schnell in der Jobhierarchie auf

    Na klar, es ist quasi typisch, daß man vom Gabelstaplerfahrer irgendwann zum Fabrikhallenkehrmeister zum Fabrikanten wird. Das ist echt der total normale Normalfall. Es gibt insbesondere auch keine "vererbten" Berufsbilder. Äh, also in Deiner Traumwelt halt.

    Although people in the top income brackets and the bottom income brackets — "the rich" and "the poor," as they are often called — may be discussed as if they were different classes of people, often they are the very same people at different stages of their lives. An absolute majority of those Americans who were in the bottom 20 percent in income in 1975 were also in the top 20 percent at some point over the next 16 years. [...] None of this is unique to the United States. A study of eleven European countries found similar patterns.
    (Thomas Sowell: Basic Economics)

    Aber vielleicht liege ich auch falsch. Und Thomas Sowell. Und EU, die FED und die IRS, von denen ich ein paar Studien zu dem Thema rumliegen hab. Und vor allem die tausenden illegalen Einwanderer, die über Zäune in die USA reinklettern, um dann dort ihr Leben lang für den Mindestlohn zu arbeiten. Wenn die mal mit scrub geredet hätten, ja mensch, dann wüssten sie, das sie sich den ganzen Spaß lieber sparen sollten und stattdessen lieber ne Runde golfen sollten.



  • Zoom schrieb:

    scrub schrieb:

    Na klar, es ist quasi typisch, daß man vom Gabelstaplerfahrer irgendwann zum Fabrikhallenkehrmeister zum Fabrikanten wird.

    ja, so nach 40 jahren betriebszugehörigkeit etwa, sollte das schon drin sein.

    Diese Denke ist leider Vergangenheit. Ich glaube kaum, dass man heutzutage noch 40 Jahre in der selben Firma arbeitet. Ich kenne jedenfalls niemanden. Und die, die drauf hoffen, sitzen zu Hause - arbeitslos.

    Daniel E. schrieb:

    Mindestlohn ...

    Beide Effekte schaden direkt und indirekt unqualifizierten Arbeitskräften.

    Aber auch mittleren qualifizierten AK. Weil ich als Arbeitgeber würde doch eher gut qualifizierte für Mindestlohn einstellen, als den Leuten, welchen ich vorher 3,50€ gezahlt habe "mehr Geld in den Rachen" zu werfen.

    Unterm Strich wird das Lohnniveau Richtung Mindestlohn runtergedrückt.



  • F98 schrieb:

    Zoom schrieb:

    scrub schrieb:

    Na klar, es ist quasi typisch, daß man vom Gabelstaplerfahrer irgendwann zum Fabrikhallenkehrmeister zum Fabrikanten wird.

    ja, so nach 40 jahren betriebszugehörigkeit etwa, sollte das schon drin sein.

    Diese Denke ist leider Vergangenheit. Ich glaube kaum, dass man heutzutage noch 40 Jahre in der selben Firma arbeitet. Ich kenne jedenfalls niemanden. Und die, die drauf hoffen, sitzen zu Hause - arbeitslos.

    das war auch nur ironisch gemeint. das märchen "vom tellerwäscher zum millionär" ist eben nur ein märchen.



  • Daniel E. schrieb:

    Es ist aber höchst zweifelhaft, ob ein Mindestlohn hilft.

    Nein. Ein Mindestlohn legt fest, dass bestimmte Personen nicht ausgebeutet werden. Das hat direkten Einfluss, auf die finanzielle Situation der Geringverdiener und entlastet diese auch.

    Daniel E. schrieb:

    Er hat ja schließlich offensichtlich negative Konsequenzen, denn er macht Leute arbeitslos (Stell dir einen Mindestlohn von 100€/h vor. Wenn man so Wohlstand schaffen könnte, warum tun wir es dann nicht?).

    Negative Konsequenzen? Ich dachte es geht um die Entlastung der Bevölkerung und nicht um die Ertragssteigerung des Arbeitgebers. Die Friseuse in Ostdeutschland wird sicherlich von einem Mindestlohn profitieren.

    Daniel E. schrieb:

    Aber gut, nehmen wir an, wir haben eine halbwegs vernünftige Regierung und bekommen einen Mindestlohn von 8€/h.

    Das halte ich für einen guten Richtwert. 8 Euro wäre gut als Mindestlohn.

    Daniel E. schrieb:

    Das betrifft nur eine sehr kleine Menge an Leuten (Ausländer, die schlecht deutsch sprechen, junge Leute, die keine Qualifikation haben usw.),

    Und? Sind das etwa keine Menschen? Wenn wir die Steuern senken, dann betrifft es auch nur eine sehr kleine Gruppe, für die eine prozentuale Steuersenkung spürbar mehr Geld einbringt. Für die unteren Einkommensschichten wird sich NICHTS spürbar ändern. Und wer für 5 Euro/h arbeitet, zahlt sowieso keine Steuern - wovon soll er denn Steuern zahlen? Da gibt es zwar noch die Mittelschicht, aber deren finanzieller Gewinn durch eine Steuersenkung wäre bei Weitem nicht so verlockend wie für die obersten Einkommensschichten.

    Daniel E. schrieb:

    aber der gesamte Effekt auf dem Arbeitsmarkt ist recht marginal und ausserdem kann man argumentieren, daß das sowieso beschissene 5€/h-Jobs waren um die es nicht schade ist

    Marginal? Durch einen Mindestlohn landet das Geld dort, wo es am meisten gebraucht wird. Bei der untersten Einkommensschicht. Welchen Effekt auf den Arbeitsmarkt gibt es, wenn hauptsächlich die oberen Einkommensschichten von einer Steuersenkung profitieren?

    Daniel E. schrieb:

    (stimmt zwar nicht, die meisten Leute steigen schnell in der Jobhierarchie auf, aber sei's drum).

    Sicher... Wie ich deinen Worten entnehmen kann, kennst du persönlich niemanden, der solch einen Job hat/hatte. Ich kenne genug Leute ( auch in der Verwandschaft), die schon seeehr lange für diesen mikrigen Lohn arbeiten. Schonmal was von Leihfirmen gehört? Die FDP will ja hartnäckig daran festhalten, da "es den Arbeitsmarkt flexibilisiert". Dass ich nicht lache. Die meisten Leihfirmenangestellte finden selbst auf längere Sicht keine Festeinstellung. Hier werden die Arbeitnehmer systematisch in der untersten Lohnschicht festgehalten. Also das Märchen von "Hierarchie schnell hochsteigen" zählt hier nicht, wir reden hier nicht von typischen Akademikerberufen.

    Daniel E. schrieb:

    Also gibt es einen zusätzlichen Anreiz, unqualifizierte Kräfte durch qualifiziertere zu ersetzen.

    Ist doch gut, da sehen ich kein Problem. Im Endeffekt solltest du dich einmal fragen wie viele qualifizierte Kräfte für den Mindestlohn arbeiten würden. Ich schätze mal, dass es nicht so viele sind. Also würden auch die unqualifizierten nicht komplett ausgetauscht werden.

    Daniel E. schrieb:

    Das positivste, was man über einen Mindestlohn sagen kann ist, daß er nicht viel schadet, wenn er niedrig genug ist.

    Den von dir oben genannten Mindestlohn von 8 Euro/h halte ich für angemessen.
    Er ist nicht zu hoch und zudem wird es zum leben reichen.

    Ich sage es mal so: Eine Vollzeitstelle, die nicht genug Geld einbringt um halbwegs über die Runden zu kommen (sprich, man ist immer noch auf staatliche Hilfen angewiesen), ist in meinen Augen keine richtige Arbeitsstelle. Ich rede hier nicht von gut bezahlten Jobs.

    Daniel E. schrieb:

    Ganz ähnlich ist es ja mit dem Kündigungsschutz -- auch eine Maßnahme, die denjenigen, denen es helfen soll, mehr schadet, nämlich wieder den wenig qualifizierten Arbeitslosen ("Langzeitarbeitslosigkeit").

    Ach wirklich?
    Hier mal ein Beispiel aus der Vergangenheit:
    http://www.wsws.org/de/2006/jul2006/alli-j05.shtml

    Es werden Arbeitnehmer entlassen trotz Rekordgewinn. Als Begründung wird
    "mehr Rendite" angegeben. Soviel zu dem Thema...
    Und das ist kein Einzelfall. Wenn man den Kündigungsschutz lockert, dann werden sich solche Fälle mit Sicherheit häufen.

    Daniel E. schrieb:

    In Deutschland sind über die Hälfte der Arbeitslosen ein Jahr lang arbeitslos, in den USA zB. nicht mal 10% (nicht ganz aktuell, aber so grob sollte es immer noch passen).

    Du kannst Deutschland nicht so einfach mit USA vergleichen, dazu sind beide Staaten zu unterschiedlich.

    Daniel E. schrieb:

    Niedrigere Grenzsteuersätze produzieren langfristig einen Anreiz, mehr zu produzieren (weil von dem zusätzlich verdienten Euro weniger weggenommen wird) und das produziert Wirtschaftswachstum

    Soweit stimmt es ja auch... nur wird der Arbeitnehmer nicht entlastet.

    Daniel E. schrieb:

    und das nimmt viele Leute aus der unteren Einkommensschicht mit nach oben (wenn auch nicht im Kennedy-"A rising tide lifts all the boats"-Stil).

    Das halte ich für ein Märchen. Siehe nochmals:
    http://www.wsws.org/de/2006/jul2006/alli-j05.shtml

    Daniel E. schrieb:

    In deiner Welt scheinen Anreize überhaupt keine Rolle zu spielen, weil Leute prinzipiell doof sind und immer das gleiche machen.

    Ich weiß zwar nicht, wo du das herausgelesen hast, davon habe ich nichts gesagt.
    Jedoch schaffst du mit 5 Euro/h (oder weniger) sicher keinen Anreiz um mehr zu leisten.

    Zusammenfassend will ich ein Zitat eines Unternehmers (dessen Name ich vergessen habe) aufführen:*
    "Würden die Arbeitgeber ihre Angestellten anständig bezahlen, bräuchte man keinen Mindestlohn."*

    Das ist aber leider nicht der Fall. Der Mindestlohn ist halt eine Notlösung.



  • Zoom schrieb:

    das märchen "vom tellerwäscher zum millionär" ist eben nur ein märchen.

    Der amerikanische Traum? Klar gibt es Karrieren in der Art. Ich kann Dir'n Beispiel dafür nennen: Arnold Schwarzenegger. 😋 Aber zugegeben: Solche Karrieren sind wirklich sehr selten.



  • Schneewittchen schrieb:

    Immer diese Heuchelei von wegen "Mittelstand entlasten". Klar, Kündigungsschutz "lockern" wird bestimmt den Mittelstand entlasten - entlasten von der Arbeitsstelle und vom Lohn. 🙄

    In der Praxis gibt es ja eh keinen Kündigungsschutz mehr. Was glaubst Du, warum es in letzter Zeit so einen Boom bei Zeitarbeitsfirmen gab? Das hat einen zentralen Grund: Die Firmen, die sich Leiharbeiter in den Betrieb holen, haben die Möglichkeit, eine Form von Hire&Fire zu betreiben. Entsprechend entlassen die großen Unternehmen momentan ja auch nicht im großen Stil Leute. Die Leute, die es zuerst trifft, sind nämlich nur ausgeliehen und gar nicht direkt bei den großen Unternehmen eingestellt. Naja, sehen wir mal das Positive: Eine ganze Menge Leute, die in letzter Zeit als Leiharbeiter unterwegs waren, hätten keine direkte Anstellung bekommen. Insofern steigert die Leiharbeit durchaus die Anzahl der beschäftigten Personen. Aber man hätte das Gleiche auch haben können, indem man auf den Kündigungsschutz verzichtet. Dann hätte man sogar keine parasitären Unternehmen, die sich zwischen dem Arbeiter und dem eigentlichen Arbeitgeber positionieren und dort Geld abzapfen. Aber die offizielle Abschaffung des Kündigungsschutzes war halt zu unpopulär. Da ist die Lösung über Zeitarbeitsfirmen politisch durchsetzungsfähiger gewesen.


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