Tip: Papier und Stift neben das Bett legen



  • Ich bin aufgewacht und hatte zu einem aktuellen Programmierproblem zwei supi Ideen im Kopf. Die eine G war nachgerade genial. Die andere A war eh schon angedacht und mit der Aufwachidee auf einmal fast ohne Aufwand implementierbar. Auf dem Weg zum Rechner wurde mir schon klar, daß G nur geht, wenn A steht, habe A weiter duchdacht. Habe A während des Anziehens und so forciert und derweil ist mir G schon entschlüpft. Kaum zwei Stunden später stand A im Code. G war weg. G ist weg. Mist!
    Hätte ich doch nur mal vor dem Aufstehen beide Ideen aufgeschrieben!

    Bitte um Mitleid.



  • mein Laptop ist in Griffweite 🙂



  • Ich habe so einen Ideen-Block auf dem Schreibtisch im Wohnzimmer. Kürzlich bin ich in der Nacht vier mal hin gelaufen, um was zu notieren. Den Rest der Nacht hatte ich zwar keine guten Ideen mehr, habe aber trotzdem über das Problem nachgedacht, weil es mich nicht schlafen gelassen hat. Dementsprechend kaputt war ich morgens.

    Eigentlich versuche ich, im Privatleben nicht über den Job nachzudenken. Geht leider nicht immer.



  • sowas ist mir noch nie passiert
    die besten ideen kommen mir meist in der bahn - und die vergess ich eigentlich auch nicht wieder
    sachen die mir beim schlafen - duschen - kac*en einfallen genauso



  • Kaum zwei Stunden später stand A im Code. G war weg. G ist weg. Mist!

    Dann kann die Idee doch nicht so toll gewesen sein. Zumindestens hat sie keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. 🙂



  • Es gibt auch manchmal die Illusion einer Idee.

    Um das nochmal etwas anders zu illustrieren:
    http://feinstoffliches.blogspot.com/2009/06/horst-evers-gottesbeweis.html



  • knivil schrieb:

    Kaum zwei Stunden später stand A im Code. G war weg. G ist weg. Mist!

    Dann kann die Idee doch nicht so toll gewesen sein. Zumindestens hat sie keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. 🙂

    Oder sie war so kompliziert und genial, dass er sie nur in einem sehr kurzen Zeitraum vollkommen verstanden hat. 😉

    Aber ich kenne das Gefühl. Habe mir schon oftmals noch so im dunkeln eine Post-it geschnappt und eigentlich blind ein Keyword hingekritzelt, dass ich am nächsten Morgen nur noch unter Mühe entziffern konnte, aber wenn ich es hatte, dann war die Idee wirklich gut. 😉

    btw:
    volkard, möchtest du uns auch mitteilen, welches Problem du so gelöst hast? (zumindest Ansatzweise?)

    @Mr Evil:
    Merkwürdigerweise kommen mir auch an diesen 3 Orten oftmals unverhoffte Ideen.. Vielleicht, weil das alles Orte der Entspannung und Besinnung sind? (Zugfahrten würde ich auch noch dazuzählen).



  • klar ist zug fahren entspannend
    da sitzt man bloed rum - glotzt durch die gegend und laesst die gedanken schweifen - geht alles beim selber fahren nicht so gut

    ich hatte mir ne zeit lang angewohnt in der bahn immer was zu schreiben dabei zu haben
    aber in der langen zeit hab ich es 2x gebraucht, und bei beide male wusste ich es auch ohne zettel noch

    mitlerweile kommen die ideen in der bahn am meisten (im gegensatz den den anderen 3 orten) - aber oft denkt man dann "wann is die bahn endlich da - wills ausprobieren" #ggg

    es ist auch eine gewisse "entwicklungs sucht" - entwickel sehr oft daheim sachen oder probier zeug aus was ich denn auf arbeit produktiv einsetze #gg



  • Mr Evil schrieb:

    sowas ist mir noch nie passiert
    die besten ideen kommen mir meist in der bahn - und die vergess ich eigentlich auch nicht wieder sachen die mir beim schlafen - duschen - kac*en einfallen genauso

    Ja, so kenne ich das auch. Aber zwei waren einfach zu viel.



  • knivil schrieb:

    Dann kann die Idee doch nicht so toll gewesen sein. Zumindestens hat sie keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. 🙂

    Bashar schrieb:

    Es gibt auch manchmal die Illusion einer Idee.

    Ja, so wirds wohl leider gewesen sein.

    Bashar schrieb:

    Um das nochmal etwas anders zu illustrieren:
    http://feinstoffliches.blogspot.com/2009/06/horst-evers-gottesbeweis.html

    👍



  • Hätte ungefähr 127 Ideen für private Software Projekte, aber nach 8-9h Arbeit + 2h Fahrt hab ich echt keinen Bock mehr. Zumal andere Aktivitäten die Freizeit zeitlich ganz gut ausfüllen.
    Aber ich schmiede schöne Pläne, falls ich irgendwann mal Hausmann werde oder im Lotto gewinne. 🤡

    (letzteres ist allerdings schwierig, wenn man nie Lotto spielt)

    Ansonsten kommen mir die besten Ideen immer beim Lauftraining oder auf dem Klo. Leider kann ich auf der Arbeit nur von letzterem profitieren. Zumindest konnte ich noch keinen AG davon überzeugen, dass ein Lauftraining während der Arbeitszeit die Produktivität steigern könnte. 🙄



  • Bin ich der einzige, der Zugfahren nervig und keinesfalls entspannend findet?

    Aber zumindest das mit dem Duschen, kann ich bestätigen ;).



  • Wenn man beim Dinner mit der Gattin, mit der Kerze den Korken der Weinflasche ankokelt und sich durchs Gesicht zieht, ist man zu lange Soldat gewesen 😃
    Was sagt uns das? Versuchen abzuschalten, sich ein Hobby suchen, welches nichts mit Rechnern zu tun hat. Laufen gehen ist m.M. recht gut, so eine Vorbereitung auf einen Marathon kann viel Zeit kosten, die aber den Kopf frei macht...



  • life schrieb:

    Bin ich der einzige, der Zugfahren nervig und keinesfalls entspannend findet?

    Wahrscheinlich nicht, aber wenn man die Alternativen bedenkt ... ich sitze jedenfalls lieber 4 Stunden im Zug als dass ich 4 Stunden Auto fahre.

    Ivo schrieb:

    Was sagt uns das? Versuchen abzuschalten, sich ein Hobby suchen, welches nichts mit Rechnern zu tun hat.

    Warum sollte man erst sein Hobby zum Beruf machen und sich dann ein anderes Hobby suchen?



  • Wenn man Frau und Kinder hat, moechte man vielleicht nicht unbedingt jeden Abend ueber irgendwelchen Arbeitskram nachdenken.
    Man hat sein Hobby zum Beruf gemacht und verdient Geld damit. Das ist gut so, aber es gibt auch ein Leben ausserhalb der MSDN... und das ist m.M. mehr Wert als jede Fehlermeldung der Compilers.

    Wer produziert wohl den besseren Code?
    a.) ein Nerd der 72 Stunden ohne Schlaf mit 36 Tassen Kaffee am Rechner sitzt?
    b.) ein Programmierer, der das Wochenende mit seiner Familie verbracht hat, den Kopf frei und ausgeschlafen ist?



  • "Den Kopf leer haben" ist total überbewertet.
    Wer produziert wohl den besseren Code?
    a.) ein Programmierer, der nur zu Bürozeiten übers Programmieren nachdenkt?
    b.) ein Programmierer, der sich nicht dahingehend beschneidet?



  • Ivo schrieb:

    Wer produziert wohl den besseren Code?
    a.) ein Nerd der 72 Stunden ohne Schlaf mit 36 Tassen Kaffee am Rechner sitzt?
    b.) ein Programmierer, der das Wochenende mit seiner Familie verbracht hat, den Kopf frei und ausgeschlafen ist?

    b) weil a) nicht existiert. Sollte das jetzt ein ernsthafter Diskussionsbeitrag sein oder willst du trollen?


  • Mod

    volkard schrieb:

    "Den Kopf leer haben" ist total überbewertet.

    In akuten Arbeitsphasen gilt das sicherlich, aber auf Dauer muß man in der Lage sein auch völlig entspannt abzuschalten. Die Leute, die den Kopf dauerhaft voll haben, neigen verstärkt zu Blindheit und kurzsichtigen Lösungen, weil sie völlig den Überblick verlieren und sich festbeißen.



  • Wenn ich nach 4 Stunden Eragon-Drachreiter-Lesen einschlafe und beim Aufwachen eine Programmieridee habe, macht mir das kein schlechtes Gewissen, sondern ich freue mich einfach. 😋
    Und das mit der Blindheit, dem Überblickverlust und dem Festbeißen ist induziert durch Streß, unmögliche Termine, Planungsfehler, sachlich unmögliche aber verkaufte Features. Da muß man den Kopf leer machen, um nicht zugrunde zu gehen. Und was ich am allernötigsten brauche, wenn ich fremde Planungsfehler ausbaden darf, ist ein Fehlplaner, der mir sagt, ich solle mal Laufen gehen, um den Kopf frei zu bekommen. hihi.



  • Bashar schrieb:

    Ivo schrieb:

    Was sagt uns das? Versuchen abzuschalten, sich ein Hobby suchen, welches nichts mit Rechnern zu tun hat.

    Warum sollte man erst sein Hobby zum Beruf machen und sich dann ein anderes Hobby suchen?

    👍

    EDIT:
    @Bashar:
    Meine Güte, wie ich die Leute hasse, die am Stammtisch so gescheit reden.. Manchmal glaube ich kaum, für wie unglaublich intelligent und Allwissend sich (auch nicht betrunkene) halten.. Da war hat sich doch unglaublicherweise mal jemand völlig unsportlicher und völlig abgefrackt erlaubt meinem Freund erklären zu wollen, wie er zu Laufen habe (also Joggen). Und das jemanden, der Marathon rennt erklären zu wollen bedarf doch einer unglaublicher Menge Dreistheit..


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