wird cloud computing den normalen Pc und die Programmiersprachen verschwinden lassen?



  • Damit wollte ich auch nur sagen, dass diese Technik schon einmal nicht den ganzen Computermarkt einnehmen kann.



  • @MisterX: Was denn für rechtliche Probleme?

    Tja, das Hauptproblem ist, dass man beim Cloudcomputing Rechnerkapazitäten anmietet. => Mietvertrag

    Als Anbieter haftet man also während der gesamten Zeit uneingeschränkt. Solange der Mietvertrag eben gilt. Insbesondere bei:

    1. Nichterreichbarkeit des Dienstets
    2. Verlußt der Daten
    3. Dafür, dass Daten nicht für andere zugänglich werden.

    Nun gut, man kann sagen man achtet eben darauf. ABER um bei den Preisen konkurenzfähig zu bleichen kauft man Serverkapazitäten in Ländern in denen der Stom billiger ist als bei uns. z.B. Indien. Macht man das nicht ist die Konkurenz viel billiger und man kann gleich einpacken.
    Selbst die Kapazitäten bereitzustellen ist sehr schwer, da man sehr stark schwankende Nachfrage hat (z.B Werktags gegenüber Wochenende).
    Kauft man nun die Kapazitäten woanders ein, muß man den Partner darauf festlegen, dass er die strengen Deutschen Datenschutzrechte einhält und zuverlässig die Kapazitäten anbieten kann. Tut er es nun nicht und die Daten gelangen ins öffentliche Internet oder man kann den Dienst nicht anbieten hat man schnell ne gewaltige Klage von den eigenen Kunden an der Backe. Und diese erfolgreich weiterzuleiten nach z.B. Indien ist so ne Sache.

    ALs Kunde hat man das Problem genau andersrum. Man ist auf Gedeih und Verderb dem Cloud Computing Anbieter ausgeliefert. Hat man z.B. eine Firma und die Verwaltung läuft über Cloud Computig und dies ist nicht erreichbar, weil irgend ein Bauarbeiter nen Datenkabel bei dem Anbieter vor der Tür gekappt hat oder weil die Katze in Indien die Leitung angeknanbbert hat oder was auch immer, kann es schnell passieren das die eigene Produktion (oder was auch immer davon abhängt) flachliegt.
    Und immer noch zusätzlich die Gefahr, dass der Anbieter die Daten ins billige Ausland verscheibt (wer weiß schon wie gut er diese verschlüsselt) und der engste Konkurent sich Zugang zum passenden indischen Server verschafft.
    Oder die Daten so schluderich behandelt werden das sie ins Internet gelangen.
    Oder der Indische Server ausfällt oder Stromausfall oder Überschwemmung hat oder, oder, oder ...

    (Nix gegen Indien. Ist nur ein Beispiel. Kann z.B auch nach China versendet werden etc.)

    Somit ist es für beide Seiten sobald die Daten irgendwie von Bedeutung sind und eine Verfügbarkeit sichergestellt werden muß einfach rechtliches Russisch Roulett.



  • Das nächste Problem ist, dass einem als Cloude Computing Anbieter viele Firmen als Kunden Complience Verträge auf Auge drücken werden. (Zumindest versuchen sie es). Da steht allerhand Mist drin umd das eigene Immage aufzubessern.

    Beispiele von denen ich gehört habe.

    (Kein Zitat sonden in etwa:)
    "Der Anbieter verplichtet sich keine Kinderarbeit zu unterstützen. Tut er es doch muß er für die Ausbildung des Kindes aufkommen".

    Denkt man: Klar ich tu sowas nicht und gegen Kindearbeit bin ich ja sowieso. Also schnell unterschreiben. Nun Rechahiert der Konkurent nach, das irgend ein Subanbieter (4 oder 5 Vertäge weiter unten in der Vertragskette) in China nen Server betreibt, bei dem von nem Kind im Gebäude im Jahr 2001 ein Stromkabel eingezogen wurde. (Wovon man nix weiß und nix wissen kann in Deutschland) und die halbe Klasse dabei geholfen hat. Und schon kann man die Ausbildung von 30 Chinesen bezahlen.

    Wenn man Cloude Computing wirklich betreiben will dauert es nen halbes Jahr und man beschäftigt doppelt so viele Anwälte wie Techniker und Informatiker zusammen.

    (Nur meine Meinung, keine Rechtsberatung)



  • Und noch ein Zusatz.

    Auch wenn alle immer ihre "Dienste" anbieten, so wird man es nie schaffen das ganze untzer nem Dienstvertrag anzubieten.
    Das wird jeder Richter entweder als Mietvertrag oder Kaufvertrag auslegen.
    Womit man die ganzen schönen Paragrapfen mit den Rechten des Kunden an der Backe hat.
    Da kann man 100 mal Dienstvertrag oben auf den Vertrag schreiben. was zählt ist der Inhalt.

    (Wieder nur meine Meinung und keine Rechtsberatung)



  • nein schrieb:

    Die werden auch in den nächsten Jahren keine 30 FPS mit 1900 x 1200 übers Netz schicken.

    Deswegen brauchen wir einen Ausbau des Internets auf mindestens 100 MB/s pro Anschluß.

    Und Software die das kann gibt's ja heute schon:
    http://en.wikipedia.org/wiki/VirtualGL

    Kannst also daheim im lokalen Netz ruhig mal Doom 3 remote Spielen.
    Mit einem 1 GB/s Netz geht das auch in HD flüssig.



  • Ihr sprecht hier die ganze Zeit von Terminal-Anwendungen. IdR meint Cloud Computing doch einfach Web(2.0)-Anwendungen mit zentraler Datenspeicherung:

    The term cloud is used as a metaphor for the Internet, based on the cloud drawing used to depict the Internet in computer network diagrams as an abstraction of the underlying infrastructure it represents. Typical cloud computing providers deliver common business applications online which are accessed from a web browser, while the software and data are stored on servers.

    In diesem Zusammenhang ist Cloud Computing für mich nichts weiter als ein Buzzword, denn zentrale Datenspeicherung ist bei Webanwendunge seit jeher übliche Praxis. Allerdings dringen Webanwendungen halt durch moderne Technologien (AJAX, RIA) in Bereiche vor, die früher nur von Fatclients abgedeckt wurden. Von daher findet schon ein Wandel statt, der einen neuen Begriff evtl. rechtfertigt.

    Edit: Darüber hinaus geht der Trend der letzten Jahre ja weiter in Richtung SaaS (Software as a Service, noch so ein schönes Buzzword). Man schreibt jetzt nicht nur noch einfache Webanwendungen für den Endkunden, man liefert jetzt gerne auch direkt eine API mit, so dass andere Anwendungen die Dienste aufrufen können. Auf diese Weise verschmelzen die verschiedene Dienste zunehmend, was zwar bzgl. Datenschutz wieder Fragen aufwirft, davon abgesehen aber eine sehr interessante Entwicklung ist, weils extreme Synergieeffekte mitbringt.


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