Das Ende der alten Festplatten
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Bei MLC Speicher sind es AFAIK eher 10k Schreib-Zyklen, und nicht 100.
Aber auch 10.000 * 64GB sind viel.@mausekäbel:
Milchmädchenrechnung:Wenn du pro Compilieren 1 GB schreibst, dann wären es 640.000 Compiliervorgänge die das Ding aushält - bei einer 64GB SSD mit optimalem Wear-Leveling.
Sagen wir sicherheitshalber es sind 10 GB und nicht 1 GB. Wären es immer noch 64K Compiliervorgänge.Wenn du am Tag 100x einen kompletten Rebuild machst, hält die Platte immer noch ~2 Jahre. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, würde das reine Schreiben dieser Datenmenge schon fast 3 Stunden brauchen (100 * 10 GB, bei ca. 100MB/sec -> 10.000 sec -> 2,78 Stunden).
Da ich davon ausgehe dass du LANGE nicht 100 Rebuilds pro Tag machst, sehe ich da kein Problem.
Wenn dem aber so ist, wieso wird dann ständig von limitierten Schreibzyklen gesprochen und warum wird vielerorts ein non-journaling Dateisystem wie ext2 für SSDs empfohlen? Ist doch vollkommen egal, wenn der Journaling-Bereich ständig beschrieben wird, der sollte sich mit Wear-Levelling ja ständig auf immer wieder anderen Blöcken befinden.
Weiss nicht. Vielleicht saufen die Leute alle die sowas schreiben. Vielleicht ist das Wear-Leveling aber auch nicht SO perfekt. 100% perfekt kann es IMO auch nicht sein - zumindest nicht ohne die Write-Amplification zu sehr hoch zu treiben. Und die will man ja auch niedrig halten.
Trotzdem gehe ich davon aus, dass eine SSD effektiv "lange genug" hält. Egal ob MLC oder SLC, egal ob man nun viel Compiliert oder nicht. Ausnahmen fallen mir jetzt kaum welche ein. Vermutlich irgendwelche sehr speziellen Server-Anwendungen.